Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN ZUR PÄDAGOGISCHEN KOMPETENZ VON ELTERN 4
3 SOZIALE KOMPETENZEN. 5
4 PÄDAGOGISCHE KOMPETENZEN 6
5 FACHLICHE KOMPETENZEN. 8
6 ADMINISTRATIVE KOMPETENZEN. 9
7 PROFESSIONALITÄT VS. NICHTPROFESSIONALITÄT. 9
8 ZUSAMMENFASSUNG - FAZIT. 10
9 LITERATURVERZEICHNIS 13
2
1 Einleitung
„Die Jugend von heute...“ dieser Ausspruch ist bekannt und oft ausgesprochen von entrüstet dreinblickenden Gesichtern älterer Generationen, welche sich über das Benehmen junger Menschen oder Kindern pikieren. Zusätzlich gestützt wird so manches Vorurteil, wenn man
im Abendprogramm im TV bei Sendungen wie der „Super-Nanny“ 1 sieht, dass 5-Jährige ihre Mütter schlagen und damit einen echten Satansbraten abgeben.
Natürlich sind sie nicht unschuldig in Bezug auf ihr derartiges Verhalten, jedoch stellt sich hier auch die Frage: Welchen Einfluss haben die Eltern auf das Kind? Sind sie überhaupt in der Lage es zu erziehen?
Oder andersherum betrachtet: Was macht einen guten Erzieher aus? Bzw. Wie stellt sich die notwendige pädagogische Kompetenz von Eltern dar?
Das nachfolgende Werk versucht diese Problematik zu erörtern. Grundlage für diese Überlegungen bildet die Differenzierung der pädagogischen Kompetenz von Prof. Dr. Koring. Die Wahl fiel auf dieses Modell, da es aufgrund seiner konkreten Beschreibungen fassbarer ist, als beispielsweise das Modell einer pädagogischen Kompetenz von Paschen. Weiterhin ermöglicht die klare Abgrenzung einzelner Kompetenzfelder die Herstellung eines schlüssigen Bezug zum Alltag.
Begonnen wird zunächst mit einer allgemeinen Betrachtung um den Blick für den weiten Rahmen dieser Thematik zu schärfen. Hierbei werden alternative Definitionen von elterlicher Kompetenz erwähnt, sowie Eingrenzungen zum besseren Verständnis getroffen. Anschließend finden sich die verschiedenen Bestandteile einer pädagogischen Kompetenz nach Prof. Dr. Koring in einer differenzierteren Betrachtung wieder. Die Leitfrage dieser Kapitel ist, wie gestaltet sich jeweils eine soziale, pädagogische, fachliche und administrative Befähigung bzw. was ist in Bezug auf Eltern als Akteure deren Spezifikum. Zusammenfassend bleibt zu klären, ob sich hierbei von einer Professionalität sprechen lässt bzw. welche Neudefinition diese Begrifflichkeit erfahren muss, um auf so alltägliche Situationen angewandt zu werden. An diesen Aspekt reiht sich die Schlussbetrachtung an, in welcher auf grundlegende Probleme und mögliche Chancen der Erziehungskompetenz eingegangen wird.
1 Es ist natürlich zu beachtet, dass die jeweiligen Sender auf möglichst hohe Quoten angewiesen sind.
Daher sind die dargestellten Inhalte möglicherweise in ihrem Wahrheitsgehalt sehr fragwürdig.
3
2 Allgemeine Überlegungen zur pädagogischen Kompetenz von Eltern
Aufgrund des Technologiedefizits in der Pädagogik (vgl. Luhmann/Schorr zit. n. Baumert/Kunert 2006, S. 471) lässt sich die Fähigkeit, inwieweit pädagogisches Handeln vorliegt, schwer messen. Es lässt sich nicht eindeutig kategorisieren, ob eine Aktion richtig oder falsch war. Einzig anhand ihrer Auswirkungen lässt sich schlussfolgern, dass eine angestrebtes Ziel erreicht wurde oder nicht.
Insofern wäre für folgende Ausführungen die Übernahme des Begriffes ‚Kompetenzüber-zeugung’ 2 sinnvoll. Dieser ist „definiert als Kognitionen von Eltern, die sich auf die Erreichbarkeit von Zielen durch eigenes Handeln beziehen“ (Saile 2000, S. 0). Dabei handelt es sich um „bereichsspezifische, auf die Kindererziehung bezogene Erwartungshaltungen, die mit übergeordneten, generalisierten Erwartungen in Beziehung stehen“ (Saile 2000, S. 2). Die vorgeschlagene Eingrenzung hat einen stark psychologischen Zugang zum Thema, da die Interaktion zwischen Kind und Erwachsenen vielen emotionalen Momenten unterliegt, jedoch ermöglicht dieser Blickwinkel dem Abstraktum ‚pädagogische Elternkompetenz’ bzw. Erziehungskompetenz’ einen fassbareren Boden zu betreten.
Weiterhin werden die emotionalen Komponenten weitgehend ausgeblendet, da es Ziel dieser Arbeit ist, eine pädagogische Kompetenz für Eltern aus einer vorrangig pädagogischen Sichtweise zu betrachten. Realistisch gesehen findet Erziehung stets im komplexen Wechselspiel zwischen zwei der mehr Personen statt, jedoch würde eine umfangreiche Betrachtung aller Momente den Rahmen dieses Texten übersteigen. Ebenso sind auch Lehrer, welche die Zielpersonen des Modells von Baumert und Kunert darstellen, auf einen idealerweise neutralen Umgang mit ihren Schülern angewiesen, da ansonsten keine objektive Bewertung stattfinden könnte.
Der Bezug zur Kompetenzüberzeugung impliziert folglich einen sehr subjektiven Charakter der Analyse, da das Erziehungsgeschehen jeweils von den Modellvorstellungen der Eltern abhängig ist.
„Kompetenzüberzeugungen sollen unabhängig vom Wissen über die Entwicklung und Erziehung von Kindern sowie unabhängig von anderen allgemeinen Fähigkeiten der Eltern sein, wie beispielsweise der kognitiven Verarbeitungskapazität. (Johnston/Mash zit. n. Saile 2000, S. 2)
2 Diese Bezeichnung entstammt einem Fragebogen von Helmut Saile, welcher zur Erfassung der Kom-petenzüberzeugung und des Selbstwertgefühls von Eltern erstellt wurde (siehe Literaturverzeichnis).
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Arbeit zitieren:
Kristina Eichler, 2009, Wie steht es um die pädagogische Kompetenz in den heimischen vier Wänden?, München, GRIN Verlag GmbH
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