Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Rahmenbedingungen 4
2.1 Definition Luftfracht 4
2.2 Organisationen 5
2.2.1 ICAO 5
2.2.2 IATA 6
2.3 Güterklassen 6
2.4 Ladeeinheiten und Lademittel 7
2.5 Flugzeuge 8
2.5.1 Nurfrachter 8
2.5.2 Passagierflugzeuge mit Frachtraum 9
2.6 Luftfrachtzentrum 9
2.7 Akteure in der Luftfrachtabwicklung 10
2.7.1 Versender 11
2.7.2 Spediteure 11
2.7.3 Vorfeld- und Frachtabfertiger 11
2.7.4 Luftverkehrgesellschaften 14
2.7.5 Zoll 15
2.7.6 Empfänger 15
3 Luftfrachtabwicklung 16
3.1 Prozesskette 16
3.2 Integratoren 17
3.3 Sicherheitskontrollen 17
4 Optimierungspotenziale 19
4.1 e-freight 19
4.2 smaRTI 22
4.3 Cargo 2000 23
5 Fazit 28
6 Abkürzungen 29
7 Quellenverzeichnis 30
8 Abbildungsverzeichnis 31
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1 Einleitung
In dieser Hausarbeit geht es um das Thema „Optimierungspotenziale in der Luftfrachtabwicklung“. Dazu werden in Kapitel 2 die grundlegenden Rahmenbedingungen, die für die Luftfrachtabwicklung notwendig sind, beschrieben. Es werden sowohl die allgemeingültigen Definitionen erläutert, als auch Organisationen, Ladeeinheiten, Flugzeuge usw. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Ablauf der Luftfrachtabwicklung sowie die Sonderstellung von Integratoren. Der Unterpunkt Sicherheitskontrollen rundet das Kapitel ab. Im vierten Kapitel geht es ausschließlich um die Optimierungspotenziale in der Luftfrachtabwicklung. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf EDV-gestützte Optimierungen, die im Rahmen des Informationszeitalters immer mehr an Bedeutung gewinnen.
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2 Rahmenbedingungen
Im folgenden Kapitel werden die Rahmenbedingungen der Luftfrachtabwicklung dargestellt. Dies beinhaltet zum einen wichtige Definitionen und Organisationen zum anderen die beteiligten Akteure in der Luftfrachtabwicklung.
2.1 Definition Luftfracht
Luftfracht ist die Bezeichnung für Frachtsendungen, die mit dem Flugzeug trans-portiert werden. Dazu zählen alle Güter, die im Fluglinienverkehr oder auf Charterflügen als Fracht, Expressgut oder Post transportiert werden. 1 Der Fachbegriff für Luftfracht heißt entweder „Versand per Luftverlastung“ oder „per Luftfrachtbrief“ (Vgl. Quelle: Lufthansa Erlebnis Wissen, http://erlebnis-wissen.lufthansa.com/luftfahrtkonzern/2301m/2304m/, Stand: 25.11.10).
Zu Beginn des Luftfrachttransportes verstand man darunter sowohl zeitkritische als auch verderbliche Güter. 2 Dies waren im engeren Sinne z. B. Blumen und Nahrungsmittel, im weiteren Sinne Zeitungen und Tiere jeglicher Art, beispielsweise Eintagsküken. Nicht zur Luftfracht zu zählen, ist das Gepäck von Passagieren (Vgl. Klussmann, Malik, 2004, S. 156). Heute werden meist hochwertige Güter mit geringem Volumen, beispielsweise Computer und Textilien, oder aber Fahrzeuge und Maschinen(-teile), versendet. Die Luftfracht macht dabei nur 1 % des gesamten Verkehrsaufkommens aus, jedoch entspricht dies einem Warenwert von 35 % des gesamten Verkehrsaufkommens. 3
Die Vorteile (Vgl. Mensen, 2003, S. 644) der Luftfracht gegenüber anderen Verkehrsträgern sind:
• die Schnelligkeit, d. h. jedes Gut ist innerhalb von 2-3 Tagen an seinem Bestimmungsort zu befördern,
• hohe Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit,
1 Vgl. Mensen, Heinrich, Planung, Anlage und Betrieb von Flugplätzen, S. 16
2 Vgl. Mensen, Heinrich, Handbuch der Luftfahrt, S. 644.
3 Vgl. Lufthansa Erlebnis Wissen,
http://erlebnis-wissen.lufthansa.com/luftfahrtkonzern/2301m/2304m/, Stand: 25.11.10
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• Einsparmöglichkeiten in der Verpackung; umfangreiche und schwere Verpackung ist nicht nötig,
• Lagerkosten sinken, weil Bestände reduziert werden,
• niedrigere Versicherungsprämien, weil die Transportzeit insgesamt kürzer ist, dies beinhalt weniger Umschläge und ein geringeres Transportrisiko,
• ein schnellerer Kapitalumschlag.
Neben den oben genannten Vorteilen gibt es ebenso Nachteile, die die Luftfracht gegenüber anderen Verkehrsträgern hat. 4 Diese werden im Folgenden genannt:
• relativ hohe Transportkosten,
• geringere Transportkapazitäten im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern,
• geringere Netzdichte durch Flughafenstandorte.
Die Luftfracht befindet sich derzeit in einem Wandel, der sich aus einer Umstrukturierung und in einer Verschmelzung der der Segmente widerspiegelt. Unternehmen und Märkte werden zukünftig noch stärker zusammenarbeiten um beispielsweise Kosten zu reduzieren, Laufzeiten zu verkürzen und den Servicegrad für den Kunden zu erhöhen. Dies wird dazu führen, dass die Dienstleistungen in Zukunft vermehrt aus einer Hand angeboten werden, den sogenannten Integrators. Wir werden im weiteren Verlauf näher darauf eingehen (Vgl. Mensen, 2007, S. 16).
2.2 Organisationen
2.2.1 ICAO
Die ICAO (International Civil Aviation Organization) ist ein Zusammenschluss von ca. 190 Staaten. Ihr Ziel ist es, alle organisatorisch und technisch relevanten Fragestellungen zu regeln. Durch die 1944 gegründete Sonderorganisation der UN ist es möglich, in einem Linienflug von Frankfurt nach Tokio über mehrerer Ho- 4 Vgl.Mensen, Heinrich, Planung, Anlage und Betrieb von Flugplätzen, S. 17
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heitsgebiete zu fliegen bzw. Zwischenladungen zum Tanken in fremden Ländern zu gewährleisten (Vgl. Klaus + Krieger, Gabler Lexikon Logistik, 4. Auflage 2008, S. 245).
2.2.2 IATA
Die Internationale Air Transport Association (IATA) wurde 1919 gegründet. Ihr gehören heute ca. 230 Fluggesellschaften aus 115 Ländern an und führen mehr als 93 % der internationalen Flüge durch. 5 Zu den Aufgaben der IATA gehört die Koordination der IATA-Codes, Dreibuchstabencodes für internationale Flughäfen, Abrechnung und Verrechnung von Flugtickets, die von Reisebüros mit IA-TA-Lizenz ausgestellt wurden (Vgl. Klaus + Krieger, Gabler Lexikon Logistik, 4. Auflage 2008, S. 245).
Darüber hinaus ist die IATA sozusagen der „think tank“ des Luftverkehrs. Wie im späteren Verlauf beschrieben wird, ist sie verantwortlich für viele innovative Denkanstöße zur Optimierung des Luftverkehrs. Als Dachverband der internationalen Luftfahrtindustrie verfolgt die IATA besondere Ziele, wie z. B. eine effizientere Nutzung der Ressourcen und die gleichzeitige Schonung der Umwelt (Vgl. IATA, www.iata.org, Stand: 30.11.10).
2.3 Güterklassen
In der Luftfrachtabwicklung gibt es verschiedene Arten von Luftfracht. Die Güterklassen unterscheiden sich wie folgt: 6
• Standardfracht, die einzeln oder auf Paletten gebündelt angeliefert werden,
• Container, die als genormte Ladeeinheiten Stückgut enthalten,
• Expressgüter mit hoher zeitlicher Priorität wie Medikamenten, Ersatzteilen, Dokumenten oder EDV-Datenträgern,
• Verderbliche Güter, wie agrarische Frischgüter oder Zeitungen,
5 Vgl. IATA, http://www.iata.org/membership/Pages/airlines.aspx, Stand: 30.11.10
6 Vgl. Pompl, Wilhelm, Luftverkehr, S. 107
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• Wertgüter mit einer hohen Gewicht-/Wertrelation wie z. B. Schmuck, Edelmetalle oder Rennautos,
• Tiere, wie z. B. Rennpferde oder Zierfische,
• Spezialgüter, die als Gefahrgüter (z. B. entzündliche Stoffe) besonderen Abfertigungs- und Verpackungsvorschriften unterliegen.
2.4 Ladeeinheiten und Lademittel
"Ladeeinheiten werden durch Zusammenfassen von Fülleinheiten mittels eines Ladungsträgers gebildet. [...] Eine Ladeeinheit ist ein Raum mit bestimmten Abmessungen, die zur Aufnahme von Fülleinheiten geeignet ist (Gudehus, 2007, S. 433).
Für die Anforderungen in der Luftfracht ergeben sich noch weitere Besonderheiten. Auf Grund des begrenzten Frachtraumes in Flugzeugen ist es sinnvoll, die Kapazitäten effizient zu nutzen. Des Weiteren sind die Standzeiten von Flugzeugen teurer - demzufolge kürzer - als bei anderen Verkehrsträgern. Deshalb wurde von der IATA ein Regelwerk gefasst, dass einen einheitlichen Standard für Luftfrachtpaletten und Containern festlegt. Dadurch lassen sich deutlich geringere Umschlagzeiten realisieren als bei reinem Stückgutumschlag. Die Abb. 2 zeigt einen Unit Load Devices (ULD), in diesem Fall der LD 3.
Abbildung 1 LD 3 Container
Quelle: http://www.siacargo.com/fleetauld_aulds.asp, Stand: 29.11.10
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Abbildung 2 Luftfrachtpalette P1P
Quelle: http://www.siacargo.com/fleetauld_aulds.asp, Stand: 29.11.10
Sowohl Luftfrachtpaletten als auch ULD's sind auf Leichtbauweise hergestellt, damit ihr Eigengewicht möglichst gering ist. Für eine effiziente Ausnutzung der Frachtraumkapazität wurden zwei verschiedene Arten von Container entwickelt. Der MD-Container (Main-Deck) Container wird ausschließlich auf dem Main-Deck verladen und der LD-Container (Lower-Deck) kommt hingegen nur auf dem Lower-Deck zum Tragen. Der gängige LD 3-Container beispielsweise hat ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 1588 kg (3500 lb). Das Tara Gewicht eines LD3-Containers beträgt dabei lediglich 105 kg (231 lb). 7
2.5 Flugzeuge
Fracht kann grundsätzlich in zwei unterschiedlichen Flugzeugtypen verflogen werden. Es gibt zusätzlich noch die Möglichkeit des Luftfrachtersatzverkehrs (Route Feeder Services). Dieser soll hier jedoch nicht näher erläutert werden.
2.5.1 Nurfrachter
Auf Strecken mit einem sehr hohen Frachtaufkommen werden hauptsächlich Frachtflugzeuge eingesetzt. Die Transportleistung von Nurfrachtflugzeugen beträgt 40 %, wobei sie dabei mit lediglich 4 % an der Flugzeugbewegung beteiligt sind. Eine weitere Alternative Flugzeuge als Frachtflugzeuge einzusetzen, ist das Quick-Change-Verfahren. Hierbei handelt es sich um spezielle Flugzeuge, die tagsüber Passagiere transportieren. Nachts werden sie für reine Frachtflüge verwendet. Dazu werden in relativ kurzer Zeit die Sitze der Maschine entfernt, so dass zusätzlicher Frachtraum im Flugzeug entsteht (Vgl. Buchholz, 1998,
7 Vgl. Quelle: http://www.leisurecargo.com/, Stand: 26.11.10
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Arbeit zitieren:
André Koch, 2010, Optimierungspotenziale in der Luftfrachtabfertigung, München, GRIN Verlag GmbH
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