Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 2
1. Entstehung des Situationsansaztes und theoretischer Hintergrund 2
2. Anwendung des Situationansatzes in der frühkindlichen Bildung. 6
3. Reflexion. 9
Literaturverzeichnis 11
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Einleitung
In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit dem Situationsansatz in der frühkindlichen Bildung auseinandersetzen. Zentral sind für mich dabei die Fragen nach den ideengeschichtlichen Wurzeln des Situationsansatzes und dessen praktischen Umsetzung in der frühkindlichen Bildung. In Kapitel 1 wird es darum gehen, was genau der Situationsansatz ist und wo dessen pädagogische Wurzeln zu verorten sind. Darauf folgt in Kapitel 2 eine Beschreibung der praktischen Umsetzung in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung. Schießen möchte ich diese Hausarbeit mit einem Resümee in Kapitel 3.
1. Entstehung des Situationsansaztes und theoretischer Hintergrund
Was ist der Situationsansatz?
Im Situationsansatz steht das Kind mit seinem Verhalten und Erleben im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die Themen die die Kinder in den Kindergarten bringen und die sich dort in vielfältiger Form artikulieren und sich durch das Zusammen-Sein ergeben, stehen im Vordergrund der pädagogischen Arbeit im Situationsansatz. ErzieherInnen, die nach dem Situationsansatz arbeiten, versuchen die Themen die sich bei den Kindern durch den Alltag ergeben, wahrzunehmen. Sie sehen diese Themen als Ausgangs- und Mittelpunkt ihrer Arbeit. Dabei ist Voraussetzung, dass man sich auf das Verhalten und Erleben des Kindes einlässt, also mit ihnen arbeitet und nicht für sie, sie beobachtet und sich mit ihren Geschichten befasst (vgl. Stoll 1995, S. 21). Im Situationsansatz geht es also darum, dass nicht durch vorgefertigte Bastelaufträge und Arbeitsblätter gelernt wird. Lernprozesse entstehen im Situationsansatz immer aus dem Moment - aus der Situation. Kinder sollen an den Dingen und aus den Dingen lernen, die sie gerade beschäftigen. Da Kinder immer neugierig sind und immer mit offenen Augen durch die Welt gehen, wird davon ausgegangen, dass sich Kinder die Dinge, die sie gerade lernen wollen und müssen selbst suchen. Lernanlässe entstehen so aus der Situation, also zum Beispiel aus einem Spaziergang im Wald nach dem Kinder etwas über die heimische Vegetation
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lernen wollen. Oder aus einem Streit mit anderen Kindern aus dem sich soziale Kompetenzen ergeben.
Ideengeschichtlicher Hintergrund
Laut Stoll kommt man, wenn man die Entstehung des Situationsansatzes betrachtet, nicht umhin, Paulo Freire zu erwähnen. Freire gilt mit seiner Pädagogik der Autonomie als Ideengeber zur Entwicklung des Situationsansatzes. Da der Situationsansatz aufgrund seiner humanen Sichtweise auch politische Teile enthält, gibt es viele Parallelen zur Pädagogik nach Freire. Motiviert durch seinen biografischen Hintergrund und seine brasilianische Heimat entwarf Freire seine Pädagogik der Autonomie. Wegweisend für Freires Verständnis von Erziehung ist seine Abgrenzung vom „Bankiers-Konzept der Erziehung“ (Freire 1973, S. 57ff). Er hebt sich damit von einem Verständnis von Erziehung ab, in dem Lernende ausschließlich Rezipienten sind und Lehrende vorgeben, was gelernt werden soll. „So wird Erziehung zu einem Akt der ‚Spareinlage‘, wobei die Schüler das ‚Anlage-Objekt‘ sind, der Lehrer aber der ‚Anleger‘. Statt zu kommunizieren, gibt der Lehrer Kommuniqués heraus, macht er Einlagen, die die Schüler geduldig entgegennehmen, auswendig lernen und wiederholen.“ (Freire 1973, S. 57) Freire wehrt sich damit gegen das weit verbreitete Bild, dass Schüler bzw. Kinder mit vom Lehrer mit Lerninhalten gefüllt werden müssen. Als Gegenentwurf vertritt Freire ein Verständnis von Erziehung und Bildung, in dem durch die Auseinandersetzung mit anderen selbstständig und selbsttätig gelernt wird. Die persönliche Lebenssituation (vgl. Situationsansatz) wirft Probleme und Lernanlässe auf, an denen dann gemeinsam mit anderen gelernt werden kann. Aus der persönlichen Lebenssituation ergeben sich Probleme. Auf der Grundlage dieser Probleme wird dann Wissen dadurch angesammelt, dass versucht „die Lösung dieses Problems in Reflexion und Aktion“ (Freire 1973, S. 14) zu erreichen. Das eigentliche Lernen selbst ergibt sich aus dem Prozess des Problemlösens. Menschen entwickeln sich nach Freire aber nicht nur durch das Lösen von Problemen, sondern auch durch die Auseinandersetzung mit anderen. Er entwickelt damit ein dialogisches Prinzip von Lernen und Erziehung. Hierbei ist Kommunikation und Auseinandersetzung mit anderen via Sprache, also mittels Wörtern, grundlegend. Nach Freire besteht das Wort dabei immer aus zwei Komponenten, nämlich Reflexion und Aktion. Reflexion verweist auf die Denk- und Lernprozesse die durch die Kommunikation angestoßen werden. Aktion verweist darauf, dann in Worten immer auch Taten und Handlungen begründet liegen. „Es gibt kein wirkliches Wort, das nicht gleichzeitig Praxis wäre. Ein wirkliches Wort sagen
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Arbeit zitieren:
Andreas Eckert, 2009, Situationsansatz, München, GRIN Verlag GmbH
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Kindergarten und Schulanfang - Zu Erziehungs- und Bildungszielen
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