Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Das zentrale Problem des Berufs 2
1.1 Problemaufriss 3
1.2 Bedeutung für die Berufspädagogik 3
2. Der Beruf als berufspädagogisches Problem 4
2.1 Der Berufsbegriffs in seiner historischen Entwicklung 4
2.2 Abgrenzung zweier Sichtweisen auf die Berufspädagogik 5
2.3 Beruflichkeit als erziehungswissenschaftliches Konstrukt 6
2.3.1 Folgen für das Duale System 6
2.3.2 Vor- und Nachteile einer Modularisierung für das
Duale System 8
2.3.3 Beruflichkeitsbewusstsein 8
2.4 Gesellschaftliche Megatrends und Entwicklungen im
Besch äftigungssystem 9
3. Arbeitslosigkeit als berufspädagogisches Problem 11
3.1 Bedeutung der Berufspädagogik. 11
3.2 Konsequenzen für die Berufspädagogik 12
4. Fazit 13
Literaturverzeichnis 14
Einleitung
„Im Jahre 2020 herrscht in Deutschland Vollbeschäftigung“. So lauteten die Worte des SPD Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Ohne in eine wahlpolitische Diskussion abdriften zu wollen stellt sich die Frage, ob dieses Vorhaben mit den derzeitigen berufspädagogischen Strukturen in Deutschland möglich ist oder zu welchen Problemen es kommen könnte.
Diese Ausarbeitung beschäftigt sich daher grundlegend mit den Problemen, mit denen sich das Konstrukt Beruf konfrontiert sieht. Hierzu ist ein kurzer geschichtlicher Abriss des Berufsbegriffs unerlässlich. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Faktoren, die einen Beruf ausmachen geworfen. In diesem Zusammenhang wird näher auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Dualen Systems eingegangen. Um auch die Arbeitnehmerseite zu beleuchten, wird das eigentliche Beruflichkeitsbewusstsein genauer erläutert. Hier steht die Zentrale Frage im Fokus, wann man eine ausgeübte Tätigkeit als Beruf empfindet. Ebenfalls Berücksichtigung finden die nicht unwesentlichen Megatrends und Entwicklungen im Beschäftigungssystem. Um dieser Ausarbeitung einen praktischen Aspekt zu geben, wird die aktuelle Problematik der Jugendarbeitslosigkeit grob umrissen. Das der Berufspädagogik nach wie vor ein großer Stellenwert zugesprochen wird steht außer Frage. Gerade in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit steht sie in großer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Doch sind für die relativ hohe Arbeitslosenquote nur die (potenziellen) Arbeitnehmer verantwortlich oder besitzt die berufliche Aus- und Weiterbildung in Deutschland zu steife und wenig flexible Strukturen? Zukünftige mögliche Veränderungen werden daher ebenso diskutiert wie mögliche Konsequenzen für die Berufsbildung. Unter diesem Aspekt wird der Beruf als zentrales Element der menschlichen Existenz kontrovers diskutiert.
1. Das zentrale Problem des Berufs
In diesem Kapitel wird erläutert, welchen Stellenwert der Beruf für die Menschen in der heutigen Gesellschaft hat. Hierbei steht die zentrale Frage im Raum, mit welchen Problemen und Hürden sich das alternde Konstrukt »Beruf« in der heutigen modernen und flexiblen Gesellschaft konfrontiert sieht.
1.1 Problemaufriss
Der Wert eines regelmäßig ausgeübten Berufs, gerade in der heutigen Gesellschaft, ist nicht von der Hand zu weisen. So verdeutlicht Brakelmann die Relevanz und den ordnenden Stellenwert einer regelmäßig ausgeübten Tätigkeit unter dem Aspekt, dass ein Leben ohne Erwerbsarbeit seine ordnende Mitte verliert. Ohne diese Mitte sei aber keine Existenz auf Dauer möglich (vgl. Brakelmann 1988, S. 199). Hiermit spricht er also nicht nur die existenzsichernde Funktion, sondern auch den Beruf als das zentrale Ordnungsgefüge eines Menschen an. Die Funktionen und Aufgaben des Berufs unterliegen jedoch auch in der Wissenschaft sehr kontroversen Diskussionen. So ist vielen Forschungsansätzen gemein, dass der Beruf auf der einen Seite immer noch die obige These erfüllt, jedoch gleichzeitig auf der anderen Seite in einem Konflikt zwischen Sinngebung und der von Brakelmann zentralisierten Existenzsicherung steht (vgl. Pätzold/Wahle 2000, S. 524). Der Charakter des Berufs wird hierbei keinesfalls in Frage gestellt. Vielmehr geht es darum, ob das Konstrukt Beruf immer noch seinen eigenen ursprünglichen Idealen entspricht oder sich immer weiter von seinem eigentlich zugeführten Sinn entfernt. Dass die Partizipation an der Gesellschaft durch eine regelmäßig ausgeführte Tätigkeit beschleunigt wird liegt hierbei auf der Hand (vgl. Pätzold/Wahle 2000, S. 525). Jedoch muss auch berücksichtigt werden, dass ein Beruf wesentlich mehr Funktionen erfüllt. Schade untersuchte weitere Aspekte des Berufsbildes und filterte mit der Bildungs-, der erwerbswirtschaftlichen- und der sozialen Funktion drei relevante Dimensionen heraus (vgl. Schade 2006, S. 75). Auf die Bedeutungen dieser Funktionen soll an dieser Stelle, sofern dies überhaupt nötig ist, nicht näher eingegangen werden. Vielmehr wird hier der Umfang möglicher Definitionen dargestellt.
1.2 Bedeutung für die Berufspädagogik
Für die Berufspädagogik ergeben sich zwei zentrale und elementare Frage- bzw., auf weite Sicht, Problemstellungen. Vernachlässigt werden muss hier der Aspekt, ob die Berufswahl frei getroffen oder eine aus der Not entstandene Zweck- und Übergangslösung aus erwerbswirtschaftlichen Gründen ist. Es gilt zu klären, ob das Konstrukt Beruf seiner Orientierungsfunktion in einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt mit dynamischen Tätigkeitsstrukturen weiterhin gerecht wird. Des Weiteren ist zu untersuchen, inwiefern berufspädagogischer Handlungsbedarf unter dem Aspekt der Arbeitslosigkeit besteht. Hierbei muss ein besonderes Augenmerk auf die sinkenden Ausbildungsplatzangebote und den dadurch verhinderten
Ausbildungschancen gerichtet werden (vgl. Pätzold/Wahle 2000, S. 525). Die daraus direkt resultierende Folge ist der Gang in die Arbeitslosigkeit.
2. Der Beruf als berufspädagogisches Problem
Um den Beruf als berufspädagogisches Problem zu identifizieren, muss an dieser Stelle näher auf die Bedeutung des Berufsbegriffs im Rahmen seiner historischen Entwicklung eingegangen werden. Des Weiteren werden zwei verschiedene Sichtweisen auf die Berufspädagogik beleuchtet. Dadurch lässt sich das zentrale Problem anschaulich darstellen. Ebenfalls berücksichtigt werden mögliche Veränderungen für das Duale System sowie gesellschaftliche Megatrends.
2.1 Der Berufsbegriffs in seiner historischen Entwicklung
Dass der Beruf eine sozial- und ordnungsstabilisierende Funktion hat wird als allgemein gültige Aussage betrachtet. Um den Beruf jedoch als berufspädagogisches Problem zu deuten, muss man sich in erster Linie der geschichtlichen Entwicklung dieses Begriffs bewusst werden. Folgendes Schaubild soll die Entstehung des heutigen Berufsbegriffs näher veranschaulichen:
Religiöse Berufsidee:
Sie definiert berufliches Handeln als Gottesdienst (vgl. Pätzold/Wahle 2000, S. 526). Traditionell-ständische Berufsauffassung:
Die berufliche Tätigkeit ist sozial gebunden und soll die bestehende Ordnung stabilisieren (vgl. Pätzold/Wahle 2000, S. 526). Hier lässt sich auch der Begriff der Ständegesellschaft nennen. Der soziale und gesellschaftliche Status gab das Berufsideal vor.
Idealistisch-ganzheitliche Berufsvorstellung:
Ihr liegt als Basis der individuellen Selbstverwirklichung die freie Berufswahl zugrunde (vgl. Pätzold/Wahle 2000, S. 526).
Arbeit zitieren:
Stefan Schalowski, 2009, Krisendebatte über die Berufsproblematik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung: Krisendebatte über die Berufsproblematik ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung: neuer Titel erschienen: Krisendebatte über die Berufsproblematik
Stefan Schalowski hat einen neuen Text hochgeladen
Studienbuch Theorien der beruflichen Bildung
Grundzüge der Diskussion im 20...
Ute Lange, Klaus Harney, Sylvia Rahn, Heidrun Stachowski
Berufliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung
Forschungsstand und Forschungs...
Ute Grabowski
Berufliche Bildung für nachhaltiges Wirtschaften
Konzepte - Curricula - Methode...
Ernst Tiemeyer, Karl Wilbers
Basiswissen Pädagogik. Pädagogische Arbeitsfelder 4. Berufs- und Erwac...
Berufs- und Erwachsenenpädagog...
Rolf Arnold
Berufliche Bildung - Innovation - soziale Integration / mit CD-ROM
Internationale Wettbewerbsfähi...
Georg Spöttl, Peter Kaune, Josef Rützel
Individuelle Förderplanung Berufliche Integration
Benachteiligte Jugendliche fin...
Barbara Koch, Johannes Kortenbusch
0 Kommentare