Vendor Managed Inventory (VMI) - Manuel Heusel
Konzept , Beurteilung und Praxisbeispiele
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Entstehungsgeschichte 1
3 Bestellverfahren 2
3.1 Das traditionelle Bestellsystem 2
3.2 Das VMI-Konzept. 2
4 Vorteile 4
5 Nachteile 6
6 Praxisbeispiele 7
6.1 VMI zwischen L´Oréal und dm-drogerie markt 7
6.2 VMI-Konzept zwischen Karstadt und Enderlein 10
6.3 Weitere Praxisbeispiele 11
7 Co-Managed Inventory 11
8 Fazit 12
Literaturverzeichnis III
Vendor Managed Inventory (VMI) -Manuel Heusel
Konzept, Beurteilung und Praxisbeispiele
Abkürzungsverzeichnis
CMI Co-Managed Inventory
EDI Elektronic Data Interchange
IT Informationstechnik
VMI Vendor Managed Inventory
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ablauf eines VMI-Prozesses ....................................................................... 3 Abbildung 2: Bisheriger Prozessverlauf bei L´Oréal ........................................................ 7 Abbildung 3: VMI-Prozess bei L´Oréal und dm-drogerie markt ....................................... 9
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Vendor Managed Inventory (VMI) -Manuel Heusel
Konzept, Beurteilung und Praxisbeispiele
1 Einleitung
VMI ist ein Logistikkonzept, bei dem der Lieferant die Verantwortung und Disposition für die Bestände seiner Produkte bei seinem Kunden übernimmt. 1 Dadurch kann die Kooperation zwischen Handel und Produzenten nachweislich verbessert werden und eine konstante Güterversorgung gewährleistet werden. 2 Voraussetzung für ein VMI-Konzept ist, dass der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands- und Verbrauchsdaten seines Kunden hat, 3 deshalb setzt VMI ein hohes Maß an Vertrauen zwischen den Partnern in einer Supply Chain voraus. 4 Eine mögliche Übersetzung des Begriffes 5
Hinter VMI steht die Idee, dem Lieferanten eine aktive Funktion bei der Führung der Materialströme zu geben und ihn somit fest in den Produktionsprozess einzubinden. 6 Bisher findet das VMI-Konzept hauptsächlich Anwendung bei Handelsunternehmen. 7
2 Entstehungsgeschichte
In Supermärkten wurden schon relativ lange Bestände mit Hilfe manueller Erfassung ermittelt. So überprüfte ein Angestellter des Zulieferers die Bestände vor Ort bei seinem Kunden in bestimmten Abständen. Mit diesen Angaben konnte er nun grob bestimmen welche Menge an Produkten der Kunde benötigte.
WalMart war einer der Vorreiter bei der Einführung eines vollautomatischen VMI-Konzeptes. Der Konzern musste sich mit saisonalen Absatzschwankungen in den 1980er Jahren auseinandersetzen. Zum Teil wurden Artikel in zu hoher Anzahl gelagert, andere wiederum waren zu knapp bemessen. Durch das VMI Konzept erhoffte man sich, auf diese Schwankungen besser reagieren zu können. 8
1 Vgl. http://www.iml.fhg.de/media/mediaposter.php?mediaId=3673 (recherchiert am 14.09.2009)
2 Vgl. http://www.is-4.de/pdf/Flyer_VMI_2006-03.pdf (recherchiert am 14.09.2009)
3 Vgl. http://wwwhni.uni-paderborn.de/uploads/media/Praxis_1_VMI_08.pdf (recherchiert am 02.10.2009)
4 Syska (2006), S. 166.
5 Vgl. http://www.dhl-discoverlogistics.com/cms/de/glossary/buchstabe_v.jsp#vminvent (recherchiert am
15.09.2009)
6 Vgl. http://www.ap-verlag.de/Online-
Artikel/200812/200812e%20SupplyOn%20VDI%20Vendor%20Management%20Inventory.htm
(recherchiert am 14.09.2009)
7 Vgl. Wannenwetsch / Nicolai (2004), S. 217.
8 Vgl. http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/vmi.htm (recherchiert am 14.09.2009)
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Vendor Managed Inventory (VMI) -Manuel Heusel
Konzept, Beurteilung und Praxisbeispiele
3 Bestellverfahren
3.1 Das traditionelle Bestellsystem
Beim traditionellen Bestellsystem verwaltet der Kunde sein Lager selbst und ist für die Bestände der Lagerartikel selbst verantwortlich. D.h. sobald ein oder mehrere Artikel benötigt werden oder ein Mindestbestand erreicht ist, löst er eine Bestellung beim Zulieferer aus. 9 Dieser nimmt den Auftrag entgegen, produziert unter Umständen die benötigten Güter, und liefert diese an den Kunden. Das traditionelle Bestellsystem wird auch als Pull-System bezeichnet, da der Kunde bestimmt, welche Menge er von den jeweiligen Artikeln bestellt. 10 Ein großer Nachteil des Pull-Systems besteht in der zeitverzögerten Bereitstellung der gewünschten Güter durch den Lieferanten. Eine Ursache dafür ist, dass die benötigte Ware unter Umständen nicht auf Lager ist und somit erst noch produziert werden muss. Ein weiteres Manko ist, dass die produzierten Güter zudem noch an den Bestimmungsort geliefert werden müssen, was zu einer weiteren Zeitverzögerung führt. 11 Um diesen Nachteilen entgegenzuwirken bauen sowohl der Lieferant als auch der Kunde Sicherheitsbestände auf, welche zu einer hohen Kapitalbindung führen. 12
3.2 Das VMI-Konzept
Im Unterschied zum traditionellen Bestellsystem, übergibt der Kunde dem Lieferanten die Dispositionsverantwortung für die Produkte, weshalb man dieses System auch als Push-Prinzip bezeichnet. Der Lieferant ist somit für die optimale Materialmenge bei seinem Kunden verantwortlich. 13 Dazu muss gewährleistet sein, dass der Lieferant ständig die aktuellen Lagerbestände abfragen kann, 14 um eine Prognose über den Verbrauch zu erstellen. 15 Diese Daten kann der Zulieferer z.B. über ein Internet-Portal abrufen, oder sie werden ihm automatisch via EDI zur Verfügung gestellt. 16 Auf Basis dieser Angaben entscheidet der Lieferant über den Zeitpunkt, Rhythmus, und die
9 Vgl. Westkämper (2006), S. 227.
10 Vgl. Liker / Meier (2008), S. 136.
11 Vgl. Österle / Senger (2003), Fallstudie.
12 Vgl. Fredebeul (2007), S. 56.
13 Vgl. Hirzel / Kühn / Gaida (2008), S. 135.
14 Vgl. Fredebeul (2007), S. 56.
15 Vgl. Syska (2006), S. 165.
16 Vgl. http://hmd.dpunkt.de/glossar/glossar_243.html (recherchiert am 21.09.2009)
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Manuel Heusel, 2009, Vendor Managed Inventory (VMI) - Konzept, Beurteilung und Praxisbeispiele, München, GRIN Verlag GmbH
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