Sommersemester 2005
M7 : Historische Hilfswissenschaften
Schreiber René Patrik
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Film und Politik 4
Die deutschen Staaten und das Thema Holocaust 6
Weitere Filme 7
Literatur und Internetquellen 7
2
Sommersemester 2005 M7: Historische Hilfswissenschaften
Schreiber René Patrik
Vorwort
Ein halbes Jahrhundert haben sich Filme mit dem Holocaust und dem Nationalsozialismus auf komplizierte und oft widersprüchliche Weise befasst. Sie pendelten zwischen Empörung und Gleichgültigkeit, Mitgefühl und Unwissenheit den Wunsch zu verstehen und dem Wunsch zu Vergessen. Obwohl die Ereignisse weit von Amerika entfernt waren, formte der amerikanische als Medium unser Verständnis und unser Bild für das Geschehene. 1
Das Medium Film versucht die größte Echtheit und Wahrheit dem Betrachter zu bieten. Es versucht echte Menschen zu zeigen. Wir, die Zuschauer unterstellen dem Film eine gewisse Authenzität, jedoch manipuliert und verzerrt er die Realität. Wenn einen Film gedreht wird hat man es mit realen Dingen zu tun, es sei denn man dreht einen abstrakten Film. Der Holocaust stellt den Filmmacher vor das Problem mit Bennbaren etwas auszudrücken, das völlig außerhalb jeder menschlichen Vorstellung ist.
Denn der Holocaust ist sicherlich am Schwierigsten zu verfilmen, Hollywood hat, laut Spielberg und anderer Filmemacher, zu wenig Filme gedreht. Sie meinen, dass „nur die Überlebenden der Lager jene Zeit verstehen können. Ein Film kann dem Holocaust nicht gerecht werden, man kann das nicht nachstellen, nicht so dass die Überlebenden sagen: Ja so war es. Kein Film kann die Schrecken zeigen, aber bedeutet dies dass jemand dies nicht zeigen darf?“ 2
1 Film: „Hollywood und Holocaust“, Intro, ORF 2004.
2 Film: „Hollywood und Holocaust“, Aussage von Spielberg, ORF 2004.
3
Sommersemester 2005 M7: Historische Hilfswissenschaften
Schreiber René Patrik
Film und Politik 3
Zehn Prozent der ganzen Auslandseinnahmen wurden in Deutschland gemacht. Die Filmindustrie war darauf angewiesen, Deutschland nicht als Markt zu verlieren. Als Hitler an die Macht kam wurde das Regime mit Samthandschuhen angefasst. Sogar die Wochenschauen wurden kritiklos dem amerikanischen Volk gezeigt, ohne das irgendwie auf Propaganda hingewiesen wurde. Viele der Wochenschauen sprachen von Studentenstreichen und Amerika übernahm diese Ansicht gewissenlos. Es wurden die Aufmärsche der SA gezeigt, der aufkommende Nationalismus wurde erkannte, aber keiner ahnte den im Hintergrund aufkommenden Rassismus. Hollywood war beeindruckt aber nicht von der Propaganda eingenommen worden. Als die Nazis von den großen Studios die Entlassung aller Jüdischen Angestellten forderten, gaben diese sofort nach um Deutschland nicht zu verärgern. Jedoch waren ihre Bosse selbst ausgewanderte Juden aus Osteuropa. Die Studiobosse wollten nicht als Juden, sondern als Amerikaner gesehen werden. Es sollte kein Zweifel darüber aufkommen das ihre Treue noch irgendetwas jemand anderen gelten könne als Amerika.
Das Regelwerk Hollywoods schränkte die Darstellung politischer Inhalte ein und schob der Industrie einen Riegel vor, so konnten sich die Produktionsfirmen nicht mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen.
Vorschriftnummer 10 Artikel 2 (National Feelings 4 ) :
Institutionen und prominente Personen aller Nationen werden fair dargestellt. Dies galt auch für Adolf Hitler und NS-Deutschland.
Nachdem 9.November 1938 als in ganz Deutschland Synagogen brennen und jüdische Geschäfte geplündert wurden, wächst die Erkenntnis in Amerika, dass in Deutschland etwas Schreckliches passierte.
3 Doneson, Judith, The Holocaust in American Film, New York 2002.
Korte, Helmuth, Einführung in die systematische Filmanalyse, Berlin 1999.
Film: „Hollywood und Holocaust“, 2004.
http://www.zeitgeschichte-online.de/portal/alias__rainbow/lang__de/tabID__40208187/DesktopDefault.aspx
(18.04.2005)
http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2001/thiele/thiele.pdf (18.04.2005)
www.arte-tv.com/de/geschichte-gesellschaft/Holocaust.htm (18.04.2005)
4 Film: „Holocaust und Hollywood“, ORF 2004.
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Arbeit zitieren:
Mag. phil. René Schreiber, 2005, Hollywood und der Holocaust, München, GRIN Verlag GmbH
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