Ruetz Stefan Serious Play SS 2005
Inhaltsverzeichnis
Erster Eindruck 3
Das integrale Modell organisationalen Lernens 3
ICH und LEGO „spielen“ 4
Erste Zusammenfassung nach dem integralen Modell 4
Meine Fähigkeiten und LEGO „spielen“ 5
Zweite Zusammenfassung nach dem integralen Modell 5
WIR und LEGO „spielen“ 5
Dritte Zusammenfassung nach dem integralen Modell 6
Das System und LEGO „spielen“ 6
Vierte Zusammenfassung nach dem integralen Modell 7
Fazit und Ausblick 7
Literatur 9
In meinen folgenden Ausführungen beziehe ich mich immer auf beide Geschlechter glei-
cherma ßen.
2
Ruetz Stefan Serious Play SS 2005
Erster Eindruck
Am Morgen des ersten Tages war ich zuerst einmal überrascht und überwältigt - 3 Dozenten für eine Gruppe? Das war ich von unserer Universität her nicht gewohnt. Und dann kamen die auch noch mit einer Menge LEGO-Klötzen im Gepäck! Skepsis machte sich in mir breit, denn angesichts von drei Dozenten musste die Sache ja wichtig sein, aber was hatten die mit Spielzeug am Hut? Die Skepsis wich der Neugierde und diese dann dem Staunen in diesen drei Tagen, aber alles der Reihe nach …
Das integrale Modell organisationalen Lernens
Meine Reflexion möchte ich anhand des integralen Modells organisationalen Lernens aufbauen - dieses Modell unterteilt organisationales Lernen in vier Quadranten und möchte genau die Elemente, die sonst nicht vorkommen (Emotionen, Leiblichkeit), integrieren. Dabei werden im ersten Quadranten die innerlichen Lernprozesse des einzelnen Individuums erfasst (Ich), im zweiten die nach außen hin sichtbaren Prozesse des Individuums (Es) benannt, im dritten das intersubjektive Lernen in der Gruppe (Wir) beleuchtet und im letzten Quadranten wird auf das systemische Lernen, auf Ressourcen, Technologien, Struktu-ren fokussiert 1 .
Da ich auch einen „Wandel“ in meiner Seminararbeit einbauen will, möchte ich nun die weiteren Ausführungen, was ich noch nie gemacht habe, farblich unterlegen - nach den vier Quadranten des Modells strukturiert.
1 vgl. Küpers 2005, S. 2f
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Ruetz Stefan Serious Play SS 2005
ICH und LEGO „spielen“
Die Aufgabe lautete, mit LEGO-Klötzen den höchsten Turm von allen zu bauen - was wollten die damit nur bezwecken? Mit LEGO an sich hatte ich ja kein Problem, das war mir vertraut und ich hatte immer gern damit gespielt; aber was hatte das mit Organisationsentwicklung zu tun und was sollten wir mit diesem Kinderspielzeug? Ich reagierte zuerst sehr skeptisch auf diese für mich neue Art des Mediums, mit dem ich etwas ausdrücken bzw. bauen sollte. Und es war wirklich anders, als mit Flipcharts, Folien, Powerpoint-Präsentation zu arbeiten, wie ich es an der Universität und in meiner Arbeit in einem Wirtschaftsbetrieb gewohnt war. Ich muss allerdings hier addieren, dass ich auch im psychosozialen Bereich tätig bin und schon mit anderen Medien konfrontiert worden bin in Meetings, Supervisionen etc., aber mit LEGO hatte ich noch nichts zu tun. Ich muss hier feststellen, dass die Arbeit mit verändertem Medium (LEGO) und die Arbeitsweise (in Kleingruppen an Tischen) wirklich den Prozess verändern, wie es die Auto-ren von „Playing Seriously with Strategy“ erforschen 2 . Ich fühlte mich viel wohler als sonst in Blockseminaren, wo alle Augen auf den Vortragenden gerichtet sind und Zahlen, Daten und Fakten das Lernen dominieren. Ich persönlich lernte so viel mehr durch das Erfahren, aktive Tun (Bauen) und die Miteinbeziehung von emotionalen Aspekten, die vor allem bei der Aufgabe „Baue, wo du herkommst!“ hervorkamen.
Ich denke mir, dass diese Vorgangsweise sehr gut auf Organisationen transformierbar ist, da diese auch durch das geänderte Vorgehen neuen Visionen auf die Spur kommen können. Allerdings war ich sicher ein Repräsentant von vielen Mitarbeitern in Firmen (siehe
auch das Beispiel von Roos, Victor, Statler 3 ), die wie ich sich am Anfang sehr skeptisch dieser „neuen“ Art des Entdeckens gegenüberstellen. Deshalb ist eine gründliche Aufklärung und genug an Information am Beginn eines solchen Meetings sicherlich von Vorteil.
Erste Zusammenfassung nach dem integralen Modell
2 vgl. Roos, Victor, Statler 2004, S. 552ff
3 vgl. dies., S. 559
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Arbeit zitieren:
Stefan Ruetz, 2005, Diskussion der Erfahrungen mit "Serious Play" im Hinblick auf das integrale Modell organisationalen Lernens, München, GRIN Verlag GmbH
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