Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 1
Ausl änder versus Migranten
2. 1
Problematik der Kategorisierung
3. (Spät-)Aussiedler 3
3.1. im Allgemeinen 3
4
die Situation
3.2.1. Gesonderte Betrachtung als Seiteneinsteiger 4
3.2.2. Bildungschancen der Aussiedlerkinder 4
3.2.3. Einfluss von Sprachdefiziten 5
3.3. Förderungsansätze 6
3.4. Schulische Unterschiede zwischen Herkunftsland und 7
Deutschland
3.5. Monokultur versus Multikultur 8
4. Fazit 9
5. Bibliographie 11
1. Einleitung
Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien stellen seit Beginn verschiedener Wanderungswellen nach Deutschland eine große Gruppe im Bereich des Bildungswesens dar. In ihrer schulischen Laufbahn, die entscheidend für spätere berufliche Chancen und ihre soziale Integration ist, sind sie mit zahlreichen Problemen konfrontiert, die ihren Entwicklungsverlauf beeinträchtigen. Hierbei ist wohl die eventuell mangelnde Sprachkompetenz im Deutschen an erster Stelle zu nennen (Herwartz-Emden 2003: 661). Insbesondere seit Bekanntmachung der ersten PISA-Ergebnisse, in denen deutlich geringere Bildungserfolge von Migrantenkindern im Vergleich zu autochthonen deutschen Gleichaltrigen zu erkennen sind, ist die Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungswesen Gegenstand bildungspolitischer Diskurse und empirischer Analysen. In diesen wird vor allem versucht näher zu bestimmen, warum sich das deutsche Schulsystem offensichtlich bis heute schwer tut, Migrantenkinder angemessen zu fördern und zu integrieren (Stanat 2006: 190). Innerhalb dieser Hausarbeit möchte ich
die Problematik seiner Definition darstellen. Danach befasse ich mich mit den Kindern der Migrantengruppe der Aussiedler. Auf die junge Generation dieser Zuwanderer sollte besonderes Augenmerk gelegt werden, da sie meistens nicht wie viele Kinder ausländischer Eltern in Deutschland geboren sind, sondern durch eine späte Migration als Seiteneinsteiger in das deutsche Bildungssystem gelten. Auf ihre Bildungschancen vor allem im Zusammenhang mit der Zuwanderungsgeschichte und deutschen Sprachkenntnissen konzentriere ich mich daher spezifisch. Danach möchte ich auf die Ansätze des deutschen Bildungssystems eingehen, Aussiedlerkinder zu fördern und zu integrieren sowie die darin liegenden Problematiken erläutern. Hierbei ist vor allem die Konzentration auf Monolingualität beziehungsweise -kulturalität im deutschen System und die massiven Unterschiede zwischen den Schulen der Herkunftsländer der Migrantenkinder und den deutschen hervorzuheben.
Ausländer versus Migranten Problematik der Kategorisierung 2.
Der Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ist von 7,2 % im Jahre 1980 auf 8,1 % im Jahre 2004 gestiegen. Ende 2004 lebten rund 6,717 Millionen ausländische Staatsangehörige in Deutschland (Migrationsbericht 2005: 103).
1
Grundlage solcher Ausländerstatistiken ist der juristische Ausländerbegriff und nicht der Begriff des Migranten. Als Ausländer gelten alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikel 116 Absatz 1 Grundgesetz sind (Herwartz-Emden 2003: 662). Unter bildungsbezogenen Gesichtpunkten sind die Kategorien
und die statistische Erfassung der
Schülerschaft nicht-deutscher Herkunft über das Merkmal der Nationalität insofern problematisch, da es bei der Beurteilung der Situation dieser Gruppe weniger um die Staatsangehörigkeit als vielmehr um den Zuwanderungsprozess und die Integration dieser Menschen in die deutsche Gesellschaft geht (Herwartz-Emden 2003: 661). Schülerinnen und Schüler, die zwar aus zugewanderten Familien stammen, aber die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, sind in den meisten amtlichen Statistiken aufgrund dieser Ausländerdefinition nicht enthalten. Gleichzeitig fallen aber auch Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren wurden, aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit innehaben, unter den Be ohl sie die für das schulische Lernen richtungsweisenden Sozialisationsprozesse im deutschen Umfeld durchlaufen haben. Nur wenige der Schüler mit Migrationshintergrund sind nämlich tatsächlich aus einem anderen Staat zugewandert und somit im wörtlichen Sinne ausländischer Herkunft. Die Mehrzahl der ausländischen Familien befindet sich schon seit mehreren Generationen in Deutschland. Somit führt die Bewertung schulischer Aspekte von Kindern mit Migrationshintergrund anhand der Nationalität zu einer Fehleinschätzung der Gesamtsituation (Stanat 2006: 189).
In diesem Zusammenhang ist auf eine äußerst große Zuwanderergruppe aufmerksam zu machen, die nicht unter die Rubrik Die Aussiedlerjugendlichen, welche in bundesweiten Erhebungen nicht gesondert aufgeführt werden, sondern in die Schülerstatistiken der Deutschen eingehen (Karakasoglu-Aydin 2001: 280). Spätaussiedler, ihre Nachkommen und ihre bei Verlassen des Herkunftsgebietes seit drei Jahren mit ihnen verheirateten Ehegatten erhalten automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, obwohl sie im Gegensatz zu hier sozialisierten Kindern aufgrund der meist späten Zuwand deutsche Bildungssystem gelten (Migrationsbericht 2005: 102-103).
Aufgrund dieses späten Einstiegs sind sie trotz deutscher Staatsbürgerschaft mit ähnlichen Problemen konfrontiert wie eingewanderte Kinder mit ausländischem Pass. Diese Tatsache macht es notwendig, einen genauen Blick auf die schulischen Karrieren der Kinder dieser Bevölkerungsgruppe zu werfen (Karaksoglu-Aydin 2001: 280).
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Arbeit zitieren:
Silke Vollhase, 2007, Ungleiche Bildungschancen und Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag GmbH
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