Gliederung
1. Einleitung 3
2. Theoretische Einordnung des Themas 4
2.1. Der Arbeits- und Freizeitbegriff 4
2.2. Die ehrenamtliche Tätigkeit im heutigen Gesellschaftsleben S. 5 - 7
3. Das Forschungsinteresse S. 8 - 9
4. Die Methoden 9
4.1. Die Erhebungstechnik 9
4.2. Die Auswertungstechnik S. 9 - 10
5. Die Analyse 10
5.1. Aufzeigen der Tendenz 10
6. Schlussbemerkung/Kritik 11
Literaturverzeichnis /Quellen 12
Anhang S. 13 - 18
2
1. Einleitung
Im Rahmen unseres Volkskundeseminars, habe ich zum Thema Arbeitskultur eine Hausarbeit verfasst. Ich habe mich in einem Fragebogen mit dem Thema der Ehrenamtlichkeit und der Arbeit (Erwerbsarbeit) beschäftigt, denn in unserer heutigen Gesellschaft wird ehrenamtliche Tätigkeit immer mehr zu einem zentralen Thema. Dabei wollte ich herausfinden, ob die ehrenamtlich Tätigen bei den Oxfam Shops Deutschland GmbH, ihre Tätigkeit als Arbeit oder Freizeit empfinden. Ich habe dafür einen Fragebogen konzipiert, der 3 Fragenkomplexe umfasst. Diesen Fragebogen habe ich an 10 Mitarbeiter eines Hamburger Shops verteilt. Die Rücklaufquote betrug 100 %.
Im ersten Teil dieser Arbeit habe ich mich mit der theoretischen Einordnung der ehrenamtlichen Tätigkeit beschäftigt und Begriffe der ´Arbeit´ und ´Freizeit´ geklärt, damit mein Vorgehen und die Auswertung der Daten verständlich wird. Im folgenden Teil widmete ich mich dem Forschungsinteresse, dem die folgende Fragestellung zugrunde liegt:“ Ist die ehrenamtliche Tätigkeit für sie Arbeit oder Freizeitvergnügen?“ Die anschließende Befragung fand in einem Hamburger Oxfam Shop statt, zu dessen Inhalten und Aktivitäten ich mich im dritten Kapitel geäußert habe. Den vierten Teil habe ich den Methoden und der Auswertung der Befragung gewidmet. Im darauf folgenden Teil, habe ich eine Tendenz aufgezeigt und im letzten Kapitel der Arbeit habe ich die Daten des Mittelteils des Fragebogens mit Hilfe der Likert - Skala ausgewertet. Zu meinen erzielten Ergebnissen und der daraus resultierenden Kritik an meinem Vorgehen sowie der Methode, habe ich im Schlussteil Stellung genommen.
3
2. Theoretische Einordnung des Themas
Um fundierte Aussagen zu meinen Ergebnissen treffen zu können, will ich einen theoretischen Rahmen schaffen. Dazu werde ich zunächst die Begriffe ´Arbeit´ und ´Freizeit´ definieren. Des Weiteren werde ich auf folgende Frage eingehen: Was bedeutet ehrenamtliches Engagement? Darüber hinaus soll der Wandel des freiwilligen Engagements beschrieben; und der Ist - Zustand des freiwilligen Engagements in Deutschland angerissen werden.
2.1. Der Arbeits- und Freizeitbegriff
Bevor ich zu meiner Untersuchung im dritten Teil dieser Arbeit komme, möchte ich die Begriffe Arbeit und Freizeit definieren. Diese Definition ist notwendig für das Verständnis meiner Untersuchung und Auswertung.
Unter ´Arbeit´, im Sinne des Berufes, verstehe ich diejenige institutionalisierte Tätigkeit, die ein Mensch für (a) finanzielle oder (b) herkömmliche Gegenleistungen oder (c) im Dienste Dritter regelmäßig erbringt, bzw. für die er ausgebildet, erzogen oder berufen ist. Im Allgemeinen dient die Ausübung eines Berufes der Sicherung des Lebensunterhaltes. 1 Arbeit wird finanziell oder mit einer materiellen Gegenleistung entlohnt.
Freizeit ist die frei zur Verfügung stehende Zeit des Menschen, vor allem im Vergleich zur Arbeitszeit. 2 Freizeit ist also die Zeit, die jedem Menschen frei zur Verfügung steht und die er selber nach individuellen Wünschen gestalten kann.
2.2. Die ehrenamtliche Tätigkeit im heutigen Gesellschaftsleben
Ehrenamtliches Engagement beruht auf einer Einstellung, die individuell auf verschiedensten Motiven beruhen kann. Einerseits können es Motive sein, die sich auf die Leistungsempfänger beziehen, also in erster Hinsicht von Selbstlosigkeit geleitet sind und nicht vom Nutzen, den der Ehrenamtliche selbst von der Arbeit hat. Dies ist als die traditionelle ehrenamtliche Tätigkeit zu sehen, bedeutet aber natürlich nicht, dass damit völlig ausgeschlossen ist, dass der Leistungserbringer einen Nutzen davon hat. Allein das Gefühl, jemandem durch sein Handeln zu helfen,
1 vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_(Beruf), entnommen am 12.10.2005
2 vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Freizeit, entnommen am 12.12.2005
4
jemandem Freude zu bereiten und Verantwortung zu übernehmen sind mit der Tätigkeit verbundene Erfahrungen, die einem selbst nutzen, indem sie z.B. das Selbstwertgefühl steigern oder neue Fähigkeiten in einem selbst erkennen lassen. Neben diesen individuellen, subjektiven Motiven gibt es aber äußere Umstände, die auf das Ehrenamt einwirken. Diese müssen, um das Ehrenamt in bezug auf seine Bedeutung zu beschreiben, in die Betrachtungen mit einbezogen werden. Ehrenamtliches Handeln findet in einem Rahmen statt, der sich aus den individuellen Lebenslagen, die sich in einem stetigen Wandel befinden, und den Rahmenbedingungen, in denen das Ehrenamt stattfindet, zusammensetzt. „Hierbei wäre z.b. an allgemeine, organisationsübergreifende Settings wie dem »Dritten Sektor«, dem gemeinnützigen, intermediären Bereich oder dem Sozial-, Erziehungs-und Gesundheitswesen ebenso zu denken wie an Vereine, Verbände und Initiativen“. 3 Ehrenamt findet somit immer in einem schon festgelegten System statt. Diese Ausgangsbedingungen unterliegen, wie auch die persönlichen Motive, einer stetigen Veränderung.
Mitte der 80er Jahre beobachteten Wissenschaftler, das sich ehrenamtliches Engagement in einem Wandel vom ´alten´ zum ´neuen´ Ehrenamt befand. Den Wandel beschrieben die Wissenschaftler mit Begriffen wie ´Bedeutungsverlust´, ´Ausdifferenzierung´ oder ´Verlagerung´, und die hiermit verbundenen Veränderungen wurden als Teile eines Modernisierungsprozesses gesehen, der sich sowohl auf die Strukturen wie auch auf die individuellen Grundlagen bezog. So hat sich z.b. im Rahmen der Motivationsstrukturen „…eine neuartige Verbindung von sozialem Gemeinschaftsgefühl, persönlicher Betroffenheit, Selbstbestimmungs-und Selbstverwirklichungsmotiven sowie politischen Veränderungen…“ 4 ergeben. Hier zeigt sich als Grundgedanke des neuen Ehrenamts, das sowohl die das Ehrenamt ausübenden Personen, die Empfänger und dadurch auch die Gemeinschaft und das System mit eingebunden sind und von dieser Einstellung profitieren. Für den Einzelnen bedeutet sein Engagement neben der Handlung für andere Menschen auch immer, das sich diese Erfahrung in seine Biographie einpasst. Gründe, die zu ehrenamtlichen Engagement führen können, sind somit auch z.b. geringe soziale Kontakte oder ein plötzlicher Freizeitüberschuss, wie es bei Rentnern der Fall ist. 5
3 Beher, K. Strukturwandel des Ehrenamts. Weinheim und München 2000, S.10
4 Beher, K. Strukturwandel des Ehrenamts. Weinheim und München 2000, S.13
5 vgl. Beher, K. Strukturwandel des Ehrenamts. Weinheim und München 2000, S.13
5
Arbeit zitieren:
Henrike Göhl, 2005, Arbeit und Arbeitskultur, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Ethnologie / Volkskunde: Arbeit und Arbeitskultur ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Ethnologie / Volkskunde: neuer Titel erschienen: Arbeit und Arbeitskultur
Henrike Göhl hat einen neuen Text hochgeladen
Arbeit, Politik und Religion in Jugendkulturen
Engagement und Vergnügen
Udo Göttlich, Renate Müller, Stefanie Rhein, Marc Calmbach
Arbeit neu denken. Repenser le travail
Alain Ehrenberg, Iring Fetscher, Felix Heidenreich, Elisabeth Krüger, Jan Müller, Angela Oster, Jean Claude Monod
Autoritäres Erbe und Demokratisierung der politischen Kultur
Festschrift für Hajo Funke
Micha Brumlik, Steffen Hagemann
0 Kommentare