Daniel Fischer
Inhaltsverzeichnis
1 Begründender Teil 3
1.1 Bedingungsanalyse 3
1.2 Sachanalyse 5
1.3 Ziele der Unterrichtsstunde 10
1.4 Didaktisch-methodische Analyse 10
2 Verlaufsskizze der Unterrichtsstunde 13
3 Anhang 16
3.1 Literaturverzeichnis 16
3.2 eingesetzte Medien/Materialien 17
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1 Begründender Teil
1.1 Bedingungsanalyse
Der Unterricht in Klasse 10/1 findet generell mittwochs als Blockunterricht in den Stunden fünf und sechs statt (11:10 - 12:40). Das Arbeiten mit den Schülern 1 ist zu dieser Zeit gut, auch wenn mitunter viele bereits an die Mittagspause denken. Motivierung ist zu dieser Unterrichtszeit ein Muss. Für den Unterricht stehen Medien in Form von Overheadprojektor und eine elektronische Flipchart-Tafel zur Verfügung. Mittels der Tafel können Filme eingespielt oder aber auch Seiten im Internet besucht werden, die den Unterricht sehr zu bereichern helfen. Diese Art von Tafel spart überdies Ressourcen (Kreide, Papier, Folien), indem ferner mit PowerPoint gearbeitet werden kann. Die Schüler schätzen dieses Medium. Gerade für den Einstieg und der Motivierung der Schüler hat sich dieses Medium bewährt. Zudem besteht im Gegensatz zu Folien immer wieder die Möglichkeit der Umarbeitung und Aktualisierung. Seit einiger Zeit funktioniert die Schreibfunktion der Tafel nur sporadisch, sodass die Ergebnissicherung mittels PowerPoint (Erwartungsbild) oder Word-Dokument angeraten ist. Anders ausgedrückt: Die Vorzüge einer elektronischen Tafel zu betonen, bedeutet auch, sich nicht immer auf alle technischen Accessoires dieser verlassen zu können. Hinsichtlich des Arbeitsklimas der Klasse (11 Jungen, 10 Mädchen) sind keine großen bzw. nennenswerten Differenzen festzustellen, die den Unterricht tangieren würden. Wenige sehr gute Schüler sind motiviert und zeigen dies in verhältnismäßig stetiger Mitarbeit. Drei Schüler sind besonders am Unterricht bzw. am Fach interessiert. Die Mehrzahl der Schüler, deren Mitarbeit im Unterricht mäßig ausfällt, scheint eher Desinteresse am Fach oder aufgrund des Verständnisses von verschiedenen Themata zu haben. Hier sind, ohne damit Vorurteile zu bedienen, v.a. die Mädchen zu nennen, die generell mehr motiviert und aktiv durch Aufrufen in den Unterrichtsgang einbezogen werden müssen. Zudem müssen die Aufgabenstellungen generell klar formuliert sein, um die Schüler zum Ziel führen zu können.
Festzustellen ist, das Sozialverhalten der Klasse insgesamt in den Blick genommen: die Schüler treten sich mit Respekt gegenüber. Das Klassenklima ist sehr intakt. Es gibt keine Konflikte, die zwischen Schülern gar im Unterricht aus- 1 Inden weiteren Ausführungen wird auf differenzierte weibliche und männliche Bezeichnung in der Schreibweise verzichtet.
Wenn vom Schüler oder Lehrer geschrieben wird, schließt das aufgrund einer lesbaren Darstellung auch Schülerinnen und
Lehrerinnen ein.
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getragen werden. Grundsätzlich herrscht eine entspannte Arbeitsatmosphäre. Die Schüler begegneten meiner Unterrichtstätigkeit aufgeschlossen. Hin und wieder sind gegenseitige unterstützende Handlungen im Unterricht zu beobachten. Drei Schüler treten im Unterricht (Mitarbeit, Qualität der Antworten) besonders stark in Erscheinung und gestalten den Unterricht teilweise sogar aktiv mit. Ihre Antworten zeigen deutlich, welche Unterschiede im Antwort-Niveau zum Großteil der Klasse bestehen. Ebenso ragt eine leistungsstarke Prestigeschülerin hervor, was sich besonders in Leistungskontrollen bei Aufgaben des Anforderungsbereiches III zeigt. In Unterrichtsgesprächen sind noch Defizite bemerkbar. Es mangelt an der Formulierung und differenzierten Begründung beispielsweise beim Analysieren von Karikaturen. Überdies müssen die Schüler (v.a. die Mädchen) noch zusammenhängender antworten lernen. Auf Operator-Fragen mit beurteilen oder bewerten besteht eher Kargheit hinsichtlich der Antwortquantität und -qualität. Bezüglich der Mitarbeit gibt es ein großes Mittelfeld zwischen denen, die mitarbeiten und denen, die sich konsequent nicht beteiligen (wollen). Deshalb ist für mich das direkte Ansprechen der Schüler ein notwendiges Mittel ihrer Einbindung. Das Warten auf Meldungen der Schüler führt zu hohen Zeitverlusten. Zudem bewirkt das willkürliche Aufrufen von Schülern ihre Bereitschaft, dem Unterrichtsgang folgen zu müssen. Das Ansprechen von Schülern, die sich nicht melden, ist so ein guter Indikator dafür, ob sie dem Unterricht inhaltlich folgen können (Verständnis) und folgen wollen.
GRW-Unterricht bedarf der Anbindung an die Lebenswelt der Schüler. Da komplizierte ökonomische oder politische Sachverhalte, was die Schwierigkeit des Lernbereichs eins darstellte, vor allem auch aus verschiedenen Medien erschlossen werden müssen, liegt hierin meine Aufgabe als Unterrichtender. Nach anfänglichen Schwierigkeiten der Schüler mit meinem Unterricht, haben wir jetzt recht gut zusammengefunden. Man spielt sich ein, wird berechenbar, kennt sich, respektiert sich. Lebensweltbezug der Schüler und didaktische Reduktion bei der Stoffauswahl sind mir besonders zum Ende des Lernbereiches eins besonders klar geworden. Faktisch waren und sind die Noten in der Klasse im guten Bereich. In der Nachschau habe ich es als lohnend empfunden, dass diese Klasse zeitig mit mir den Kontakt gesucht hat, um direkt Wünsche zu äußern und Anmerkungen zu meinem Unterricht zu geben. Dies schätze ich ausdrücklich. Die Klassensprecher vertreten selbstbewusst der Klasse Interessen.
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An unserer Schule ist es erlaubt, im Unterricht zu trinken. Dies wird nicht als Respektlosigkeit angesehen. Die Befriedigung körperlicher Bedürfnisse sollte nicht sozialen Konventionen wie dem Zeitregime der Schule unterworfen werden. Die Praxis hat gezeigt, dass damit keine Beeinträchtigung des Unterrichts einhergeht.
1.2 Sachanalyse
Für Marcus Porcius Cato stand die Sache fest: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam. Zur Herstellung des Friedens musste Karthago von der Bühne der (damaligen) Weltpolitik verschwinden. Im alten Rom lebte man mit Krieg und einige sogar vom Krieg. Das ius ad bellum war eine Selbstverständlichkeit und diente nicht nur dem imperialen Glanz des Reiches: „Nur großräumige, zentral beherrschte politische Ordnungen könnten jene permanenten Kriege um die Festlegung […] von Grenzen vermeiden, wie sie mit kleinräumigen Ordnungen zwangsläufig verbunden seien.“ 2 Dass Krieg als Mittel der Politik galt und gar um des Friedens willen eingesetzt wurde, zeigen die vergangenen Jahrtausende der Menschheitsgeschichte. Gerade die zahlreichen Quellen der frühen Neuzeit zeugen von Schlachten, Feldherrn und wechselnden Kriegszielen. Sie unterstreichen die Durchsetzung außenpolitischer Interessen „[…] in der Situation des anarchischen Zustandes, in der das Zusammenleben aller immer auf die Selbsterhaltung des einzelnen gestellt bleibt und (notfalls militärische) Selbsthilfe als legitimes Mittel zur Verwirklichung […]“ 3 als unzweifelhaft angesehen wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dem ius ad bellum das ius in bello 4 in Form beispielsweise der Haager Landkriegsordnung zur Seite gestellt. Der Völkerbund begann, dem Krieg Fesseln in Form von Menschenrechten (Zivilschutz) anzulegen. Auch die Schrecken des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieges, verbunden mit Umgehungen des ius in bello in Form von Massakern an Zivilisten und dem Völkermord an den Juden als Zäsur ohnegleichen, durchbrachen nicht das Denken der Nachkriegsordnung, Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln grundlegend zu hinterfragen. Selbst der Charta der Vereinten Nationen, dem Ziel verschrieben, „Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen“ 5 , wohnt die Handlungsoption Krieg inne. Die 50
2 Münkler, Herfried: Imperien. Die Logik der Weltherrschaft - vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten, 2005, S. 128.
3 Meyers, Reinhard: Grundbegriffe und theoretische Perspektiven der Internationalen Beziehungen, 1997, S. 357.
4 Ansprenger, Franz: Wie unsere Zukunft entstand. Ein kritischer Leitfaden zur internationalen Politik, 2005, S. 62.
5 vgl. Charta der Vereinten Nationen, Artikel 1
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Arbeit zitieren:
Daniel Fischer, 2010, Krieg als Mittel der Politik, München, GRIN Verlag GmbH
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