Analyse der Verkehrsinfrastruktur und Manuel Heusel
Verkehrsströme in Südamerika
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Relevanz des Themas 1
1.2 Abgrenzung des Themas 1
1.3 Aufbau der Arbeit 1
2. Grundlagen der Arbeit 2
2.1 Länder- und Wirtschaftsinformationen über Brasilien, Argentinien
und Chile 2
2.2 Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur 4
3. Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsströme in Südamerika 5
3.1 Analyse der Verkehrsinfrastruktur in Brasilien, Argentinien und
Chile. 5
3.1.1 Quantität und Qualität des Straßennetzes 5
3.1.2 Zustand des Schienennetzes 8
3.1.3 Leistungsfähigkeit der wichtigsten Flughäfen 11
3.1.4 Schifffahrt und die Auswirkungen des Panamakanals auf
die Verkehrsströme Südamerikas 12
3.2 Analyse des Modal Splits in Chile und Brasilien 16
3.2.1 Modal Split in Chile nach Transportaufkommen. 16
3.2.2 Modal Split in Brasilien und deren mögliche Veränder-
ungen 17
3.3 Betrachtung der Verkehrsströme in Brasilien, Argentinien und
Chile 18
4. Schlussbetrachtung 20
Literaturverzeichnis IV
II
Analyse der Verkehrsinfrastruktur und Manuel Heusel Verkehrsströme in Südamerika
Abkürzungsverzeichnis
AEP Aeroparque Jorge Newbery
BIP Bruttoinlandsprodukt
CNT Confederação Nacional do Transporte (Nationale Vereinigung für Verkehr)
CVRD Companhia Vale do Rio Doce
LKW Lastkraftwagen
Mercosur Mercado Común del Sur
PAC Programa de Aceleração do Crescimento (Programm zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in Brasilien)
TEU Twenty-foot Equivalent Unit
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Karte von Südamerika ........................................................... 2
Abbildung 2: Zustand der brasilianischen Highways im Jahr 2006 ............. 6
Abbildung 3: Western Hemisphere Main Users ........................................ 15
Abbildung 4: Modal Split in Chile 2007 nach Transportaufkommen ......... 16
Abbildung 5: Modal Split in Brasilien 2005 nach Transportaufkommen ... 17
Abbildung 6: Prognostizierter Modal Split 2025 in Brasilien nach
Analyse der Verkehrsinfrastruktur und Manuel Heusel Verkehrsströme in Südamerika
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
Durch die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2014 sowie der Olympischen Spiele 2016 wird Brasilien bald zum Blickpunkt der ganzen Welt und somit zum Aushängeschild Südamerikas. Diese zwei Megaveranstaltungen erfordern hohe Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, aber auch die anderen Länder Südamerikas stehen diesem in nichts nach und verbessern ihre Infrastruktur, da die Wirtschaft in ganz Südamerika stetig wächst. Denn nur mit einer intakten Verkehrsinfrastruktur kann der Handel und diese Anforderungen gewährleistet und weiter vorangetrieben werden.
1.2 Abgrenzung des Themas
Die Verkehrsinfrastruktur umfasst alle Anlagen und Einrichtungen der Verkehrsträger Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt, Luftverkehr sowie des Rohrleitungsverkehrs 1 . Im Folgenden werden diese Teilbereiche anhand der wirtschaftlich stärksten Länder Südamerikas Brasilien, Argentinien und Chile analysiert. Die Pipelines werden bei der Analyse bewusst nicht berücksichtigt, da für die Beförderung kein Verkehrsmittel benötigt wird, und diese hauptsächlich für den Transport von Flüssigkeiten wie z.B. Öle oder Gase eingesetzt werden. Die Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur erfolgt dabei vorwiegend aus Sicht des Gütertransportes, auf den Personenverkehr wird nur in wenigen Beispielen eingegangen.
1.3 Aufbau der Arbeit
Einleitend wird auf die Grundlagen der Arbeit eingegangen. Dieser Punkt beinhaltet Länder- und Wirtschaftsinformationen über Brasilien, Argentinien und Chile sowie die allgemeine Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur. Im Hauptteil der Arbeit wird zuerst die Verkehrsinfrastruktur anhand der drei Länder Brasilien, Chile und Argentinien analysiert. Hierbei wird auf die Quantität und Qualität des Straßen- und Schienennetzes, die wichtigsten Flughäfen und die Schifffahrt eingegangen. Letzterer Punkt befasst sich zudem mit den Auswirkungen des Panamakanals auf die Verkehrsströme
1 Vgl. Einbock, M. (2007), S. 7.
1
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in Südamerika. Des Weiteren wird der Modal Split von Chile und Brasilien anhand des Transportaufkommens betrachtet. Ferner wird auf die mögliche Veränderung des Modal Splits zum Jahre 2025 am Beispiel von Brasilien eingegangen. Der letzte Abschnitt des Hauptteils beschäftigt sich mit den Verkehrsströmen in Brasilien, Argentinien und Chile. In diesem Abschnitt geht es vor allem um die transportierten Mengen sowie die wichtigsten Handelspartner der einzelnen Länder. Die Schlussbetrachtung rundet die Seminararbeit ab.
2. Grundlagen der Arbeit
2.1 Länder- und Wirtschaftsinformationen über Brasilien, Argentinien und Chile Abbildung 1: Karte von Südamerika 2
2 Eigene Darstellung entnommen aus Welt-Atlas (2010) http://www.welt-atlas.de/datenbank/karten/karte-9-730.gif
2
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Brasilien ist flächenmäßig das fünftgrößte Land der Erde und das größte in Südamerika (24 Mal größer als Deutschland). Es bedeckt mit 8,5 Mio. km² diesen Kontinent fast zur Hälfte. Außer Chile und Ecuador haben alle Länder Südamerikas eine gemeinsame Grenzlinie mit diesem Land. Die Gesamtbevölkerung beträgt 192 Mio. Einwohner, die hauptsächlich in den Staaten Rio de Janeiro, São Paulo, Minas Gerais (Bundeshauptstadt: Belo Horizonte) leben. 3 Zudem befindet sich in dieser Region die Wirtschaftskraft des Landes. Das BIP wird zu knapp zwei Drittel über Dienstleistungen, 30% durch Industrie und 10% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet. Auch die Finanzkrise Ende 2008 konnte Brasiliens Wachstum nicht bremsen, so wird im Jahr 2010 wieder mit einem Wachstum von 5% gerechnet. Weitere Wachstumsimpulse werden in den nächsten Jahren von der Fußballweltmeisterschaft 2014, den Olympischen Spielen 2016, sowie dem erst vor kurzem entdeckten Erdgas- und Rohölvorkommen erwartet. 4
Argentinien hat eine Fläche von 2,78 Mio. km² und ist damit das zweitgrößte Land Südamerikas. Im Osten grenzt es zum größten Teil an den Atlantik und im Westen an Chile. Die Hauptstadt ist Buenos Aires, in diesem Ballungsraum lebt rund ein Drittel der 40,7 Mio. Einwohner Argentiniens. 5 In der Periode von 2003-2008 wuchs das BIP durchschnittlich um 8,5% pro Jahr. 6 Sogar im Krisenjahr 2009 war das Wachstum mit 1% positiv und für das Jahr 2010 wird wieder mit einem Rekordwachstum gerechnet. Vor allem die international starke Nachfrage nach argentinischen Landwirtschaftsprodukten sowie die stark exportorientierte KFZ-Industrie sind Gründe für den Aufschwung. Durch dieses Wachstum profitieren aber auch die anderen Industriebereiche wie die Metall-, Textil-, und Kunststoffindustrie. 7
Chile ist durch seine Form eines der außergewöhnlichsten Länder der Welt. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 4.300 km und das Land ist durchschnittlich gerade einmal 180 km breit. Das Land hat eine Fläche von 756.000 km². Die Bevölkerung beträgt ca. 16,5 Mio. Einwohner, wo-
3 Vgl.DER Reiseführer (2010a).
4 Vgl. Auswärtiges Amt (2010c): Brasilien.
5 Vgl. Splett-Rudolph, S. (2008), S. 6-7.
6 Vgl. Germany Trade & Invest (2010b), S. 1.
7 Vgl. Auswärtiges Amt (2010a).
3
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von ca. 5,2 Mio. in der Hauptstadt Santiago de Chile leben. 8 Chiles Wirtschaft profitiert hauptsächlich von den natürlichen Rohstoffvorkommen des Landes. Chile verfügt über die weltweit größten Kupferreserven und ist zudem auch bei dem Rohstoff Lithium, welches ein wichtiger Bestandteil von Batterien ist, führend. Daneben verfügt es in der Atacamwüste (im Norden Chiles) über riesige Salzvorkommen, die noch mehrere Jahrtausende reichen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Exportwirtschaft Chiles ist die Land-, Forst- und Fischwirtschaft. Dieser Bereich ist neben der Kupferproduktion die zweite tragende Säule in der chilenischen Wirtschaft. Hier werden hauptsächlich Obst (Äpfel, Trauben, Pflaumen), Gemüse, Zellulose und Lachs gehandelt. 9 Chile ist nach Norwegen zum zweitgrößten Lachsproduzent der Welt aufgestiegen. 10
2.2 Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur
Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes ist die Verkehrsinfrastruktur eine essentielle Grundlage. 11 Nur mittels Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen ist es möglich, Güter von einem Ort zum anderen zu transportieren, und so die Versorgung der Bevölkerung in einem Land sicherzustellen. 12 Für Konsumenten wie auch Unternehmer ermöglicht Mobilität die Öffnung neuer Märkte. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass eine Verkehrsinfrastruktur existiert. 13 Aus diesem Grund ist eine wesentliche Funktion des Staates, für den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu sorgen. Dabei muss der Staat sich an den Anforderungen der Wirtschaft orientieren. 14 Durch den Güterstruktureffekt, dem Rückgang beim Transport von geringwertigen Massengütern wie Kohle und Erz und der gleichzeitigen Zunahme bei der Produktion von Halb- und Fertigprodukten, werden immer kleinere Sendungsgrößen transportiert. 15 Eine Steigerung der Verkehrsfrequenz und eine Veränderung der Verkehrsstruktur sind die
8 Vgl. DER Reiseführer (2010b).
9 Vgl. Auswärtiges Amt (2010b): Chile.
10 Vgl. ContactChile Interkulturelles Management (2010).
11 Vgl. IHK Hochrhein-Bodensee (2003), S. 1-2.
12 Vgl. Van Suntum, U./ Hartwig, K./ Holznagel, B./ Ströbele, W. (2008), S. 25.
13 Vgl. Hartwig, K./ Armbrecht, H./ Rückert, M./ et al. (2007), S. 18.
14 Vgl. IHK Hochrhein-Bodensee (2003), S. 1-2.
15 Vgl. Aberle, G. (1994), S. 6-7.
4
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Folgen, die es zu meistern gilt. 16 Die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger können nur mit einer intakten Verkehrsinfrastruktur befriedigt werden und dazu beitragen, dass diese ihren Wohlstand sichern und auch steigern können. Besondere Bedeutung hat die Verkehrsinfrastruktur ebenso für den nationalen und internationalen Standortwettbewerb, denn nur wer über ein hoch entwickeltes und leistungsstarkes Infrastrukturnetz verfügt ist Magnet für in- und ausländische Unternehmen. Transportkosten können mit einer gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur gesenkt werden, und dafür sorgen, dass Produkte preiswerter angeboten werden können und das Land wettbewerbsfähig bleibt. 17 Somit ist für das Wirtschaftswachstum eines Landes eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur unabdingbar. 18
3. Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsströme in Südamerika
3.1 Analyse der Verkehrsinfrastruktur in Brasilien, Argentinien
und Chile
3.1.1 Quantität und Qualität des Straßennetzes
Brasilien
Wichtigster Verkehrsträger sowohl für den Gütertransport als auch für den Personenverkehr ist mit Abstand die Straße. 19 Mit einer Länge von 1.725.000 km, 20 verfügt Brasilien nach der Volksrepublik China über das viertgrößte Fernstraßennetz der Welt. 21 Von diesem Straßennetz sind jedoch nur knapp zwölf Prozent asphaltiert, 22 was dazu führen kann, dass in der Regenzeit viele nicht ausgebaute Straßen unpassierbar sind. 23
16 Vgl. IHK Hochrhein-Bodensee (2003), S. 1-2.
17 Vgl. Van Suntum, U./ Hartwig, K./ Holznagel, B./ Ströbele, W. (2008), S. 25-26.
18 Vgl. Grandjot, H. (2002), S. 26.
19 Vgl. OECD Reviews of Regulatory Reform (Hrsg.) (2008), S. 177.
20 Vgl. Embassy of Brazil - Ottawa (2010).
21 Vgl. Rose, G. (2010), S. 3.
22 Vgl. OECD Reviews of Regulatory Reform (2008), S. 182.
23 Vgl. Rose, G. (2010), S. 3.
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Manuel Heusel, 2010, Analyse der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsströme in Südamerika, München, GRIN Verlag GmbH
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