Age-related Differences in the Contents and Development of Work
Motivation and Satisfaction
· Work motivation · Job satisfaction · Older employees
Research on age-related differences between workers has to
date focused on physical and cognitive abilities, whilst motivational aspects of behaviour have been given little research attention. There are, however, two main reasons why an adequate account of age-related changes in work behaviour will hardly be possible without taking motivation into consideration. For one thing, the importance of general agerelated decline in cognitive abilities tends to be overestimated. Correlations between biological age and job performance vary from -.44 und +.66 with an average correlation around zero. An explanation of age-related changes will therefore have to include additional predictors, some of which are likely to be of
a motivational nature. Secondly, cognitive und motivational influences on age-related changes might interact in producing age-related changes. The theory of Selective Optimisation with Compensation (SOC; e.g., Baltes & Baltes, 1990), for instance, assumes that decreasing cognitive resources might lead to
motivational selectivity
(cf. Riediger & Freund, 2006): individuals may, in light of decreasing cognitive resources, reduce the number of goals they pursue (restricting) and concentrate on the most important and related goals (focusing)modify their set of goals. Such strategies of motivational selectivity are like to pertain to work-related goals, but no empirical study has yet explored motivational selectivity in work contexts.
The cognitive processes that underlie work motivation and
satisfaction of older employees are a second important topic of our research. Previous studies of core motivational processes (goal setting, self-regulation) have mostly been conducted with undergraduate samples. It is as yet unclear if and how results may be generalised to older workers. Recent evidence (for an overview see Park & Schwarz, 2000) shows that central processes may change with age. For instance, older individuals judgements are more strongly influenced by recall errors than those of younger individuals (Schwarz & Knäuper, 2000). In a similar vein, we expect age-related differences in work motivation and satisfaction if the recall of specific work episodes or comparisons with memorised standards are required.
Practical Relevance
On the background of these assumptions, the objectives of
the research project presented can be outlined as the empirical study of age-related differences a) in the
contents
(goals, motives, interests, needs) and b) in the
development
of work motivation and satisfaction. We conceptualise work satisfaction as a result of work motivation, i.e. the extent to which work-related goals, interests and needs are met. Motive, Interessen und Bedürfnisse.
182 C. Roßnagel, G. Hertel (60) 2006/3 Z. ARB. WISS.
1 Ausgangspunkte und Ziele
der mentaler Ressourcen die Zahl ihrer
des Projekts
persönlichen Ziele einschränken. Riediger und Freund (2006) prüften Bei der Diskussion und Erforschung Formen
motivationaler Selektivität
im altersbedingter Veränderungen im be-Rahmen des SOC-Modells. Ältere Teil-ruflichen Bereich stehen bislang nehmer (50-69 Jahre) beschränkten die fähigkeitsbezogene Parameter der phy-Menge verfolgter Ziele (Restricting) sischen und kognitiven Leistungsfä-auf diejenigen, die mit der höchsten higkeit im Vordergrund, wie z. B. Verän-Wahrscheinlichkeit erreicht werden
derungen der fluiden Intelligenz, Ent-konnten. Außerdem fokussierten sie wicklung von Erfahrungswissen, etc. ihre Ressourcen auf ähnliche und auf (Überblick z. B. bei Hedge et al. 2006). höchst bedeutsamste Ziele (Focus-Nicht-fähigkeitsbezogene Determinan-sing). Ziele dagegen, die den fokussierten des Arbeitsverhaltens, wie alters-ten Zielen weniger ähnelten wurden bedingte Veränderungen der Arbeits-aufgegeben. Derartige Strategien der motivation und Arbeitszufriedenheit, Zielanpassung dürften sich auch bei wurden dagegen bislang vernachläs-berufsbezogenen Interessen und Besigt (Warr 2001; Kanfer & Ackerman dürfnissen finden, ein empirischer Test 2004). Freilich ist eine angemessene dieser Annahmen steht aber noch aus. Beschreibung und Erklärung altersbedingter Veränderungen des Arbeits-Neben altersabhängigen Veränderunverhaltens ohne Berücksichtigung gen der Inhalte berufsbezogener Motimotivationaler Aspekte aus zweierlei ve sind die zugrundeliegenden
Prozes-
Gründenkaum möglich.
se
der Entstehung von Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit älterer Zum einen wird die Bedeutung gene-Mitarbeiter ein weiteres wichtiges The-
reller altersbedingter Einbußen kogni-ma unserer Forschung. Bisherige tiver Leistungsfähigkeit im Beruf eher motivationspsychologische Untersuüberschätzt. Die Korrelation zwischen chungen zentraler Prozesse wie Zielsetbiologischem Alter und Berufserfolg zung und Selbstregulation wurden in
schwankt zwischen -.44 und +.66, mit der Regel mit 20-30 jährigen (studentieiner mittleren Korrelation ungefähr bei schen) Teilnehmerinnen und Teilneh-Null (z. B. Schmidt & Hunter 1998; Warr mern durchgeführt. Ungeklärt ist, inwie-1998). Außerdem sind zwischen gleich-weit sich die Befunde auf ältere Persoaltrigen Personen aus verschiedenen nen übertragen lassen. Neuere Unter-Kohorten größere Unterschiede in der suchungen (Übersicht bei Park & kognitiven Leistungsfähigkeit zu beo-Schwarz 2000) zeigen, dass sich mit bachten, als zwischen Personen unter-zunehmenden Alter zentrale kognitive schiedlichen Alters aus derselben Ko-Prozesse verändern können. So sind horte (Warr 2001). Statt eines generel-zum Beispiel bei älteren Personen Urlen Nachlassens kognitiver Leistungs-teile wesentlich stärker von Erinfähigkeit im Alter scheinen vor allem nerungsfehlern beeinflusst (Schwarz & die interindividuellen Unterschiede mit Knäuper 2000). In ähnlicher Weise sind zunehmenden Alter anzusteigen. Die altersbedingte Unterschiede in der Ent-Beschreibung und Erklärung von al-stehung von Arbeitsmotivation und tersbedingten Veränderungen erfordert Arbeitszufriedenheit anzunehmen, bei deshalb die Berücksichtigung zusätzli-denen z. B. die Erinnerung konkreter cher Prädiktoren und Moderatoren, von Arbeitsereignisse oder der Vergleich denen einige im Bereich der Arbeits-mit erinnerten Standards eine zentrale motivation zu erwarten sind. Rolle spielt. Zum anderen sind kognitive und Vor dem Hintergrund dieses Formotivationale Einflüsse auf altersab-schungsstands bestehen die beiden hängige Veränderungen eng mitein-Hauptziele unseres Forschungspro-ander verbunden. Vielfach wirken sich jekts in a) der empirischen Untersu-Veränderungen der kognitiven Res-chung altersbedingter Unterschiede sourcen direkt auf motivationale As-hinsichtlich der Inhalte (Ziele, Motive, pekte des Verhaltens aus. Beispiels-Interessen, Bedürfnisse) von Arbeitsweise nimmt die Theorie der Selektion, motivation und Arbeitszufriedenheit, Optimierung und Kompensation (SOC; und b) in der empirischen Erforschung z. B. Baltes & Baltes 1990) an, dass Per-altersbedingter Unterschiede in der sonen zur Kompensierung abnehmen-Entstehung von Arbeitsmotivation und Altersbedingte Unterschiede in Inhalten und im Zustandekommen von Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit 183 (60) 2006/3 Z. ARB. WISS.
Arbeit zitieren:
Christian Roßnagel, Guido Hertel, 2006, Altersbedingte Unterschiede in Inhalten und im Zustandekommen von Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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