Work load and days lost due to illness - exploratory time series
analyses of a longitudinal study on the nursing staff of a general
hospital
· Work load · absenteeism · time series · health care
There is a growing economic pressure on the German health
service, mainly resulting from the increase in medical services offered in the last decades and from the demographic development. This demographic development gives rise to an increasing effort to be involved in the basic care of older patients as well as to a decreasing work ability of the nursing staff. Due to both developments the work load of the hospital staff is likely to increase in the future.
A large number of studies have analysed the specific stress
components imposed on hospital staff by shift-, weekend-and night-work, physical work load, emotional pressure due to the experience of suffering of patients and the restricted time constraints of work. However, although absenteeism in hospital staff is usually higher in comparison to other employees, most of these studies have not been able to verify the presumed correlation between stress and days lost due to Practical Relevance illness.
This study thus aimed at finding relevant causes for the
variance in days lost due to illness in a general hospital. According to the stress-strain model, changes in the intensity and duration of work stress should result in corresponding changes in work strain and its effects in the individual, here operationalized as days lost due to illness. Against the background of such a conceptualisation an association between work volume, manning, working overtime, (as the
independent variables) and days lost due to illness (as the dependent variable) can be assumed.
Thus a study based on time series analyses of data collected
over a period of 48 to 60 months by the management of the nursing departments of a general hospital as a part of their usual routines has been conducted. The data include the number of staff, temporary employees, holiday-leave, hours of overtime work, patient capacities filled, and days lost due to illness per ward in 11 somatic wards, working on the same three shift model. Except for days lost all other variables are treated as (interrelated) independent variables.
For all these time series uni- and bivariate time series analyses
have been conducted, with the aim of identifying causal (in the sense of time-lagged transfer functions) and not only correlational relations between the independent and the dependent time series, based on cross-correlation functions of the prewhitened time series, removing trends, seasonal and cyclical variations.
Belastung und Arbeitsunfähigkeit - eine explorative Längsschnittuntersuchung am Beispiel des Pflegepersonals eines Allgemeinkrankenhauses 153 (59) 2005/2 Z. ARB. WISS.
Auf den deutschen Krankenhäusern lastet ein erheblicher ökonomischer Druck, der in absehbarer Zukunft weiterhin zunehmen wird. Ursächlich hierfür sind langfristige Entwicklungen wie etwa Kostensteigerungen, die sich aus der demographischen Entwicklung sowie aus der Ausweitung medizinisch apparativer Leistungen ergeben und die durch die belasteten öffentlichen Haushalte immer weniger kompensiert werden können. Insbesondere die demographische Entwicklung schlägt in den Krankenhäusern dadurch mehrfach zu Buche, dass die Zahl älterer, häufig multimorbider und damit pflegebedürftiger Patienten absolut und relativ zunimmt, während gleichzeitig immer weniger (jüngere) Erwerbstätige zur Verfügung stehen und sich in der Folge die Altersstruktur der medizinisch-pflegerisch Tätigen nach oben und damit auch in Richtung abnehmender Arbeitsfähigkeit entwickeln dürfte (Mül-deren Folgen auf die Intensität und -
Eine zentrale Rolle bei allen ökonomischen Überlegungen spielen die Personalkosten, die allgemein den größten Teil der in den Krankenhäusern anfallenden Kosten ausmachen. Hier wiederum steht der Pflegedienst als zahlenmäßig größte und kostenintensivste Berufsgruppe im Zentrum des ökonomischen Interesses, so dass in vielen Kliniken bereits Stellenreduktionen erwogen, beabsichtigt Arbeitsbedingungen. Ein derartiger
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie sich derartige personelle Maßnahmen auf die Belastung, die Beanspruchung sowie die daraus resultierenden Effekte des Pflegepersonals, z. B. auf krankheitsbedingte Ausfallzeiten, auswirken, und ob die hier skizzierten Ansätze Erfolg versprechen.
2 Problemstellung
In der Literatur sind verschiedene Aspekte der physischen und psychischen Belastung und Beanspruchung des Pflegedienstes seit längerem beschrieben (vgl. z. B. Landau 1991), ebenso
M. Paul, P. Nickel, F. Nachreiner 154 (59) 2005/2 Z. ARB. WISS.
Unter der Voraussetzung, dass eine kollektive Arbeitsaufgabe an eine Anzahl von Arbeitskräften gleicher oder vergleichbarer Qualifikation gestellt wird - wie dies in der Krankenpflege allgemein der Fall ist - sollte die für die Sensitivität dieses Parameters (zur Pro-Arbeitsaufgabe zur Verfügung stehen-blematik der Erfassung von krankheitsde Personalstärke ein geeigneter Indi-bedingten Ausfallzeiten vgl. Branden-kator für die Gesamtbelastungshöhe burg & Nieder 2003; Krause 1992).
3 Methoden
sein: Personalüberdeckung sollte die resultierende (Gesamt-)Belastung für Rückkopplungseffekte sind dadurch die einzelnen Mitarbeiter reduzieren, möglich, dass Krankheitsausfälle -
3.1Operationalisierung der Belastung
während Personalunterdeckung zu ei-auch wenn sie das Resultat vorange-
ner Verschärfung der Belastungssituation führen sollte.
Diesem gröberen Raster auf der Stimulus-Seite des Belastungs-Beanspruchungs-Konzeptes entspricht hier auch ein gröberes Raster auf der Response-Seite: Die Ermittlung der Beanspruchung geschieht daher über die Beanspruchungsfolgen. Alle Arten der Beanspruchung - physisch, mental oder emotional - sind für sich und in ihrer Summe geeignet, Beeinträchtigungen der Befindlichkeit oder Gesundheitsstörungen zu verursachen (Ulich 1998; Hacker 1980), wobei sich diese bei Überschreitung eines individuellen Schwellenwertes in Krankmeldungen noch auf Hinweise eingegangen, die
niederschlagen werden. Ein Teil der Varianz des Krankenstandes - auf die Problematik dieses Indikators wird in den Abschnitten 3.2 und 3.3 näher eingegangen - kann also als Folge und Indikator vorangegangener Varianz in den (Fehl-)Beanspruchungen aufgefasst werden.
Zwar lässt der Krankenstand eine Dif-
ferenzierung nach den verschiedenen mit einem Anteil von als Erkrankung
Beanspruchungsfaktoren und deren absoluter Höhe und Verlauf nicht mehr zu, erlaubt aber evtl. eine Indikation der Varianz der mittleren Gesamtbeanspruchung auf der Zeitachse. Damit kann dann auch, etwa im Gegensatz zu klassischen Methoden der bedingungsbezogenen Arbeitsanalyse, über die dies erhebungstechnisch nicht zu leis-mit seinen Auswirkungen auf den Kranten wäre, der Hinweis von Bartenwerfer kenstand hingegen dürfte in dieser (1960) aufgegriffen werden, dass neben Untersuchung eine nur untergeordne-
der Art und Intensität der Belastung auch deren zeitliche Dynamik für deren Folgen von entscheidender Bedeutung sind. Insgesamt wird so der Versuch Bedingungen für das Pflegepersonal im
einer vergleichsweise grobgerasterten, aber robusten Belastungs-Beanspruchungs-Analyse auf Makroebene unternommen, um den Auswirkungen einer sich im Zeitverlauf verändernden
Belastung und Arbeitsunfähigkeit - eine explorative Längsschnittuntersuchung am Beispiel des Pflegepersonals eines Allgemeinkrankenhauses 155 (59) 2005/2 Z. ARB. WISS.
Quote paper:
Matthias Paul, Peter Nickel, Friedhelm Nachreiner, 2005, Belastung und Arbeitsunfähigkeit – eine explorative Längsschnittuntersuchung am Beispiel des Pflegepersonals eines Allgemeinkrankenhauses, Munich, GRIN Publishing GmbH
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