Gliederung
1 DEFINITION UND KLASSIFIKATION 3
1.1 DEFINITION 3
1.2 KÖRPERFETTANTEIL. 3
1.3 FETTVERTEILUNGSMUSTER 3
2 EPIDEMIOLOGIE UND VERLAUF 4
2.1 PRÄVALENZ, PERSISTENZ UND PROGNOSTISCHE FAKTOREN 4
2.2 KONSEQUENZEN. 4
3 BEDINGUNGSFAKTOREN 5
3.1 GENETISCHE FAKTOREN. 5
3.2 PSYCHOLOGISCHE UND PSYCHOSOZIALE EINFLUSSFAKTOREN 6
3.3 ENERGIEBILANZ 6
3.4 ENERGIEZUFUHR 6
3.4.1 Energieabgabe 7
4 INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN. 7
4.1 ERNÄHRUNGSMANAGEMENT. 7
4.2 SPORT. 8
4.3 VERHALTENSTHERAPEUTISCHE VERFAHREN 9
4.4 MEDIKAMENTÖSE THERAPIE. 9
4.5 OPERATIVE METHODEN 9
4.6 LANGZEIT-OUTCOME 10
5 LITERATURVERZEICHNIS 11
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1 DefinitionundKlassifikation
1.1 Definition
Oft werden Übergewicht und Adipositas in einem Satz genannt. Die Bezeichnung Übergewicht beziehtsichdabeiaufdieKörpermasse,dieimVergleichzurAltersHundGeschlechtsnormerhöhtist. DieKörpermassesetztsichdabeiausmehrerenKomponentenzusammen:NebenFettspielenauch die Zellmasse (z.B. Muskeln) und extrazelluläres Gewebe (z.B. Blutplasma) eine wichtige Rolle. Ein trainierter Leistungssportler, dessen Körpermasse aufgrund eines hohen Muskelaufbaus überdurchschnittlichist,würdewohlnichtalsübergewichtigbezeichnetwerden.Dennassoziiertmit dem Begriff Übergewicht wird allein ein Übermaß an Körperfett. Zur Klassifikation übergewichtiger MenschenbessergeeignetistdaherfolgendeDefinition:Adipositasliegtdannvor,wennderAnteil vonKörperfettrelativiertanderGesamtkörpermassezuhochist.
1.2 Körperfettanteil
Um die Diagnose Adipositas zu stellen, ist es also nötig den Körperfettanteil eines Menschen zu bestimmen.Eine vollständige und direkte Messung ist nach bisherigem Wissenstand jedoch nicht möglich. Das Ausmaß des Körperfettanteils lässt sich allerdings über verschiedenste Methoden schätzen(z.B.dasUnterwasserwiegen).Leidersind dieseMethodenmeistsehrteueroderimmens aufwändig. Eine sehr einfache, kostenH und zeitsparende Möglichkeit bietet die Bestimmung des BMI 1 ,welchersichalsvalidesMaßzurSchätzungderKörperfettmassebeiErwachsenenundKindern eignet. Soberichten Laessley et al. (2001) über Korrelationskoeffizienten des BMI mit der Körperfettmasse in Höhe von .6 bis .8. Im nächsten Schrittlässt sich der BodyHMassHIndex eines Patienten mit Hilfe geeigneter Normtabellen über entsprechende Häufigkeitsverteilungen in unterschiedlichen AltersH und Geschlechtsgruppen (z.B. Hebebrand et al. 1994),schnell und zuverlässigklassifizieren(vgl.Tab.1)
1.3 Fettverteilungsmuster
Neben der Messung des Körperfettanteils ist es außerdem sinnvoll, das Fettverteilungsmuster des Patientenzubestimmen.DenndieseshateinennichtunbeträchtlichenEinflussaufdenVerlaufder Erkrankung.
Zu unterscheiden sind zum einen das gluteoHfemorale(=hüftbetonte, gynoide) Fettverteilungsmuster,welchesgehäuftbeiübergewichtigenFrauenauffindbaristundbeiwelchem kein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht. Das abdominale (=stammbetonte, androide) Fettverteilungsmuster ist dagegen typisch für adipöse Männern und erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich. Geschätzt wirddas Fettverteilungsmuster durch das „WaistHtoHHipH Ratio“ 2 (vgl.Tab.2).
1 BodyHMassHIndex(BMI):Körpergewicht[kg]:Körperlänge[m²]
2 WaistHtoHHipHRatio(WHR):QuotientausTaillenumfang,gemessenzwischenRippenbogenundBeckenkamm, undHüftumfang,gemesseninHöhedesTrochantermajor.DieMessungwirdvorgenommen,währendder Patientsteht.
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2 EpidemiologieundVerlauf
2.1 Prävalenz,PersistenzundprognostischeFaktoren
Der Ernährungsbericht 2008(DGE, 2009) stellte heraus, dass derzeit Deutsche aller Altersgruppen (14-80Jahre),davon68%derMännerund50%derFrauen,alsübergewichtiggelten.Bereits15% der Kinder und Jugendlichen wurden als übergewichtig, 6% von ihnen als adipös eingestuft. Dabei steigtdieTendenzfürdieErkrankungweiterhinan.BeijungenMännernab18Jahrenklettertedie Prävalenz von 4,3 % (1992) auf 5,7 % (2001). Generell fand man in Industieländern und mit zunehmendem Alter der Betroffenen einen Anstieg des BMI. Die Prävalenz nimmt jedoch mit zunehmendensoziokulturellenStatusab.
Die Persistenz von Übergewicht ist mit50 % ebenfalls sehr hoch. Prognostisch ungünstige Faktoren für die spätere Diagnose einer Adipositas stellen neben niedrigem Sozialstatus, das Vorliegen einer Adipositas bei Müttern bzw. vorhandenes Übergewicht der Eltern, sowie die frühe Manifestation einer Adipositas im Kindesalter und/oder die Fortdauer derselben bis nach der Pubertätdar.AuchextremesÜbergewichtderBetroffenenlässteinenegativePrognosezu. NebendiesenStatusbezogenenMerkmalenbietetauchdersogenannteAdiposityHreboundein prognostisch zuverlässiges Maß: Während der Gewichtsentwicklung in Kindheit und Jugend beschreibtderBMIeincharakteristischesBild.BiszumerstenLebensjahrsteigtdieserstarkan,um danachbiszum6.Lebensjahrkontinuierlichabzusinkenundanschließenderneutanzusteigen.Diese drittePhase,derWiederanstieg,beschreibtden‚rebound‘undbietetbeifrühemBeginn(vordem6. Lebensjahr = adiposity rebound) einen sicheren Anhaltspunkt für das erhöhte Risiko der Übergewichtigkeit in der Adoleszenz. Der Beginn des rebounds nach dem siebten Lebensjahr dagegenistmiteinemehergeringenAdipositasrisikoassoziiert(Lehrke,2002).
2.2 Konsequenzen
Das Vorliegen einer Adipositas steigert das Risiko für die Entwicklung diverser medizinischer Begleiterkrankungendeutlich.DasLeidenstelltdamiteinenichtzuunterschätzendeKostenbelastung der Krankenkassen dar. Die arterielle Hypertonie ist dabei eine der häufigsten Folgeerkrankungen von Übergewichtigkeit. Eine kontinuierliche Beziehung zwischen BMI und Hypertonie wurde nach Leasley (2002) in mehreren Studien gefunden. Allein durch Gewichtsreduktion kann hier nachweislicheineprognoserelevanteBlutdurcksenkungerreichtwerden.EntscheidendfürdasRisiko
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Arbeit zitieren:
Sara Parpart, 2009, Adipositas, München, GRIN Verlag GmbH
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