Inhaltsverzeichnis
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1. Nonverbales Verhalten 3
2. Die Mimik 3
3. Der Blickkontakt 5
4. Weitere Kanäle nonverbaler Kommunikation 6
5. Mehrkanälige soziale Interaktion 6
6. Die Interpersonale Beurteilung von Nonverbalen Reizen 7
Literaturverzeichnis 10
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1. Nonverbales Verhalten
Nonverbales Verhalten spielt in der Personenwahrnehmung eine große Rolle, da es das erste ist was wir von einer Person wahrnehmen. So sehen wir zuerst das Äußere einer Person dh. seine physischen Charakteristiken. Eine attraktive Person beurteilen wir beispielsweise anders als eine unattraktive Person. Weitere Charakteristiken die schnell auffallen, sind die Mimik und Gestik einer Person, sowie die Stimme und der Tonfall. Nonverbale Kommunikation ist das, was ein Mensch ohne Worte ausdrückt, was sowohl bewusst als auch unbewusst geschehen kann. Zu den verbreitetsten Kanälen Nonverbaler Kommunikation gehören „der Klang der Stimme, die Gestik, die Körperhaltung undbewegung, die Verwendung von Berührung und der Blickkontakt“ (Nonverbales Verhalten, S. 103).
Doch welche Funktionen hat die Nonverbale Kommunikation? Sie wird hauptsächlich für das Ausdrücken von Emotionen, das Kommunizieren von Einstellungen und Persönlichkeitseigenschaften und als Unterstützung für die verbale Kommunikation eingesetzt.
In Natura treten nonverbale Reize selten einzeln auf, dh. sie werden häufig mit anderen Reizen gemischt, die so genannte Affektmischung. Möchte man die nonverbale Kommunikation jedoch untersuchen, so muss man die Kanäle isolieren. In diesem Text werden im folgenden einige Kanäle näher betrachtet.
2. Die Mimik
Die Mimik ist die wohl differenziertes Art der nonverbalen Kommunikation, da sich mit ihr unzählige Einstellungen, Gefühle usw. vermitteln lassen.
Charles Darwin ging davon aus, dass die Primäremotionen interkulturell enkodier- und dekodierbar seien, dh. dass jeder Mensch beispielsweise Wut auf die gleiche Art und Weise mimisch ausdrücken und interpretieren könne. Des weiteren ging er davon aus, dass es evolutionär überlebenswichtig sei diese Fähigkeit zu besitzen beispielsweise in Situationen der Bedrohung.
Für die sechs Primäremotionen Wut, Freude, Überraschung, Furcht, Ekel und Traurigkeit ist diese Annahme zutreffend, wie P. Ekman und W. Friesen (1971) in ihrer Untersuchung
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zeigten. Dafür reisten Ekman und Friesen nach Neuguinea zu einem Volksstamm der bis zu diesem Zeitpunkt erst anfing engeren Kontakt zur Zivilisation aufzubauen. Davor hatte der Volksstamm auf Steinzeit-Niveau gelebt. Ekamn und Friesen lasen den Bewohnern in deren Stammessprache Geschichten vor in denen die sechs Primäremotionen vorkamen. Dann zeigten sie ihnen Photos von amerikanischen Gesichtern die die sechs Primäremotionen ausdrückten. Die Stammesmitglieder sollten den in den Geschichten vorkommenden Emotionen nun die Entsprechenden Photos der amerikanischen Personen zuordnen. Als sie das getan hatten, sollten die Stammesmitglieder die Emotionen die in der Geschichte vorkamen mimisch enkodieren, wobei die Forscher sie photographierten. Diese Bilder wurden dann wiederum amerikanischen Probanden gezeigt. Das Ergebnis der Untersuchung war, dass die Trefferrate der Stammesmitglieder beim dekodieren der Emotionen der amerikanischen Gesichtsausdrücke genauso hoch war, wie die Trefferrate der amerikanischen Probanden beim dekodieren der Gesichtsausdrücke der Stammesmitglieder. C. Hansen und R. Hansen (1988) stellten die Hypothese auf, dass aus Überlebensgründen das dekodieren von Wut-Gesichtern schneller enkodiert werden können müsste als andere Gesichtsausdrücke. Aus diesem Grund machten sie Photos von einem Enkodierer der Wut, Freude oder einen neutralen Gesichtsausdruck mimte. Mit diesen drei Photos konstruierten sie dann Bilder auf denen das Gesicht des Enkodierers mehrfach abgebildet war. Jedoch nicht jedes Photo von dem Gesicht beliebig oft, sondern entweder ein Gesicht das Wut ausdrückte unter vielen die freude zeigten, oder eines das neutral oder freudig war unter den jeweils anderen Gesichtsausdrücken. Die Probanden hatten nun die Aufgabe, das sich von den anderen Gesichtern unterscheidende Gesicht so schnell wie möglich zu finden. Dabei wurde ihre Reaktionszeit gemessen.
Das Ergebnis ist wie prognostiziert. Es wurde immer das Wut-Gesicht am schnellsten gefunden.
Doch ist es nicht immer so einfach die einzelnen Emotionen richtig zu dekodieren, was im wesentlichen auf drei Gründe zurückgeführt werden kann.
Erstens kann es zu Affektmischungen kommen dh. es werden mehrere Gefühle gleichzeitig ausgedrückt zum Beispiel Wut und Ekel.
Zweitens wollen Menschen manchmal aus den verschiedensten Gründen ihre Gefühle verbergen. Ein vorstellbarer Grund wäre, dass man von jemandem psychisch verletzt wurde, es dieser Person aber nicht zeigen will, um ihr nicht die Befriedigung zu geben. Drittens können auch kulturelle Unterschiede das Dekodieren von Emotionen erschweren. So gibt es kultuspezifische Verhaltensregeln beispielsweise ist es in Japan nicht gerne gesehen,
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Arbeit zitieren:
Julian Böck, 2008, Die Rolle des nonverbalen Verhaltens in der Personenwahrnehmung, München, GRIN Verlag GmbH
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