I
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 1
2. Branch-und-Bound-Methoden. 2
2.1. Allgemeine Beschreibung der Branch-und-Bound-Methode 2
2.2. Das Verfahren von Land und Doig. 5
2.2.1. Die Beschreibung des Verfahrens von Land und Doig. 5
2.2.2. Der Algorithmus zum Verfahren von Land und Doig 7
2.3. Das Verfahren von Dakin. 10
2.3.1. Die Beschreibung des Verfahrens von Dakin. 10
2.3.2. Der Algorithmus zum Verfahren von Dakin 11
2.3.3. Zahlenbeispiel. 13
3. Ganzzahlige Optimierung und das Branch-und-Bound-
Verfahren 14
3.1. Vorbemerkung - Probleme mit Ganzzahligkeitsforderungen 14
3.2. Ein Branch-und-Bound-Verfahren für das Rucksackproblem. 15
3.2.1. Formulierung des Problems. 15
3.2.2. Beschreibung des Branch-und-Bound-Verfahrens. 15
4. Kombinatorische Optimierung und das Branch-und-Bound-
Verfahren 18
4.1. Vorbemerkung - Probleme vom kombinatorischen Typ 18
4.2. Ein Branch-und-Bound-Verfahren für das Rundreiseproblem. 19
4.2.1. Formulierung des Problems. 19
4.2.2. Beschreibung des Branch-und-Bound-Verfahrens. 21
4.2.3. Zahlenbeispiel. 24
4.3. Ein Branch-und-Bound-Verfahren für das Problem der
Maschinenbelegungsplanung. 25
4.3.1. Formulierung des Problems. 25
4.3.2. Beschreibung des Branch-und-Bound-Verfahrens. 27
4.3.3. Zahlenbeispiel. 28
5. Zusammenfassung. 30
Literaturverzeichnis. 31
Anhang A: Zahlenbeispiel - Verfahren von Land und Doig 33
Anhang B: Zahlenbeispiel - Verfahren von Dakin. 35
Anhang C: Zahlenbeispiel - Rucksackproblem 37
Anhang D: Flussdiagramm des Branch-und-Bound-Algorithmus für
Anhang E: Zahlenbeispiel - Rundreiseproblem.............................................39
Anhang F: Zahlenbeispiel - Maschinenbelegungsplanung............................45
Abbildungsverzeichnis.....................................................................................47
1. Einleitung
Eine Vielzahl der Aufgabenstellungen des Operations Research führen auf
Probleme mit Ganzzahligkeitsbedingungen. Diese Optimierungsprobleme
- Probleme mit Unteilbarkeitsbedingungen,
- Kombinatorische Probleme,
- Überdeckungsprobleme und andere Probleme aus der diskreten
Die scheinbare Einfachheit der Problemstellungen kann bei der Lösung mit
- Grafisches Verfahren,
- Schnittebenen-Verfahren,
- Entscheidungsbaum-Verfahren,
Die praktische Relevanz dieser Methoden hängt wesentlich von der
Effizienz der Auffindung einer Lösung ab.
Das Branch-und-Bound-Verfahren hat sich als ein exaktes Verfahren zur
Lösung einer Vielzahl von großen ganzzahligen und kombinatorischen
In der vorliegenden Arbeit werden die grundlegendsten Branch-und-Bound-
Verfahren in ihren Wesenszügen erläutert und ihre Realisierung anhand von
Beispielen aus der ganzzahligen und kombinatorischen Optimierung
Vgl. KORBUT/FINKELSTEIN S. 7-8.
2
Vgl. Ebenda, S. VI.
3
Vgl. ZIMMERMANN, S. 125.
4
Selbstverständlich kann die Arbeit den Anspruch auf eine umfassende Beschreibung aller
bekannten Branch-und-Bound-Verfahren und eine Darstellung aller vorstellbaren
praktischen Anwendungen nicht erheben.
2. Branch-und-Bound-Methoden
2.1. Allgemeine Beschreibung der Branch-und-Bound-Methode
Im allgemeinen lässt sich das Branch-und-Bound-Verfahren wie folgt
kann oder nicht. Wird dabei festgestellt, dass sich die optimale Lösung nicht
in der gerade betrachteten Klasse befinden kann, kann diese ganze Klasse
von den weiteren Untersuchungen ausgeschlossen werden. Diese implizite
Ein Branch-und-Bound-Verfahren setzt sich aus vier Hauptteilen
-der Relaxation
-der Separation
-der Schrankenberechnung und
-der Auswahlregel.
Die Relaxation dient dazu, zu dem schwer lösbaren Problem ein leichter
lösbares anzugeben, so dass alle zulässigen Punkte des schwer lösbaren
Problems auch zulässig für das leichter lösbare Problem sind. Handelt es
sich um ein (gemischt-) ganzzahliges Problem, so wird beispielsweise der
genommen. Als Relaxation für ein Rundreiseproblem kann man sich mit
einem Zuordnungsproblem (z.B. der Ungarischen Methode) bedienen.
Die Separation gibt an, wie eine Menge in Teilmengen zerlegt (Branching)
werden soll. Dabei kann man die Aufspaltung in nur zwei Teilmengen oder
bis hin in alle zulässigen Punkten erfolgen. Die Art der Aufspaltung in
Vgl. BURKARD (1987), S. 379ff.
6
Es wird nur implizit nachgewiesen, ob die untersuchte Klasse als optimal Lösung in Frage
kommen kann. Somit liegt der Vorteil der impliziten Enumeration gegenüber der
vollständigen Enumeration auf der Hand.
Bei der Schrankenberechnung wird je nach Problemart, Maximierungs- oder
Minimierungsproblem, eine obere oder untere Schranke (Bound) ermittelt.
Dieser Bound wird aus den Zielfunktionswerten der behandelten Teilmenge
, ist es erforderlich, eine Reihenfolge der Abarbeitung der
Teilmengen festzulegen. Die Auswahlregel gibt an, welche noch zu untersuchende Teilmenge als nächste behandelt werden soll. Die
bekanntesten Auswahlregeln sind:
-die LIFO-Regel bzw. die neueste Schranken (newest bound)-Regel
Teilmenge so lange weiter untersucht wird, bis sie ausgeschieden werden muss.
Die beste Schranken-Regel wählt die Teilmenge aus, die die günstigste
Formell lässt sich die obige allgemeine Beschreibung des Branch-und-
Gegeben sei ein ganzzahliges lineares Problem
Die Relaxation von (2.1):
Die Verzweigung wird mit dem folgenden Mehrschrittverfahren durch-
geführt.
Ausnahme bildet die Möglichkeit einer Parallelisierung des Branch-und-Bound-
Verfahrens. In SCHWARTZ S. 213ff. wird für das Problem der gemischt-ganzzahligen
Optimierung der Produktionsplanung gezeigt, dass sich die Effizienz durch entsprechende
Parallelisierung der Effizienz von Vektor-Supercomputern annähert.
8
Die günstigste Schranke ist bei einem Minimierungsproblem die kleinste untere Schranke.
Im Falle einer Maximierung ist sie die größte obere Schranke. In BURKARD (1987), S. 384
wird einschränkender Weise nur über die Regel der größten Schranke gesprochen. Die
etwas korrektere Bezeichnung der Regel ist eben die beste Schranken-Regel (Vgl.
HILLIER/LIEBERMANN S. 390.).
9
Vgl. KORBUT/FINKELSTEIN S. 160ff.
Abb. 2.1. Zerlegung des Problems in Teilmengen.
gelöst, so seien x*(k) die entsprechenden Maximallösungen. Gibt es ein
Von den weiteren Betrachtungen können alle jene Teilmengen
ausgeschlossen werden, für die
gilt.
Im wesentlichen sind die Verfahren von Land und Doig, von Dakin sowie
von Driebeek die grundlegendsten Branch-und-Bound-Verfahren zur
Lösung von (gemischt-) ganzzahligen Problemen. Die einzelnen Methoden
-in der Art und Weise, wie verzweigt wird und
-in der Auswahl der Knoten, zu dem im nachfolgenden Schritt
ihren Grundzügen erläutert werden.
2.2. Das Verfahren von Land und Doig
2.2.1. Die Beschreibung des Verfahrens von Land und Doig
zur Lösung gemischt-ganzzahliger, linearer Probleme. In der
Vorgehensweise gibt es keinen Unterschied, ob es sich um ein rein-
ganzzahliges oder gemischt-ganzzahliges Problem handelt.
Es wird zunächst das lineare Problem ohne Berücksichtigung der
Ganzzahligkeitsbedingung gelöst:
Die Optimallösung davon sei x*(1). Verletzt eine Komponente von x*(1),
bedingung, dann werden zwei neue lineare Programme (P2) und (P3)
aufgestellt:
Ganzzahligkeitsbedingung, so muss dieser Knoten verzweigt werden:
Vgl. BURKARD (1972), S. 173.
11
Die Methode von Driebeek wird hier nicht weiter betrachtet, weil sie zur Lösung von
großen gemischt-ganzzahligen linearen Problemen mit nur wenigen ganzzahligen Variablen
geeignet (Vgl. BURKARD (1972), S. 185ff., oder BEISEL/MENDEL, S. 290ff.).
12
Vgl. LAND/DOIG, S. 497-520 und BURKARD (1972), S. 173-180.
aufgestellt. Damit wird sichergestellt, dass das Maximum der optimalen
Zielfunktionswerte jener linearer Programme, die den Endknoten
aufgestellten linearen Programmes. Die Verzweigung wird in Abb. 2.2
Abb. 2.2: Verzweigung im zweiten Schritt.
Das Kriterium zur Auswahl der Knoten im Graph wird der größte Wert der
Zielfunktion in den Endknoten verwendet. Der durch das Auswahlkriterium
verzweigt werden.
Die Verzweigung, d.h., Generierung drei neuer linearer Programme (P(k)),
P(t)) und (P(m)), wird nach folgender Regel durchgeführt:
2.2.2. Der Algorithmus zum Verfahren von Land und Doig
Für das Optimierungsproblem (P):
lässt sich der Algorithmus des Branch-und-Bound-Verfahrens von Land und
Anfangsdaten:
k Indizes der ganzzahligen Variablen,
Konstante festgehalten werden,
1. Löse für λ := j-t, ..., j die linearen Programme
Hat das lineare Programm eine endliche Lösung x*(λ), so setze
Andernfalls setze f(λ) := 1.
Vgl. BURKARD (1972), S. 177f.
Arbeit zitieren:
Sandor Nevelö, 2002, Ganzzahlige lineare Programmierung mit Hilfe von Branch & Bound, München, GRIN Verlag GmbH
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