Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Gründe für die Popularität von iFuS ................................................................................................................. 3 Abbildung 2: Begriffe für bilingualen Unterricht (Quelle: Eurydice, 2006) .......................................................................... 5 Abbildung 3: Bundesweite Verteilung von Schulen mit iFuS-Umsetzung als bilinguale Züge (Quelle: Basiskarte
Deutschland © 2010 Wikimedia, Karte ergänzt und modifiziert durch Verfasser) ............................................................ 8 Abbildung 4: Grafische Gegenüberstellung von Regionen mit iFuS-Angeboten und Anteil der Personen mit
Migrationshintergrund ................................................................................................................................................................. 9 Abbildung 5: Mögliche Herangehensweise zur multiperspektivischen Betrachtungsweise des Mauerfalls ................... 12
Abbildung 6: BICS & CALP Modell nach Cummins 1986 .................................................................................................. 13 Abbildung 7: Auszug aus Diercke Geography For Bilingual Classes .................................................................................. 14 Abbildung 8: BICS & CALPS-Modell aus WILDHAGE & OTTEN (2003). Die farbliche Kennzeichnung
wurde nachträglich vom Verfasser zum besseren Verständnis ergänzt. ............................................................................. 15 Abbildung 9: Vom Verfasser überarbeitetes Modell von Cummins, Rückansicht ............................................................ 16 Abbildung 10: Vom Verfasser überarbeitetes BICS & CALP-Modell, Frontalansicht ..................................................... 17 Abbildung 11: Vom Verfasser überarbeitetes BICS & CALP-Modell, schräge Frontalansicht ....................................... 18 Abbildung 12: Erweiterung des Modells von CUMMINS (1986) zu BICS & CALP um eine dritte Dimension
als Vorschlag des Verfassers ..................................................................................................................................................... 20 Abbildung 13: Versuch der digitalen Umsetzung der Konzeptskizze zur Integration einer dritten
Methodikebene mit der Software Google SketchUp 7.1 .......................................................................................................21 Abbildung 14: Gedankenskizze des Verfassers zur Erweiterung des BICS&CALP Modells .......................................... 23 Abbildung 15: qualitätssichernder Merkmale eines guten Fachbuches im bilingualen Bereich ...................................... 28
Tabelle 1: Bundesweite Verteilung unterschiedlicher bilingualer Konzeptionen (Quelle: KMK, 2006) .......................... 7 Tabelle 2: Verteilung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund auf die einzelnen Bundesländer
(Quelle: © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2010, Layout modifiziert vom Verfasser) ............................................ 10
Tabelle 3: Preisübersicht bei Schulbuchvergleich ................................................................................................................... 25 Tabelle 4: Ergebnis des semiquantitativen Lehrmittelvergleichs .......................................................................................... 27
iv
Inhalt
1. EINLEITUNG 1
2. HISTORISCHER RÜCKBLICK 1
3. BEGRIFFSBESTIMMUNG 4
3.1 UNTERSCHIEDLICHE BILINGUALE KONZEPTIONEN 6
3.2 BUNDESWEITE VERTEILUNG BILINGUALER KONZEPTIONEN 7
4. ZIELE DES INTEGRIERTEN FREMDSPRACHE-N UND SACHFACHUNTERRICHTS 11
5. SECHS THESEN ZUR PRAKTISCHEN ANWENDUNG VON IFUS 12
6. WEITERFÜHRENDE ÜBERLEGUNGEN ZUR METHODISCHEN STUNDENPLANUNG, BASIEREND AUF
DEM BICS CALP-MODELL VON CUMMINS (1986) 15
6.1 WAS DAS BICS CALP-MODELL WIRKLICH LEISTET 16
6.2 WARUM HAT DER IFUS NOCH KEINE EIGENSTÄNDIGE DIDAKTIK? 18
6.3 ZUR DREIDIMENSIONALITÄT VON DIDAKTISCHEN MODELLEN - EINE ZUKUNFTSVISION? 22
7. LEHRMITTELANALYSE 23
7.1 HERANGEHENSWEISE 24
7.2 METHODIK 25
7.3 SCHWIERIGKEITEN 25
7.4 ABLEITUNGEN AUS DER VERGLEICHSSTUDIE 26
7.5 LITERATUREMPFEHLUNG FÜR DEN IMMERSIONSUNTERRICHT GEOGRAPHIE AUF ENGLISCH AN GYMNASIEN 32
8. FAZIT 33
LITERATUR (INTERKULTURELLE PÄDAGOGIK IFUS) 35
ANHANG vi
1. BEISPIEL EINES FÄCHERÜBERGREIFENDEN LERNPROJEKTS VOR DEM HINTERGRUND
INTERKULTURELLER PÄDAGOGIK vi
LARGE SCALE DESASTERS - EIN PROJEKTVORSCHLAG UND DESSEN THEMENFINDUNG vi
1.1
KONKRETE LERNZIELE MIT ORIENTIERUNG AM RAHMENPLAN vii
1.2
GROBSTRUKTURIERTER ABLAUF ix
1.3
2. LITERATUREMPFEHLUNG DER BILDUNGSDIREKTION KANTON ZÜRICH FÜR DEN
IMMERSIONSUNTERRICHT IN GEOGRAPHIE AUF ENGLISCH AN GYMNASIEN (STAN:D 20.08.2008) x
3. NACHSCHLAGEWERKE FÜR DEN IMMERSIONSUNTERRICHT IN GEOGRAPHIE AUF ENGLISCH AN
GYMNASIEN xv
v
Nicht erst seit dem Beginn internationaler Vergleichsstudien zum Schulleistungsstand im Jahr 2000 stellen sich Politiker und Bildungswissenschaftler die Frage, wie Schüler für eine erfolgreiche Zukunft in einer globalisierten Welt noch besser vorbereitet werden können. Virtuelle Selbstpräsentation im Internet auf Berufs- oder Sozialplattformen wie Xing oder Facebook hat längst nichts mehr mit einfachem „social networking“ zu tun, sondern trägt genau wie Billigfluggesellschaften zu einem rasant ansteigenden Globalvernetzungsgrad bei und somit auch zu einer veränderten Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt. Schnelle technologische Weiterentwicklung gepaart mit wirtschaftspolitischen Kooperationen, haben auf diese Weise einen internationalen Stellenmarkt einerseits, aber auch den ungebremsten Zusammenprall verschiedener Kulturen andererseits begünstigt. Der Ausbau von Curricula zur interkulturellen Pädagogik oder die Idee Sachfach- und Fremdsprachenunterricht in Form von bilingualem Unterricht zu koppeln und die daraus entstehenden positiven Synergieeffekte zu nutzen, erfreut sich seither nicht nur immer größerer Beliebtheit, sondern stellt den entscheidenden Schritt in Hinblick auf ein friedliches Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft dar.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen in diesem Zusammenhang relevante Methoden, eine Untersuchung zu möglichen Vor- und Nachteilen von iFuS-Konzepten gefolgt von einer Lehrmittelanalyse diskutiert werden.
Ausgehend von dem 1963 geschlossenen binnenmarktorientierten Élysée-Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich, ergaben sich verschiedene Städte-und Schulpatenschaften, so dass zwar bereits vor über 30 Jahren zweisprachiger Unterricht in Deutschland zustande kam, dieser sich jedoch zwischen den Jahren 1969 und 1973 auf nur 24 Gymnasien reduzierte, wovon 17 mit Französisch und nur 7 mit Englisch als Partnersprache eingerichtet wurden. Mit der Auflösung des Ostblocks, dem damit verbundenen Ende des Kalten Krieges und der deutschen Wiedervereinigung, wurden einerseits politische, ideologische und administrative Grenzen, und andererseits wirtschaftliche Interessengemeinschaften neu geordnet.
1
Ausgehend von der 1957 gegründeten Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und ihren sechs Gründerstaaten Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande, wurde 1992 mit dem Vertrag von Maastricht die Europäische Union (EU), die heute 27 Mitgliedstaaten umfasst, ins Leben gerufen (WESSELS, 2007). Nach 65 Jahren friedlicher innereuropäischer Koexistenz auf Grundlage eben solcher wirtschaftlichen Vernetzungskooperationen zeigt sich, dass die wahre Stärke der EU nicht allein in der Größe des Europäischen Binnenmarktes oder der Eurozone zu suchen ist, sondern vor allem in einem gegenseitigen grenzübergreifenden Integrations- und Annährungsversuch, der sich auch in dem EU-eigenen Wahlspruch „In Vielfalt geeint“ widerspiegelt. Die Grundvoraussetzungen für die Notwendigkeit einer interkulturellen Pädagogik wurden so gelegt und von der ständigen Vertretung der Kultusministerkonferenz durch diverse Beschlüsse wie beispielsweise „Europa im Unterricht“ (1990) oder durch EFRE 1 -finanzierte Europäische Bildungsprojekte (Bsp. EdGate 2 ) methodisch gestützt. Außerdem wurden ausbildungsrelevante EU-Vernetzungsprogramme wie ERASMUS, Europass oder Free Mover Stipendien des DAAD im Hochschulbereich initiiert, um so im Rahmen des Bologna-Prozesses, einen einheitlichen europäischen Hochschulraum bis zum Jahr 2010 zu schaffen.
Mehrsprachigkeit wurde und wird so zur grundlegenden Kompetenz und berufssichernden Schlüsselqualifikation in Europa und besonders für Deutschland mit seinen 9 Anrainerstaaten als weltweit zweitgrößte Exportnation. Das sieht man bereits in einem ersten Bericht der Ständigen Konferenz der Kultusminister aus dem Jahr 1999 (KMK, 1999). Hier waren es bereits 366 Schulen, die sich in den Statistiken für bilingualen Unterricht wiederfanden. Laut Kultusministerkonferenz 2006 steigerte sich diese Zahl bis zum Jahr 2006 noch einmal um 231% auf 847 bilingual unterrichtende Schulen deutschlandweit und die Tendenz ist weiterhin steigend. Die deutsche Schullandschaft reagiert somit auf die Arbeitsmarkterweiterung. Durch diese Form der innereuropäischen „Globalisierung“ ist unsere Welt multikultureller, multinationaler aber vor allem auch multilingualer geworden und das ist auch dem öffentlichen Bewusstsein nicht entgangen. Wie kam man jedoch darauf, dass gerade der bilinguale Unterricht einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Fremdsprachenkompetenz leisten könne? Im Bericht der Kultusministerkonferenz 2006 (KMK, 2006) wird dies so erklärt, dass zwischen 1980 und 1995 von Fremdsprachendidaktikern erkannt wurde, dass besonders die Dauer, der ein Lernender einer fremden Sprache ausgesetzt sei und die realitätsbezogene Exposition im Wesentlichen zu größeren Erfolgszielen verhalfen.
1 EFRE - Europäischer Fond für Regionale Entwicklung
2 EdGATE : Programm zur Intensivierung von Beziehungen zwischen der regionalen Wirtschaft und dem Bildungswesen. Das Projekt wurde am
06. Dezember 2004 offiziell gestartet. Es endete im Jahr 2007.
2
Unklar b bleibt dem V Verfasser da abei, warum m trotz diese er Erkenntni is nicht gen nau wie in S chweden auf die Synchronisa ation englisc cher Spielfil lme im Fer nsehen verz zichtet wurd de. Nichtsd estotrotz wurde d dieser sich in n den 90er J Jahren in de eutschen Sc chulen ausbr reitende Pro ozess-orienti ierte Ansatz, seit tdem durch Integration von Fremd dsprache und d Sachfachu nterricht rea alisiert. Es wurd de nun besp rochen, wel lche Faktore en in der Ve ergangenheit t zur Heraus sbildung des s bilingualen Un nterrichts be eigetragen h haben. Im F Folgenden w werden Beg grifflichkeiten en und vers chiedene Konzep ptionen erläu utert.
Interpre etationen die eses Konzep pts sind leid der jedoch s elbst innerh halb Deutsch hlands nicht t einheitlich, wa s nicht zule tzt dem Fö deralismus i in der bund desdeutschen n Bildungsp politik und v vor allem einer feh hlenden allg gemeingültig gen Didakti ik zuzuschre eiben ist. Sc chlussendlich h führt dies s zusammen mit t weiteren K Konzepten a aus anderen Ländern zu Verwirrung gen in Bezug g auf eine ei indeutige Begriffli ichkeit (sieh he Abbildun ng 2). In D Deutschland wurde und d wird bishe er von „bili ingualem Sachfach hunterricht“ “ geredet, w was aufgrund d der Schw wammigkeit des Begriffs fs, leicht zu falschen Schlussf folgerungen führen kan nn. Um gen nau diesem Missstand v vorzubeugen n, wird auf europäischer Eb bene mit de em Begriff „ „CLIL“ für: : Content and d Language In ntegrated Lear rning gearbe itet, welcher auc ch gleich d as Konzept t mit bezeic chnet. In fr ranzösischsp prachigen Lä Ländern spri icht man seinersei its von „ÉM MILE“ was f für: Enseigne ement d’une M Matière par l’I Integration d’u une Language Etrangère steht. N Nach Angabe en von EUR RYDICE 200 06 gibt es je doch auch i in Deutschl land Versuc che, den englisch hen Begriff CLIL ins D Deutsche zu übertragen (zum Beisp piel Integriert tes Fremdspra achen- und Sachfachl lernen, kurz i FuS), woran n sich auch d der Verfasse er orientiert hat. Offensic chtlich ist, dass sich n nach langjäh hriger Entw wicklung ver rschiedener Konzeption nen zum iFuS lan ngsam ein ei inheitlicher N Name abzu uzeichnen be eginnt, der e es nicht nur erlaubt, den n Ansatz zu betra achten, sond dern vielleich ht auch bald d eine einheit tliche Didak ktik zu entwi wickeln.
Arbeit zitieren:
Thomas Thieke, 2010, Integriertes Fremdsprachen- und Sachfachlernen, München, GRIN Verlag GmbH
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