Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Systematische Eigenschaften. 2
3. Indikatoren. 3
3.1 Ein Ansatz zur Bildung von Sustainable Development
Indikatoren (SDI) 5
3.1.1 Volkswirtschaftlicher Ansatz. 5
4. Zusammenfassung. 8
5. Literaturverzeichnis. 9
1
1.Einleitung
Die zunehmende Beeinträchtigung unserer Umwelt und deren wachsende öffentliche Wahrnehmung, sowie steigende wirtschaftliche Aktivität haben dazu geführt, dass ökologische Aspekte inzwischen ein wesentlicher Bestimmungsfaktor jeder Wirtschaftstätigkeit geworden sind. Das weitere Wachstum der Weltwirtschaft scheint heute weniger durch die begrenzte Verfügbarkeit von Rohstoffen Beschränkungen zu unterliegen, als durch ökologische und gesellschaftliche Grenzen. Der Begriff des nachhaltigen Wirtschaftens ist eng mit der Auffassung von Wohlstand und Wachstum in der Gesellschaft verknüpft. In der vorliegenden Arbeit gehe ich daher zunächst auf den Wandel der systematischen Eigenschaften ein. Hierbei wende ich mich deren Operationalisierbarkeit und Quantifizierbarkeit zu und diskutiere den Bedarf sowie die Notwendigkeit von Indikatoren, die diese schwer messbaren Größen in eine vergleichende Betrachtung einbeziehen sollen. Ich gebe einen Überblick über gegenwärtig verwendeten Indikatoren, nenne Entwicklungen und gehe auf neue Möglichkeiten ein.
2. Systemische Eigenschaften
Zusätzlich zur Summe der Wohlfahrt von Individuen werden noch übergreifende gesellschaftliche Werte und Ziele wie Freiheit und Sicherheit, Solidarität und politische Beteiligung, Gerechtigkeit und Vorsorge für zukünftige Generationen sowohl innergesellschaftlich als auch in internationalem Rahmen berücksichtigt. Dies bezeichnet die Versorgung privater Haushalte mit Ver- und Gebrauchsgütern sowie mit Dienstleistungen. Die Messung der Wohlfahrt 1 ist notwendig, um beliebigen Behauptungen über deren Niveau und Veränderungen entgegen treten zu können. Benötigt wird ein System sozialer Indikatoren. Es gibt jedoch keine optimalen und allgemein akzeptierten Lösungen, welches der jeweils angemessene Indikator ist. Eine Situation, die zur Zeit noch die Stellung von zu Recht kritisierten, jedoch allgemein etablierten Sozialproduktgrößen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Wohlstandsindikator stärkt. 2 Der Lebensstandard wird etwa mit Hilfe folgender
1 Der Begriff Wohlfahrt meint in dieser Arbeit auch die Lebensqualität
2 vgl. WILKE (2003) S. 3
2
einfacher Wohlstandsindikatoren gemessen: 3
• Verteilung der monatlichen Verbrauchsangaben eines Vier-Personen-Arbeitnehmerhaushalts mit mittlerem Einkommen,
• Prozentsatz der Haushalte, die über eine vollautomatische Waschmaschine, einen Pkw oder ein Telefon verfügen,
• Zahl der Schwimmbäder je 10.000 Einwohner,
• Zahl der jährlichen Auslandsurlaube pro Einwohner,
• Für einen internationalen Vergleich wird z. B. angegeben, wie viele Stunden ein durchschnittlich verdienender Industriearbeiter arbeiten muss, um bestimmte Güter kaufen zu können.
Vergleichsprobleme ergeben sich durch die unterschiedliche Qualität der Güter sowie durch das Kriterium, mit welchem Aufwand die jeweiligen Güter von den Bürgern zu bekommen sind und wie diese produziert werden. Es ist evident, dass solche Indikatoren international nicht allgemein anwendbar sind. Wohlfahrt beschreibt einerseits eine tatsächliche Lebenssituation, andererseits aber eine gesellschaftliche Wert- und Zielvorstellung bei der Suche nach neuen Orientierungen und nach neuen Qualitäten einer künftigen Gesellschaftspolitik innerhalb der Entwicklung. 4 Zwei Leitbilder sind besonders mit dem Begriff Wohlfahrt verbunden: qualitatives Wachstum und Umweltqualität. Qualitatives oder ökologisch kompensiertes Wachstum hat eine Effizienzsteigerung hinsichtlich der Ressourcenproduktivität zum Ziel, während Nullwachstum die Bedeutung des Wachstums relativiert und nur eine Bedürfnisbefriedigung anstrebt (Suffizienz). Umweltqualität begreift Umwelt als umfassende Ganzheit und zielt auf eine Erhaltung der natürlichen Überlebensbedingungen der Menschen hin. 5 Das Konzept in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wird primär in dem Kreislauf der realen Ströme ( Güter und Faktoren), sowie den sekundären monetären Strömen ( Eingaben und Ausgaben ) gemessen und dabei die wirtschaftliche Aktivität mit Hilfe von spezifischen Indikatoren aufgezeigt. 6
3. Indikatoren
Ein Indikator ist ganz allgemein eine Auskunftsinstanz. Es handelt sich um
3 vgl. MOHR ( 1985 ), S. 82 - 85
4 vgl. BROCKHAUS ENZYKLOPÄDIE ( 1994 )
5 vgl. RADLBERGER (2004), S. 11f.
6 vgl. Folien der Vorlesung Block 2 & 3 & 4
3
Arbeit zitieren:
Savas Mutlukal, 2009, Ökonomische Grundlagen und Reflexion der Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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