Inhaltsverzeichnis
1. Zielstellung - 4
2. Historische Entwicklung des Systemmodells - 5
3. Visualisierung sozialer Systeme - 7
3.1 Systembegriff der systemischen Organisationsberatung - 7
3.2 Problemlösungen aus systemischer Sicht - 10
3.3 Schritte der Visualisierung - 11
3.3.1 Orientierungsphase - 11
a) Aufbau einer positiven Beziehung - 12
b) Festlegung des Themas - 13
c) Festlegung des Ziels - 13
d) Kontrakt über das Vorgehen - 14
3.3.2 Klärungsphase - 14
a) Schilderung der Problemsituation - 14
b) Definition des sozialen Systems - 14
c) Schilderung der Personen des sozialen Systems - 15
d) Visualisierung des sozialen Systems - 15
e) Klärung des bestehenden Systems - 16
3.3.3 Veränderungsphase - 17
a) Prozessarbeit mit Hilfe der Visualisierung - 17
b) Übertragung in die Realität - 18
3.3.4 Abschlussphase - 18
a) Kontrakt des Klienten mit sich selbst - 18
b) Kontrakt zwischen Klient und Berater - 18
c) Kontrakt über den Abschluss der Beratung - 18
4. Zirkuläre Frage - 20
4.1 Funktionen zirkulärer Fragen - 21
4.2 Klassifikationsmöglichkeiten zirkulärer Fragen - 22
5. Projektarbeiten - 24
5.1 Ein erstes Gespräch mit zirkulären Fragen - 24
5.1.1 Transkription - 24
5.1.2 Auswertung des Gesprächs - 25
5.2 Visualisierung eines sozialen Systems mit Hilfe zirkulärer Fragen - 28
5.2.1 Orientierungsphase - 28
5.2.2 Klärungsphase - 28
a) Schilderung der Problemsituation - 28
b) Definition des sozialen Systems - 29
c) Schilderung der Personen im sozialen System - 29
d) Visualisierung des sozialen Systems - 29
e) Klärung des bestehenden Systems - 30
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5.2.3 Methodische Auswertung der Visualisierung - 31
a) Orientierungsphase - 31
b) Klärungsphase - 32
6. Resümee in Bezug auf die angewendeten Verfahren - 34
7. Literaturverzeichnis - 35
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1. Zielstellung
Ziel meiner Hausarbeit ist es, ein soziales System mit Zuhilfenahme von zirkulären Fragen zu visualisieren.
Ich möchte im zweiten Kapitel die historische Entwicklung des Systemmodells skizzieren.
Im dritten Kapitel werde ich zunächst auf den Systembegriff und mögliche Lösungsansätze aus Sicht der systemischen Organisationsberatung eingehen, bevor ich das Verfahren der Visualisierung sozialer System in allen Phasen theoretisch beschreibe. Im vierten Kapitel erkläre ich die Grundlagen von Zirkulären Fragen und ihre Klassifikationsmöglichkeiten. Im Anschluss werde ich ein erstes Gespräch mit Hilfe zirkulärer Fragen führen und kurz auswerten. Dieses Gespräch war Projektaufgabe des Seminars.
Im fünften Kapitel werde ich eine Visualisierung mit Hilfe zirkulärer Fragen bis zur Veränderungsphase durchführen und auswerten. Die Visualisierung war eine weitere Projektaufgabe des Seminars. Die dritte und letzte Projektaufgabe habe ich in meine Auswertung der Visualisierung mit einfließen lassen.
Den Abschluss dieser Hausarbeit bildet ein kurzes Resümee über beide Verfahren.
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2. Historische Entwicklung des Systemmodells
Das Systemmodell ist in den 40er Jahren entwickelt worden. Zu diesem Zeitpunkt hat man erkannt, dass lineare Handlungsmodelle, wie zum Beispiel das Eigenschafts-, das Maschinen- und das Handlungsmodell nicht ausreichen um komplexere Sachverhalte zu erklären.
„Immer mehr tritt uns auf allen Gebieten, von subatomaren zu organischen und soziologischen, das Problem der organisierten Kompliziertheit gegenüber, das anscheinend neue Denkmittel erfordert - anders ausgedrückt - verglichen mit linearen Kausalketten von Ursache und Wirkung, das Problem von Wechselwirkungen in Systemen. Damit gelangen wir aber zur Systemtheorie“ (Bertalanffy 1972, S. 20). Das Systemmodell ist der erste Ansatz, der eine Alternative zum klassischen Ursache-Wirkung-Muster bietet. In einem „System wirken zahlreiche Faktoren aufeinander, die das System stabilisieren“ (König / Volmer 1999, S. 23). Situationen, Entwicklungen und Sachverhalte lassen sich also nicht mehr auf einen einzelnen Faktor zurückführen.
Dieser allgemein systemtheoretische Ansatz war der Ausgangspunkt für weitere systemische Denkweisen in den verschiedensten Gegenstandsbereichen. Dies betraf technische, biologische und ökologische Systeme. Niklas Luhmann übertrug die systemische Denkweise Bertalanffys auf soziale Prozesse und entwickelte daraus die erste Theorie sozialer Systemen (vgl. König / Volmer 1999, S. 29f). Allerdings stellt Luhmann soziale Systeme aus einer soziologischen Perspektive dar, „bei der der handelnde Mensch als Subjekt nicht in den Blick kommt“ (König / Volmer 1999, S. 31).
Gregory Bateson entwickelte einen Ansatz, der die Voraussetzungen des systemthe-oretischen Ansatzes von Bertalanffy erfüllte und dabei den Menschen als handelnde Person in den Mittelpunkt stellte (vgl. König / Zedler 1998, S. 191) . Auf Grundlage dieser Theorie der sozialen Systeme handelnder Menschen wurden weitere systemische Ansätze in unterschiedlichen Anwendungsbereichen entwickelt. Diese Ansätze sind die systemische Kommunikationstheorie, die systemische Familientherapie und die systemische Organisationsberatung (vgl. König / Volmer 1999, S. 33ff).
Die theoretischen Grundlagen für meine Hausarbeit stammen aus der systemischen Organisationsberatung und der Familientherapie. Das Verfahren zur Visualisierung
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sozialer Systeme ist Bestandteil der systemischen Organisationsberatung. Die zirkuläre Fragemethode wurde im Bereich der Familientherapie entwickelt. Ich werde im nächsten Kapitel zunächst auf die Grundlagen der systemischen Organisationsberatung eingehen und das Verfahren der Visualisierung sozialer Systeme Schritt für Schritt theoretisch erläutern.
Die zirkuläre Fragemethode und ihre theoretischen Grundlagen werde ich anschließend im vierten Kapitel genauer darstellen.
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3. Visualisierung sozialer Systeme
Dem Verfahren der Visualisierung sozialer Systeme liegen der Systembegriff der systemischen Organisationsberatung und die Problemlösung aus systemischer Sicht zu Grunde. Diese beiden Begriffe möchte ich zunächst klarlegen.
3. 1 Systembegriff der systemischen Organisationsberatung
König und Volmer bestimmen auf der Basis von Batesons Systembegriff die Merkmale sozialer Systeme genauer. Soziale Systeme besitzen nach König/Volmer sechs Merkmale, die ich in nun genauer erläutern möchte (vgl König/Volmer 1999, S. 35ff):
a) Personen als Elemente sozialer Systeme
„Im Rahmen von Beratung ist die Aufmerksamkeit zunächst auf die Personen des jeweiligen sozialen Systems gerichtet“ (König / Volmer 1999, S. 35). Personen sind die Elmente eines sozialen Systems. Zum Beispiel können jeweils die Mitarbeiter einer Abteilung oder die Mitglieder einer Familie die Elemente eines sozialen Systems bilden.
Soziale Systeme sind nicht fest definiert. „Soziale Systeme bestehen somit nicht „an sich“, sondern die Definition des Systems ergibt sich aus der Sicht des Beobachters“(König/Volmer 1999, S. 36). Welche Personen zu einem sozialen System gehören muss also von Fall zu Fall neu festgelegt werden. Beispiel: Es kann sein, dass ein Problem nur zwischen zwei Mitgliedern eines
b) Subjektive Deutungen
Die Elemente (die Personen) eines sozialen Systems machen sich ein Bild von ihrer Situation. An diesem Bild richten die Personen ihr weiteres Handeln aus. „Dass heißt die Personen des sozialen Systems machen sich Gedanken über sich und ihre Umwelt, sie verfolgen persönliche Ziele und bewerten Situationen“(König/Volmer 1999, S. 37).
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Arbeit zitieren:
Jan Schamberger, 2003, Visualisierung sozialer Systeme mit Hilfe zirkulärer Fragen, München, GRIN Verlag GmbH
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