Vorwort
Diese Masterarbeit thematisiert die Internationalisierung eines Filialsystems im Zeichen der Globalisierung. Herr Prof. Dr. R. Olbrich, Lehrstuhlinhaber für Marketing an der Fernuniversität Hagen, hat die Betreuung dieser Masterarbeit in Kooperation mit der Allfinanzakademie und der University of Wales übernommen.
Diese Masterarbeit war nur durch die Unterstützung und Hilfe einer Vielzahl von Personen möglich, weshalb ich mich an dieser Stelle bei allen bedanken möchte. Ein großes Dankeschön möchte ich Herrn M. Hundt von der Fernuniversität Hagen, Lehrstuhl für Marketing, für seine konstruktiven Anregungen und seine ausdauernden Feedbackgespräche bei der Strukturierung dieser Masterarbeit aussprechen. Abschließend möchte ich mich auch bei Herrn Haucke und Herrn Dutenhöfner von der EOS GmbH recht herzlich bedanken, die mich während meines Studiums und bei der Erstellung der Masterarbeit indirekt unterstützten und mir den nötigen Freiraum geschafft haben.
Heidelberg, Juni 2010
Bastian Aue
Inhaltsverzeichnis
Vorwort I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 INTERNATIONALISIERUNG EINES FILIALSYSTEMS 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT 2
2 CHARAKTERISTIKA UND RAHMENBEDINGUNGEN. 3
2.1 CHARAKTER DER INTERNATIONALISIERUNG 3
2.2 RAHMENBEDINGUNGEN 5
2.2.1 Einleitung. 5
2.2.2 Ökonomische Rahmenbedingungen 6
2.2.3 Sozio-kulturelle Rahmenbedingungen. 7
2.2.4 Technologische Rahmenbedingungen 8
2.2.5 Politische und rechtliche Rahmenbedingungen 9
2.3 DARSTELLUNG UND CHARAKTERISTIK DES FILIALSYSTEMS 11
3 ZIELE. 16
3.1 KOSTE-N UND ERTRAGSORIENTIERTE ZIELE 16
3.2 ABSATZMARKTORIENTIERTE ZIELE. 16
3.3 BESCHAFFUNGSORIENTIERTE ZIELE. 17
3.4 WECHSELWIRKUNGEN 18
4 ANALYSE: MARKETINGMIX DER FILIALSYSTEME 19
4.1 EINLEITUNG 19
4.1.1 Marktsegmentierung 19
4.1.2 Marktselektion 20
4.1.3 Markteintritt 21
4.2 ORIENTIERUNG: STANDARDISIERTER MARKETINGMIX 25
4.2.1 Gestaltungsansätze. 26
4.2.2 Problembereiche 28
4.3 ORIENTIERUNG: DIFFERENZIERTER MARKETINGMIX 29
4.3.1 Gestaltungsansätze. 30
4.3.2 Problembereiche 32
4.4 LÖSUNGSANSÄTZE 33
4.4.1 Produkteigenschaften als Einflussfaktor. 33
4.4.2 Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse 34
4.4.3 Umgang mit kulturellen und religiösen Abneigungen 35
4.4.4 Schaffung technologischer Grundvoraussetzungen 35
4.4.5 Standardkommunikationsmedien und Anpassungsbereiche 36
4.4.6 Förderung der Wiedererkennung 37
4.4.7 Standardisierung als Kostensenkung 37
4.4.8 Möglichkeiten in der Preisfestlegung 37
4.4.9 Beurteilung. 38
5 FAZIT UND AUSBLICK 39
5.1 FAZIT 39
5.2 AUSBLICK 39
ZUSAMMENFASSUNG / SUMMARY
Literaturverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Vor- und Nachteile der Standardisierung und Differenzierung
Abbildung 2: Dülfers Schichtenmodell der Rahmenbedingungen
Abbildung 3: Volumen des Deutsch-Chinesischen Handels.
Abbildung 4: Gross domestic product.
Abbildung 5: Evolution of Regional Trade Agreements in the world
Abbildung 6: Organisationsstruktur ALDI GmbH und Co. oHG
Abbildung 7: Vertriebssysteme zwischen Markt und Hierarchie.
Abbildung 8: Philosophie ALDI GmbH und Co. oHG
Abbildung 9: Selektionsmethoden von Auslandmärkten
Abbildung 10: Wasserfallstrategie
Abbildung 11: Sprinklerstrategie
Abbildung 12: Marktpräsenz auf Auslandsmärkten von Aldi-Süd
Abbildung 13: Vor- und Nachteile der Pionier- und Folgerstrategie
Abbildung 14: Markteintrittsformen
Abbildung 15: Internationale Preisunterschiede Big Mac.
Abbildung 16: Immobiliengesuche ALDI GmbH und Co. oHG.
Abbildung 17: Wachstum des Einzelhandelsumsatzes in Europa
Abkürzungsverzeichnis Aufl. Auflage Bzw. Beziehungsweise dt. Deutscher etc. Et cetera; deutsch: und weitere erw. Erweiterte erg. Ergänzende Hr. Herr OECD Organisation for Economic Cooperation and Development; deutsch: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung S. Seite u.a. Unter anderem überarb. Überarbeitete URL Uniform Resource Locator; deutsch: einheitlicher Quellenanzeiger Verb. Verbesserte Vgl. Vergleiche Vollst. Vollständig Vs. Versus WTO Welthandelsorganisation z.B. Zum Beispiel
1 Internationalisierung eines Filialsystems
1.1 Problemstellung
„Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.“
Kurt Tucholsky (*09.01.1890-†21.12.1935), dt. Journalist und Schriftsteller Die Globalisierung ist in den Märkten stark verflochten und wird in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen - bereits Tucholsky erkannte zu Beginn des letzten Jahrhunderts die Verknüpfung der Weltwirtschaft.
Die Ursachen der zunehmenden Bedeutung der Internationalisierung liegen u.a. mit Fokus auf die Inlandsmärkte in dem langsameren bis stagnierenden Marktwachstum, der zunehmenden Konkurrenz durch ausländische Mitbewerber und die verringerten Handelsbarrieren. 1 Die international agierenden Unternehmen stehen somit vor der Herausforderung die notwendigen Informationen zu generieren, in welchem Grad Differenzierung oder Standardisierung möglich bzw. notwendig ist? Konkret bedeutet dies Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik für deren Markt zu definieren, zu entwickeln und umzusetzen. Wird der Betrachtungswinkel vom Unternehmen auf die Umwelt erweitert, ist erkennbar, dass diese Rahmenbedingungen in einer internationalen Umgebung komplexer sind, als die im Heimatmarkt. 2 Diese resultieren vor allem aus den politischen, rechtlichen, ökonomischen und soziokulturellen Unterschieden und der jeweiligen Konkurrenzsituation. 3 Auf Basis dieser existierenden Marktsituation zwischen Homogenisierung und Heterogenisierung besteht für die international agierenden Unternehmen die Herausforderung darin, verschiedene Faktoren der einzelnen Märkte zu untersuchen, um je nach vorhandenem Differenzierungsbedarf bzw. Standardisierungspotenzial die entsprechenden Strategien entwickeln und ihre Unternehmensziele erreichen zu können.
1 Vgl. Albaum/Strandskov/Duerr 2001, S.15.
2 Vgl. Olbrich 2006, S.5.
3 Vgl. Albaum/Strandskov/Duerr 2001, S.83.
1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
In dieser Arbeit wird das Spannungsfeld zwischen der Standardisierung und der Differenzierung am Beispiel des Filialsystems dargestellt und diskutiert. Es soll deutlich gemacht werden, dass es für die Strategiewahl kein universell geltendes Patentrezept gibt, sondern jeder Fall individuell zu betrachten gilt, um den jeweils optimalen Standardisierungs- bzw. Differenzierungsgrad festlegen zu können. Ziel ist es daher anhand der Unternehmensziele potentielle Gestaltungsmöglichkeiten auf den jeweiligen Märkten aufzuzeigen. Gleichzeitig werden in den entsprechenden Gestaltungsansätzen die Problembereiche hervorgehoben und diese mit Lösungsvorschlägen entkräftet. Der Fokus dieser Arbeit liegt, aufgrund ihrer großen Bedeutung und Beeinflussungsmöglichkeiten der Unternehmen, stark auf der Verwendung der Marketinginstrumente: Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik. Nach dem einleitenden Kapitel werden im zweiten Kapitel theoretische Grundlagen erarbeitet, indem die Globalisierung und deren Rahmenbedingungen definiert und erläutert werden. Weiterhin wird die Charakteristik des Filialsystems näher erläutert. Das dritte Kapitel widmet sich den Unternehmenszielen. Es werden die unterschiedlichen potentiellen Zielsetzungen und deren Abhängigkeiten untereinander dargestellt. Aufbauend zu den Grundlagen des zweiten und dritten Kapitels widmet sich das vierte Kapitel der Analyse. In dieser werden die einzelnen Gestaltungsansätze, Problembereiche und Lösungsansätze in Bezug auf die vorherigen Ziele und Rahmenbedingungen aufgezeigt und bewertet.
Das letzte Kapitel fasst alle Aspekte im Überblick zusammen und gibt einen kritischen Ausblick auf die weiteren Entwicklungstendenzen der Globalisierung.
2
2 Charakteristika und Rahmenbedingungen 2.1 Charakteristik der Internationalisierung
Globale Aktivitäten und das Bewusstsein der zunehmenden Bedeutung internationaler Märkte begannen Mitte der 80er Jahre des letzen Jahrhunderts. 4 Die Hauptursachen für die Internationalisierung sind: 5
• Zunehmende Konkurrenz aus dem Ausland
• Marktsättigung der Inlandsmärkte
• Wachsende Verflechtung der Weltwirtschaft
• Abbau von internationalen Handelshemmnissen
Der Begriff „Internationalisierung“ wird von vielen Personen seitdem in unterschiedlicher Weise und Zusammenhängen verwendet. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit Internationalisierung, wie folgt definiert:
„Ein schrittweiser Prozess der internationalen Geschäftsentwicklung, durch den sich Unternehmen zunehmend mit bestimmten Produkten in ausgewählten Märkten engagieren und internationale Geschäftsaktivitäten entwickeln.“ 6
Die Internationalisierung wird durch zwei Extremstrategien eingegrenzt:
• Standardisierungsstrategie: Weltweite Integration der Wertaktivitäten zur Erzielung von Standardisierungsvorteilen (Streben nach Verbund- und Skaleneffekten). 7
• Lokalisierungsstrategie: Lokale Anpassung der Wertaktivitäten an lokale Besonderheiten (z.B. Kundenwünsche, Vertriebswege, Vorhandensein von Ressourcen etc.) zur Erzielung von Vorteilen. 8
Die beiden bedeutendsten Fürsprecher dieser Strategien sind für die Standardisierungsstrategie Hr. Levitt im Jahre 1980 mit seiner Aussage: „All business is global“, 9 und für die Lokali-
4 Vgl.Albaum/Strandskov/Duerr 2001, S.15.
5 Vgl. Meissner 1995, S.2.
6 Luostarinen 1994, S.1.
7 Vgl. Welge/Holtbrügge 2006, S.29.
8 Vgl. Quack 1995, S.76.
9 Vgl. Quack 1995, S.76, der aber auf eine Originalquellenangabe verzichtet.
3
sierungsstrategie Hr. Kotler im Jahre 1990 mit seinem provokativem Pendant „All business is local“. 10
Abbildung 1: Vor- und Nachteile der Standardisierung und Differenzierung 11
Die Kernaussage der Standardisierungstheorie ist die resultierende Dominanz von Preisvorteilen aufgrund der Reduzierung der Kosten durch Zentralisierung zu nutzen ohne auf die spezifischen Wünsche der Kunden einzugehen. 12
Angesichts der fehlenden wissenschaftlichen Bestätigung entstand die Gegenthese, dass lediglich durch Berücksichtigung der Kundenwünsche und lokale Anpassung den maximalen Erfolg generieren könne. 13 Es bleibt zu erwähnen, dass auch dieser Theorie der empirische Nachweis fehlt.
Die konkreten Ziele der Unternehmen werden im dritten Kapitel ausführlicher betrachten.
10 Vgl. Quack 1995, S.76, der aber auf eine Originalquellenangabe verzichtet.
11 Vgl. Olbrich 2006, S. 9.
12 Vgl. Berekhoven 1985, S.135.
13 Vgl. Quack 1995, S.76.
4
Die immer größer werdende Bedeutung der Internationalisierung hängt neben den Stärken und Schwächen der Unternehmen auch erheblich von den sich ändernden Rahmenbedingungen (Chancen und Risiken) ab. Es ist hinsichtlich dessen zu beobachten, ob die Kundenwünsche im Zuge der Ausweitung der internationalen Verflechtungen und Einflüsse der Unternehmen sich immer mehr annähern oder weiterhin die Unterschiede, explizit im Fokus der Kultur, der jeweiligen Märkte bestehen bleiben. Die wichtigsten und bedeutsamsten Rahmenbedingungen werden aufgrund Ihres Einflusses im folgenden Abschnitt vorgestellt.
2.2 Rahmenbedingungen
2.2.1 Einleitung
In diesem Abschnitt werden die globalen Rahmenbedingungen näher erläutert. Dabei liegt die Beschränkung auf den vier wesentlichen Rahmenbedingungen: ökonomische, soziokulturelle, technologische und politisch-rechtliche. 14
Diese vier Grundvoraussetzungen sind im internationalen Kontext, in Folge der größeren Anzahl von Einflüssen und Wechselwirkungen untereinander, wesentlich umfangreicher, als im nationalen Umfeld. Aus diesem Grund bedarf es einer gesonderten Betrachtung in diesem internationalen Zusammenhang.
Die nachfolgende Abbildung zeigt das Schichtenmodell von Herrn Dülfer, um die Vorstellung zu verdeutlichen.
14 Vgl. Meissner 1995, S.27.
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Arbeit zitieren:
Bastian Aue, 2010, Die Internationalisierung eines Filialsystems im Zeichen der Globalisierung , München, GRIN Verlag GmbH
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