Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 2
2. Sachanalyse zum Thema Satzglieder
2.1 Terminusdefinition „Syntax“ 3
2.2 Definitionen der verschiedenen Grammatiken 4
2.3 Satzgliedanalyse - Was ist das? 6
2.3.1 Satzgliedanalyse nach Pittner und Berman 6
2.3.2 Satzgliedanalyse nach Musan 10
3. Didaktische Analyse 14
4. Überlegungen zur Erarbeitung und Behandlung von Satz-
gliedern im Unterricht
4.1 Verankerung im Bildungsplan 17
4.2 Ideen für den Grammatikunterricht 18
5. Resümee 24
Quellenverzeichnis
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1. Einleitung
Das Fach Deutsch hat in unserem Bildungssystem und unserer Gesellschaft einen besonderen Stellenwert, da die Sprache Kommunikation erst möglich macht und dadurch auch in den anderen Unterrichtsfächern Deutschunterricht stattfindet. Stets wird auf die korrekte Orthografie, die Darstellung und Sprechweise geachtet. Die Schülerinnen und Schüler tun das, indem sie einen Versprecher mit schallendem Gelächter quittieren. Der Bildungsplan für die Hauptschule sieht die Kompetenz, sich verständlich zu machen als eine der zentralen Aufgaben des Deutschunterrichts. Damit die Schülerinnen und Schüler dies Kompetenzen erlangen, ist es wichtig, ihnen die Strukturen der deutschen Sprache näher zu bringen. Die Satzgliedanalyse spielt dabei eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund haben wir uns in dem Seminar Grammatikdidaktik für das Thema Satzgliedanalyse entschieden. Die Sachanalyse, die das erste große Kapitel in meiner Hausarbeit darstellt, wurde im Seminar besprochen und danach von mir überarbeitet. Das Kapitel beinhaltet als Erstes vier unterschiedliche Definitionen des Satzes und als Zweites drei Definitionen unterschiedlicher Grammatiken. Im Weiteren beschäftige ich mich mit den Satzgliedern, bzw. mit verschiedenen Methoden sie zu definieren und analysieren. Dazu haben wir die Werke von Pittner/Berman und Musan ausgewählt, weshalb dieses Kapitel zweigeteilt ist. In den einzelnen Unterkapiteln zeige ich, wie die Werke die einzelnen Satzglieder darstellen.
Die Didaktische Analyse bildet das zweite große Kapitel meiner Hausarbeit. Es beinhaltet die Befassung mit der allgemeinen Didaktik zur Grammatik, wobei ich mich schwerpunktmäßig mit dem Funktionalen Grammatikunterricht. Das vierte und letzte Kapitel beschreibt zunächst die Verankerung des Themengebietes im Bildungsplan. Anschließend daran formuliere ich Ideen für die Umsetzung der Satzgliedanalyse im Grammatikunterricht. Dabei stelle ich vor, wie ich das Thema im Unterricht angehen und umsetzen würde.
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2. Sachanalyse zum Thema Satzglieder
2.1 Terminusdefinition „Syntax“
„Der Terminus Syntax kommt von altgriech. syntaxis und heißt ursprünglich so viel wie ‚Zusammenstellung’ oder ‚Anordnung’.“ (Linke/Nussbaumer/Portmann, 2004 S. 84)
Die Syntax untersucht traditionellerweise die geschriebene Sprache. Sie beschäftigt sich mit der Struktur von Sätzen, wobei der Satz die oberste Untersuchungseinheit ist. Der Satz wird in den verschiedenen Grammatiken unterschiedlich definiert. Definition aus:
a. Deutsche Syntax (Pittner/Berman, 2008 S. 96)
Der Satz ist die größte Einheit in der syntaktischen Beschreibung. Es gibt einfache Sätze und komplexe Sätze. Ein komplexer Satz besteht aus mehreren Teilsätzen und kann unterschiedlich aufgebaut sein. Die Teilsätze können nebengeordnet oder einer dem anderen untergeordnet werden. Einfache Sätze dagegen kann man nicht zerlegen. b. Studienbuch Linguistik (Linke/ Nussbaumer/ Portmann, 2004 S. 85) Will man eine Gruppe von Wörtern zu einer wohlgeformten Wortgruppe oder einem Satz zusammenstellen, braucht es dazu „syntaktische Wörter mit spezifischen Eigenschaften“ (ebd. S. 85). Außerdem muss eine bestimmte Ordnung eingehalten werden und ein bestimmtes Minimum von Wörtern gegeben sein. „Man unterscheidet traditionell zwischen einfachen und komplexen Sätzen“ (ebd. S. 85), wobei die komplexen Sätze aus mehreren Teilsätzen bestehen können. c. Duden (Wermke Hrsg., 2006 S. 773-774)
„Ein Satz ist eine Einheit, die aus einem finiten Verb und allen vom Verb verlangten Satzgliedern besteht.“ (ebd. S. 773) Es handelt sich um eine abgeschlossene Einheit, die nach den Regeln der Syntax gebildet wird.
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Gleichzeitig ist es die größte Einheit, die man mit diesen Regeln erzeugen kann.
d. Germanistische Sprachwissenschaft (Ernst, 2004 S. 123-124) Der Satz besteht aus kleineren Einheiten, die über das Wort hinausgehen. Diese Einheiten heißen in der Traditionellen Grammatik Satzglieder, in der Valenzgrammatik Aktanten und Angaben und in der Generativen Grammatik Phrasen. Die ersten beiden Definitionen, von Pittner/Berman und
Linke/Nußbaumer/Portmann zur Syntax beschreiben diese als Einheit und teilen sie wiederum in einfache und komplexe Sätze. Linke/Nußbaumer/Portmann setzen voraus, dass zur Syntaxbildung „syntaktische Wörter mit spezifischen Eigenschaften“(ebd. S. 85) benötigt werden. Der Duden wird in seiner Definition sehr viel konkreter, indem er das finite Verb und die von diesem verlangten Satzglieder als Hauptbestandteil des Satzes benennt. Eine Unterteilung in einfache und komplexe Sätze gibt es im Duden aber nicht. Ernst beschreibt eher das Gegenteil des Dudens, er bezeichnet sie als kleinere Einheiten, die über das Wort hinausgehen und er geht zuerst auf die Benennung der Einheiten in den verschiedenen Grammatiken ein. Die wohl exakteste Definition liegt bei Linke/Nußbaumer/Portmann vor, da sie die meisten Informationen enthält, die für die Bildung eines Satzes notwendig sind. Sie enthält die Informationen, dass ein Minimum von syntaktischen Wörtern mit spezifischen Eigenschaften benötigt werden, man zwischen einfachen und komplexeren Sätzen unterscheidet und die komplexen Sätze aus mehreren Teilsätzen bestehen können. Deshalb ist für mich die Definition aus dem Studienbuch Linguistik die Bessere der vorgestellten Definitionen, da durch den höheren Informationsgehalt die Syntax genauer beschrieben wird, als in den anderen Quellen.
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2.2 Definitionen der verschiedenen Grammatiken
Wie die Definition des Satzes, so variiert auch der Umgang mit dem Satz von Grammatik zu Grammatik. Im Folgenden werde ich einige Beispiele hierfür aufzeigen und mich im weiteren Verlauf der Analyse weitgehend auf die traditionelle Grammatik stützen. a. Dependenzgrammatik: (Valenzgrammatik)
Valenz nennt man die Fähigkeit von Wörtern, aufgrund ihrer Semantik Beziehungen zu anderen Wörtern herzustellen. Der Begriff Valenz (Wertigkeit) entspringt den Vorstellungen der Chemie: Atome besitzen die Fähigkeit, andere Atome an sich zu binden. Die zentrale Konstituente ist das Verb, denn es steuert die anderen Konstituenten. Weitere Konstituenten sind die Aktanten und die Umstandsangaben. Aktanten (Ergänzungen) sind vom Verb semantisch verlangte, am verbalen Vorgang beteiligte „Mitspieler“ - Substantive oder deren Vertreter (Pronomina). Umstandsangaben sind freie Angaben, die nicht vom Verb gesteuert werden - Adverbien oder adverbiale Ausdrücke. b. Phrasenstrukturgrammatik: (Konstituentenstrukturgrammatik) Der gesamte Satz wird als höchstes Element einer hierarchischsyntaktischen Struktur betrachtet. Er wird in Konstituenten zerlegt und diese dann noch in ihre Unterkonstituenten. Die Einheiten auf jeder Teilungsstufe sind jeweils die unmittelbaren Konstituenten der nächsthöheren Stufe. Ein einzelnes Element kann mehrere Male vertreten sein. Die Grammatik enthält drei wichtige Formationsregeln. Ein Satz besteht aus einer Nominal- und einer Verbalphrase. Eine Nominalphrase besteht aus Artikel und Nomen. Eine Verbalphrase besteht aus Verb und Nominalphrase. c. Traditionelle Grammatik:
Nach dieser Grammatik sind die Einheiten der Sprache die Wortarten und Satzglieder. Die Satzglieder stellen eine Art Zwischenebene zwischen Wörtern und Sätzen dar - Sätze bestehen nicht aus Wörtern, da diese
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nicht im Satz beliebig verschoben werden können. Sätze bestehen nämlich aus größeren Einheiten, die in der Traditionellen Grammatik als Satzglieder bezeichnet werden.
2.3 Satzgliedanalyse - Was ist das?
Es stellte sich nun die Frage, was Satzglieder sind und welche Funktionen sie haben. Auf diese Frage gibt es nicht nur eine richtige Antwort, da man hier auch wieder verschiedene Positionen findet. In meiner Sachanalyse betrachte ich zwei Werke:
¾ Pittner und Berman „Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch“
¾ Renate Musan „Satzgliedanalyse“.
Beide Werke sind sehr aktuell (2008) und deshalb meine erste Wahl.
2.3.1 Satzgliedanalyse nach Pittner und Berman
Nach Pittner und Berman können Satzglieder in vier Funktionen auftreten:
¾ Subjekt
¾ Objekt
¾ Adverbial
¾ Prädikativ
Sie nehmen diese Funktion in Bezug auf das Voll- oder Kopulaverb eines Satzes ein. „Begriffe wie Subjekt, Objekt, Adverbial usw. sind also relationale Begriffe, eine Nominalphrase ist nicht für sich alleine Subjekt oder Objekt, sondern immer in Bezug auf ein bestimmtes Verb.“ (Pittner/Berman, 2008 S. 35) Satzglieder lassen sich durch Tests ermitteln:
¾ Pronominalisierungstest
¾ Fragetest
Man kann das Satzglied erfragen. (z.B. mit wer? oder was? beim Subjekt)
¾ Permutationstest
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Arbeit zitieren:
Matthias Quinzer, 2009, Satzgliedanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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