I. Einführung
- Was ist der Hyperraum?
- Geschichte: Hypermedia
- Konzept Hypermedia
- „Lost in hyperspace“
II. Verbesserung der Benutzerorientierung
- Seitenaufbau
a) Allgemein
b) Homepage
c) Navigation
d) Sitemap
- Strukturierung
a) Object-Action-Interface
- Benutzer
a) Benutzerverhalten
b) Kategorisierung von Benutzer / Zielgruppe
- Hilfe
III. Vision
IV. Anhang
- Abbildungen
- Literatur
- Links
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I. Einführung
Was ist der Hyperraum?
„Hypermedia ist ein Verfahren zur computerbasierten Organisation von Informationen in einem vernetzten Suchraum (...)“ (Herczeg, M.: "Software-Ergonomie", S.131) Hierbei wir die Information in kleine überschaubare Einheiten gegliedert, die sogenannten Frames. Diese Frames werden über Assoziationen miteinander vernetzt. Informationsformen im Hypermediasystem können Text, der sogenannte Hypertext, Audio, Video u.a. sein. Die Bezeichnung „hyper“ beschreibt die im System vorhandene zweite Informationsebene, welche Informationen über die Vernetzung beinhaltet. Der Hyperraum ist schließlich der Informationsraum in dem wir uns bewegen. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie",S.131, S.133)
Geschichte: Hypermedia
Im Jahr 1945 beschreibt Vannevar Bush das Konzept eines persönlichen Informationssystems, namens Memex. Dieses auf Mikrofilm basierende System bleibt jedoch aufgrund fehlender Technologie unrealisiert. In den sechziger Jahren entwickelt Douglas Engelbart ein Hypertextsystem mit Loch-karten als Informationseinheiten, sogenannte Notecards. Das System trägt den Namen NLS. Der Nachfolger wird Augement heißen. Zur gleichen Zeit entsteht Ted Nelsons Xanadu-System. Nebenbei prägt Nelson den Begriff Hypertext. (Vgl.: Shneiderman, B.:"Designing the User Interface", S.553) In den siebziger Jahren entsteht das Projekt ZOG, welches 1982 auf dem Flugzeugträger USS Carl Vinson eingesetzt wird. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie" ,S.131f) In den achtziger Jahren wird KMS als ein kommerzielles, von ZOG abgeleitetes System entwickelt. 1982 wird TIES, The Interactive Encylopedia System, von Professor Ben Shneiderman an der Universität Maryland realisiert. Zur Entfernung von Menüs werden Phrasen im Text selbst verlinkt. Der highlighted Textlink ist erfunden. (Vgl.: Shneiderman, B.:"Designing the User Interface", S.554) Das System wird 1986 von Cognetics Corporation aufgekauft und seitdem unter dem Namen Hyperties vermarktet. (Vgl.:http://www.cognetics.com/ht4/) In den späten Achtzigern entstehen weitere kommerzielle Systeme, u.a. Notecards von Xerox und Hypercards von Apple. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie" ,S.132f) Im July 1988 beinhaltet die Communications of ACM acht Papiere der ersten Hypertextkonferenz. (Vgl.: Shneiderman, B.:"Designing the User Interface", S.554)
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Quasi parallel entwickelte sich das Internet:
1958 wird die ARPA gegründet, im Jahr 1970 entsteht das ARPA-Net. 1990 wird das WWW inklusive html, url und http realisiert und 1993 der X-Mosaic-Browser vorgestellt.
Konzept Hypermedia
Wie schon erwähnt, sind Frames die Informationsträger im Hypermediasystem. Sie enthalten als Attribute Text oder andere Medien. Ein Frame kann aber wiederum Hyperlinks enthalten. Hyperlinks werden als gerichtete semantische Assoziationen verstanden. Ihr Nutzen und ihre Wirksamkeit basieren auf der Bedeutung von Assoziationen im Langzeitgedächtnis. Ein Hyperlink beinhaltet also eine Assoziation zur Information des damit verlinkten Frame. Grundlegendes und wichtigstes Element von Hypermediasystemen ist die Nichtlinearität. D.h. die Repräsentation der Information geschieht nicht linear, sondern wird in Form eines vernetzten Informationsraumes dargeboten. Die Interaktion innerhalb dieses Raumes erfolgt selektionsorientiert, z.B. über Links. Die Suche nach Information erfolgt durch Browsing , Exploration oder Navigation. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie",S.133ff, S.139)
Lost in hyperspace
„Verloren im Hyperraum“ umschreibt den Orientierungsverlust von Benutzern eines Hypermediasystems. Der Benutzer findet bereits besuchte Seiten nicht wieder und kann auch keine Aussage mehr über seinen Standort innerhalb des Systems machen. „Lost in hyperspace“ ist nicht nur ein Problem von großen Hyperdokumenten. Nielsen und Lyngbaek fanden heraus, daß selbst Benutzer von relativ kleinen Hyperdokumenten über Orientierungslosigkeit klagen. Ursache hierfür ist die Eigenschaft von Hyperdokumenten, nicht linear aufgebaut zu sein. Ein Vergleich mit der Erkundung geographischer Systeme macht dies deutlich. Eine Person ,die sich in einer fremden Stadt befindet, kann sich an Abständen zwischen einzelnen Punkten orientieren. Wichtige Ecken, an denen eine Richtungsänderung stattfand, dienen ebenso als Orientierungshilfe. In einem Hypertextdokument existieren keine unterschiedlichen Abstände zwischen den Links. Generell ist jeder einzelne Link gleich lang. Ecken gibt es in einem Hyperdokument nicht. Statt dessen kann jede Seite viele Links beinhalten, die eine nicht erkennbare Richtung innerhalb des Systems nehmen können.
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Norman Stams, 2002, Benutzerorientierung in großen Informationssystemen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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