Room acoustics for open-plan offices
· Open-plan office · noise control · sound absorber · sound barrier · communication
Noise in open-plan offices, schools, lobbies, restaurants and
other communication areas is predominantly self-generated by their respective users. The lack of appropriate sound absorption in traditionally furbished classrooms and scarcely furnished modern office environments forces all occupants to inevitably raise their voices, as soon as the necessary communication among them or/and on the phone sets in. Conventional damping at medium and high frequencies by means of absorptive furniture and screens may somewhat reduce the detrimental effect of the room on speech intelligibility and the resulting noise development. Current research, consultant and restoration activities have, however, revealed that novel low-frequency, yet broadband sound absorber modules can tackle this problem more efficiently. The new room acoustic concept was earlier described more fundamentally in „Relevance and treatment of the low frequency domain for noise control and acoustic comfort in rooms“ (Acta Acustica 91 (2005), p. 920-928). Numerous refurbishment projects for meanwhile more than 100 000 valuable workplaces showed amazing improvements of their acoustic comfort in enclosures where more conventional noise control measures had failed or were impracticable for several reasons. A more rigorous acoustic treatment of rooms with high communicative demands has gained considerable
♦ Acoustically „soft“ outfits with carpets, curtains,
upholstery and acoustic ceilings, plasterwork, baffles or sails have completely gone out of fashion, not only but mainly for utility reasons.
♦
Acoustically „rigid“ concrete, stone and glass surfaces are not only considered as an indispensable part of modern architectural design but also form the necessary presupposition for construction elements to be thermally activated.
♦ For up-to-date administration, business, education and communication centres tolerable noise levels and high speech intelligibility have become important ergonomic qualities, the absence of which increasingly provokes severe criticism and complaints from users as well as from Practical relevance investors.
An always prevailing lack of space and shortage of resources
hardly ever led to a well-balanced or even low-pitched acoustic treatment of, in particular, the smaller or flat rooms. It may therefore come as a surprise for many a skilled acoustician that one may now - with relatively simple measures and at moderate costs - cope with the long-standing low-frequency
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1 Mehr Lärmschutz durch bessere Raumakustik
Musiker wie Laien schwärmen bei Musikdarbietungen gern von der phantastischen Akustik eines Konzertsaales oder einer Kirche. Bei der großen Masse profaner Räume für Arbeit, Kommu-Ein verbindlicher Standard, wie ihn die nikation, Sport und Freizeit wird der
Akustik dagegen viel weniger Bedeutung beigemessen - sehr zu Unrecht. In einer Zeit, da man jedem Automobil, Trockenrasierer oder Knäckebrot, mit viel Aufwand und ohne Kosten zu scheuen, dem jeweiligen Zweck entsprechend sein „sound design“ anpasst, erscheint die allgemein übliche Missachtung der Raum-Akustik (hier einmal, der englischen „architectural acoustics“ nachempfunden, bewusst so geschrieben) sehr unlogisch und kontraproduktiv. Eigentlich müssten beim herrschenden Überangebot gewisser Immobilien, insbesondere im Gewerbe- und Bürobereich, Räume unterschiedlichster Größe und Bestimmung auch danach ausgewählt, gekauft, gemietet und genutzt werden, wie sie akustisch für den jeweiligen Zweck
Figure 1:
Illustration 1: Durée de la réverbération souhaitée T soll , entre 500 et 1000 Hz, pour la musique (a), la parole humaine (b) ou bien la communication intensive dans
163 Raum-Akustik für offene Bürolandschaften (61) 2007/3 Z. ARB. WISS.
Damit die neue Norm aus dem Jahr 2004 aber mehr Klarheit über aktuelle Anforderungen und praktikable Maßnahmen zu ihrer Erfüllung bringt und nicht etwa die leider selbst in Fachkreisen verbreitete Unsicherheit noch vergrößert, sollte sie in einigen Punkten präzisiert und aktualisiert werden. Wenn 2 der 3 wesentlichen Änderungen gegenüber der Fassung aus dem Jahre 1968 die „Frequenzabhängigkeit der Nachhallzeiten“ hallzeit von deutlich unter 2 s bis zu
und die ebenfalls stark frequenzabhängige „Einschränkung des Hörvermögens“ betreffen sollen (DIN 18 041 2004, S. 4), dann sollte die Norm das Vorurteil nicht bestätigen, dass man raumakustische Probleme am besten mit den konventionellen Mitteln zur Dämpfung hoher und mittlerer Frequenzen löst, wenn es „nur um Sprache“ geht.
Wenn die Norm schließlich für so kommunikationsintensive Räume wie Gaststätten, Mehrpersonen- und Großraumbüros, Anwalts- und Arztpraxen oder Operationssäle (Räume der Gruppe B „über geringere Entfernungen“ (DIN 18 041 2004)) nicht einmal die Einhaltung eines Sollwertes der Nachhallzeit nach Bild 1 links, geschweige denn des To-leranzbandes nach Bild 1 rechts, für erforderlich erklärt, dann ist beim Rat
2
suchenden Leser, der ein Problem der Sprachkommunikation in seiner Umgebung oder bei seinem Kunden zu lösen hat, die Verwirrung perfekt. Stattdes-Ähnlich hohe Anforderungen wie für sen sollte man klar unterscheiden zwi-Unterrichtsräume sind nach Abschn. schen 11.6.1 bis 11.6.4 (Fuchs 2007a) auch an
a) Musikdarbietung (obere Sollkurve a)
b) Sprachdarbietung (mittlere Sollkurve b, wenn in der Regel nur eine Schallquelle im Raum sendet)
c)
Sprachkommunikation
(untere Sollkurve c, wenn regelmäßig
meh-
rere Quellen (Sprecher) im Raum gleichzeitig senden und empfangen)
und der Kategorie c) die in DIN 18 041 (2004) explizit erwähnten Räume der Tabelle 1 und Räume mit ähnlich hohen Anforderungen an die Sprachverständlichkeit eindeutig zuordnen und natürlich für alle diese Räume das aus der Literatur hinreichend bekannte Toleranzband für die immer frequenzabhängige Nachhallzeit (zwischen 63 und 8000 Hz) ohne Wenn und Aber zu
H. Fuchs, J. Renz 164 (61) 2007/3 Z. ARB. WISS.
Arbeit zitieren:
Helmut V. Fuchs, Jochen Renz, 2007, Raum-Akustik für offene Bürolandschaften, München, GRIN Verlag GmbH
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