Inhalt
Inhalt...................................................................................................................... 2
1 Einleitung 3
2 Theoretischer Teil 4
2.1 Kleidungs- und Farbsemiotik 4
2.2 Kleidung als En-Passant-Medium 7
3 Praktischer Teil 9
3.1 Die Blazer-Farben. 9
4 Schlussbemerkung. 12
5 Bibliographie 13
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1 Einleitung
Wer hat sich noch nicht darüber gewundert, welche Botschaften Politiker trotz ihrer oft uniformartig wirkenden Anzüge z.B. durch rot-grüne, oder schwarzgelbe Krawatten an den Zuschauer zu kommunizieren versuchen, um ihr Image und ihr politisches Profil zu schärfen? Und wem ist es bei dieser Verwunderung noch nicht so ergangen, die „Inhalte“ der Aussagen, die doch des Öfteren vorhersehbar sind, überhört zu haben? Noch verwunderlicher wird es dann, wenn diese Zeichen subtil kommuniziert werden. Wo die Intentionalität beim Tragen einer rot-grünen Krawatte klar ist, u.a. weil sie eher Schmuck als notwendige Kleidung ist und die politische Determiniertheit obiger Farbkombinationen offensichtlich ist, wird z.B. das Tragen von Kleidung in genau einer politisch besetzten Farbe schwerer greifbar, da die Kleidung primär eine notwendige Funktion erfüllt und zwangsläufig eine, oder mehrere Farben haben muss. Diese Notwendigkeit lässt die Nutzung der Kleidung als Medium (genauer: En-Passant-Medium) im Bezug auf Farben mit einer eindeutigen Denotation fragwürdig erscheinen. Denn die Alternative nackt in Erscheinung zu treten, wäre bei Weitem politischer. Im Folgenden soll die These belegt werden, dass eben diese Fragwürdigkeit, die Wirksamkeit von subtiler Kommunikation verstärkt. Zunächst werden im ersten Teil der theoretische Hintergrund zur Kleidungs- und Farbsemiotik und der Terminus En-Passant-Medien erörtert. Im zweiten Teil wird, basierend auf dem Begriff des En-Passant-Mediums, die Kleidung Angela Merkels an den Wahlabenden 18.09.2005 und 27.09.2009 und deren mögliche politische Bedeutung in Korrelation zu Aussagen am Wahlabend untersucht.
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2 Theoretischer Teil
In diesem Abschnitt wird, der theoretische Hintergrund vor dem eine Analyse stattfinden soll, erörtert. Kleidungs- bzw. Farbsemiotik und der Terminus En-Passant-Medium sind dabei Gegenstand.
2.1 Kleidungs- und Farbsemiotik
Aus Gründen der Praktikabilität werden im Folgenden gewisse Einschränkungen vorgenommen. So zeigt sich das Problem der Kleidung von Angela Merkel als En-Passant-Medium (im speziellen an den Wahlabenden 18.09.2005 und 27.09.2009) weniger als ein kleidungssemiotisches Problem, wie es beispielsweise von Roland Barthes (Barthes:1967) oder populärwissenschaftlich von Hoffmann (Hoffmann:1985) erörtert wurde, die als klassische Referenzen im Kontext der Kleidungssemiotik zu nennen sind. Gegenstand bei Barthes ist eine strukturalistische Untersuchung von Mode. In dieser wird die Mode zweier französischer Mode-Zeitschriften verglichen mit dem Ziel relevante und distinktive Einheiten des Systems Mode zu erfassen. Ähnlich wie bei der Sprachkategorisierung in minimale Einheiten definiert Barthes sogenannte Vesteme für den Bereich der Mode. Er kommt zu dem Schluss, welche Elemente ein Kleidungskode umfasst und welche Typologie mögliche Oppositionen im System der Vesteme bildet.
Betrachtet man nun den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, wird deutlich, dass nicht die Konnotationen und Denotationen der Kleidung als solche von Angela Merkel an besagten Abenden im Vordergrund stehen (Im Bezug auf Schnitt und Stofflichkeit sind diese nahezu identisch), sondern die Bedeutungen der Farblichkeit als solche, vermittelt durch Kleidung. Es handelt sich also nicht um ein Kleidungssemiotisches Problem im Sinne Roland Barthes. Vielmehr geht es um die Frage, welcher Status der Farbe als bedeutungstragendem Element zukommt.
Arbeit zitieren:
Manuel Kaufmann, 2010, Die Blazer-Farben der Angela Merkel, München, GRIN Verlag GmbH
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