Work - Psyche - Back pain: Influencing factors on the employability
and occupational strategies for prevention
• Employability • psycho-social stressors • work-related risk factors • back pain • heath promotion
Summary
• compensation for work situations which are emotionally straining (e.g. working on or receiving extra breaks). In view of the demographic change in the work force, there is an increasing focus on the question of how the employability Management strategies to promote the work climate are, for of an ageing population can be maintained and promoted. example,
Against this background, the article deals with the number
one health problem - back pain - and its work-related psychosocial risk factors. A literature search was conducted for this purpose in various databases in the fi elds of medicine, psychology and social sciences (MEDLINE, PSYNDEX, PsycINFO), in order to detect risk factors and deduce strategies for promoting employability.
The literature research shows that work-related, psycho-social
risk factors have a huge stand-alone infl uence on the genesis and chronifi cation of unspecifi c back pain. A high work pace, poor job control, monotonous work tasks, gratifi cation crises, lack of feedback, defi cient social support from co-workers and superiors, social confl icts at the workplace and a resulting dissatisfaction with the working environment are empirically
Practical Relevance verifi ed risk factors for back pain. In the past, these factors have not been taken into consideration suffi ciently. In order
to effectively reduce back pain, it is necessary to adopt a bio-psycho-social concept which takes into account the multicausality of such diseases. It has meanwhile been empirically verifi ed that holistic interventions in an industrial setting pay off - with respect to both health and fi nances.
Studies show that back pain can be reduced by up to 40%,
if these psycho-social risk factors at the workplace could be avoided. Therefore prevention efforts should include psychosocial risk factors more than they used to have.
Reducing work-related stressors and building up health-pro-
moting resources are important fi elds of actions in an industrial setting in order to prevent back pain and to maintain and promote employability. A central role is played particularly by work organization measures and strategies to promote the work climate.
Work organization measures in this note are, for example,
• autonomy and control at work,
• variable and interesting workplaces; measures to counter monotony at work can be: job enlargement, job enrichment und partially autonomous teamwork, • preventing enduring time pressure, • social support at work,
• transparency concerning the work and the company,
332 P. Stadler, E. Spieß (63) 2009/4 Z. ARB. WISS.
Unter dem Begriff „Beschäftigungsfähigkeit“ lassen sich alle Maßnahmen zusammenfassen, die auf eine dauerhafte Teilnahme am Arbeitsleben zu zielen. Angesichts des rasanten technologischen und demografi schen Wandels werden Erhalt und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit immer wichtiger für Erwerbspersonen und Unternehmen. Erfolgreiche Strategien der Beschäftigungsfähigkeit bedeuten für den Einzelnen Gesundheit, Wohlbefinden sowie eine Hebung individueller Lebens- und Erwerbschancen und für Betriebe eine unternehmerische Ressource und einen Wettbewerbsvorteil, denn qualifi zierte, gesunde und motivierte Mitarbeiter sind die zentrale Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Aber auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist die Beschäftigungsfähigkeit der Erwerbstätigen unabdingbar für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die Entlastung der Sozialkassen.
Angesichts des demographischen
Wandels in der Erwerbsbevölkerung stellt sich indes mit zunehmender Dringlichkeit die Frage, wie verhindert werden kann, dass immer mehr Beschäftigte aus dem Erwerbsleben Risikofaktoren verweist. Waddell vorzeitig ausscheiden, zumal das
gesetzliche Rentenalter sukzessive auf 67 Jahre heraufgesetzt wird. In einer repräsentativen Befragung (DGB-Index 2008) gab ca. ein Drittel der über 6.000 interviewten Beschäftigten an, dass sie es - angesichts ihrer Arbeitsbedingungen und ihres gegenwärtigen Gesundheitszustandes - für unwahrscheinlich halten, in ihrer Tätigkeit bis zur Rente durchhalten zu können. Damit rückt zunehmend die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit einer älter werdenden Population ins Zentrum der öffentlichen Diskussion. Vor diesem Hintergrund befasst sich
der Beitrag mit der Volkskrankheit Nummer 1 - den Rückenschmerzen - und deren psychosozialen Einfl uss-faktoren im Kontext der Arbeit.
Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE)
zählen zu den häufi gsten Krankheiten mit erheblichen negativen Konsequenzen für die Betroffenen sowie für Betriebe und die Volkswirtschaft. So entfielen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen im Jahr 2005 knapp 100
Arbeit - Psyche - Rückenschmerzen: Einflussfaktoren auf die Beschäftigungsfähigkeit 333 (63) 2009/4 Z. ARB. WISS.
Sozialwissenschaften (MEDLINE, PSYNDEX, PsycINFO) einbezogen (Stadler & Spieß 2009). Ferner erfolgte schaffen. Mit Bewegungs- und Ent-
unter Verwendung von Suchbegriffen wie „Rückenschmerzen“, „Risikofaktoren“, „psychische Belastungen“, „psy-die den Einsatz dieser Abhilfemaßnah-
chosoziale Fehlbelastungen“, „Betrieb“ „Arbeit“ etc. eine Internetrecherche. 2 Psychosoziale Risikofaktoren für Rückenschmerzen
Eine Vielzahl von empirischen Studien Sinne sind Arbeitsmittel daraufhin zu liegt vor, in denen - auch - arbeits-begutachten, ob sie rückenschädigende
3 Prävention von Rücken-
bedingtepsychische Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren als Prädik-torvariablen für Rückenschmerzen untersucht worden sind. Dazu zählen Arbeitsstress, Arbeitstempo, Kontrolle über die Arbeit, monotone Arbeit, Arbeitsfähigkeit, Glaube, dass Arbeit mit denen den in Tabelle 1 aufgeliste-
gefährlich ist, emotionale Belastung, Nacht- oder Schichtarbeit und Über-stunden. Aber auch Ressourcenfaktoren zur Vorbeugung von Rückenschmerzen wurden in die Erhebungen aufgenommen, wie z.B. soziale Unterstützung am Arbeitsplatz durch Kollegen und Vorgesetzte, Arbeitszufriedenheit, Fortbildungsmöglichkeiten. Querschnittstudien waren darunter ebenso wie (prospektive) Kohorten-oder Fall-Kontroll-Studien, wobei die methodische Qualität der Studien auf recht unterschiedlichem Niveau angesiedelt ist. In Tabelle 1 werden die Ergebnisse der Literaturrecherche wiedergegeben, wobei in erster Linie Reviews und Metastudien, die sich auch kritisch mit der methodischen Qualität der überprüften Studien auseinander ohne Risikofaktor. Ein Wert von 1 be-
setzten, einbezogen worden sind.
Weitere Risikofaktoren, die mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Rückenschmerzen einher gehen, sind ist. RR bedeutet relatives Risiko und
• Nachtschichtarbeit (Richter und Kirschner 2006),
• starker Personalabbau (Kivimäki, Vahtera, Ferrie, Hemingway & Pentti 2001),
• zu wenig Informationen über den eigenen Arbeitsbereich sowie un- P.Stadler, E. Spieß 334 (63) 2009/4 Z. ARB. WISS.
Arbeit zitieren:
Peter Stadler, Erika Spieß, 2009, Arbeit – Psyche – Rückenschmerzen: Einflussfaktoren auf die Beschäftigungsfähigkeit und betriebliche Präventionsstrategien, München, GRIN Verlag GmbH
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