Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Abk ürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1. Motivation 2
1.2. Gegenstand der Arbeit 2
2. Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Logistik 4
2.1. Bedeutung des Umweltschutzes in unser heutigen Gesellschaft 4
2.2. Bedeutung des Umweltschutzes für Logistikunternehmen 5
2.3. Ökologische Dimension in der Logistik 6
2.4. Auswirklungen der Logistik auf den Klimawandel 8
2.5. Auswirkungen des Klimawandels auf die Logistik 10
2.6. Verhältnis ökonomischer und ökologischer Ziele 12
2.7. Grüne Logistik 15
3. Der CO2 Fußabdruck 18
3.1. Ursprung des CO2-Fußabdrucks 19
3.1.1. Ökobilanz 19
3.1.2. Ökologischer Fußabdruck 20
3.2. Arten des CO2-Fußabdrucks 21
3.2.1. CO2-Fußabdruck eines Unternehmens 22
3.2.2. CO2-Fußabdruck einer Supply Chain 22
Inhaltsverzeichnis III
3.2.3. CO2-Fußabdruck eines Produktes 22
3.2.3.1. Bedeutung des PCF im Konsumgüterbereich 23
3.2.3.2. PCF im Logistikmanagement 23
3.2.3.3. Ziele des Product Carbon Footprinting 24
3.3. Berechnungsmethoden 24
3.3.1. Aktuelle Initiativen. 24
3.3.2. Internationale Harmonisierung 25
4. Vorgehensweise und Beispiel für die Berechnung eines CO2-
Fu ßabdrucks eines Produktes 27
4.1. Phase 1: Planungsphase 27
4.1.1. Zieldefinition und Produktauswahl 27
4.1.2. Lieferantenbindung 28
4.2. Phase 2 29
4.2.1. Prozessvisualisierung 29
4.2.2. Bestimmung von Systemgrenzen 32
4.2.3. Datensammlung und -ermittlung 33
4.2.3.1. Emissionsfaktoren 33
4.2.3.2. Activity-Daten 35
4.2.3.3. Primärdaten 36
4.2.3.4. Sekundärdaten 36
4.2.3.5. Datenquellen 37
4.2.4. Berechnung des CO2-Fußabdrucks 38
4.2.4.1. Berechnung der Emissionen für die Zutaten 38
4.2.4.2. Berechnung der Emissionen für das Backen 40
4.2.4.3. Berechnung der Emissionen für den Transport 40
Inhaltsverzeichnis IV
4.2.4.4. Ergebnis der Berechnung 41
4.2.4.5. Berechnung bei einer variablen Supply Chain 43
4.3. Phase 3 44
4.3.1. Ergebnisse validieren 44
4.3.2. Einsparpotentiale 44
4.3.3. Kommunikation des CO2-Fußabdrucks 45
5. Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Fußabdrucks 47
5.1. Energiebereich 47
5.2. Grüne Beschaffung 47
5.3. Produktionsbereich 47
5.4. Transportbereich 48
5.4.1. Optimierung der Auslastung 48
5.4.2. Vermeidung von Leerfahrten 49
5.4.3. Lokale Beschaffung 49
5.4.4. Verlagerung auf andere Verkehrsträger 50
5.4.5. Einsatz von Telematiksystemen 50
5.5. Aktuelle Maßnahmen von Logistikunternehmen 51
6. Der CO2-Fußabdrucks als Nachhaltigkeitsindikator in der
Logistik 53
7. Zusammenfassung und Ausblick 55
Literaturverzeichnis VIII
Anhang XIV
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Umfrageergebnisse zur Meinung von Unternehmen zu CO2-armen
Dienstleistungen
Abbildung 2 Logistikdimensionen
Abbildung 3 CO2-Emissionen des Transportsektors aufgeteilt nach Verkehrsträger
in der EU
Abbildung 4 Störfaktoren in der Logistik bedingt durch den Klimawandel
Abbildung 5 Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Logistik
Abbildung 6 Hauptgründe für Umweltschutzaktivitäten von Logistikunternehmen
Abbildung 7 Bedeutung von grüner Logistik und Umweltschutz für Unternehmen
Abbildung 8 Arten von CO2-Fußabdrücken
Abbildung 9 Grobe Gliederung der Prozesse innerhalb eines
Produktlebenszyklus
Abbildung 10 Prozesse im Produktlebenszyklus eines Croissants
Abbildung 11 Zusammensetzung des CO2-Fußabdrucks für ein Croissant
Abbildung 12 CO2-Reduktionslabel
Abbildung 13 EU-Energietikett
Abbildung 14 CO2-Label aus Frankreich
Abbildung 15 Umfrageergebnisse zu Klimaschutzmaßnahmen in
Logistikunternehmen
Abbildung 16 Umweltschutzmaßnahmen von Logistikunternehmen im Raum
Bremen / Oldenburg
Tabellenverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Aufgaben der ökologischen Dimension der Logistik 7
Tabelle 2 Emissionswerte verschiedener Transportmittelarten 9
Tabelle 3 Treibhauspotential verschiedener Gase (Auszug) 34
Tabelle 4 Datensammlung für die Berechnung des PCF eines Croissants 36
Abkürzungsverzeichnis
CO2 Kohlenstoffdioxid CO2e CO2-Äqivalent DB Deutsche Bahn AG engl. englisch EU Europäische Union FE funktionelle Einheit GHG Greenhouse Gas HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH ILS Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik ISO International Organization for Standardization (Internationale Organisation für Normung) IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change KWh Kilowattstunde LKW Lastkraftwagen NGO Non-Gouvernment Organization PAS Public Aviaible Specification PCF Product Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck eines Produktes) PCRs Product Category Rules Sog. Sogenannte TÜV Technischer Überwachungs-Verein USA United States of America u.a. unter anderem WWF World Wide Fund For Nature z.B. zum Beispiel
1. Einleitung
Die Folgen des Klimawandels begegnen uns fast jeden Tag durch neue Schreckensmeldungen in den Nachrichten. Egal ob Überschwemmungen, Hurrikans oder Dürren, die Erderwärmung und daraus resultierenden Naturkatastrophen werden von menschlichen Aktivitäten verursacht, in dieser Tatsache sind sich 99% der Wissenschaftler einig. 1
Seitdem erwiesen ist, dass der Klimawandel eindeutig auf uns Menschen zurückzuführen ist und die Folgen unseres Handelns immer sichtbarer werden, sind in den vergangenen Jahrzehnten umweltpolitische Themen und Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Auch in der Politik ist der Umweltschutz ein Themenfeld, mit dem sich inzwischen alle Parteien intensiv auseinandersetzen. Das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll hat als Ziel, die Senkung der Treibhausgase um 8% gegenüber 1990. Darüber hinaus haben sich die EU-Länder verpflichtet die Emissionen bis 2020 sogar um 20 % zu senken. 2 Seit ein paar Jahren rücken solche umweltpolitischen Themen auch immer mehr in den Blickpunkt von Unternehmen. Eine Unternehmenspolitik mit nachhaltig-ökologischen Gesichtspunkten ist heute schon fast unverzichtbar vor allem für große Konzerne, die am stärksten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, da eine immer grösser werdende öffentliche Meinung mehr umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen fordert. Dies gilt vor allem auch für die Logistikbranche, die im großen Masse Verursacher vom klimaschädlichen Gase ist.
Doch kann in der Logistik eine nachhaltige und ökologisch orientierte Strategie gleichzeitig zu ökonomischen Erfolg führen? Gibt es dort einen Zielkonflikt und wie kann man beide Ziele in Einklang bringen? Welche Methoden gibt es, um die Umweltfreundlichkeit eines Logistikunternehmens zu messen? Ist an dieser Stelle der CO2-Fußabdruck ein geeigneter Indikator für Nachhaltigkeit? Dies alles sind Fragestellungen, mit denen sich Logistikunternehmen in der jetzigen Zeit vermehrt beschäftigen müssen.
1 Vgl. http://www.tagesschau.de/ausland/weltklimabericht4.html
2 Vgl. http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/un-
klimakonferenz/DE/KlimapolitikDerBundesregierung/klimapolitik-der-bundesregierung.html
1.1. Motivation
Das Themengebiet der „grünen Logistik“ steht in fast allen Logistikstudiengängen noch nicht auf dem Lehrplan, da es sich um ein noch wenig erforschtes, aber immer wichtiger werdendes Teilgebiet der Logistik handelt. Es ist daher ein besonderes Anliegen einen Beitrag dazu zu leisten, dass dieses Themengebiet, wozu auch der CO2-Fußabdruck zählt, weiter erforscht wird und somit mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken kann. Weiterhin ist der CO2-Fußabdruck in unserer heutigen Zeit vor dem Hintergrund des steigenden Umweltbewusstseins in unserer Gesellschaft ein sehr interessantes und hochaktuelles Thema.
1.2. Gegenstand der Arbeit
Im 2. Kapitel „Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Logistik“ wird zunächst die Bedeutung dieser Themen in unserer Gesellschaft und in Unternehmen beschrieben. Weiterhin werden die Bedeutung der ökologischen Dimension im
Logistikmanagement und das Verhältnis zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen erläutert. Außerdem werden Bestandteile der „grünen Logistik“ dargestellt.
Im 3. Kapitel wird auf den CO2-Fußabdruck eingegangen. Dabei wird zwischen verschiedenen Arten von Fußabdrücken unterschieden. An dieser Stelle wird detailliert auf den CO2-Fußabdruck eines Produktes in der Logistik eingegangen. Weiterhin werden aktuelle Initiativen und Pilotprojekte zum Thema CO2-Fußabdruck vorgestellt sowie die Wichtigkeit einer internationalen Harmonisierung erläutert.
Im 4. Kapitel wird eine mögliche Vorgehensweise zur Berechnung eines CO2-Fußabdrucks eines Produktes anhand eines Beispiels erklärt.
Ausgehend von dieser Berechnung werden im 5. Kapitel Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Fußabdrucks eines Produktes beschrieben. Das 6. Kapitel beschäftigt sich mit dem CO2-Fußabdruck als Indikator für Nachhaltigkeit in der Logistik.
2. Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Logistik
Der weltweite Klimawandel ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. In diesem Zusammenhang sind in den letzten Jahrzehnten zwei Begriffe, zum einen die Nachhaltigkeit und der Umweltschutz in aller Munde. Der Begriff Umweltschutz steht dabei als „Sammelbegriff für alle Bestrebungen und Maßnahmen, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten“ 3 Für den Begriff „Nachhaltigkeit“ oder „nachhaltige Entwicklung“ gibt es dagegen viele verschiedene Erklärungen und Definitionen, die in der Literatur verwendet werden: So kann man darunter eine „dauerhaft umweltgerechte Entwicklung“ 4 oder „nachhaltig zukunftsverträgliche Entwicklung“ 5 verstehen. Im Vordergrund steht dabei bei allen Definitionen eine langfristige umweltfreundliche Entwicklung. Kurzfristige Maßnahmen fallen nicht unter diese Definitionen. Umweltschutzmaßnahmen und nachhaltiges Handeln haben zum Ziel den weltweiten Klimawandel einzudämmen, der vor allem durch die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen hervorgerufen wurde.
2.1. Bedeutung des Umweltschutzes in unser heutigen
Gesellschaft
In unserem Alltag werden Verbraucher immer mehr in Werbebotschaften dazu aufgefordert, sich klimafreundlicher zu verhalten. Aus diesem Grund achtet der Verbraucher seinerseits stets immer mehr auf ein umweltbewusstes Konsumverhalten. Dies zeigt sich zum Beispiel am Ergebnis einer Studie der britischen Organisation „The Carbon Trust“ aus dem Jahre 2006, die in einer Umfrage zu dem Ergebnis kam, dass 2/3 aller Verbraucher Produkte bevorzugen würden, die niedrigere Treibhausgasemissionen aufweisen als andere. 6 Eine deutsche Studie aus dem Jahr 2007 von der Unternehmensberatung Sempora kam zu einem ähnlichen Ergebnis. In einer repräsentativen Umfrage gaben knapp 2/3 der Befragten an, „in Zukunft bei Kaufentscheidungen das Thema CO2 mit ins Kalkül zu
3 Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Umweltschutz
4 http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/archiv_97/Ziele_und_Wege_105/definitionen_897.htm
5 http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/archiv_97/Ziele_und_Wege_105/definitionen_897.htm
6 Vgl. http://www.carbontrust.co.uk/news/news/archive/2006/Pages/061106_consumers.aspx
ziehen“ 7 . Das Umweltbewusstsein ist in unserer heutigen Gesellschaft stark ausgeprägt und wird auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen.
2.2. Bedeutung des Umweltschutzes für
Logistikunternehmen
Doch nicht nur für den Verbraucher spielt ein umweltbewusstes und nachhaltiges Verhalten eine wichtige Rolle, sondern auch immer mehr für Unternehmen. Eine Umfrage des Bundesverbandes Materialwirtschaft und Einkauf aus dem Jahr 2007, bei der speziell Logistikunternehmen befragt wurden, kam zu diesem Thema zu folgendem Ergebnis:
armen Dienstleistungen 8
Die meisten befragten Unternehmen gaben an, bei einem ähnlichen Preisniveau einen umweltfreundlicheren Dienstleister vorziehen zu wollen. Diese Statistik belegt die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit für Logistikunternehmen.
7 http://www.klimaktiv.de/article97_5073.html
8 Bundesverband Materialwirtschaft und Einkauf (2007): Umfrage „CO2 und Modal Split“ , http://www.bme.de/fileadmin/bilder/PDF/co2.pdf
Da Nachhaltigkeit und Umweltschutz für Logistikunternehmen an Bedeutung zunehmen, ist dieses Thema auch zu einer wichtigen Aufgabe innerhalb des Logistikmanagements herangewachsen. Dazu kann man die Aufgabenbereiche innerhalb der Logistik in verschiedene Dimensionen aufgliedern, „die jeweils eine Koordinationsaufgabe im Licht ihrer dimensionsspezifischen Inhalte wahrnehmen“ 9 . Mit anderen Worten ist jede dieser Dimensionen ein Teilbereich des Logistikmanagements.
Folgende Dimensionen sind dabei in der Logistik von besonderer Bedeutung:
Diesen vier Dimensionen der Logistik kann man in der heutigen Zeit einen unterschiedlichen Stellenwert zusprechen. Die Forschungsintensität oder anders
9 Wehberg, Götz (1997), S. 48
10 Eigene Darstellung (Vgl. Wehberg, Götz (1997), S. 48-50)
gesagt der „wissenschaftliche Durchdringungsgrad“ 11 unterscheiden sich je nach Dimension. Die technische und ökonomische Dimension waren von großer Bedeutung von in den siebziger bzw. achtziger Jahren. 12 Später in den neunziger Jahren gewann auch die soziale Dimension stärker an Gewicht, bevor Ende der neunziger Jahre bis heute die ökologische Dimension als vierte Dimension immer wichtiger wird. 13 In der Logistik umfasst die Ökologie folgende Aufgaben, die in 3 Ebenen unterteilt werden können:
Tabelle 1 Aufgaben der ökologischen Dimension der Logistik 14
Die normative Ebene beschreibt das Erkennen der Bedeutung des Umweltschutzes in der heutigen Zeit, was in einem Logistikunternehmen die „Wertschätzung der Natur durch die Mitarbeiter“ wiederspiegelt. In der strategischen Ebene geht es um das Fixieren von bestimmten Umweltschutzzielen, unter Berücksichtigung der anderen Dimensionen und der verschiedenen Anspruchsgruppen. Dazu gehört das Aufdecken von Umweltschutzpotentialen. In der operativen Ebene, die das Tagesgeschäft umfasst, werden konkrete Potentiale und Ziele durch eine umweltverträgliche und effiziente Lenkung und Gestaltung logistischer Prozesse umgesetzt.
11 Wehberg, Götz (1997), S. 51
12 Vgl. Wehberg, Götz (1997), S. 51
13 Vgl. Wehberg, Götz (1997), S. 51
14 Eigene Darstellung (Vgl. Wehberg, Götz (1997), S. 57)
Arbeit zitieren:
Bruno Hartig, 2010, Der CO2-Fußabdruck als Indikator für ein nachhaltiges Logistikmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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