Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis. 3
1 Einleitung. 4
1.1 Inhaltliche Einordnung 4
1.2 Zielsetzung der Arbeit 5
1.3 Vorgehensweise und Methodik. 5
2 Grundlagen der geographischen Herkunftsbezeichnung 6
2.1 Terminologische Einordnung der geographischen Herkunftsbezeichnung 6
2.2 Wesen und Merkmale geographischer Herkunftsbezeichnung. 7
2.3 Eintragung in die Datenbank 9
2.4 Nutzung des Schutzsystems. 9
2.5 Funktion der geschützten Ursprungsbezeichnung 11
3 Geschützte Ursprungsbezeichnung in Frankreich 13
3.1 Geschichte der geschützten Ursprungsbezeichnung in Frankreich. 13
3.2 Käseprodukte mit geschützter Ursprungsbezeichnung in Frankreich. 13
3.3 Camembert de Normandie. 15
3.4 Beurteilung des Instruments der geschützten Ursprungsbezeichnung 17
4 Fazit. 19
Literaturverzeichnis. 21
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: EU-Gütezeichen für geographische Herkunftsangaben und Spezialitäten .6 Abbildung 2: Anzahl eingetragener Produkte differenziert nach Ländern .......................9 Abbildung 3: Anzahl eingetragener g. U. nach Produktklassen in Frankreich 2009 ......13 Abbildung 4: Obere und untere Normandie....................................................................15 Abbildung 5: Wirkungsebenen der geschützten Ursprungsbezeichnung........................18
Abkürzungsverzeichnis
g. U. g. g. A. g. t. S. INAO PDO 3
1 Einleitung
1.1 Inhaltliche Einordnung
Im Fachgebiet Kulturgeographie ist es das Interesse der Geographen herauszufinden wie Ort und Raum die Kultur beeinflussen bzw. in welcher Art und Weise diese durch Kultur verändert werden (Knox/Marston 2001, S. 230).
Paul L. Knox, Professor an der Virginia Tech., und Sally A., Professor an der University of Arizona, definieren Kulturgeographie in ihrem Werk Humangeographie wie folgt: „Die Kulturgeographie untersucht, inwieweit Raum (space), Ort (place) und natürliche Umwelt (landscape) die Kultur prägen und ihrerseits durch Kultur geprägt werden.“ (Knox/Marston 2001, S. 234)
In der Kulturgeographie vereinigen sich demnach die Kultur, mit ihrer sich stetig ändernden Bedeutung und die Geographie, mit ihrer sich stetig verändernden Umwelt. In diesem Umfeld entwickeln Gruppen ihre individuellen gemeinsamen Bedeutungen (Knox/Marston 2001, S. 234). Geographische Verankerung wirkt dem Einfluss globaler Veränderungen entgegen (Knox/Marston 2001, S. 232). Daher entsteht eine einzigartige ortstypische Ausprägung der Kultur in einer bestimmten Region. Neben verschiedenen anderen externen Einflussfaktoren wirkt insbesondere die Landwirtschaft auf bestehende kulturelle Ausdrucksformen ein (Knox/Marston 2001, S. 231). Landwirtschaftliche Betriebe, also die Hersteller von Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln, profitieren von der geographischen Herkunftsbezeichnung, die somit für diesen Wirtschaftszweig eine zentrale Rolle einnimmt (Becker 2005, S. 1). Prof. Dr. Tilmann Becker, geschäftsführender Direktor am Institut für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Hohenheim, führt dies im „Hohenheimer Agrarökonomischen Arbeitsbericht zur Bedeutung geschützter Herkunftsangaben“ auf verschiedene Gründe zurück: Dezentralisierte bzw. regionale Herstellung führt zu einer Vielzahl von Anbietern, die in den unterschiedlichsten Anbaugebieten produzieren. Diesen Anbietern stehen eine konzentrierte Lebensmittelindustrie und ein starker Handel gegenüber. Mit Hilfe der geographischen Herkunftsbezeichnung soll die Position der landwirtschaftlichen Produktion gestärkt werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Bezeichnung von Produzenten außerhalb der Region nicht genutzt werden darf und
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somit ein Monopol geschaffen wird. Gleichzeitig signalisiert die Herkunftsangabe ein herausgehobenes Maß an Qualität, dass durch positive Assoziationen mit der Region noch verstärkt wird. Neben der Schutzfunktion, also der Protektion der regionalen Erzeuger, können Produkte mit regionaler Herkunftsangabe darüber hinaus mit einem Preis-Premium verkauft werden. Hierdurch können regionale Wertschöpfungsketten entstehen, die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Erzeugnisses umfassen. Somit kann dem Verbraucherwunsch nach regionaler Produktion und der damit verbundenen Assoziation nach Qualität entsprochen und die Position regionaler Strukturen gestärkt werden (Becker 2005, S. 1).
1.2 Zielsetzung der Arbeit
Geographische Herkunftsangaben bei Lebensmitteln können, wie in der Einleitung bereits dargelegt, eine ökonomische Bedeutung für die Produzenten von Agrarerzeugnissen haben. Der Druck internationalen Wettbewerbs kann durch eine Herkunftsangabe reduziert und Preis-Premien gegenüber dem Handel und den Verbrauchern durchgesetzt werden. Knox und Marston (2001, S. 231) stellten fest, dass Landwirtschaft auf kulturelle Ausdrucksformen einwirkt. Eine Stärkung von Herstellern agrarwirtschaftlicher Erzeugnisse sollte daher eine Stärkung der regionalen und kulturellen Ausdrucksformen mit sich bringen.
Vor dem Hintergrund dieser Gegebenheiten soll in der vorliegenden Hausarbeit am Beispiel Frankreichs erarbeiten werden, ob das Instrument der „Verordnung zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel“ der Europäischen Union eine Maßnahme zur Stärkung kultureller Aus-drucksformen und regionaler Entwicklungen ist, oder ein Instrument administrativen Protektionismus und somit ein Schutzmechanismus für den heimischen landwirtschaftlichen Sektor.
1.3 Vorgehensweise und Methodik
Im Rahmen dieser Arbeit sollen die theoretischen Grundlagen geographischer Herkunftsbezeichnungen herausgearbeitet werden. Hierzu wird einleitend die Terminologie geklärt. Darauf aufbauend folgen Wesen und Merkmale geographischer Herkunftsangaben anhand der gesetzlichen Regelungen der Europäischen Union. Im Anschluss soll ein Überblick über das Eintragungsverfahren sowie die Nutzung des Schutzsystems der Mitgliedsländer gegeben werden. Der Grundlagenteil (Kapitel 2) schließt mit der Dar-
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stellung der Funktionen der geschützten Ursprungsbezeichnung - die ein Teilgebiet der geographischen Herkunftsbezeichnung bzw. Herkunftsangabe ist. Im Hauptteil der Arbeit wird die Tradition geschützter Ursprungsbezeichnungen am Beispiel Frankreichs dargestellt. Insbesondere der Schutz von Käseprodukte wird untersucht und der Camembert de Normandie exemplarisch für diese Produktgruppe betrachtet. Zum Abschluss der Arbeit wird eine Bewertung des Schutzsystems vorgenommen. Die vorliegende Hausarbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche auf deren Grundlage die o. a. Themen erörtert und dargelegt werden.
2 Grundlagen der geographischen Herkunftsbezeichnung
2.1 Terminologische Einordnung der geographischen Herkunftsbezeichnung
Studiert man die Literatur zum Thema Herkunftsbezeichnungen so fällt auf, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen Begriffen in diesem Themengebiet verwendet wird. In deutschsprachigen Publikationen finden sich die Begriffe Herkunftsbezeichnung, einfache Herkunftsangabe sowie qualifizierte Herkunftsangabe. Im französischen wird dagegen grundlegend zwischen Indications d’Origine und Appellations d’Origine Contrôlée (AOC) unterschieden. Indications d’Origine bezeichnet die geographische Herkunftsangabe, Appellations d’Origine Contrôlée dagegen die geographische Ursprungsbezeichung (Klingstein 2001, S. 10). Die englische Bezeichnung lautet Protected Designations of Origin (PDO) (Grienberger 2000, S. 11; Argüelles/Benavides/Pérez-Bustamante o. J., S. 2). Die Europäische Union orientiert sich in ihrer „Verordnung zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel“ am französischen Begriffssystem und etabliert die Begriffe der geschützten geographischen Angabe (g. g. A.) sowie der geschützten Ursprungsbezeichnung (g. U.) (Becker 2005, S. 7; EU 2008). Zur Vereinfachung und Vereinheitlichung wird in der vorliegenden Arbeit die Terminologie der Europäischen Union aufgegriffen und verwendet und insbesondere zwischen den Begriffen der geographischen Ursprungsbezeichnung und der geschützten geographischen Angabe unterschieden. Die Begriffe Herkunftsbezeichnung und Herkunftsangabe werden in dieser Arbeit als Überbegriffe für g. g. A. und g. U. verwendet.
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Arbeit zitieren:
Moritz Janßen, 2010, Geographische Herkunftsbezeichnungen bei Lebensmitteln Beispiel Frankreich, München, GRIN Verlag GmbH
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