Venture Capital in Deutschland Götz H. Meyer
Ich möchte mich für die Begleitung meiner Arbeit durch meinen externen Betreuer Michael Stallmann sehr herzlich bedanken. Des Weiteren bedanke ich mich für die Unterstützung durch Prof. Klaus Nathusius, Florian Schumacher, Dr. Hans-Dieter Kleinhückelskoten und Susanne Preißler.
Venture Capital in Deutschland Götz H. Meyer
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Theoretische Grundlagen. 5
2.1 Was ist Venture Capital? 5
2.1.1 Begriffserklärung 5
2.1.2 Funktionsweise des Venture Capital 8
2.2 Beteiligte Akteure am Venture Capital 11
2.2.1 Venture-Capital-Nehmer. 11
2.2.2 Venture-Capital-Geber. 16
2.2.3 Business Angel. 18
3 Praktischer Teil 24
3.1 Vergleich der Venture-Capital-Kultur in Deutschland und den USA. 24
3.1.1 Historische Entwicklung. 24
3.1.1.1 Die Entstehung der Beteiligungsfinanzierung 24
3.1.1.2 Die historische Entwicklung in den USA 25
3.1.1.3 Die historische Entwicklung in Deutschland 28
3.1.2 Die Marktgröße und Marktstruktur im Vergleich 35
3.2 Aktuelle Situation und Perspektiven des deutschen Venture-Capital-Marktes anhand
der deutschen Business-Angel-Gemeinde 43
3.2.1 Deutsche Business-Angel-Gemeinde und Business-Angel-Netzwerke. 43
3.2.2 Der Business Angels Panel. 46
3.2.2.1 Die Theorie der Panelstudie. 46
3.2.2.2 Der Business Angels Panel der VDI Nachrichten. 47
3.2.3 Umfrage innerhalb der deutschen Business Angels 49
3.2.3.1 Konzeption der Umfrage 49
3.2.3.2 Auswertung der Umfrage 52
3.2.3.2.1 Gründe der quantitativen Unterschiede zwischen Deutschland und den
USA 52
3.2.3.2.2 Die Auswirkungen der Finanzkrise 54
3.2.3.2.3 Das Wagniskapitalbeteiligungsgesetz auf dem Prüfstand. 55
3.2.3.2.4. Image und Öffentlichkeitsarbeit der Business Angels. 58
4 Fazit. 61
Literaturverzeichnis. 65
Anhang 70
1 Einleitung
„Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten - sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter. Gegen diese Form von Kapitalismus kämpfen wir.“
(Franz Müntefering in einem Interview mit der Bild am Sonntag vom 17. April 2005)
Dieses Zitat des damaligen und derzeitigen SPD Parteivorsitzenden Franz Müntefering löste innerhalb der deutschen Politik und Wirtschaft eine große Debatte aus. Die öffentliche Diskussion hat dafür gesorgt, dass der Begriff „Heuschrecke“ im politischen Sprachgebrauch als stigmatisierendes Synonym für jede Gesellschaft, die sich auf Beteiligungen an und gewinnbringende Veräußerung von Unternehmen spezialisiert, verwendet wird. Die Debatte spitzte sich weiter zu, als der Stern in seiner Ausgabe vom 28. April 2007 vermeintliche Heuschrecken namentlich, in Form einer schwarzen Liste, aufführt. 1 Zu den Genannten gehören Schwergewichte der globalen Beteiligungsszene wie Permira oder die Blackstone Group. Der Stern beschreibt im Fall der KKR Beteiligung am Kommunikationsunternehmen Tenovis die kriminellen Machenschaften der Heuschrecken: Noch Ende 2002, das Unternehmen war gerade durch KKR übernommen worden, verzichteten die Mitarbeiter auf 12,5 Prozent ihres Lohnes um ihre Arbeitsplätze für mindestens ein Jahr zu retten. Im Sommer 2003 aber entließ Tenovis kurzerhand fast die Hälfte der Mitarbeiter. Parallel dazu baute KKR ein kompliziertes Finanzgeflecht auf, in dessen Folge Telenorma umbenannt wurde. Weitere Folge der Finanzjongliererei auf höchsten Niveau: Durch Briefkastenfirmen, Kreditbeschaffungen und ablösungen, Mietzahlungen sowie Millionen-Honorare für KKR-Berater wurde Tenovis wie eine Zitrone ausgequetscht einziger Profiteur: KKR. 2 Die Akzentuierung dieser Beispiele und die Worte Franz Münteferings sind dafür verantwortlich, dass die Öffentlichkeit „Private Equity“, „Kapitalbeteiligung“ und „Venture Capital“ mit Arbeitslosigkeit, Ausbeutung und Insolvenz verbindet.
1 Vgl. Offizielle Seite des Sterns. Die Namen der „Heuschrecken“. Aufgerufen: 17.12.2008 15:56. URL: http://www.stern.de/politik/deutschland/:Kapitalismusdebatte-Die-Namen-Heuschrecken/539759.html.
2 Ebd.
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Doch wie passt der Umstand in das Bild, dass die deutsche Private Equity Branche für mehr als eine Million Arbeitsplätze verantwortlich ist 3 und dass Venture Capital maßgeblich am Erfolg des deutschen Mittelstandes beteiligt ist 4 ? Verschweigt die kritische Betrachtung Franz Münteferings nicht das unglaubliche Potenzial, welches in diesem Zweig der Finanzwirtschaft steckt?
Genau dieses Potenzial, welches speziell in der Branche des Venture Capital steckt, möchte ich in meiner Arbeit analysieren.
Dabei muss man, um die Leistungsfähigkeit eines gesamten Marktes erfassen zu können, nicht nur den Status quo betrachten, sondern sowohl die Vergangenheit als auch Perspektiven für die Zukunft mit einbeziehen. Die zentrale Fragestellung meiner Arbeit lautet:
Wie ist der deutsche Venture-Capital-Markt aus seiner historischen Entwicklung heraus aufgestellt und welche Probleme und Perspektiven sieht die deutsche Business-Angel-Gemeinde?
Es gilt auf Grundlage dieser Frage ein Bild des deutschen Venture-Capital-Marktes zu zeichnen, die historische Entwicklung dieses Marktes nachzuziehen und die Ansichten der Business-Angel-Gemeinde als Marktteilnehmer einzuordnen. Besondere Gewichtung hat der Vergleich zu den USA. Sowohl in geschichtlicher Hinsicht als auch markttechnisch wird der deutsche Markt durch seine Unterschiede zum amerikanischen näher beschrieben. Das Erfassen der Sichtweise der deutschen Business-Angel-Gemeinde dient vor allem dazu, den Venture-Capital-Prozess nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten, sondern ihn auch in seiner gesellschaftlichen Bedeutung und Stellung zu beleuchten.
Ich möchte mich im theoretischen Teil jedoch zuerst mit der Frage „Was ist Venture Capital?“ beschäftigen. Dabei gehe ich von einer Begriffserklärung des Terminus Venture Capital aus, der auf die etymologische Bedeutung der Wortbestandteile zurückgreift. Anschließend widme ich mich der Funktionsweise des Venture Capital. Dazu zeige ich den Prozess des Venture Capital an einem konstruierten Beispiel auf, um die Vorgänge zu verdeutlichen. Besonders die unterschiedlichen Finanzierungsphasen, die Möglichkeiten des Ausstiegs und die zusätzliche
3 Vgl. Offizielle Seite des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Beispielfälle. Aufgerufen: 12.12.2008 21:36. URL:
http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/119/title/Beispielfaelle.
4 Vgl. Leopold / Frommann 1998. S. 1.
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Unterstützung, die während einer Beteiligung geleistet werden, stehen im Fokus der Betrachtungen. Im Folgenden Kapitel behandle ich die Beteiligten am Venture-Capital-Prozess. Die Venture-Capital-Nehmer werden vor allem unter dem Gesichtspunkt der nötigen Vorraussetzungen für eine Finanzierung betrachtet. Es soll die Frage beantwortet werden, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass eine Idee oder ein Unternehmen attraktiv für eine Beteiligung ist. Die nachfolgende Erläuterung der Venture-Capital-Geber zielt vor allem auf eine genaue Darstellung der unterschiedlichen Gebertypen ab.
Diese vorhergehenden theoretischen Ausführungen als Basis nutzend, widmet sich der praktische Teil der Beantwortung der zentralen Fragestellung. Hierbei beleuchte ich zuerst die historische Entwicklung des Venture Capital. Dabei werfe ich einen Blick in die Entstehungszeit der Beteiligungsfinanzierung, die bis zu Kolumbus in das 15 Jahrhundert zurückreicht. Danach steht die Entstehung des Venture Capital in Amerika nach dem zweiten Weltkrieg bis heute im Mittelpunkt meiner Betrachtungen, da man erst seit dieser Zeit von institutionalisierten Venture Capital sprechen kann. Eine genaue Nachzeichnung der Entwicklungen, beginnend mit den sechziger Jahren, auf dem Kapitalbeteiligungsmarkt in Deutschland schließt sich der amerikanischen Darstellung an. Besonders die Gründe der Verzögerung der deutschen Entwicklung werde ich genauer betrachten. Nicht Gegenstand dieser Ausführungen ist die Geschichte des europäischen Venture-Capital-Markt. Verwiesen sei an dieser Stelle auf die Internetseite der European Venture Capital Association und das Buch „Venture Capital in Europe“ von Greg N. Gregoriou et alii.
Den historischen Darstellungen folgt ein Vergleich der aktuellen Marktgröße und Marktstruktur der Venture-Capital-Märkte Deutschlands und Amerikas. Diese Unterscheidung findet sowohl auf quantitativer als auch auf qualitativer Ebene statt, wobei auf eine Analyse der Herkunft des Kapitals verzichtet wird. Wert wird dabei auf Zahlen und Fakten gelegt, die die Ausführungen untermauern. Der zweite Teil der praktischen Abhandlung zieht die deutsche Business-Angel-Gemeinde als Beispiel heran, um die aktuelle Situation, Probleme und Perspektiven zu ermitteln.
Eine Charakterisierung der Business-Angel-Gemeinde und eine Beschreibung der Netzwerkbildung von Business Angels bilden den Anfang dieses Abschnittes. Die Methode der Panelstudie und ihre Anwendung im Business Angels Panel der VDI Nachrichten behandeln die folgenden Kapitel. Dieses Panel dient als wichtige Grundlage, die deutschen Business Angels zu quantifizieren und ihre wirtschaftliche Tätigkeit darzustellen. Es schließt sich eine von mir initiierte Umfrage innerhalb der
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deutschen Business-Angel-Gemeinde an. Diese Untersuchung zielt besonders auf eine Erfassung der Stimmung ab und versucht Perspektiven für den deutschen Markt aufzuzeigen. Die Business Angels als Venture-Capital-Geber sind prädestiniert für eine solche Befragung, da sie nicht Teil einer großen Venture-Capital-Gesellschaft sind und somit nur einen Teil des Prozesses begleiten, sondern durch ihr „Ein-Mann-Unternehmen“ allumfassend am Prozess beteiligt sind. Zudem sind sie trotz eines hohen Grades an Anonymität leichter zu erreichen und eher zu einer Kooperation bereit als ganze Gesellschaften. Die Auswertung des Fragebogens wird unter folgenden Aspekten vollzogen: Gründe des quantitativen Unterschiedes zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Venture-Capital-Markt, die branchenspezifischen Auswirkungen der Finanzmarktkrise, kritische Auseinandersetzung mit der gesetzlichen Grundlage und das Image der Business Angels in der Öffentlichkeit.
Da die Venture-Capital-Finanzierung aus der Notwendigkeit nach Kapital der jungen Unternehmen entstanden ist und sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, sprechen wir heute von einem in der Praxis angewendeten Verfahren, welches betriebswirtschaftswissenschaftlich noch nicht vollkommen durchdrungen ist. Nach und nach versucht man aus der Praxis Theorie zu schaffen. Der Aufschwung des Venture Capital Ende der neunziger Jahre bewirkte eine schlagartige Zunahme der Studien, die sich mit dem Venture-Capital-Prozess auseinander setzten. Trotz alledem besteht der Großteil der vorhandenen Literatur aus Handlungsanweisungen und Erfahrungsschilderungen. Dabei bieten die Netzwerke durch das Publizieren zahlreicher Studien, Statistiken und Betrachtungen eine solide Literaturbasis. Somit sieht man sich, wenn man sich mit dem Thema Venture Capital beschäftigt, mit einer Fülle von Daten konfrontiert, die jedoch nicht alle die notwendige Sachlichkeit und Objektivität besitzen, da vor allem die Beteiligten am Venture-Capital-Prozess häufig vergessen, die andere Seite der Medaille zu betrachten.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem betriebswirtschaftswissenschaftlichen Thema, welches große Bedeutung am Finanzmarkt besitzt. Eine Grundkenntnis an betriebswirtschaftlichen Fachbegriffen und finanzmarkttechnischen Abläufen wird vorausgesetzt.
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2 Theoretische Grundlagen
2.1 Was ist Venture Capital?
2.1.1 Begriffserklärung
Am Besten erschließt sich der Begriff des Venture Capital, wenn man einen Blick in ein englisches etymologisches Wörterbuch wirft. Dabei wird klar, dass das Wort „venture“ vom mittel-englischen „adventure“ abstammt, welches erstmals 1230 als Wort, das die drei englischen Begriffe „chance“ 5 , „fortune“ 6 und „luck“ 7 vereint, erwähnt und festgehalten wird 8 . Die verkürzte Form „venture“ wird erstmals 1436 niedergeschrieben und bedeutet „to risk the loss“ 9 . Frei übersetzt ins Deutsche bedeutet dies: „Das Risiko etwas zu verlieren“. Wenn man die Entwicklung der Bedeutung des Terminus „venture“ über die Zeit weiter verfolgt, kristallisiert sich die wirtschaftliche Bedeutung dessen heraus 10 .
Der zweite Teil der Zusammensetzung Venture Capital ist das Wort „capital“. Es stammt von dem lateinischen Wort „capitalis“ ab, welches „den Kopf betreffend“ bedeutet. Hierbei darf der Kopf nicht nur als Körperteil, sondern auch als Kopf und somit Oberstes einer Sache gesehen werden. Bildet man nun den lateinischen Genitiv dieses Wortes, so erhält man das Wort „capitale“, welches nun die Besitzzugehörigkeit einer Sache dem „den Kopf betreffend“ zuordnet. Somit ist das heutige Wort „capital“ der Besitz dessen was den Kopf bzw. das Oberste einer Sache betrifft. 11
Zusammengesetz ergibt sich dann „das Risiko etwas vom Besitz des Kopf betreffenden zu verlieren“.
Im heutigen Finanzwesen spricht man von einem Venture Capital, wenn folgende elementare Punkte erfüllt sind:
- investment in any high-risk financial venture;
- investment in unproven ideas, products, or start-up situations […];
5 Deutsche Übersetzung: Chance
6 Deutsche Übersetzung: Schicksal
7 Deutsche Übersetzung: Glück
8 Vgl. Douglas Harper. Online Etymology Dictionary. November 2001. Aufgerufen: 12.09.2008 13:57. URL: http://www.etymonline.com/index.php?term=adventure.
9 Vgl. Douglas Harper. Online Etymology Dictionary. November 2001. Aufgerufen: 12.09.2008 14:01. URL: http://www.etymonline.com/index.php?term=venture.
10 „General sense of "to dare, to presume" is recorded from 1559. Noun sense of "risky undertaking" first recorded 1566; meaning "enterprise of a business nature" is recorded from 1584. Venture capital is attested from 1943.“ (Aus: Douglas Harper. Online Etymology Dictionary. November 2001. Aufgerufen: 12.09.2008 14:01. URL:
http://www.etymonline.com/index.php?term=venture.)
11 Vgl. Stowasser 2004. S. 75.
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- investment in going concerns that are unable to raise funds from conventional public or commercial sources;
- investment in large […] companies where there is a considerable degree of uncertainty. 12
Den Begriff Venture Capital übernahm auch Professor Klaus Nathusius, als er in den siebziger Jahren erstmals eine deutschsprachige wirtschaftswissenschaftliche Ausarbeitung zu diesem Thema veröffentlichte 13 . Alle Versuche, diesen Begriff ins Deutsche zu übersetzen, verkörperten nicht die eigentliche Idee und Funktionsweise der Venture-Capital-Finanzierung. 14
Trotz allem gibt es zwei gängige Übersetzungen. Randolf Hartmann führte im Jahre 1974 den Begriff „Wagniskapital“ ein. 15 Neun Jahre später prägte Horst Albach den Begriff „Risikokapital“. 16 Der Gesetzgeber präferiert den Begriff “Wagniskapital“ als deutsche Entsprechung in seinem Gesetz zur Förderung von
Wagniskapitalbeteiligungen (Wagniskapitalbeteiligungsgesetz - WKGB). Jedoch schreibt Professor Nathusius in seinem Buch:
Die in Deutschland benutzten Begriffe des “Risikokapitals“ oder aber auch des “Wagniskapitals“ sind wenig geeignet, das hinter dieser Finanzierungsart stehende Phänomen hinreichend zu beschreiben. Sie stellen sehr auf den negativen Aspekt des Risikos ab, ohne die in dieser Form der Finanzierung im Vordergrund stehenden Chancen [...] zu berücksichtigen. 17 Aufgrund dessen und der Tatsache, dass die beiden deutschen Begriffe im täglichen Treiben an den Finanzmärkten wenig Verwendung finden, möchte ich in meiner Arbeit den Grundbegriff des “Venture Capital“ beibehalten und auf eine deutsche Entsprechung verzichten. Zudem übernehme ich den Terminus der „Venture-Capital-Gesellschaften“ aus der Fachliteratur und arbeite nur im historischen Blick auf die Bundesrepublik mit der deutschen Entsprechung der „Kapitalbeteiligungsgesellschaft“.
12 Vgl. Liles 1974. S. 485.
Freie sinngemäße deutsche Übersetzung: -Investment in ein hochriskantes finanzielles Wagnis; -Investment in unerprobte Ideen, Produkte oder Gründungssituationen [...]; -Investment in funktionierende Unternehmen, welche nicht die Möglichkeit besitzen Geldmittel aus herkömmlichen öffentlichen oder gewerblichen Quellen zu beziehen; -Investment in große Unternehmen, bei denen ein erheblicher Grad an Unsicherheit existiert.
13 Vgl. Nathusius 1979. S. 194ff.
14 Vgl. Nathusius 2003. S. 14.
15 Vgl. Hartmann 1974. S. 74.
16 Vgl. Albach 1983. S. 6.
17 Nathusius 2001. S. 53.
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Dabei wird in Deutschland der Begriff Venture Capital sehr oft als Synonym für Private Equity 18 genutzt. Ich grenze diese Begriffe in meiner Arbeit klar voneinander ab.
Der Abgrenzung liegt die folgende Definition von Private Equity der European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) zu Grunde: Private equity provides equity capital to enterprises not quoted on a stock market. Private equity can be used to develop new products and technologies, to expand working capital, to make acquisitions, or to strengthen a company’s balance sheet. It can also resolve ownership and management issues. A succession in family-owned companies, or the buyout and buyin of a business by experienced managers may be achieved using private equity funding. Venture capital is, strictly speaking, a subset of private equity […]. 19 Diese Sichtweise unterstützt auch der Bundesverband Deutscher
Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK): PRIVATE EQUITY
Oberbegriff für alle Eigenkapital 20 -Anlageformen: Venture Capital, Buy outs und Mezzanine 21 - Beteiligungskapital im weitesten Sinne
VENTURE CAPITAL
Erfasst Early stage, Expansion, Later stage - nicht aber Buy outs und Mezzanine. 22
18 „Im praktischen Sprachgebrauch der Finanzierungsbranche wird zwischen Anteilen börsenotierter Unternehmen (Public Equity) und Anteilen nicht-börsennotierter Unternehmen (Private Equity) unterschieden.“ (Nathusius 2003. S. 85.)
19 Aus: Official Website of the European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA). Aufgerufen: 14.09.2008 15:18. URL:
http://www.evca.eu/toolbox/glossary.aspx?id=982.
Freie sinngemäße Deutsche Übersetzung: Private Equity stellt nicht börsennotierten Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung. Private Equity kann genutzt werden um neue Produkte und Technologien zu entwickeln, um das Betriebskapital auszuweiten, um Akquisitionen durchzuführen oder um die Bilanz eines Unternehmens zu stärken. Zudem kann es Eigentums- und Geschäftsführungsverhältnisse lösen. Mittels Private Equity Finanzierung können Erbfolgen in Familienunternehmen oder Aufkauf und Einkauf eines Unternehmens von erfahrenen Managern erreicht werden. Genau genommen ist Venture Capital Private Equity untergeordnet [...].
20 Für Unterschied zwischen Eigen- und Fremdkapital s. Abbildung 14 S. 70.
21 Diese beiden Schwerpunkte des Private Equity werden in dieser Arbeit nicht weiter thematisiert. Für Mezzanine Finanzierung s.: Brokamp, J., [et al.]: Mezzanin-Finanzierung. München 2008. Für Buy outs s.: Sattler, A., [et al.]: Unternehmenskauf und Anteilserwerb durch Management-Buy-Out / -Buy-In. Eine Handlungsanleitung für qualifizierte Führungskräfte. Renningen 2006.
Kapitalbeteiligungsgesellschaften
http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/31/title/Glossar.
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2.1.2 Funktionsweise des Venture Capital
Um die Funktionsweise dieser sehr komplexen und bis heute noch nicht vollkommen betriebswirtschaftlich durchdrungenen Finanzierungsform des Venture Capital nachvollziehen zu können, bietet es sich an, dies an einem konstruierten Beispiel zu tun.
Der Name unserer fiktiven Firma ist „Geotec“. Dieses Unternehmen hat eine Idee entwickelt, mit welcher sich die Effizienz der Erdwärmetechnik um ein Vielfaches steigern lässt. Dieser Ansatz ist innovativ und bisher noch nicht auf dem Markt. Jedoch stellt sich für die zwei Geologen, die das Unternehmen als GmbH gegründet haben, heraus, dass für die Weiterentwicklung ihrer Idee, die Forschung und die Entwicklung erster funktionierender Prototypen ein erheblicher finanzieller Aufwand nötig ist. Beide haben jedoch nur beschränkt Eigenkapital, welches sie in das Unternehmen einbringen können. Nun müssen die Avantgardisten eine Möglichkeit finden, ihr Eigenkapital aufzubessern. Ein Kredit kommt nicht in Frage, da beide bereits durch einen Hausbau verschuldet sind und ihnen durch die somit geringe Bonität kein Kredit zu guten Konditionen zugänglich ist. Zudem ist nicht vollkommen sicher, ob die bisher nur in der Theorie durchdachte Konstruktion wirklich so funktioniert wie erhofft. Was nun?
Genau an dieser Stelle setzt die Venture Capital Finanzierung ein. Dabei möchte ich hier nicht näher auf die Aufgaben (z.B. Businessplan bzw. Finanzplan 23 ) bei und die Probleme mit einer Unternehmensgründung oder einem jungen Unternehmen eingehen, da dies direkte Vorgänge zwischen den beiden Partnern der Venture-Capital-Finanzierung innerhalb einer bestimmten Phase sind, die mehr zur Ausgestaltung und Vorraussetzung der Beziehung zwischen Venture-Capital-Nehmer und Venture-Capital-Geber dienen, als dass sie Auswirkung auf den Gesamtprozess hätten. Ich möchte anhand dieses Beispieles auf eine sehr abstrakte Art die Funktionsweise des Venture Capital erläutern. Die beiden Geologen finden nun eine Venture-Capital-Gesellschaft. 24 Diese sehen in dem Vorhaben der beiden - im Gegensatz zur Bank als Geldgeber - nicht nur das Risiko, sondern vor allem das innovative Potential, welches in der Idee der jungen Firma steckt. Für die weitergehende Forschung und die Entwicklung eines Prototypen benötigt Geotec 180.000,- Euro. Dieses Geld stellt die Venture-Capital-Gesellschaft nun zinslos und ohne die Forderung nach Sicherheiten zur Verfügung.
23 Vgl. Lambrecht 2000. S. 287ff.
24 Erläuterungen und Strukturen der Venture-Capital-Gesellschaften bzw. Venture-Capital-Gebern im Folgenden unter 2.2.2. Der Venture Capital Geber
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Die Venture-Capital-Gesellschaft erhält im Gegenzug Anteile des Unternehmens. Durch diesen Anteil hat der Venture-Capital-Geber „als Mitgesellschafter Kontroll-und Mitspracherecht, die, um die eigene Investition abzusichern, in der Regel über das übliche Maß eines Minderheitsgesellschafters hinausgehen“ 25 . Diese Finanzierung nennt man „Seed-Finanzierung“ 26 . In der Anfangsphase der Zusammenarbeit mit einem jungen Unternehmen oder auch nur einer innovativen Idee, ist das Risiko, das investierte Geld zu verlieren, sehr hoch. Jedoch investieren die Venture-Capital-Gesellschaften mit Weitblick und dem festen Glauben an den Erfolg der Innovation. 27
In vorliegenden Beispiel gehen wir davon aus, dass die Entwicklung und der erste Prototyp erfolgreich waren und Geotec gemeinsam mit der Venture-Capital-Gesellschaft nun in die nächste Phase der Finanzierung eintritt: Der „Start-up-Finanzierung“ 28 . Diese Phase zeichnet sich dadurch aus, dass die Venture-Capital-Gesellschaft weiteres Geld zur Verfügung stellt, um das entwickelte Produkt marktreif zu machen, Markttests durchzuführen und schließlich das Produkt in den Markt einzuführen. 29
In der darauf folgenden „First-Stage-Finanzierung“ 30 kommt es zur breiten Markteinführung des Produktes, Aufbau und Erschließung von potenziellen Vertriebswegen, der Vergrößerung des Personals und Ausbau der Produktionskapazitäten. 31
Die nächsten so genannten Wachstumsphasen durchläuft das Unternehmen, wenn sich das Produkt am Markt etabliert hat. Nun besteht Kapitalbedarf für die Expansion, die Entwicklung einer internationalen Strategie, die Ausdehnung der Produktion, die Weiterentwicklung des Produkts und die Behauptung am Markt gegenüber aufkommender Konkurrenz. 32
Nach dieser Phase kommt es nun zum „Exit“ 33 bzw. „Deinvestment“ der Venture-Capital-Gesellschaft. In dieser Phase realisiert der Investor seinen Gewinn und „erntet die Früchte“ seiner Arbeit. Für den Exit stehen dem Venture-Capital-Geber und Venture-Capital-Nehmer nun verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
25 Nathusius 2003. S. 87.
26 Deutsche Übersetzung: Samen
27 Vgl. Nathusius 2003. S. 88.
28 Deutsche Übersetzung: Firmenneugründung
29 Vgl. Nathusius 2003. S. 89.
30 Deutsche Entsprechung: Frühentwicklungsfinanzierung
31 Vgl. Nathusius 2003. S. 89.
32 Vgl. Nathusius 2003. S. 90.
33 Deutsche Übersetzung: aussteigen
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o beim „Trade Sale“ 34 verkauft die Venture-Capital-Gesellschaft ihre Anteile an einen Käufer innerhalb der Industrie aus einer vergleichbaren Branche; 35
o beim „Secondary Purchase“ 36 verkauft die Venture-Capital-Gesellschaft ihren Anteil an einen anderen Investor; 37
o beim „Buy Back“ 38 kaufen die Gesellschafter die Anteile der Venture-Capital-Gesellschaft zurück; 39
o beim „Initial Public Offering“ 40 geht das Unternehmen mit einer Erstemission an die Börse und gibt der Venture-Capital-Gesellschaft die Möglichkeit, die gehaltenen Anteile am geregelten Kapitalmarkt zu verkaufen. 41 Konstruiert man die Geschichte von „Geotec“ bis zum Ende weiter, kann es theoretisch zu all diesen Szenarien kommen.
Gehen wir abschließend z.B. von dem Gang an die Börse aus, so schafft es „Geotec“ vielleicht schon sehr bald in den TecDAX und die Venture-Capital-Gesellschaft kann die gehaltenen Anteile gewinnbringend veräußern. Natürlich gibt es auch den erzwungenen „Ausstieg“ einer Venture-Capital-Gesellschaft aus dem Unternehmen, wenn dieses Insolvenz anmeldet. Genau das ist das Risiko eines jeden Venture-Capital-Gebers.
Die Zeitspanne, die zwischen der Investition und dem Deinvestment liegt, ist nicht definiert. Auch in der Literatur gibt es unterschiedliche Angaben. Während Claudia Eckstaller und Ingrid Huber-Jahn zwei bis fünf Jahre als zeitlichen Richtwert der Beteiligung sehen, 42 sieht Dr. Eva Nathusius eine längere Zeit von drei bis sieben Jahren als notwendige Beteiligungszeit vor. 43 Somit zeigt sich, dass die Zeit, die eine Venture-Capital-Gesellschaft Anteile an einem Unternehmen hält, auf der einen Seite nicht pauschalisiert werden kann, da die einzelnen Projekte in den unterschiedlichsten Branchen mannigfach sind, und auf der anderen Seite auch die Venture-Capital-Gesellschaft durchaus aufgrund von Turbulenzen oder aktuellen Entwicklungen von der geplanten Beteiligungszeit abrücken kann. Des Weiteren begleiten nicht alle Venture-Capital-Gesellschaften das Unternehmen von der Idee bis zum Börsengang, denn ein Exit ist zu jeder Zeit möglich. Dabei erfordert eine
34 Deutsche Entsprechung: Veräußerung an einen industriellen Investor
35 Vgl. Nathusius 2003. S. 109.
36 Deutsche Übersetzung: Weiterverkauf
37 Vgl. Nathusius 2003. S. 109.
38 Deutsche Übersetzung: Rückkauf
39 Vgl. Nathusius 2003. S. 109.
40 Deutsche Entsprechung: Börsengang
41 Vgl. Nathusius 2003. S. 109.
42 Vgl. Eckstaller / Huber-Jahn. 2006. S. 13.
43 Vgl. Nathusius 2005. S. 11.
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Venture Capital in Deutschland Götz H. Meyer
Spezialisierung der Gesellschaften auf bestimmte Phasen innerhalb dieser Entwicklung notwendigerweise ein früheres Deinvestment. Wichtig ist es an dieser Stelle erneut zu betonen, dass die Venture-Capital-Gesellschaft den Gründern oder dem Unternehmen Kapital zinslos überlässt und auch nicht an Dividenden interessiert ist, sondern das Geld des erwirtschafteten Ertrages für eine Investition in die Idee oder das Unternehmen zur Verfügung stellt, um somit eine Weiterentwicklung zu ermöglichen und die Perspektiven sowie vor allem den Wert des Projektes zu steigern und daraus resultierend der Venture-Capital-Gesellschaft einen größeren Gewinn beschert, welchen diese aber erst durch den Exit realisiert.
Neben der finanziellen Unterstützung des jungen Unternehmens, betreut und berät die Venture-Capital-Gesellschaft fortlaufend. Diese Art der Managementbetreuung nennt man: „Value Adding“. 44 Zum Value Adding gehören folgende Punkte:
o Beratung und Coaching der Gründerunternehmer auf der Basis eigener Unternehmererfahrungen der Venture-Capital-Geber in Gründungssituationen,
o Bereitstellen eines Kontaktnetzwerkes in der Industrie und / oder zu anderen hilfreichen Personen und Organisationen,
o Unterstützung von Marketing und Vertriebsaktivitäten, z.B. durch Vermittlung erster Referenzaufträge von Schlüsselkunden,
o Aufbau und Beziehungen zu Kooperationspartnern in Unternehmen in ähnlichen Entwicklungsphasen, [...]
o Unterstützung bei der Personalsuche,
o Beratung bezüglich weiterer Finanzierungsrunden und über die Vorbereitung zum Börsengang. 45
Diese Art der Unterstützung ist für viele junge Unternehmen von sehr großer Bedeutung, um sich am Markt zu positionieren und darauf zu profilieren.
2.2 Beteiligte Akteure am Venture Capital
2.2.1 Venture-Capital-Nehmer
Zur Charakterisierung von Venture-Capital-Nehmern bedarf es der Berücksichtigung von zwei Aspekten:
o den Bedarf, den ein Unternehmen bzw. eine Gründungsidee besitzt und
44 Vgl. Nathusius 2003. S. 106.
45 Nathusius 2003. S. 106.
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o Eigenschaften, die ein Unternehmen bzw. eine Gründungsidee attraktiv für mögliche Beteiligungen machen. 46
Der erste Aspekt, der das Unternehmen betreffenden Bedarfes, lässt sich in zwei Unterpunkte gliedern:
o Kapitalbedarf:
Das Unternehmen weist einen Kapitalbedarf auf, der aus der Innenfinanzierungskraft nicht zu decken ist, und ist daher auf eine Außenfinanzierung angewiesen. Weder eine Fremdkapitalfinanzierung, noch eine Eigenkapitalbeschaffung über den öffentlichen Kapitalmarkt ist jedoch möglich oder erwünscht.
o Nicht-finanzieller Bedarf:
Neben dem Kapitalbedarf weist das Unternehmen außerdem einen nichtfinanziellen Ressourcenbedarf auf und hat daher Interesse daran, Managementunterstützung zu erhalten. Diese Ressourcen können potenziell durch einen Venture Capitalist zur Verfügung gestellt werden. 47 Da es sich bei einer Venture-Capital-Finanzierung um eine voneinander abhängige Wechselbeziehung zwischen Venture-Capital-Geber und Venture-Capital-Nehmer handelt, sind besonders die Eigenschaften eines Unternehmens bzw. einer Gründeridee entscheidend, die eine eventuelle Beteiligung attraktiv machen. Hierzu zählt besonders der Wertzuwachs, der bei einer Veräußerung der gehaltenen Unternehmensanteile durch die Venture-Capital-Gesellschaft deren Gewinnmarge ausmacht. Somit ist ein Unternehmen prädestiniert für eine Venture-Capital-Finanzierung, wenn ein hohes Wachstumspotential vorliegt, welches ein hohes Wertsteigerungspotenzial mit einschließt.
Daraus folgend ergibt sich die Notwendigkeit, Unternehmen nach ihrem Wachstumspotenzial zu kategorisieren. Eine sinnvolle und effektive Kategorisierung ist die nach Branchen. Hierbei werden bestimmte Wachstumsbranchen festgelegt, die hohe Wachstumschancen mit entsprechenden Wertsteigerungen bieten. 48 Jedoch muss berücksichtigt werden, dass auch innerhalb einer Branche jedes junge Unternehmen bzw. jede Unternehmensgründung individuell handelt und sich entwickelt und somit keine Patentlösungen für Branchen in toto gefunden werden können. 49 Auch in einer deklarierten Wachstumsbranche ist ein Erfolg des Unternehmens bzw. der Unternehmensidee in keinem Fall garantiert. Aufgrund von
46 Vgl. Nathusius 2005. S. 13.
47 Nathusius 2005. S. 14.
48 Vgl. Nathusius 2005. S. 19.
49 Vgl. Nathusius 2003. S. 17 f.
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Götz H. Meyer, 2008, Venture Capital in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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