Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Begriffserklärungen Seite 3
3. normativ-ontologische Theorien und ihr Einfluss Seite 5
auf das politische Handeln
4. empirisch-analytische Theorien und ihr Einfluss Seite 7
auf das politische Handeln
5. Anmerkung zur kritisch-dialektischen Theorie Seite 8
6 R e s ü m e e S e i t e 9
Literaturverzeichnis Seite 10
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1. Einleitung
In den Sozialwissenschaften hört man oft von der „vielgescholtenen Trias- Narretei’, welche die politischen Theorien auf der Metaebene in normative, empirischanalytisch und dialektisch-kritische Theorien einteilte […]“ (von Beyme 2006: 14). Diese Metatheorien sind essenziell für die Sozialwissenschaften und für die Theoriebildung in der Politikwissenschaft.
In meinem Essay werde ich primär das Thema „Metatheorien und ihr Einfluss auf das politische Handeln in der Gesellschaft“ behandeln. Aus diesem Thema lassen sich folgende Fragestellungen ableiten, die ich argumentativ beantworten werde: Zum einen stellt sich die Frage: Wie beeinflussen Metatheorien das politische Handeln? - sowohl heutzutage als auch in der Historie. Aus diesem Kontext stellt sich zwangsläufig die Frage: Beeinflussen Metatheorien überhaupt das politische Handeln in der Gesellschaft?
Dieses Thema interessiert mich sehr, da sich in den letzten Jahrzehnten sehr viele Kontroversen über diese Theorien entwickelt haben, die sich wie ein roter Faden durch die Theorienwelt und Geschichte der modernen Politikwissenschaften ziehen. Das Thema der Metatheorien ist sehr vielfältig und umfangreich, was zur Folge hat, dass die vollständige Bearbeitung den Rahmen eines Essays überschreiten würde. Aus diesem Grund werde ich ausgewählte Punkte in den Blick nehmen, die mir besonders relevant erscheinen.
Einleitend werde ich einige Begriffsdefinitionen aufführen, die zum Verständnis notwendig sind.
2. Begriffserklärungen Metatheorie:
Metatheorien sind Theorien über Theorien als das Ergebnis einer reflexiven Selbstthematisierung von Wissenschaft. Gegenstand sind nicht die Objekte und Objektbereiche, auf die sich wissenschaftliche Theorien beziehen, sondern diese Theorien selbst: ihre logischen Regeln Strukturen, ihre Axiome und Prinzipien, ihr begriffliches Instrumentarium. In einem weiter gefassten Sinne die Methoden und Forschungsstrategien, die zu ihrer Erzeugung und Validität führen. In einem noch
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weiteren Sinne die Entstehungsbedingungen ebenso wie die Finalisierung und Verwertung von Wissenschaft (vgl. Nohlen, Schulze: 530f.). Der normativ-ontologische Ansatz:
Der normativ-ontologische Ansatz geht auf die griechische Antike und deren klassische Philosophie zurück (Aristoteles, Platon). Dieser Ansatz entspricht dem praktischen Erkenntnisinteresse und sucht nach Antworten auf die Frage, was das gute und gerechte Leben ausmacht. Das Attribut ,normativ’ wird diesem Ansatz deshalb zugeschrieben, weil es auf der Grundlage von Aussagen über Seinszustände (ontologische Aussagen) wertend auf Sollzustände schließt (normative Aussagen). Dieser Ansatz ist durch die Annahme der Existenz objektiver Werte, wie etwa des Gemeinwohls und deren zeitloser Gültigkeit bestimmt. Die wissenschaftliche Analyse von Gesellschaft zielt dieser Annahme nach auf eine Feststellung des Seins und Wesens von Gesellschaft. Da ein solches Vorhaben die Existenz überzeitlicher Werte bedingt, ist eine wertfreie Forschung nicht möglich, denn solche Werte werden ja nicht empirisch ermittelt, sondern erkannt und gesetzt. Die Frage nach dem ‚Wie’ eines solchen Erkennens wird dabei über hermeneutische und phänomenologische Methoden geleistet. (vgl. Dreier 1994: 18f.) Der kritisch-dialektische Ansatz:
Der kritisch-dialektische Ansatz ist in seiner Grundgestaltung nach, durch ein als emanzipatorisch postuliertes Erkenntnisinteresse charakterisiert. Er wird durch die Hauptprotagonisten der Frankfurter Schule vertreten (Horkheimer, Adorno, Marcuse) und deren Nachfolgern - insbesondere Habermas. Grundlegende Bestandteile dieses Ansatzes sind die Marxschen Kategorien der Geschichtlichkeit, Totalität und Dialektik. Gesellschaft wird als ein historischer Prozess begriffen, auf dessen Grundlage nur allgemeine Werte wie Ordnung, Demokratie oder Herrschaft ableitbar und konkretisierbar sind.
Auf diesen zentralen Grundlagen wird Gesellschaft als ein Ganzes begriffen und kann so auch nur in seiner Totalität erfassbar sein. Methodisch ist dieser Ansatz durch das Verfahren der Dialektik bestimmt und zwar insofern, als das Einzelne nur ständig in seinen dialektischen Zusammenhang mit dem Ganzen der Gesellschaft begriffen werden kann. Dies bedeutet mitunter auch, dass Gesellschaft nicht vom sie erfassenden Subjekt analysiert werden kann, sondern dass dieses als in einem
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Arbeit zitieren:
Bacelor of Arts Political science Stefan Richter, 2006, Metatheorien und ihr Einfluss auf das politische Handeln in der Gesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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