Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Konjunkturpolitik der BRD seit 1967 7
2.1 Schlussfolgerungen für die Bewertung der Konjunkturprogramme
heute 9
3. Analyse der wirtschaftspolitischen Situation 2008/ 2009 10
3.1 Inhalte der aktuellen Konjunkturprogramme 13
3.2 Der Ist- Zustand im I. Quartal 2009 19
3.3 Konjunkturmotor oder Sackgasse? 24
4. Fazit 29
5. Literaturverzeichnis 31
6. Internetquellen: 32
1
Abkürzungsverzeichnis
BDA -Bundesverband der Deutschten Arbeitgeberverbände BDI -Bundesverband der Deutschen Industrie BMWI -Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bzw. -beziehungsweise CO2 -Kohlenstoffdioxid DIHK -Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. -eingetragener Verein g -Gramm GRW -Gemeinschaftsaufgabe Regionale Wirtschaftsstruktur HWWI -Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut ifo -Institut für Wirtschaftsforschung INSM -Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft KfW -Kreditanstalt für Wiederaufbau Kfz -Kraftfahrzeug km -Kilometer Mbit -Megabit Mio. -Millionen Mrd. -Milliarden p.a. -per Anno Pkw -Personenkraftwagen StabG -Stabilitäts- und Wachstumsgesetz WeGebAu -Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer im Unternehmen ZIM -Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand
€ -Euro % -Prozent
2
1. Einleitung
Das neoklassische Makromodell geht von flexiblen Preisen, vollständiger Konkurrenz und stets zum Gleichgewicht tendierenden, geräumten Märkten aus. Diese Theorien sind Angebotsorientiert. 1
Spätestens seit der Weltwirtschaftskrise 1929 zeigte sich jedoch deutlich, dass die Märkte nicht stets von selbst zum Gleichgewicht tendierten, sondern die Produktion und die Beschäftigung unter ihren langfristigen Trends verharren konnten.
Der britische Ökonom John Maynard Keynes entwickelte in dieser Zeit Überlegungen, wie die Situation einer schweren Wirtschaftskrise ü-berwunden werden könnte und setzte sich mit den neoklassisch begründeten Strategien auseinander. 1936 begründete er in seinem Hauptwerk, der „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ weswegen es zu dauerhaften Ungleichgewichten auf den Märkten kommen kann. 2
„Gekürzt können die Schlussfolgerungen der Allgemeinen Theorie in vier Punkte gegliedert und wiedergegeben werden:
N Volkswirtschaften können an einem allgemeinen Nachfragemangel leiden- und tun dies oft-, der zu unfreiwilliger Arbeitslosigkeit führt.
N Die automatische Tendenz einer Volkswirtschaft, ein Nachfragedefizit zu korrigieren, wirkt, wenn sie überhaupt existiert, langsam und schmerzhaft.
N Eine Nachfrage erhöhende Regierungspolitik kann im Gegensatz dazu Arbeitslosigkeit schnell reduzieren.
1 Vgl. Assenmacher: Konjunkturtheorie; 1998; S.60 ff.
2 Vgl. Gaul: Konjunkturprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einordnung und Bewertung der Globalsteuerung von 1967 bis 1982; 2008; S.5 ff.
3
N Manchmal ist es nicht genug, das Geldangebot zu erhöhen, um den privaten Sektor dazu zu bewegen, mehr Geld auszugeben, und die Staatsausgaben müssen einspringen.“ 3
Konjunkturprogramme sollen dann helfen die Wirtschaft wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, indem es Impulse für Wachstum setzt. Durch zeitliche befristete Maßnahmen soll der Staat eine Belebung der Wirtschaft und folgend daraus eine Sicherung und Stabilisierung der Beschäftigten am Arbeitsmarkt erzielen. 4
Durch die theoretische Analyse von Konjunkturschwankungen, bei der Gewinne, Preise, Zinssätze, Beschäftigungsgrad, Gesamtwirtschaftliches Produktions-ergebnis und der Output der einzelnen Wirtschaftszweige beobachtet, erfasst und analysiert werden, werden Abweichungen vom langfristigen Trend ermittelt. Daraus werden dann Maßnahmen abgeleitet die die Wirtschaftspolitik ergreifen sollte. 5
„Klassische Ansätze eines Konjunkturprogramms sind:
^ Senkung von Steuern und Abgaben; Das neoklassische Makromodell geht von flexiblen Preisen, vollständiger Konkurrenz und stets zum Gleichgewicht tendierenden, geräumten Märkten aus. Diese Theorien sind Angebotsorientiert. 6
Spätestens seit der Weltwirtschaftskrise 1929 zeigte sich jedoch deutlich, dass die Märkte nicht stets von selbst zum Gleichgewicht tendierten, sondern die Produktion und die Beschäftigung unter ihren langfristigen Trends verharren konnten.
3 Hrsg. Keynes Gesellschaft: Einleitung von P. Krugmann zur allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes von John Maynard Keynes; 2004; S.3
4 Vgl. INSM: Keins wie das andere: Konjunkturprogramme in der Definition; 2009a
5 Vgl. Gaul: Konjunkturprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einordnung und Bewertung der Globalsteuerung von 1967 bis 1982; 2008; S.5 ff.
6 Vgl. Assenmacher: Konjunkturtheorie; 1998; S.60 ff.
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Der britische Ökonom John Maynard Keynes entwickelte in dieser Zeit Überlegungen, wie die Situation einer schweren Wirtschaftskrise ü-berwunden werden könnte und setzte sich mit den neoklassisch begründeten Strategien auseinander. 1936 begründete er in seinem Hauptwerk, der „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ weswegen es zu dauerhaften Ungleichgewichten auf den Märkten kommen kann. 7
„Gekürzt können die Schlussfolgerungen der Allgemeinen Theorie in vier Punkte gegliedert und wiedergegeben werden:
N Volkswirtschaften können an einem allgemeinen Nachfragemangel leiden- und tun dies oft-, der zu unfreiwilliger Arbeitslosigkeit führt.
N Die automatische Tendenz einer Volkswirtschaft, ein Nachfragedefizit zu korrigieren, wirkt, wenn sie überhaupt existiert, langsam und schmerzhaft.
N Eine Nachfrage erhöhende Regierungspolitik kann im Gegensatz dazu Arbeitslosigkeit schnell reduzieren.
N Manchmal ist es nicht genug, das Geldangebot zu erhöhen, um den privaten Sektor dazu zu bewegen, mehr Geld auszugeben, und die Staatsausgaben müssen einspringen.“ 8
Konjunkturprogramme sollen dann helfen die Wirtschaft wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, indem es Impulse für Wachstum setzt. Durch zeitliche befristete Maßnahmen soll der Staat eine Belebung der Wirtschaft und folgend daraus eine Sicherung und Stabilisierung der Beschäftigten am Arbeitsmarkt erzielen. 9
7 Vgl. Gaul: Konjunkturprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einordnung und Bewertung der Globalsteuerung von 1967 bis 1982; 2008; S.5 ff.
8 Hrsg. Keynes Gesellschaft: Einleitung von P. Krugmann zur allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes von John Maynard Keynes; 2004; S.3
9 Vgl. INSM: Keins wie das andere: Konjunkturprogramme in der Definition; 2009a
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Durch die theoretische Analyse von Konjunkturschwankungen, bei der Gewinne, Preise, Zinssätze, Beschäftigungsgrad, Gesamtwirtschaftliches Produktions-ergebnis und der Output der einzelnen Wirtschaftszweige beobachtet, erfasst und analysiert werden, werden Abweichungen vom langfristigen Trend ermittelt. Daraus werden dann Maßnahmen abgeleitet die die Wirtschaftspolitik ergreifen sollte. 10
„Klassische Ansätze eines Konjunkturprogramms sind:
^ Senkung der Sozialversicherungsbeiträge;
^ Erhöhung staatlicher Ausgaben; ^ Erhöhung staatlicher Investitionen und ^ Erhöhung der Sozialleistungen. 11
„Da Konjunkturschwankungen Konsequenz zyklischer Nachfrageschwankungen sind, ist Konjunkturpolitik im Wesentlichen antizyklische Nachfragesteuerung (demand management).Diese Vorstellung liegt der keynesanischen Konzeption zugrunde.“ 12
Die Konjunkturforschung analysiert deshalb vor allem die mittelfristigen Zeitreihen des Bruttoinlandsproduktes als Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft. „Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller im Inland für einen Endzweck geschaffenen Güter und Dienstleistungen einer Periode in Preisen eines Basisjahrs wieder.“ 13 Das „Grundmuster von mehrjährigen Zu- und Abnahmen der wirtschaftlichen Aktivität unter Betonung seiner Wiederkehr im Zeitablauf heißt Konjunktur.“ 14
10 Vgl. Gaul: Konjunkturprogramme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einordnung und Bewertung der Globalsteuerung von 1967 bis 1982; 2008; S.5 ff.
11 INSM: Keins wie das andere: Konjunkturprogramme in der Definition; 2009a
12 Petzold: Stabilisierungspolitik: Grundlagen der nachfrage- und angebotsorientierten Wirtschaftspolitik; 1993; S.7,
13 Assenmacher: Konjunkturtheorie; 1998; S.3
14 Assenmacher: Konjunkturtheorie; 1998; S.4
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Arbeit zitieren:
Gina Vollbrecht, 2009, Die aktuellen deutschen Konjunkturprogramme: Sackgasse oder Konjunkturmotor?, München, GRIN Verlag GmbH
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