III
INHALTSVERZEICHNIS
Abk ürzungsverzeichnis Fehler Textmarke nicht definiert.
1 Einleitung 1
2 Definitionen. 2
2.1 Individualhotellerie. 2
2.2 Kettenhotellerie. 2
2.3 Finanzierung 3
3 Finanzierungsproblematik in der Hotellerie 4
4 Herkömmliche Finanzierungsformen 5
4.1 Innenfinanzierung 5
4.2 Außenfinanzierung. 5
5 Finanzierungsalternativen. 6
5.1 Leasing. 7
5.1.1 Operating-Leasing 7
5.1.2 Financial-Leasing 8
5.1.3 Sale-and-lease-back-Verfahren 9
5.1.4 Vor- und Nachteile in der Praxis 9
5.2 Factoring 11
5.2.1 Echtes und unechtes bzw. stilles und offenes Factoring 12
5.2.2 Vor- und Nachteile in der Praxis 13
5.3 Mezzanine-Kapital. 14
5.3.1 Stille Gesellschaft. 15
5.3.2 Nachrangdarlehen. 16
5.3.3 Genussrechte 16
5.3.4 Vor- und Nachteile in der Praxis 17
IV
6 Fazit 19
Anhangsverzeichnis 22
Quellenverzeichnis 23
Anhang 25
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS i.d.R. in der Regel etc. et cetera EDV Elektronische Datenverarbeitung z.B. zum Beispiel HGB Handelsgesetzbuch d.h. das heißt KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau
1. EINLEITUNG
Um auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben zu können, müssen sich Hotels auf die stetig ändernden Bedürfnisse ihrer Klientel einstellen und versuchen diesen Veränderungen durch Anpassungen in der Angebotsstruktur nachzukommen. Die Umsetzung dieser Veränderungen erfordert Investitionen verschiedenster Art. In der Hotellerie lassen sich Investitionen in die Finanzierungsbereiche Existenzgründung und Existenzsicherung unterscheiden. Beide erfordern ein hohes Maß an Kapitaleinsatz, welcher sich aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt. Zu Beginn einer Hotelunternehmung muss mehrfach Fremdkapital aufgenommen werden. Hierfür werden die Sicherheiten des Hotels anhand von Unternehmensform, Betriebsgröße und Eigenkapitalquote zu überprüft, bevor der Fremdkapitalgeber in die Unterstützung einwilligt. Bereits bei der Gründung eines Hotels fallen hohe Kosten in Form von Vorinvestitions- und Voreröffnungskosten an, welche unter anderem für Mitarbeiter, Vorräte und Anlagen benötigt werden. Hauptsächlich werden diese mit Hilfe von Fremdkapital finanziert. Allerdings benötigt auch die Existenzsicherung der Hotelunternehmung Investitionen in den laufenden Betrieb. Diese werden zum Beispiel zur Modernisierung und Anpassung verwendet, so dass ein am Markt erfolgreich bestehendes Produkt aufrechterhalten werden kann.
Hotels weisen eine überwiegend langfristige Struktur von Verbindlichkeiten auf, welche in Kombination mit der ungünstigen Kapitalstruktur die Liquidität der Unternehmen in hohem Maße beeinflusst. Zins- und Tilgungsbelastungen durch Verbindlichkeiten fordern zum einen mehr Liquidität und zum anderen permanenten Kapitalzuschuss. Oftmals genügen herkömmliche Finanzierungsformen nicht mehr, um eine gezielte oder kurzfristige Finanzierung in bestimmten Phasen der Unternehmung durchzuführen. Ziel dieser Arbeit ist es allgemeine Finanzierungsmöglichkeiten kurz vorzustellen und um wichtige alternative Formen der Finanzierung zu ergänzen. Weiterhin sollen diese alternativen Möglichkeiten in ihrer Anwendung bewertet, sowie Schwierigkeiten des
Einsatzes näher erläutert werden. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem urteilenden Fazit, in welchem die Ausdehnung des Einsatzes der vorgestellten Formen dargelegt wird.
2 DEFINITIONEN 2.1 Individualhotellerie
Der Begriff Individualhotellerie beschreibt die Gesamtheit der Einzelunternehmungen, welche vom Unternehmer oder dessen Familie geführt werden. Diese sind im Allgemeinen Pacht- oder Eigentümerbetriebe. 1 Besonderheiten der Individualhotellerie:
Risiko, Haftung und Verantwortung des Erfolgs der Unternehmung liegt beim Einzelunternehmer
Vorrangig kleine und mittlere Unternehmen, welche sich im unteren und mittleren Preis- und Qualitätssegment angesiedelt haben Entweder Einheit von Kapital und Geschäftsführung (Eigentümerbetrieb) oder Einheit von Inhaber und Geschäftsführung (Pachtbetrieb) Die Individualhotellerie weist erhebliche Unterschiede im Hinblick auf das Qualitätsniveau der Hotels auf. Als wettbewerbsfähig gelten solche Hotels, die flexibel auf Gästewünsche eingehen können, die ihr Hauptaugenmerk auf Qualität legen und dabei unverwechselbare Produkte schaffen. 2
2.2 Kettenhotellerie
Der Begriff Kettenhotellerie stellt die Gesamtheit der Hotels einer Hotelgesellschaft, also Hotelkonzernen und -ketten, dar, welche allesamt einer Leitung in Form einer
1 Vgl. Henschel, 2005, S. 30.
2 Vgl. Henschel, 2005, S. 31.
Zentrale unterstehen. Weiterhin ist in diesem Zusammenhang ein einheitliches Konzept, welches sich insbesondere durch das Kreieren einer Marke herausstellt, von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund wird parallel zur Kettenhotellerie auch von Markenhotellerie gesprochen. Besonderheiten der Kettenhotellerie:
Komplette oder teilweise Einschränkung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit der einzelnen Hotels
Organisatorische, kapitalmäßige und juristische Verbundenheit der Hotels Mögliche Betriebsformen sind: Filialbetriebe, Franchisebetriebe, Pachtbetriebe oder Betriebe innerhalb eines Managementvertrages Funktionsentkoppelung: Trennung von Kapital/Eigentum und Geschäftsführung/Management
Einzelne Hotels werden von einem Manager beziehungsweise Generalmanager geleitet, der wiederum Angestellter des Konzerns ist. 3
2.3 Finanzierung
Bevor Güter und Dienstleistungen bereitgestellt werden können, ist es notwendig, dass Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital) zur Verfügung stehen, welche vorab finanziert werden müssen. Aufgrund der zeitlichen Differenz zwischen dem Kapitalbedarf und dessen Rückfluss aus den getätigten Unternehmensumsätzen entsteht ein Finanzierungsbedarf. Dieser kann sowohl durch Eigenkapital als auch durch Fremdkapital gedeckt werden. Finanzierung ist demnach „die Beschaffung und Bereitstellung finanzieller Mittel“ 4
Unter Eigenkapital fasst man sämtliche Einlagen der Gesellschafter oder Aktionäre und solche monetären Werte, die während der Umsatztätigung erzielt wurden. Fremdkapital hingegen bezeichnet Kapital, welches einem Unternehmen extern für eine gewisse Zeitspanne anvertraut wird.
3 Vgl. Henschel, 2005, S. 32.
4 Übelhör/Warns, 2002, S. 11.
Des Weiteren sind die Begriffe Finanzierung und Investition zusammenhängend zu betrachten, denn die Investition repräsentiert die Kapitalverwendung, wohingegen die Finanzierung für die Kapitalbeschaffung steht.
Um eine Finanzierungsentscheidung zu treffen, sollten die Aspekte Rentabilität, Liquidität und Sicherheit in den Vordergrund rücken. 5 Rentabilität bezeichnet die Relation zwischen dem Gewinn und eingesetzten Mitteln, während ein Unternehmen als liquide bezeichnet wird, wenn es zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. 6
3 FINANZIERUNGSPROBLEMATIK IN DER HOTELLERIE
Hotelneugründungen erfordern überwiegend eine hohe Aufnahme von Fremdkapital, da eigenes Gründungskapital größtenteils nicht oder in zu geringem Maße vorhanden ist. Selbst Investitionen im laufenden Betrieb verlangen vornehmlich Fremdkapital, sollte die Innenfinanzierungskraft nicht ausreichend sein. Einige Betriebe weisen sogar Minuskapital auf, was die Finanzierung mit Hilfe von Fremdkapital nahezu unumgänglich macht.
Der geringe Eigenkapitalanteil 7 der Hotelbetriebe erweist sich für die Finanzierung von notwendigen Investitionen als schwierig, denn oft sind nötige Sicherheiten, die es für die Bereitstellung von Fremdkapital vorzuweisen gilt, nicht gegeben. Zudem erhöht sich der bereits vorhandene hohe Fixkostenanteil in der Hotellerie durch die Aufnahme von Fremdkapital in Form von Zinszahlungen. Des Weiteren sollte hervorgehoben werden, dass die Bonität der Hoteliers und deren finanzieller Handlungsraum stark eingeschränkt werden. Darüber hinaus leidet die Eigenständigkeit des Unternehmers in Folge einer hohen Fremdkapitalquote und die Entscheidungsfreiheit wird enorm eingegrenzt. 8
5 Vgl. Übelhör/Warns, 2002, S. 11.
6 Vgl. Petersen, Finanzierungsskript, WS 08/09.
7 Siehe Abbildung 2
8 Vgl. Henschel, 2005, S. 276.
Arbeit zitieren:
Vanessa Liebig, 2010, Finanzierungsalternativen in der Hotellerie, München, GRIN Verlag GmbH
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