Inhaltsverzeichnis
I Einleitung Seite 2
II Grundlegendes Seite 2
III Systemansatz Seite 3
IV Systemisches Denken Seite 4
V Systemische Sozialarbeit Seite 5
VI Familientherapie und Beratung Seite 6
VII Quellen Seite 10
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I) Einleitung
Diese Hausarbeit soll sich - wie der Titel bereits verrät - mit der Systemtheorie in der Sozialen Arbeit beschäftigen. Das eigentliche Ziel soll hierbei eine beleuchtung der praktischen Anwendung sein.
Anzumerken ist, dass dies im eigentlichen nur ein Aspekt der geplanten Arbeit ist, denn die Arbeit war mit insgesamt drei Personen geplant, von denen dann aber doch zwei Personen aus unterschiedlichen Gründen absprangen. Da es aber nicht meine Aufgabe sein kann, die Arbeit der anderen Teilnehmer zu übernehmen und zu erfüllen, kann ich mich der Thematik nicht in der vollen Tiefe widmen.
Es ist daher ein Versuch die Systemtheorie so knapp aber dennoch so umfassend wie möglich zu erläutern. Als letztes soll auf die Familientherapie / Familienberatung eingegangen werden, um ein Beispiel der Systemischen Sozialarbeit zu liefern. II) Grundlegendes
Systemisches Denken ist mittlerweile fester Bestandteil vieler Bereiche. So gilt das systemische Denken in der Organisationsberatung, Psychotherapie und in Managementseminaren als eine Basiskompetenz. Die Systemtheorie bildet dabei einen theoretischen Hintergrund, welcher sich aus unterschiedlichen Theorien der Biologie, Mathematik, Soziologie, Psychologie und weiteren Disziplinen der Wissenschaft zusammengesetzt und entwickelt hat.
Die Systemtheorie ist als Denkansatz zu verstehen, in dem es um Ganzheitlichkeit geht - man versucht also mit dieser Betrachtungsweise sich nicht in Einzelheiten einer Problematik zu verlieren.
Der Biologe Ludwig von Bertalanffy war der Begründer der allgemeinen Systemtheorie. Sein Anliegen war, gemeinsame Gesetzmäßigkeiten der verschiedenen Wissensgebiete herauszuarbeiten indem er die allgemeinen Prinzipien diese Gebiete beobachtete. Somit ist die Systemtheorie eine Metatheorie, welche die Integration von unterschiedlichem Wissen ermöglicht und in den verschiedenen Gebieten anwendbar ist.
Ein System wird als neue Einheit verstanden, welche zwar bestimmte Elemente als Vorraussetzung hat, aber eben nicht als bloße Summe dieser Elemente. Diese Erkenntnisse bezeichnet man als Übersummation. Durch die Beziehungen der Elemente
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untereinander entstehen Wechselwirkungen, welche etwas Neues entstehen lassen, dies aber ist nicht nur auf die ursprünglichen Elemente zurück zu führen. [1] Der Begriff der Systemischen Sozialarbeit wird häufig mit Peter Lüssi verbunden. Nachdem bis Anfang der 1980er in der Sozialen Arbeit häufig der lineare Ansatz angewendet wurde, welcher an die Persönlichkeitstheorie von Freud angelehnt war -und zur Problemlösung eines Klienten dessen Ich-Stärkung förderte - verbreitet sich danach der systemische Ansatz, der auch das soziale Umfeld eines Klienten mit einbezog. Peter Lüssi formulierte schließlich einen handlungsorientierten systemischen Ansatz für sozialarbeiterisches Handeln. [2] [3] III) Systemansatz
Systeme sind geordnete Gebilde jeder Art, die sich aus einer Menge von Elementen zusammensetzen, zwischen denen Wechselbeziehungen bestehen. Diese
Wechselbeziehungen bilden eine bestimmte Ordnung und verbinden die Elemente zu einer höheren Einheit, dem System.
Soziale Systeme sind hierbei besonders zwischenmenschliche Beziehungen, welche sich an verbalen, nonverbalen und materiellen Interaktionen der einzelnen Elemente untereinander erkennen lassen. Die Elemente dieser sozialen Systeme werden hierbei durch einzelne Menschen gebildet.
Zwischen ihnen bestehen Wechselbeziehungen, die sich zu einem höherem Ganzen, dem System verbinden. Verändert sich also ein Teil des Systems, verändern sich die anderen Teile des Systems gleichermaßen. Dies lässt sich am besten mit einem Mobile vergleichen - setzt man ein Teil des Mobiles in Bewegung, bewegen sich die anderen Teile auch.
Soziale Systeme sind ebenfalls offen gegenüber ihrem sozialen Umfeld. Sie stehen in Beziehung zu Organisationen und pflegen persönliche Beziehungen zu Menschen in ihrem sozialen Umfeld.
Ebenfalls unterteilen sich Soziale Systeme in Subsysteme. Diese sind Teile übergeordneter Systeme ( z.B. das Subsystem „Familie“ als Teil des Systems „Gesellschaft“ / „Eltern“ als Subsystem des Systems „Familie“ ). Innerhalb dieses Netzes von Ober - und Untersystemen ist jedes System abhängig von seinem jeweiligen Ober- und Untersystem.
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Soz. Arb. Felix Münter, 2006, Systemtheorie in der sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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