Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
1.1 Problemstellung 4
1.2 Zielsetzung 5
1.3 Vorgehensweise 5
2. Kennzahlen 6
2.1. Definition und Bildung von Kennzahlen 6
2.2. Erfolgskennzahlen 6
2.2.1. Jahresüberschuss 6
2.2.2. Eigenkapitalrentabilität 7
2.2.3. Gesamtkapitalrentabilität 8
2.3. Liquditätskennzahlen 8
2.3.1. Cash-Flow 9
2.3.2. Liquidität 3. Grades 10
2.4. Kennzahlen zur Kapitalstruktur 11
2.4.1. Eigenkapitalquote 11
2.4.2. Verschuldungsgrad 11
2.4.3. Anlagendeckung I und II 12
2.5. Kennzahlen zur Umschlagshäufigkeit 14
2.5.1. Kapitalumschlag 14
2.5.2. Lagerumschlag 14
2.6. Kennzahlen der Kostenstruktur 15
2.6.1. Materialaufwandsquote 15
2.6.2. Personalaufwandsquote 16
2.7. Grenzen der Bilanz 16
3. Fallbeispiel 17
Anhang 22
Literaturverzeichnis 27
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Funktionsweise des Cash-Flow.
Abbildung 2: Vertikale Finanzierungsregeln.
Abbildung 3: Horizontale Finanzierungsregeln.
3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Nach dem Willen des Gesetzgebers ist jeder Kaufmann verpflichtet Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und den Zustand seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung ersichtlich zu machen. Zusätzlich muss Übersicht über die Vermögensgegenstände und Schulden sowie über die Anwendungen und Erträge des Geschäftsjahres erstellt werden. 1
Solcher Jahresabschluss muss klar, übersichtlich und möglichst objektiv über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berichten. Durch die Analyse
vergangenheitsorientierter Daten und Informationen aus dem Jahresabschluss wird versucht auf die künftige Entwicklung des Unternehmens zu schließen. Dafür müssen verfügbare Informationen strukturiert und Zusammenhänge transparent gemacht werden, die aus dem Jahresabschluss wegen der schlecht überschaubaren Gesamtheit nicht unmittelbar ersichtlich sind. Durch eine systematische Analyse kann der Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Liquidität einer Unternehmung noch wesentlich vertieft werden. Auf diesem Wege werden die zur Verfügung stehenden Daten zu kompakten Größen verdichtet und in komprimierter Form dargestellt. Das Instrument zur Auswertung der gesamten Informationen ist die Bildung der Kennzahlen. Diese werden zunächst ermittelt und dann in ihren Ergebnissen gegeneinander abgewogen. Die Aussagekraft wird besonders in Vergleich zu früheren Jahren oder anderen Unternehmen besonders verstärkt.
Die Bilanzanalyse stellt nicht nur die Kontrollfunktion für das Unternehmen selbst dar, sondern dient vor allem als Entscheidungsgrundlage für private und institutionelle Investoren. Kennzahlen aus dem Jahresabschluss haben des Weiteren eine große Bedeutung für die Rating - Agenturen, da diese sich teilweise in Rating - Urteilen widerspiegeln. Die Bedeutung der Bilanzanalyse nimmt immer mehr zu, da man sich neben der Betrachtung des Zahlenwerks des Jahresabschlusses zusätzlich aufgrund der Kennzahlen umfangreiche Einblicke in die Erfolgspotentiale des Unternehmens verschaffen kann.
1 Vgl. HGB(2008): Handelsgesetzbuch vom 01.05.2008. HGB1 Drittes Buch S. 51 f.
4
1.2 Zielsetzung
Das Ziel dieser Seminararbeit ist die Kennzahlen der Erfolgsmessung vorzustellen, die einzelnen Größen näher zu beleuchten und anschließend gründlich zu erörtern. Anhand eines Fallbeispieles wird die praxisorientierte Anwendung demonstriert.
1.3 Vorgehensweise
Im Folgenden wird zunächst der Begriff Kennzahl näher erläutert. Anschließend wird eine Fülle von Kennzahlen vorgeführt und auf ihren Aussagegehalt geprüft. Die Anwendung der Kennzahlen auf der Basis eines veröffentlichen Jahresabschlusses wird anhand eines konkreten Falls der Lenzing AG für das Geschäftsjahr 2008/2009 veranschaulicht.
5
2. Kennzahlen
2.1. Definition und Bildung von Kennzahlen
„Bilanzkennzahlen sind Kennzahlen, die auf Basis der Bilanz im Rahmen der Bilanzanalyse ermittelt werden. Neben absoluten Bilanzkennzahlen, wie z.B. das betriebsnotwendige Vermögen, sind insbesondere relative Bilanzkennzahlen (Verhältniszahlen) relevant, die eingeteilt werden in Kapitalstrukturkennzahlen, die Positionen der Passivseite zueinander in Bezug setzen… und Vermögensstrukturkennzahlen , die an der Aktivseite der Bilanz anknüpfen....“ 2
Kennzahlen lassen sich in Erfolgskennzahlen, Liquiditätskennzahlen, Rentabilitätskennzahlen sowie Kennzahlen zur Vermögensstruktur, zur Umschlagshäufigkeit und der Kapitalstruktur gliedern. Diese Gliederung erfolgt nach dem zugrunde liegenden Analysegebiet.
2.2. Erfolgskennzahlen
Erfolgskennzahlen dienen der Ermittlung des Unternehmenserfolgs. Erfolgskennzahlen orientieren sich entweder am Gewinn oder am Unternehmenswert. Ein entscheidender Vorteil der unternehmenswertorientierten Kennzahlen ist ihre Berücksichtigung der Kapitalkosten. Erfolgskennzahlen sind unter anderem Jahresüberschuss, Eigenkapitalrentabilität und Gesamtkapitalrentabilität.
2.2.1. Jahresüberschuss
„Der Jahresüberschuss bezeichnet in der Buchführung das nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ermittelte positive Ergebnis eines Geschäftsjahres.“ 3
Diese Kennzahl gibt an, welchen Gewinn ein Unternehmen in der laufenden Periode erwirtschaftet hat. Ein negatives Ergebnis (Verlust) wird als Jahresfehlbetrag bezeichnet.
2 http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/bilanzkennzahlen/bilanzkennzahlen.htm
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Jahres%C3%BCberschuss
6
Das Jahresergebnis errechnet sich folgendermaßen:
en Aufwendung Erträge betrag Jahresfehl bzw schuss Jahresüber ) . (
Der Jahresüberschuss wird als Reingewinn bezeichnet und ist Ausgangspunkt für die Aussage über den Ertrag (Gewinn) des Unternehmens.
2.2.2. Eigenkapitalrentabilität
Die Kennzahl Eigenkapitalrentabilität wird auch als Unternehmerrentabilität oder Eigenkapitalrendite bezeichnet. Diese Kennzahl zeigt wie sich das Eigenkapital im letzten Geschäftsjahr verzinst hat.
Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss) zum Eigenkapital.
Berechnung :
alrentabil Eigenkapit
Dabei setzt sich das Eigenkapital aus dem gezeichneten Kapital, den Rücklagen, den dem Eigenkapital zuzurechnenden Teil des „Sonderposten mit Rücklagenanteil“ 4 und den stillen
Reserven. Allgemein gilt: Je höher die Eigenkapitalrentabilität, umso positiver die Beurteilung des Unternehmens. Zielsetzung hier ist einen größeren Wert zu erreichen als der Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen.
Allerdings ist diese Kennzahl stark branchenabhängig. Anlageintensive Unternehmen wie z.B. Stahlindustrie, Maschinenbau, Schiffbau etc. erwirtschaften i. d. R. eine geringere Eigenkapitalrendite als arbeitsintensive Gesellschaften wie z.B. Lebensmittelhandel, Discounter etc. mit dem höheren Umlaufvermögen.
4 Meist mit 50 % des Rücklagenanteils gerechnet, da der EK-Anteil oft nicht bekannt ist.
7
Arbeit zitieren:
Katharina Hoen, 2010, Kennzahlen und Bilanz - Bilanzanalyse und Fallbeispiel Lenzing AG, München, GRIN Verlag GmbH
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