Inhalt
1. Einleitung. - 3 -
2. Definition Entwicklung, Entwicklungsauffälligkeiten - 3 -
3. Grundlagen der Entwicklungspsychopathologie - 4 -
3.1 Risiko- und Schutzfaktoren. - 5 -
3.2 Kontinuität und Diskontinuität - 5 -
3.3 Resilienz und Vulnerabilität - 5 -
4. Entwicklungsauffälligkeiten als Anpassungsversuch - 6 -
5. Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit - 6 -
6. Quellenangaben/ Literatur - 7 -
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1. Einleitung
In dieser Seminararbeit möchte ich mich mit Entwicklungsauffälligkeiten beschäftigen und warum sie als Anpassungsversuch zu verstehen sind. Dazu müssen vorerst einige Begriffe aus der Entwicklungspsychopathologie sowie der Begriff Entwicklungspsychopathologie selbst definiert werden.
Am Schluss meiner Ausführungen soll aufgezeigt werden, welchen Nutzen die Erkenntnisse der Entwicklungspsychopathologie für die Soziale Arbeit hat.
2. Definition Entwicklung, Entwicklungsauffälligkeiten Entwicklung
In diversen Lexika wird der Begriff Entwicklung kompakt beschrieben. Eine dieser Definitionen möchte ich als Einstieg verwenden.
„Die seelische Entwicklung wird verstanden als eine nicht umkehrbare Abfolge von Veränderungen im Erleben und Verhalten. Die Entwicklung vollzieht sich in verschiedenen Bereichen (kognitive, emotionale, motorische u.a. Funktionen), die teils endogen (Funktionsreifung), teils durch die Umwelt ausgelöst und gesteuert sind. (…)“
(Das Bertelsmann Lexikon, Band 6, Lexikografisches Institut München, 1998) Wir sehen also, dass die Entwicklung eines Menschen von vielen Faktoren in uns selbst und aus unserer Umwelt abhängt und auf die verschiedenen Bereiche unseres Selbst einwirkt. Die Entwicklung ist also ein komplexer Vorgang, der bei jedem Menschen individuell abläuft. Wenn die Entwicklung so komplex und individuell ist, wie kann man da von Auffälligkeiten sprechen? Es gibt also ein Grundmuster, von dem abgewichen werden kann. Man kann die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Abschnitte einteilen, in denen in der Regel bestimmte Entwicklungsabläufe stattfinden. Für diese Abschnitte gibt es aber große Toleranzen. Kinder gleichen Alters unterscheiden sich in einzelnen Merkmalen oft stärker voneinander als von Kindern einer anderen Altersstufe (H. Breuer, M. Weuffen, Entwicklungsauffälligkeiten bei Fünf- bis Achtjährigen, 1988, S15).
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Um die Entwicklung darzustellen wurden verschiedene Modelle erarbeitet. Idealerweise beschreiben sie die verschiedenen Funktionen beeinflussender Faktoren und deren Wechselwirkung untereinander (vgl. K. Niebank & F. Petermann & H. Scheithauer, 2000, S. 44).
So gibt es die Transaktionsmodelle (z.B. nach Gottlieb). Diese Modelle zeigen, dass sich alle beteiligten Faktoren gegenseitig beeinflussen und die Umwelt und die Merkmale eines Kindes verändern, deren ursprüngliche Umwelt und Merkmale ebenfalls bereits beeinflusst wurden. Entsprechend dieses Modells können Kind und Umwelt niemals unabhängig voneinander existieren (vgl. Niebank & Petermann, 2000, S.44).
Im Gegensatz dazu stehen die Interaktionsmodelle. Hier werden zwar die Faktoren und ihre gegenseitige Beeinflussung berücksichtigt, jedoch nicht die Relevanz der Zeit. Entwicklungsauffälligkeiten
Diese sind Merkmale die von der Norm abweichen. Sie entstehen, wenn Bedürfnisbefriedigung auf lange Sicht gefährdet wird. Dabei ist es von vielen Faktoren, vom Zeitpunkt und von der Dauer der Einwirkung abhängig, ob eine belastende Erfahrung dauerhaft zu einer Störung führt, oder nicht. Auf diese Variablen komme ich später genauer zu sprechen.
Entwicklungsauffälligkeiten können psychischer oder physischer Natur sein. So gibt es körperliche Auffälligkeiten wie: Größen- und Gewichtsauffälligkeiten, körperliche Behinderungen und Ungeschicklichkeit. Es kann sprachliche Auffälligkeiten wie das Stottern geben oder bestimmte Lernschwierigkeiten. Zu den psychischen Auffälligkeiten gehören beispielsweise Aggressivität, Schüchternheit, psychische Krankheiten, Depressionen.
3. Grundlagen der Entwicklungspsychopathologie
Die Entwicklungspsychopathologie entstand während der letzten Jahrzehnte. Während sich andere Disziplinen der Wissenschaft mit der „normalen“ Entwicklung eines Menschen oder dem abweichenden Entwicklungsablauf beschäftigen, vergleicht die ‐ 4 ‐
Arbeit zitieren:
Sabrina Gavars, 2010, Entwicklungsauffälligkeiten als Anpassungsversuch, München, GRIN Verlag GmbH
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