2
2
INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG S. 4-5
1. Die Anfänge der engl. Besiedlung Amerikas 5-6
1.1 Strukturelle Voraussetzungen der Expansion 5
1.2 Hauptmotive der Expansion nach Nordamerika 5
1.3 Die Suche nach der Nordwestpassage 5
1.4 Erste Siedlungsversuche in der Nähe der
Chesapeake - Bay 7
2. Englands Verhältnis zu den Kolonien 7
2.1 Das Interesse des Königshauses 7
2.2 Politisch- rechtlicher Status der Kolonien 8
3. Die Kolonie Jamestown ( Virginia ) 8
3.1 Die Entstehung der " Virginia Company " S.8
3.2 Die Besiedelung von Jamestown S.9
3.2.1 Die Herkunft der Siedler S.9
3.2.2 Die Wahl des Standorts S.10
3.2.3 Die Anfänge von Jamestown- Not und
Konfusion S.10
3.2.4 Das Verhältnis zu den Indianern S.11
3.2.5 Die Herrschaft von John Smith S.11
3.2.6 Die Zeit der Konsolidierung S.12
4. Die Kolonie New Plymouth ( Massachusetts ) S.13
4.1 Die polit. Situation in England um 1620 S.13
4.1.1 Die Puritaner im holländischen Exil S.13
4.2 Das " Council for New England und die
" Pilgerväter " S.13
4.3 Die Besiedlung von New Plymouth S 14
3
4.3.1 Die Herkunft der Siedler S. 14
4.3.2 Der " Mayflower Compact " S. 15 4.3.3 Die Wahl des Standortes S. 15
4.3.4 Die erste Zeit der Siedlungsgründung S. 15
4.3.5 Das Verhältnis zu den Indianern S. 16
4.3.6 Die Entwicklung der Kolonie bis 1630 S. 17 R E S Ü M E E S . 1 7 - 1 9
Literaturverzeichnis S. 20
4
EINLEITUNG
Ältere Darstellungen, die sich mit der Geschichte Nordamerikas beschäftigen, haben oftmals die Gründung der Kolonien und den Pioniergeist ihrer Siedler als heroischen Willensakt zu deuten versucht, wie dies auch Charles A. und Mary Beard in ihrer 1949 erschienen " Geschiche der Vereinigten Staaten von Amerika " anklingen lassen. Kenneth R. Andrews hat 1981 mit seinem Buch " Trade, plunder and settlement " einen neuartigen Versuch unternommen, die ersten Ansätze der englischen Koloniegründungen in Nordamerika in den Kontext der internationalen Auseinandersetzung mit dem Rivalen Spanien einerseits und den großen Veränderungen in England andererseits in Beziehung zu setzen. Wobei er den Handel als vorrangige Triebfeder der Expansion bezeichnet.
Für den deutschsprachigen Raum sei zunächst hier vor allem Hans - Christoph Schröders " Die Amerikanische Revolution " ( 1982 ) genannt. Darin widmet er den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der frühen Kolonialzeit Nordamerikas relativ breiten Raum. Für ihn sind die Gemeinsamkeiten wichtiger zu bewerten als die Unterschiede. Seit Beginn der neunziger Jahre setzt die Amerikaforschung verstärkt auf Themen zur Struktur- und Mikrogeschichte der Kolonialzeit. Virginia DeJohn - Anderson hat mit " New England `s generation " ( 1991 ) eine akribische Bestandsaufnahme des sozialen und gesellschaftlichen Umfelds jener Auswander durchgeführt, die im Zuge der " Great Migration " England in Richtung Nordamerika verließen. Das 1996 erschienene Jahrbuch für Historische Sozialkunde versucht im Band 7 " Die beiden Amerikas " eine neue Standortbestimmung, in der deutsch-sprachigen Forschungsliteratur. Thematisiert wird das bislang vernachlässigte Verhältnis von Weißen und indigenen Völkern in Nord und Südamerika, aber auch gemeinsame Merkmale der frühen Siedlergesellschaft Nordamerikas. Neuesten Datums ( 1998 ) ist Peter Schäfers " Alltag in den Vereinigten
Staaten ". Eine Strukturgeschichte, die den mühevollen Anfängen der Siedlungstätigkeit in Jamestown und New-Plymouth nachgeht und eine gute Vergleichsstudie anbietet. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit diesen Anfängen einer dauerhaften Siedlungstätigkeit in Nordamerika. Anhand zweier verschiedener Regionen, nämlich der Ansiedlung von Jamestown in Virginia und New-Plymouth in Massachusetts, soll der Frage nachgegangen
5
werden, ob und in welchem Maße Gemein-samkeiten aber auch grundlegende Unterschiede in der frühen Besiedlung festzustellen sind. Warum fällt die Wahl auf Jamestown und New-Plymouth? Nun Jamestown gilt als die erste geglückte und zugleich dauerhafte englische Siedlung in Nordamerika. New-Plymouth wurde zum Vorreiter einer religiös motivierten Migration im Norden der Vereinigten Staaten, in Neuengland. Guggisberg weist daraufhin, dass der Begriff " New England " von John Smith geprägt worden war, der die Küste dieses Gebietes im Jahre 1614 erkundet hatte (1993, S.15 ).Die Untersuchung hat sich als Schwerpunkt, dies ist zugleich auch der inhaltliche und zeitliche Beschränkungsrahmen, die ersten Jahre der Siedlungsgründung gesetzt. Gerade das erfolgreiche Bewältigen der harten Anfangszeit kann als ein Maß für die Wahrscheinlichkeit des Überlebens und Weiterbestehens einer Ansiedlung gelten. Zu Beginn werden die strukturellen Voraussetzungen aber auch die Motive der englischen Expansion nach Nordamerika näher beleuchtet. In weiterer Folge werden die entscheidenden Etappen der Siedlungsgeschichte von Jamestown und New-Plymouth dargestellt. Von besonderer Wichtigkeit erscheint die soziale Herkunft der ersten Siedlergesellschaft, denn sie bestimmte letztlich, ob sich ein geordnetes oder chaotisches Leben in der Kolonie vollzog. Letztendlich war das Überleben in der Kolonie ohne Kontakt mit der einheimischen Urbevölkerung nicht möglich, sodass dem Verhältnis der weißen Siedler zu den Indianern ein gebührender Platz einzuräumen ist. Die vorliegende Arbeit endet mit dem Überstehen der ersten schweren Zeit, in der die Gewissheit einer dauernden Siedlung überwog.
1. Die Anfänge der englischen Besiedlung Amerikas
1.1 Strukturelle Voraussetzungen der Expansion
Die ersten Expansionsbestrebungen Englands verliefen langsam und zögernd. Die englische Krone überließ die Initiative zumeist einer kleinen Schicht von privaten Schiffseigentümern und Kaufleuten. Es unterstützte sie nur, wenn dabei für sie ein direkter Vorteil heraussprang. So wurden die Raubzüge eines Francis Drake von einer Handelsgesellschaft unterstützt, bei der Königin Elisabeth I finanziell beteiligt war. Dazu kam noch, dass die meisten der damaligen Überseeunternehmungen unter einem Mangel an Kapital litten und zudem schlecht organisiert und geführt wurden. Daher nimmt es nicht Wunder, dass die Mehrzahl derartiger Unternehmen
6
zum Scheitern verurteilt war.
1.2 Hauptmotive der Expansion nach Nordamerika
Der englischen Überseeexpansion in Richtung Nordamerika liegen sowohl politische, wirtschaftliche als auch religiöse Motive zugrunde. Aus politischer Sicht waren die ersten Vorstöße durch die gespannten Beziehungen zu Spanien geprägt. Dieses Verhältnis ging gegen Ende der 60 er Jahre des 16. Jahrhunderts in einen offenen Seekrieg über. Die Engländer versuchten vor allem den Schiffsverkehr zwischen Spanien und Westindien zu stören. Wirtschaftliche Beweggründe hatte die Suche nach einer Nordwestdurchfahrt nach China, forciert von Kaufleuten aus London und Bristol, verbunden mit der Hoffnung auf beträchtliche Edelmetallfunde. Unter Jakob I verließen dann Tausende Engländer ( Bauern, Handwerker, verarmte Landadelige ) ihre Heimat, um in Nordamerika zu siedeln. Eine hartnäckige Rezession im Wollexportgeschäft hatte eine zunehmende Zahl von Arbeitslosen in den Städten hervorgebracht. Ebenso wurde der Ackerbau zugunsten der Schafzucht zurückgedrängt. Viele, die auf wirtschaftliche Verbesserung hofften, wanderten anfangs nach Virginia aus. Ebenso spielten religiöse Motive eine bedeutsame Rolle. Die Puritaner, die in den 20 er Jahren des 16. Jahrhunderts vor allem in der Gegend von Massachusetts siedelten, waren vom Wunsch beseelt, in Amerika die " wahre Gemeinde Christi " ( Guggisberg 1993, S. 16 ) zu begründen.
1.3 Die Suche nach der Nordwestpassage
John Cabot, ein Venezianer in englischen Diensten, befuhr 1497 die Ostküste Nordamerikas und kam dabei in die Nähe der Chesapeake - Bay. Aber er traf dort " kein reiches Volk, mit dem ein gewinnbringender Handel möglich gewesen wäre " ( Beard 1949, S. 13 ). Die gleiche Erfahrung machte einige Jahrzehnte später der Franzose Jacques Cartier. Er kam zwar bis zur Mündung des St. Lorenz- Stromes. Doch er fand weder eine Nordwestpassage nach China noch einen Seeweg nach Indien. Die Engländer haben sehr früh Amerikafahrten unternommen. Man beschränkte sich aber bald auf den " Fischfang rund um die Neufundlandbänke " ( Reinhard 1985, S. 168 ).
Arbeit zitieren:
Ernst Gusenbauer, 1998, Zur Geschichte der frühen Besiedlung Nordamerikas , München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
: Zur Geschichte der frühen Besiedlung Nordamerikas ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
: neuer Titel erschienen: Zur Geschichte der frühen Besiedlung Nordamerikas
Ernst Gusenbauer hat einen neuen Text hochgeladen
Buchners Kolleg. Themen Geschichte. Wirtschaftsmacht USA
Von der Industrialisierung bis...
Boris Barth, Harald Focke
Von den USA lernen: Partizipation lernen?
Die Gründungsphase der USA und...
Elvira Fischenich-Spengler
0 Kommentare