Einleitung
Hausarbeit im Rahmen der Vorlesung „Der Alpenraum“
Institut für Geographie der Universität Hildesheim
Manuel Wibbeke, Studierender im 1. Fachsemester des Studiengangs M. Ed.
Einleitung
Gliederung
1 Einleitung. 1
2 Das Klima der Alpen - bestimmender Geofaktor 4
2.1 Klimafaktoren und ihre Wirkungsweisen in den Alpen 4
2.2 Niederschlag 4
2.3 Temperatur 6
3 Gletscher 7
4 Exkurs: Methoden der Gletscheruntersuchung. 9
5 Historische Betrachtung des Alpenklimas in den vergangenen 500 Jahren. 11
6 Fazit und Ausblick 14
7 Literatur. 16
8 Abbildungsnachweis 16
1
Einleitung
1 Einleitung
Zunächst wird an dieser Stelle der Raum der Alpen kurz dargestellt und eingegrenzt, damit im Folgenden dies zur Basis der Arbeit genommen werden kann. Der andauernde Kollisionsprozess zwischen der afrikanischen und der europäischen Platte bewirkt noch heute eine Hebung der Zentralalpen um ungefähr 1 cm pro Jahr. Im Gradnetz liegen die Alpen zwischen 44° und 48° nördlicher Breite und zwischen 6° und 16° östlicher Länge.
Abb. 2: Karte des Alpenbogens mit ausgewählten Gletschermarkierungen
Die Abbildung 1 illustriert die folgenden Aussagen und soll ebenfalls im weiteren Verlauf der Arbeit als Orientierungsgrundlage dienen. Die Alpen erstrecken sich von ihrem West-rand am Golf von Genua bis zu ihrem Ostrand, der in die Ungarische Tiefebene mündet. Die Westalpen stellen den schmaleren Teil dar (ca. 150 km), wenngleich sich mit dem Mont Blanc (4807 m NN) und dem Monte Rosa (4634 m NN) dort die höchsten Gipfel befinden. Gen Osten verbreitern sich die Alpen und erreichen in Tirol ihre maximale Breite von ungefähr 250 km, die durchschnittliche Höhe nimmt hingegen ab. West- und Ostalpen werden anhand einer gedachten Linie differenziert, die sich vom Bodensee durch das Rheintal bis zum Coma See erstreckt.
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Einleitung
Das Klima und die Gletscherstände der vergangenen 500 Jahre in den Alpen als thematische Grundlage für die folgende Arbeit setzt zwei Schwerpunkte. Einerseits wird das Klima im Allgemeinen den ersten Teil bestimmen, in dem die Klimafaktoren mit dem größten Einfluss herausgestellt werden. Anschließend werden Grundzüge einer möglichen Differenzierung des Alpenraumes durch das Klima vorgenommen, womit deutlich werden soll, dass das Klima für die Strukturierung des alpenländischen Raumes ein zentraler Fak-tor sein kann, wenn physisch-geographische Aspekte in den Vordergrund treten und eine regionale Ausdifferenzierung der Alpen notwendig wird. Abschließend steht ein Teilkapitel welches die Entwicklung des Klimas in den vergangenen 500 Jahren thematisiert. Dabei werden unter anderem auf Gletscher in ihrer Funktion als bedeutsame Indiziengeber zurückgegriffen, da ihre erosiven Kräfte einerseits aber auch ihr Wachsen respektive Abschmelzen Rückschlüsse auf den klimatischen Verlauf zulassen. Der zweite thematische Schwerpunkt liegt auf den Gletschern, die ebenfalls in ihrer Entwicklung der vergangenen 500 Jahre dargestellt werden sollen. Die Gletscherstände sind allenfalls exemplarisch darstellbar, da die Quellenlage, insbesondere für den Zeitraum von 1500 bis 1800 recht überschaubar ist. Es soll hier jedoch der Versuch unternommen werden, allgemeine Tendenzen in den Gletscherständen ausfindig zu machen. Dabei wird auch deutlich werden, dass die Gletscher nicht einem kontinuierlichen Abschmelzen unterliegen, sondern dass es ebenso Phasen gegeben hat, die empirisch belegbar sind und entgegen der allgemeinen Auffassung eine Zunahme der Gletschermasse zur Folge hatten. Da Gletscher aufgrund ihrer zahlreichen Erscheinungsformen differierende Reaktionen auf das Klima zeigen, müsste eine allgemein differenzierende Darstellung einer glazialen Typologie erfolgen, die herausstellt, um welche Gletschertypen es sich in den Alpen handelt. So ist beispielsweise die Form eines Gletschers insofern bedeutsam, als ihre Oberfläche der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, was wiederum Folgen für das Ausmaß des Schmelzprozesses mit sich bringt. Bei der Betrachtung eines halben Jahrtausends jedoch, bleiben die Formen und Typen vernachlässigenswert, weshalb hier auf eine erschöpfende Glazialtypologie verzichtet werden kann.
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Einleitung
Die methodische Vorgehendweise dieser Arbeit besteht in der analytischen Bearbeitung und Darstellung dreier Publikationen 1 , die auf Überschneidungen, sowie Differenzen in ihren Darstellungen untersucht werden. Schließlich basiert diese Arbeit auf einer Synthese dieser drei Darstellungen. Tiefergehende Aspekte werden durch verschiedene Fachaufsätze eingeführt und belegt. Da eine Gesamtdarstellung aller Gletscher und aller klimatischen Einflussfaktoren im Einzelnen weder zielführend noch möglich ist, wird überwiegend eine exemplarische Darstellungsweise der Gegebenheiten vorherrschen. Schließlich wird die Arbeit mit einem Fazit enden, dass die Entwicklung des alpinen Raumes unter glazialen und klimatischen Aspekten in den vergangenen 500 Jahren zusammenfassen in den Kontext der aktuellen Diskussionen um den Klimawandel stellt.
1 BIRKENHAUER, JOSEF (1980):Die Alpen. UTB: Paderborn u.a.; RATHJENS, CARL (1982): Geographie des
Hochgebirges. Der Naturraum. In: Teubner Studienbücher: Geographie. Stuttgart.; V. KLEBELSBERG, RAI- MUND (1948):Handbuch der Gletscherkunde und Glazialgeologie. Allgemeiner Teil. Wien.
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Arbeit zitieren:
Manuel Wibbeke, 2008, Klima und Gletscherstände in den Alpen seit dem 15. Jahrhundert, München, GRIN Verlag GmbH
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