Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Rahmenbedingungen energiewirtschaftlichen Handelns in Deutschland 2
2.1 Stromerzeugung und -versorgung in Deutschland 2
2.2 Wandel der gesellschaftlichen Wertvorstellungen 5
2.3 Energiepolitik in Zeiten des Klimawandels auf nationaler und europäischer Ebene 6
3 Unternehmerische Entscheidungen kommunaler Stromerzeuger am
Beispiel der EEW Duderstadt 9
3.1 Wirtschaftliche Lage kommunaler Stromerzeuger und der Stadtwerke EEW Duderstadt 9
3.2 Investitionsentscheidungen von Stadtwerken im Kontext politischer und
gesellschaftlicher Rahmenbedingungen 10
4 Schlussbetrachtung 13
Literaturverzeichnis V
Anhang VIII
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2.1: Anteile der Energieträger an der Netto-Stromerzeugung in Deutschland (in
Prozent) .................................................................................................................................... 3
II
Abkürzungsverzeichnis
KWK Kraft-Wärme-Kopplung EEG Erneuerbare Energien-Gesetz EEW Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH StrEG Stromeinspeisungsgesetz
III
1 Einleitung
Die globalisierte Welt steht in Bezug auf energiepolitische Fragen großen Herausforderungen gegenüber. Wachsende Weltbevölkerung, fortschreitender Klimawandel, Verknappung der fossilen Ressourcen, die aktuelle Wirtschaftskrise bewirken, dass für Staaten, Unternehmen wie Privatpersonen die Bedeutung energiebewussten Denkens und Handelns in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen hat. 1 Die Rolle, die kommunale Stromanbieter - auch als Stadtwerke bezeichnet - in diesem Wandlungsprozess und in der Energiewirtschaft spielen, die unternehmerischen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen und die Entscheidungen, die sie insbesondere auf Investitionen bezogen treffen, ist Thema der vorliegenden Arbeit.
Dabei geht das Kapitel 2 auf die Rahmenbedingungen energiewirtschaftlichen Handelns in Deutschland ein. Es beschreibt die wichtigsten Aspekte und Akteure des deutschen Strommarkts, geht darauf ein, wie gesellschaftliche Wertvorstellungen diesen, die gesamte Energiebranche, die Energiepolitik und einzelne unternehmerische Entscheidungen beeinflussen und beschäftigt sich mit der aktuellen und vergangenen Energiepolitik, die maßgeblichen Einfluss auf diese Entscheidungen hat.
Wie stellen kleine, kommunale Stromanbieter langfristige Investitionsplanungen auf und welche Anreize bringen sie dazu, die Investitionen durchzuführen, wenn die Umweltpolitik, die einen solch großen Einfluss auf den unternehmerischen Handlungsrahmen der Kommunen hat, mit jedem Regierungswechsel zum Teil erhebliche Änderungen erfährt? Wie gehen die anbietenden Stadtwerke mit diesem erhöhten Investitionsrisiko um, wie beeinflusst es ihre unternehmerischen Entscheidungen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Kapitel 3. Neben allgemeinen Ausführungen dient insbesondere die Eichsfelder Energie- und Wasserversorungs-GmbH als beispielhaftes kommunales Energieversorgungsunternehmen, dessen Leiter des Bereichs Strom, Herrn X., im Interview zu diesen Themen Stellung genommen hat.
Die Arbeit wird beendet mit einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung und einem Ausblick auf die Entwicklung der Thematik in Kapitel 4.
Das Thema der Arbeit ist an Aktualität kaum zu überbieten. 2 Besonders die Entwicklung der erneuerbaren Energien schreitet stetig voran und ist in aller Munde. Ihnen gilt demzufolge im Vergleich zu den übrigen Energiequellen ein besonderes Augenmerk innerhalb dieser Arbeit.
1 Vgl. BMU (2009), S. 4.
2 Vgl. BUND (2010c).
1
2 Rahmenbedingungen energiewirtschaftlichen Handelns in Deutschland
2.1 Stromerzeugung und -versorgung in Deutschland
Strom wird von der Europäischen Union durch den EG-Vertrag als „Dienstleistung von allgemeinem Interesse“ bezeichnet. 3 Diese Bezeichnung ersetzte die vormals gültige, wonach die Versorgung mit Strom als Teil der Daseinsvorsorge gesehen wurde. Nach Ernst von Forsthoff, der diesen Begriff prägte, war „die Daseinsvorsorge, deren Zweck die Befriedigung allgemeiner Bedürfnisse zu sozial angemessenen Bedingungen ist, [..] Teil der Verwaltung“ 4 . Die Kommunen waren unter anderem verantwortlich für die Versorgung der Bevölkerung mit Strom. Durch die Liberalisierung des Strommarktes ging die Stromversorgung zunehmend in privatwirtschaftliche Hände über. Aktuell geht der Trend dahin, diese Entwicklung wieder umzukehren (siehe Abschnitt 3.1). 5
Insgesamt betrug in Deutschland in 2008 die Stromerzeugung 640 Mrd. kWh, wovon 489 Mrd. von den Stromerzeugern und 65 Mrd. von Privaten eingespeist wurden, 66 Mrd. von der Industrie erzeugt und 40 Mrd. importiert wurden. 6 Seit der von der EU angestoßenen Marktliberalisierung 1998 - die die Strom- und Gaswirtschaft stark verändert hat und für eine Trennung zwischen der Stromerzeugung, dem Netzbetrieb und dem Stromvertrieb sorgte 7 -und anschließenden zahlreichen Unternehmenszusammenschlüssen auf dem
konventionellen Strommarkt ist die Zahl der großen Stromerzeuger überschaubar. Die vier großen Anbieter E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW sind für ca. 80% der Stromerzeugung verantwortlich. 8 Daneben existieren kleinere Anbieter, von kommunalen Stromanbietern, über private Investoren bis zu Kleinsteinspeisern. 9
Diese konventionelle Stromerzeugung findet recht zentralisiert überwiegend in Großkraftwerken statt 10 , die mit fossilen, zu großen Teilen importierten Brennstoffen (Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran) betriebenen werden. 11 Die Atomenergie erzeugt dabei seit über drei Jahrzehnten etwa ein Viertel des in Deutschland benötigten
3 Vgl. Schöneich (2004), S. 37.
4 Forsthoff (1938), S. 104.
5 Vgl. Szymanski (2010).
6 Vgl. BDEW (2009), S. 8.
7 Vgl. Weizsäcker (2004), S. 9.
8 Vgl. Kemfert (2006), S. 6.
9 Vgl. Anhang 1, S. XIII.
10 Vgl. Hirschl (2007), S. 21.
11 Vgl. Kemfert (2006), S. 1f., vgl. Hirschl (2007), S. 21.
2
Arbeit zitieren:
Eva Giolbas, 2010, Risikoabwägungen bei Investitionen in die kommunale Stromerzeugung unter besonderer Berücksichtigung staatlicher Energiepolitik und gesellschaftlicher Wertvorstellungen, München, GRIN Verlag GmbH
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