Multimedia Software to simulate and practice safety behavioural
patterns at work to improve the employability
• Safety at Work • Stress • lifting and carrying loads • older employees • Gender Mainstreaming
Summary
There are two ways to improve the employability. The fi rst
is on the individual and the second is on the organizational level. It makes sense to simultaneously work on both levels and to use an integrated concept. Thus, it is possible to derive sustainable and effective measures.
Above all, measures on the individual level require support
• Proper stress prevention
from the whole organization because it is very diffi cult to
• Lifting and carrying loads
change personal behaviour.
Therefore, it is necessary to create innovative and appealing
methods to convince the employees, that improving their own employability is worthwhile and feasible.
Nevertheless, an individual can achieve more: they can not
only change their own behaviour but also develop a new perspective on their work place. Often, there is only an undefi ned feeling that something with the work place is wrong. However, what exactly it is and how to change it is unclear. This is where the presented software comes in.
Especially in small and medium-sized enterprises, knowledge
and possibilities to create working conditions to promote health are missing. It was the aim to create an instrument to fi ll these gaps in knowledge and to highlight the resources
of the employees and the company. The instrument has the following functions:
• Health promotion
• Employee qualifi cation • Ability of individuals to detect and minimize defi cits, and
The employees have to utilize their own experiences to
improve their capacity to act. Hence, the instrument has to focus on simulation, practicing of behavioural patterns and e-learning. Practical relevance
Next to the goal of assisting small and medium-sized enterprises, another focal point was to improve the employabi-
lity of three employee segments, which have a particular relevance.
These groups are:
• older employees
• employees with an health impairment • and women in terms of gender mainstreaming.
316 Y. Ferreira, V. Bopp, R. Bruder (63) 2009/4 Z. ARB. WISS.
Die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit kann einerseits auf individueller und andererseits auf organisationaler Ebene angestrebt und
erzielt werden (vgl. beispielsweise Loß et al. in diesem Heft). Sinnvollerweise sollten beide Ebenen im Rahmen eines Gesamtkonzeptes eruiert und bearbeitet werden, um abgeleitete Maß-
nahmen wirkungsvoll und nachhaltig umsetzen zu können. • Anpassung der Arbeitsgestaltung, Für die Simulation und Einübung von Gerade Maßnahmen auf der individu-Verhaltensmustern im Bereich Stress ellen Ebene sind nur mit Unterstützung • Qualifi zierung der Beschäftigten und Heben und Tragen von Lasten des gesamten organisationalen Umwurde eine multimediale Software feldes auf Dauer wirkungsvoll, denn
die Veränderung von Verhalten ist ein schwieriges Unterfangen.
Es bedarf daher innovativer und
technische und anwendungsbezogeansprechender Methoden, um arbei-
tende Menschen zu überzeugen, dass die Verbesserung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit zu einem
nicht geringen Teil in ihren eigenen Händen liegt und es aus Eigeninteresse lohnenswert ist, sich dafür Anstren-Audiodateien), aber auch zeitunabgungen zu unterziehen. Aber nicht
nur das eigene Verhalten kann vom Individuum verändert werden, sondern auch der Blick auf die organisationalen Gegebenheiten, denn gerade die Einschätzung, ob die Arbeitsgestaltung am eigenen Arbeitsplatz geeignet ist, die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu steigern, fällt vielen Arbeitnehmern schwer. Ein häufi g undefi niertes Gefühl der Unzufriedenheit und der vagen Ahnung, dass etwas an dem eigenen Arbeitsplatz nicht software von besonderem Interesse. stimmt, steht einerseits dem Unwissen
gegenüber, wie es besser sein sollte, und andererseits der Unsicherheit, wie die eigenen Verbesserungsvorschläge durchzusetzen sind. Person anzupassen (indem unnötige
An diesem Punkt setzt das Projekt „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit“ an, das in diesem Beitrag vorgestellt wird und vom Europäischen Sozialfonds ESF und dem Land NRW gefördert wurde. 2
Besonders in klein- und mittelstän-
dischen Unternehmen (KMU) fehlen
Multimediale Simulation und Einübung von Verhaltensmustern im Arbeitsschutz 317 (63) 2009/4 Z. ARB. WISS.
oder unzureichender Motivation, unterschiedliches Nutzerverhalten, unterschiedliche Lerngeschwindigkeit und Zeitressourcen usw.
Bei der Verwendung rechnergestützter Simulationen können über ein Buch hinausgehende Möglichkeiten realisiert werden, welche die Einübung neuer Verhaltensmuster unterstützen, wie
• Animationen (beispielsweise ani-• Interaktionen (beispielsweise bei
• Videos (die konkrete Konfl ikt- und/
• Benutzung verschiedener Sinneska-Multimediale Simulationen bieten die Möglichkeit (z. B. auch im Gegensatz zu Seminarveranstaltungen), Ort und Zeit des Lernens selbst zu wählen, das Lerntempo selbst zu bestimmen und eine individuelle Erfolgskontrolle des Gelernten (z. B. durch eingebaute
Tests) durchzuführen. 4
4.1
In Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern fi ndet ein demografi scher Wandel statt. Im Vergleich zu jüngeren Personen hat der Anteil älterer sowie gesundheitlich beeinträchtigter Personen im Erwerbsalter zugenommen und wird im Verlauf der nächsten Jahrzehnte weiter zunehmen.
Verdeutlich wird die Notwendigkeit, sich mit dem Alter von Arbeitspersonen zu beschäftigen, mit einen Vergleich zwischen dem Altersaufbau für die Bundesrepublik Deutschland von
Ende 2005 und dem prognostizierten Altersaufbau Ende 2050 (Bild 1). Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts die durchschnittliche Lebenserwartung etwa 45 Jahre betrug, so lag sie
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Table 1: Tableau 1: besagt, dass nicht alle körperlichen
für ältere Mitarbeiter/-innen insbesondere auf folgendes zu achten:
• „Lernentwöhnte“ benötigen unabhängig vom Alter die Möglichkeit den Lernprozess zeitlich zu steuern
sich generell eine Leistungsabnahme im höheren Alter, wobei die Leistungsänderungen bis zum Alter von 65 Jahren aber oft nur gering sind. Typischerweise geht die abnehmende Leistung mit einer zunehmenden interindividuellen Variabilität einher (z.B. West, Murphy, Armilio, Craik & Stuss, 2002).
Die zunehmende Variabilität der Leistungsfähigkeit vor allem im höheren Alter ist unter anderem auf normale altersbedingte Veränderungen aber auch auf das zunehmende Risiko krankhafter Veränderungen zurückzuführen.
Die bekanntesten Altersveränderunoffener aufgenommen (aufgabengen sensorischer Leistungen sind die
Alterssichtigkeit (Presbyopie) sowie die Altersschwerhörigkeit. Kognitiven Veränderungen betreffen u. a. das Arbeitsgedächtnis. Eine zentrale Rolle spielt die kognitive Verlangsamung, die sich bei praktisch allen Aufgaben zeigt, bei denen das Leistungsmaß
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Arbeit zitieren:
Yvonne Ferreira, Verena Bopp, Ralph Bruder, 2009, Multimediale Simulation und Einübung von Verhaltensmustern im Arbeitsschutz zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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