Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Gesellschaftliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern 4
2.1 Historischer Überblick 4
2.2 Aktuelle Situation. 5
2.3 Beispiel Haushaltsmigration 6
3 Erklärung geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung über Theorien zur
Geschlechtskonstruktion 7
3.1 Die biologistische Perspektive. 8
3.2 Die dekonstruktive Perspektive 9
3.3 Die interaktionistisch-konstruktivistische Perspektive 10
4 Schlussbetrachtung. 12
5 Literaturverzeichnis 14
Internetquellen. 14
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1 Einleitung
Die gesellschaftliche Arbeitsteilung ist ein sehr vielschichtiges Phänomen, das sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. In dieser Arbeit soll es darum gehen, einige Aspekte davon näher zu beleuchten. Der Fokus wird dabei auf die Geschlechterrollen, die darin vorherrschen, und ihre Entwicklung gelegt. Zunächst soll untersucht werden, welche Stellung den einzelnen Geschlechtern innerhalb der gesellschaftlichen Arbeitsteilung in der Vergangenheit zukam. Dabei wird beschrieben, welche Aufgabenbereiche Frauen und Männer in den vergangenen Jahrhunderten besetzten. Schließlich wird ein Blick auf die aktuelle Situation geworfen, um zu schauen, wie und ob sich die Positionierung der Geschlechter gewandelt hat. Im Anschluss wird am Beispiel der Haushaltsmigration aufgezeigt, welche Veränderungen in diesem Bereich stattgefunden haben und was das für die Geschlechterrollen bedeutet.
Im zweiten Teil der Hausarbeit wird der Versuch unternommen, anhand von einigen Theorien zur Geschlechtskonstruktion die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung zu erklären. Dabei werden zunächst die Kernaussagen der Theorien dargestellt und erklärt und anschließend auf die gesellschaftliche Arbeitsteilung und die Haushaltsmigration bezogen. Hier ist es wichtig zu schauen, welche Theorien zur Geschlechtskonstruktion das Konzept der Arbeitsteilung am anschaulichsten erklären. In der anschließenden Schlussbetrachtung wird nach weiteren Faktoren Ausschau gehalten, die für die Geschlechterrollen von Bedeutung sein könnten.
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2 Gesellschaftliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern
Es ist schwierig eine allgemeine gesellschaftliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern zu beschreiben, da vor allem früher viele Arbeitsformen, wie z.B. die Reproduktionsarbeit, statistisch nicht erfasst wurden und deshalb nur unzuverlässige Daten und Quellen vorliegen. Bei den Daten zur Erwerbsquote sieht es schon besser aus, jedoch tauchen auch hier erst Ende des 19. Jahrhunderts halbwegs zuverlässige Zahlen auf (Beer 1991: 204).
2.1 Historischer Überblick
In der bäuerlichen Landwirtschaft, die bis ins 19. Jahrhundert hinein die gängigste Arbeitsform für Männer und Frauen war, entschied die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht im Vorfeld den Inhalt und Gegenstand ihrer Arbeit. In dieser Zeit fielen insbesondere Arbeiten im Haus, im Stall und im Garten in den Zuständigkeitsbereich der Frauen. Bedarfsweise wurden Frauen auch auf dem Feld eingesetzt, wo sie aber auch in Abgrenzung zu den Männern einen eigenen Aufgabenbereich hatten. Dabei waren Frauen im Haus vor allem für das Kochen, Putzen und die Kinderversorgung zuständig, also das, was man heute unter Reproduktionsarbeit versteht. Im Stall haben Frauen das Vieh versorgt und auf dem Feld haben sie pflanzliche Fasern bestellt und verarbeitet. Männer waren dagegen für Arbeiten mit hohem Krafteinsatz, die so genannte Schwerarbeit, zuständig und arbeiteten zeitlich kürzer bzw. nicht so kontinuierlich wie die Frauen. Wichtig bei dieser geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung war jedoch, dass sowohl der Frauenals auch der Männerarbeit gleich hohe Bedeutung für den Wirtschafts- und Familienverband beigemessen wurde (Beer 1991: 205).
Nichtsdestotrotz galt ländliche Frauenarbeit als Arbeit minderer Art, was bereits seit dem Mittelalter belegt werden kann. Dies lässt sich auch daran erkennen, dass gleiche Frauen- und Männerarbeit unterschiedlich bezahlt wurde. Frauen standen dieselben Löhne wie Kindern zu, so dass sie vor allem, wenn sie allein stehend waren, ständig in Armut lebten, da sie nur mit Erwerbsarbeit ihre Existenz nicht sichern konnten (Beer 1991: 206).
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In der frühen Phase der Industrialisierung setzte sich die Geringschätzung von Frauenarbeit dann weiter fort. Die Löhne von Frauen betrugen nur knapp die Hälfte der Löhne von Männern, obwohl sie Tätigkeiten ausübten, die eine hohe Qualifikation erforderten (Beer 1991: 207). Etwas später, als die Trennung von Familie und Erwerb durch Spezialisierung und Rationalisierung eine intensive Arbeitsteilung verlangte, erhielt die Produktivität von Arbeit einen objektiveres Ansehen. Trotzdem war die Erwerbsarbeit von Frauen weiterhin der Erwerbsarbeit von Männern untergeordnet (Beer 1991: 208). Ein Grund für diese Entwicklung in Deutschland ist wahrscheinlich, dass sich hier die Industrialisierung vor allem im Bereich der Schwerarbeit vollzog und diese ja bereits in der bäuerlichen Landwirtschaft von Männern verrichtet wurde (Beer 1991: 215). Diese ökonomische Entwicklung zog gezwungenermaßen gleichzeitig eine Verringerung der Arbeitsmarktchancen von Frauen nach sich.
Eine Verbesserung dieser Chancen trat um die Jahrhundertwende, mit der Etablierung des Dienstleistungssektors, ein. Vor allem junge und ledige Frauen besetzten zu dieser Zeit Stellen als Verkäuferinnen oder Büroangestellte.
2.2 Aktuelle Situation
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die am häufigsten verbreitete unentgeltliche Arbeitsform die der Hausarbeit. Sie entstand als Konsequenz aus der Trennung von Familie und Erwerbsarbeit, die vor allem durch die verstärkten Familiengründungen Ende des 19. Jahrhunderts hervorgerufen wurde. Da die Löhne zur damaligen Zeit nicht ausreichten, um sich eine Hilfe im Haushalt leisten zu können, übernahmen diese Aufgabe fast ausschließlich die Ehefrauen und Töchter der Arbeiter. Damit waren diese sehr häufig einer Doppelbelastung ausgesetzt, weil sie zusätzlich noch Erwerbsarbeit verrichten mussten, um die Familie ausreichend zu versorgen (Beer 1991: 219).
An dieser Situation hat sich bis ins heutige 21. Jahrhundert hinein institutionell einiges geändert. Inzwischen ist die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau seit über 50 Jahren sogar im deutschen Grundgesetz verankert. Jedoch stellt sich weiterhin die Frage nach der praktischen Umsetzung der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung. Arbeiten Frauen heutzutage genauso viel und für das gleiche Gehalt wie Männer, wenn sie sich in vergleichbaren Berufen befinden? Und sind vielleicht sogar die Männer heute
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Arbeit zitieren:
Kristina Keller, 2009, Die Geschlechterrollen in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung am Beispiel der Haushaltsmigration, München, GRIN Verlag GmbH
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