I
G l i e d e r u n g
I n h a l t s v e r z e i c h n i I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Bestimmung grundlegender Begriffe 2
2.1 Unterricht 2
2.1.1 Formale Definition von Unterricht 2
2.1.2 Strukturmerkmale von Unterricht 3
2.1.3 Unterricht als Vermittlung 4
2.2 Beobachtung 6
2.2.1 Allgemeine Bedeutung von Beobachtung 6
2.2.2 Entwicklung von Beobachtungskriterien 7
2.2.3 Beobachtungskriterienkatalog (Seminar) 9
2.3 Auswertung 10
2.4 Evaluation 11
3. Merkmale guten Unterrichts 12
4. Ansatz der leistungsorientierten Vergütung von Lehrern 14
5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung 18
L i t e r a t u r v e r z e i c h n i III
Internetadressenverzeichnis III
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Säulen des "Unterrichts als Vermittlung“
Abbildung 2: Taxonomiestufen der Lernziele
Abbildung 3: "Beobachtungsdreieck"
Abbildung 4: Beobachtungskriterien
Abbildung 5: Beobachtungskriterienkatalog
Abbildung 6: Eigener Kriterienkatalog (Seminar)
Abbildung 7: Kriterien guten Unterrichts
Abbildung 8: Leistungsprämien für Lehrer in den OECD-Ländern
III
L i t e r a t u r v e r z e i c h n i s
1. Bachmair, Gerd: Unterrichtsanalyse, Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 1976 2. Opitz, R.; Theis, J.: Leistungsfeindliches Dienstrecht in Informationsdienst der deutschen Wirtschaft (IWD), Köln, Jahrgang 31, 2. Juni 2005 3. Microsoft Encarta Enzyklopädie, Microsoft Corporation, 2004 4. Nordfriesland Tageblatt, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 4. Juni 2005 5. Rürup, B.: Fischer Wirtschaftslexikon, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt, 1993 6. Seibert, N.; Serve, H.J. (Hrsg.): Prinzipien guten Unterrichts - Kriterien einer zeitgemäßen Unterrichtsgestaltung, PimS Verlag, München, 1992
7. Twardy, M. (Hrsg.): Kompendium Fachdidaktik Wirtschaftswissenschaften, Düsseldorf,
1983
Internetadressenverzeichnis
1. http://bebis.cidsnet.de/weiterbildung; Dr. Manfred Rosenbach; 6.Juni 2005 2. http://lehrplan.lernnetz.de; Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur; 9. Juni 2005
3. www.buerger-konvent.de; Wofl-Dieter Hasenclever, Berlin; 6. Juni 2005 4. www.dasan.de/refo20/archiv/arc_2004/Personalbeurteilung/Unterrichtsbesuch.pdf; Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen; 6.Juni 2005 5. http://www.studienseminarhannover-lbs.de/anhang3.htm; Studienseminar Hannover für das Lehramt an berufsbildenden Schulen; 12.Juni 2005 6. www.welt.de/daten; Axel Springer AG; 6. Juni 2005
1
1. Einleitung
Qualität, Qualitätsmaßstäbe und Qualitätskontrollen sind heute aus dem Alltag der Wirtschaft und der Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Konkurrierende Unternehmen und anspruchsvolle Kunden zwingen die Unternehmen dazu, mit hohen Qualitätsstandards zu produzieren und der Qualität ihrer Produkte die größtmögliche Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht erst seit PISA spiegelt sich dieser Trend auch im Bildungssektor wider. Da Bildung die wichtigste Ressource für die berufliche und persönliche Entwicklung des Einzelnen ist, spielt die Qualität von Unterricht und damit einhergehend auch die Lernergebnisse und Leistungen der Schüler, die in der PISA-Studie wiedergegeben wurden, eine große Rolle. Bildung legt die Grundlage für die gesellschaftliche, politische und ökonomische Entwicklung eines jeden Menschen. Das PISA-Ergebnis hat seinen Teil zur Einführung von Qualitätskontrollen an den Schulen beigetragen und hat die Gesellschaft aufhorchen und an der Qualität und Zeitgemäßheit des deutschen Schulsystems zweifeln lassen.
„(…) Beim Vergleich der Leistungen der 15-jähigen landete Deutschland bei der PISA-Studie unter den teilnehmenden Staaten im unteren Drittel. (…) Der Anteil der (bei der Lesefähigkeit und dem Verständnis des Gelesenen) schwachen und sehr schwachen ist in Deutschland mit fast 23% für Industriestaaten extrem hoch.“ 1)
Diese Ergebnisse führen dazu, dass die Forderungen nach stärkeren Evaluationen und Qualitätskontrollen in den Schulen oder gar nach einer Reformierung und Umstrukturierung des deutschen Schulsystems immer lauter werden. Dabei steht auch der Beruf des Lehrers im Zentrum des Interesses.
„Kaum eine Berufsgruppe erfährt in Deutschland so viel öffentliche Kritik wie Lehrer: Hohes Gehalt, unkündbarer Beamtenjob und 14 unterrichtsfreie Wochen im Jahr stehen im Widerspruch zu den Leistungsdefiziten der Schüler. Die mangelnde Effizienz des Schulsystems wird zum einen genährt durch die fehlende Transparenz von Leistung und Verantwortung - wozu auch der unflexible Beamtenstatus beiträgt. Zum anderen behindert die staatliche Überregulierung des Unterrichts Leistung, Kreativität, unternehmerische Initiative und Innovationsbereitschaft des Lehrpersonals. Das zeigt der Vergleich mit anderen Ländern.“ 2)
In diesem Artikel wird die mangelnde Transparenz der Lehrertätigkeit kritisiert. Um also Qualifikationskontrollen im Unterricht und bei den Lehrkräften durchzuführen, muss der Unterricht zunächst einmal anhand geeigneter Kriterien beobachtet, ausgewertet und anschließend bewertet werden.
1) Hasenclever, Wolf-Dieter: „Bildung ist Zukunft“ - Grundsatzpapier des Bürger Konvents zit. nach www.buerger-konvent.de
2) Opitz, R.; Theis, J.(2005): Leistungsfeindliches Dienstrecht. In: Informationsdienst der deutschen Wirtschaft (IWD), Köln, S.6
2
Diese Seminararbeit im Rahmen der Didaktik und Fachdidaktik der Wirtschaftslehre befasst sich mit der Auswertung von Unterricht. Dabei werden zunächst im zweiten Kapitel einige grundlegende Begriffsbestimmungen von Beobachtung und Bobachtungsschwerpunkten bzw. -kriterien, Auswertung und Evaluation von Unterricht vorgenommen. Im dritten Kapitel wird ein möglicher Kriterienkatalog für „guten“ Unterricht entwickelt, wobei zuvor die Bedeutung von „gut“ in diesem Zusammenhang zu klären ist. Das vierte Kapitel greift das in diesen Kontext gut integrierbare Thema der leistungsorientierten Vergütung von Lehrern auf. Der Chef des Bundesverbandes der Arbeitgeber (BDA) Dieter Hundt forderte schon vor fünf Jahren ein benchmarking 3) der Schulen und die leistungsorientierte Bezahlung für Lehrer. „Es schadet der Ausbildung an den Schulen, wenn gute Lehrer genauso viel verdienen wie schlechte Lehrer. Wer sich im Unterricht engagiert und regelmäßig fortbildet, soll mehr erhalten als Lehrer mit schlechten Leistungen.“ 4)
Hundt verwendet in seinen Ausführung wie selbstverständlich die Begriffe „gut“ und „schlecht“ als Grundlage seines Vergütungsvorschlages. Doch was sind „gute“ und „schlechte“ Lehrer und welche Maßstäbe und Kriterien sind bei der Beurteilung und Zuordnung zu gutem oder schlechtem Unterricht heranzuziehen? Wer soll den Unterricht überhaupt bewerten? Und wie soll diese Bewertung ablaufen? Im Folgenden wird versucht, auf einige dieser Fragen eine Antwort zu geben.
2. Bestimmung grundlegender Begriffe 2.1 Unterricht
2.1.1 Formale Definition von Unterricht
Eine gängige Begriffsbestimmung von Unterricht ist die folgende: „Unterricht (ist) jede Form des systematischen Bemühens, durch erzieherische und didaktische Mittel Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln. Unterricht schließt demnach alle Situationen ein, in denen Lernen durch gezielte Bemühungen von Lehrenden und Lernenden stattfindet. Ausgeschlossen sind Lernprozesse, die nicht gezielt oder nicht durch erzieherische Mittel - etwa durch Gewalt - stattfinden. Die modernen Unterrichtsmethoden sind Bestandteil der pädagogischen Theorie und beziehen sich ebenso auf Erkenntnisse aus der Psychologie. (…) Je nach beteiligten Personen, Zielen und Methoden werden verschiedene Formen des Unterrichts unterschieden: beispielsweise Schulunterricht, Einzelunterricht, Gruppenunterricht oder Frontalunterricht.“ 5)
3) benchmarking =Instrument der Wettbewerbsanalyse für den ständigen Vergleich von Produkten (hier: Schulen), Quelle: Fischer Wirtschaftslexikon
4) Hundt, Dieter (2000) zit. nach www.welt.de/daten 5) Microsoft Encarta Enzyklopädie (2004)
Arbeit zitieren:
Dipl. Handelslehrer Carmen Richter, 2005, Analyse und Evaluation von Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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