Inhaltsverzeichnis 1
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNISS 1
1 EINLEITUNGG. 2
2 LEEPARKOURR--THEORETISCHEEGRUNDLAGENUNDDLEGITIMATION 4
2.1 URSPRÜNGEEUNDDGRUNDIDEEDERRSPORTART 4
2.2 EIGNUNGGFÜRRDASSSCHULISCHEESPORTANGEBOT 5
2.2.1 BetrachtunggallgemeinerrKriterienn. 6
2.2.2 EinordnungginndieeVorgabennderrLandesregierungg. 8
2.3 WARUMMPARKOURRALSSAGANBIETEN?? 11
2.3.1 FestlegunggderrAltersgruppeeeinerrParkourrAG. 12
2.4 VORAUSSETZUNGENNFÜRRDIEEDURCHFÜHRUNGGEINERRPARKOURRAGG. 13
3 PRAKTISCHEEUMSETZUNGGEINERRPARKOURRAGG 15
3.1 VORBEREITUNGGDERREINFÜHRUNG 15
3.2 EXEMPLARISCHERRABLAUFFEINERRPARKOURRAGG 16
3.2.1 Schnupperstundenn. 16
3.2.1.11 Roulade 188
3.2.1.22 Sauttdeefondd 199
3.2.2. WeitererrVerlauffderAG. 21
3.2.2.11 Sauttdeechatt. 211
3.2.2.22 Passement. 222
3.2.2.33 Sauttdeeprécision. 233
3.2.2.44 Sauttdeedétentee. 233
3.2.2.5 TicTacc. 24
3.2.2.66 Demiitourr. 255
3.2.2.77 SauttdeebrassunddPasseemuraille 266
4 EVALUATIONSMÖGLICHKEITEN 28
4.1 EVALUATIONNAUFFLEHRERSEITE. 28
4.2 EVALUATIONNAUFFSCHÜLERSEITE. 29
55 FAZITT 30
LITERATURQUELLEN. 31
ANHANGG 33
1 Einleitung
Le Parkour ist momentan allgegenwärtig: Ob in aktuellen Kinofilmen (z. B. James Bond: Casino Royale, Prince of Persia: Der Sand der Zeit oder der deutschen Produktion Parkour), Werbespots (u. a. für Casio, BBC oder Nike) oder Musikvideos, die Trendsportart aus Frankreich hat sich auch hierzulande etabliert und befindet sich an der Schwelle vom subkulturellen Phänomen zum Mainstream. Das Ziel ist es, Hindernisse im urbanen Raum möglichst effektiv und elegant zu überqueren - für den Laien also in etwa vergleichbar mit einem Geländelauf in der Stadt. Wichtig ist, dass es sich hierbei keineswegs um irgendwelche Mutproben oder Waghalsigkeiten handelt, sondern vielmehr um ein hohes Maß an sportlichem Können und Körperbeherrschung.
Die hohe Medienpräsenz, vor allem im Jugendbereich, beschert der Sportart eine Popularität, die sich der Schulsport zunutze machen kann: Die Schüler 1 kennen die Bewegungen aus den o. g. Medien und sind in der Regel motiviert sich selbst daran zu versuchen. Folglich besteht nach Wolfgang Klafki 2 eine Gegenwartsbedeutung für die Schüler, weshalb die intrinsische Motivation relativ hoch ist. Diese Voraussetzung sowie die Tatsache, dass die dem Le Parkour immanenten Fähigkeiten und Fertigkeiten zu großen Teilen bereits bekannten Anforderungen des Schulsports entsprechen, machen die Sportart zu einem idealen Kandidaten für den Schulsportunterricht. Etwas überspitzt formuliert findet sich im Le Parkour das klassische Geräteturnen im neuen Gewand wieder, weshalb es folglich unter den Inhaltsbereich (5) Bewegen an Geräten - Turnen fällt.
Aufgrund der guten persönlichen Erfahrungen mit Parkour 3 im Rahmen meines eigenständigen Unterrichts am Galilei-Gymnasium in Hamm kam es zu der Überlegung, wie man besonders interessierte Schüler in dieser Sportart gezielt weiter fördern könnte. Eine Arbeitsgemeinschaft scheint hierfür die geeignete Form zu sein, um den Schülern ein entsprechendes Angebot machen zu können. Im Folgenden soll zunächst die Sportart an sich kurz vorgestellt (2.1) und ihre Eignung für den Schulsport vertiefend begründet werden (2.2). Dies schließt insbesondere auch die Erweiterung der individuellen Risikokompetenz der Schüler mit ein. Darüber hinaus werden die Eigenschaften des Parkour im Hinblick auf die Vorgaben
1 Im Folgenden wird zur besseren Lesbarkeit der Begriff Schüler geschlechtsneutral und wertungsfrei
für Schülerinnen und Schüler verwendet.
2 vgl. Jank und Meyer (2003), Didaktische Modelle
3 Im Folgenden wird die gängige Kurzform Parkour (s. Filmtitel) synonym für Le Parkour verwendet.
durch die Richtlinien und Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen einer kritischen Überprüfung unterzogen (2.2.2) sowie die Vorteile eines Angebots im Rahmen der außerunterrichtlichen Aktivitäten kurz dargestellt (2.3). Schließlich wird der Frage nachgegangen, für welche Ziel- bzw. Altersgruppe, eine solche Arbeitsgemeinschaft sinnvoll wäre (2.3.1), bevor konkret die notwendigen materiellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Durchführung eines solchen Vorhabens benannt werden (2.4).
Anknüpfend an diese theoretischen Grundlagen liegt der Fokus im zweiten Teil der Arbeit auf der praktischen Umsetzung einer solchen AG. Ein beispielhafter Ablaufplan, inklusive Abbildungen bzw. Bewegungsbeschreibungen, illustriert zudem das Konzept. Abschließend werden Evaluationsmaßnahmen sowohl auf Lehrer- wie auch auf Schülerseite kurz dargestellt, um eine Qualitätsüberprüfung zu ermöglichen, be-vor ein zusammenfassendes Fazit die gewonnenen Erkenntnisse bündelt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt folglich auf den Lehrerfunktionen Innovieren und Organisieren. Der organisatorische Aspekt ist eine logische Konsequenz des Vorhabens eine Arbeitsgemeinschaft neu einzuführen. Innovieren trifft deshalb zu, da Parkour, trotz seiner wachsenden Präsenz und Popularität, bislang noch nicht zu den weit verbreiteten Sportarten gehört.
2 Le Parkour - Theoretische Grundlagen und Legitimation
Im Folgenden werden zunächst die Hintergründe der relativ jungen Sportart in einem kurzen historischen Abriss vorgestellt. Dies schließt auch eine Erläuterung zum Charakter des Parkour mit ein, um dem Leser die Ziele des Sports transparent zu machen. Abschließend erfolgt eine Begründung dafür, warum gerade diese Disziplin aus der Masse der aufkommenden Trendsportarten hervorsticht und in seinen Eigenschaften eine ideale Ergänzung des Sportunterrichts bzw. des außerunterrichtlichen Sportangebots an Schulen darstellt.
2.1 Ursprünge und Grundidee der Sportart
Wie in der Einleitung bereits angedeutet - und der Namen bereits erahnen lässtliegen die Wurzeln des Parkour in Frankreich. Als Vater des Parkour gilt David Belle (*1973), der die Sportart entwickelte und heute professionell, z. B. durch Auftritte in Filmen und Werbespots sowie durch Workshops, betreibt.
Die Ursprünge finden sich allerdings, wie bereits erwähnt, im Geländelauf: Georges Hébert (1875-1957), ein französischer Marineoffizier, erfand Anfang des 20. Jahr-hunderts die sogenannte Méthode Naturelle, bei der es darum geht, natürliche Hin-
dernisse möglichst elegant und effektiv zu überwinden 4 . Im Rahmen seiner Militärlaufbahn kam Raymond Belle mit der Technik in Kontakt, bevor er sie an seinen Sohn David weitergab. Dieser übertrug die Grundidee der flüssigen Hindernisüberquerung auf den urbanen Raum der Pariser Vorstädte, der sogenannten banlieues, die als Geburtsort des Parkour gelten. Die Gruppe um Belle sowie der nach ihnen benannte Film von Luc Besson Yamakasi (2001) verbreiteten die Idee des Sports, so dass sich schnell auch über die Landesgrenzen hinaus Nachahmer fanden. Heute führt die Eingabe des Suchbegriffs „Parkour“ bei Google zu 7.400.000 Ergebnissen und auf der Videoplattform YouTube können Interessierte zwischen knapp 16.000 Beiträgen wählen - beides Indizien für die ständig wachsende Popularität des Sports. 5
Was genau sind nun die besonderen Eigenschaften des Parkour? „Es geht nicht darum, dass ich besser bin als ein anderer, sondern dass ich besser bin als letzte Wo-
4 Pape-Kramer(2007), S. 169
5 www.google.com und www.youtube.com (Stand: 3. April 2010)
che.“ 6 Anhand dieses Zitats wird die Mentalität der Sportart deutlich: Der Wettkampfgedanke spielt keinerlei Rolle, sondern die individuelle Verbesserung steht im Fokus der Athleten, die sich selbst Traceure nennen. Es geht darum, sich mit Gleichgesinnten der gemeinsamen Leidenschaft zu widmen und dabei die eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben - unabhängig vom Leistungsniveau der anderen. Eine realistische Selbsteinschätzung und eine sukzessive Leistungsverbesserung stehen also im Mittelpunkt und nicht etwa das Risiko, Waghalsigkeiten oder der schnelle Kick - wie man als Laie auf den ersten Blick annehmen könnte. An dieser Stelle muss auch eine klare Abgrenzung zum sogenannten Freerunning erfolgen: Während im Parkour ausschließlich die Effektivität bzw. der Nutzen der Bewegungen im Vordergrund steht, ist das Spektakuläre integraler Teil des Freerunning. Das bedeutet, dass der Freerunner für den reinen Showeffekt beispielsweise einen Salto in schwindelerregender - und oftmals lebensgefährlicher -Höhe macht. Dies widerspricht den Idealen des Traceurs, da zur möglichst flüssigen und effektiven Überbrückung einer Strecke derartige Elemente keinen Gewinn, sondern lediglich ein unnötiges Risiko darstellen. 7
Schon dieser Grundgedanke macht Parkour für den Schulsport interessant. Warum aber neben der generellen Haltung noch weitere Eigenschaften für Parkour an Schulen sprechen, soll im Folgenden erläutert werden.
2.2 Eignung für das schulische Sportangebot
Was macht eine neue Sportart für den Schulsport interessant? Wann ist eine Sportart für die Schule geeignet? Diese grundsätzlichen Fragen müssen beantwortet werden, bevor im Einzelfall entschieden werden kann, ob eine Sportart diese Kriterien erfüllt.
Darüber hinaus muss eine Einordnung der Disziplin im Rahmen der Inhaltsbereiche und pädagogischen Perspektiven nach den Richtlinien und Lehrplänen für Nordrhein-Westfalen erfolgen.
6 Turzer (o. A.), http://zuender.zeit.de/2006/18/parkour?page=all (Stand: 3. April 2010)
7 vgl. Rochhausen (2009), S.10
2.2.1 Betrachtung allgemeiner Kriterien
Neben der Umsetzbarkeit im Rahmen der finanziellen, räumlichen und materiellen Möglichkeiten an öffentlichen Schulen, muss eine neue Disziplin selbstverständlich vor allem den Zielen des Schulsports gerecht werden. Entsprechend der Richtlinien und Lehrplänen für die Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen hat der Schulsport „ganzheitliche“ Anforderungen zu erfüllen, d. h. „immer auch soziale Bezüge, Emotionen, Motive, Kognitionen und Wertvorstellungen“ zu vermitteln. 8 Demnach sind Fairplay und Respekt vor dem Gegner oder generell anderen Athleten Grundvoraussetzungen. Folglich erfüllt Parkour mit seinen oben beschriebenen Idealen der individuellen Verbesserung ohne Konkurrenzgedanke 9 dieses Kriterium einwandfrei. Desweiteren dürfen die motorischen Anforderungen nicht zu hoch sein, um die Umsetzung in den naturgemäß heterogenen Lerngruppen an Schulen überhaupt zu ermöglichen. Unabhängig davon ist es Aufgabe des Sportlehrers sinnvolle Entscheidungen bezüglich der didaktischen Reduktion bei der Einführung einer Sportart zu treffen, um „die Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler bezogen auf diesen Sport an exemplarisch ausgewählten Beispielen zu fördern“ 10 . Darüber hinaus sind Aspekte wie ökologische Verantwortung und ein hoher Aufforderungscharakter natürlich ebenfalls wünschenswert, wenngleich nicht zwingend erforderlich. Was bedeuten diese Voraussetzungen nun für die Frage, ob Parkour eine geeignete Sportart für die Schule ist? Generell ist es Aufgabe des Schulsports „den Blick für die Gesamtheit von Bewegung, Spiel und Sport in unserer Gesellschaft [zu] öffnen“ 11 , was allein schon dafür spricht eine offensichtlich immer populärer werdende Sportart auch im Rahmen des schulischen Sportangebots zu berücksichtigen. Die räumlichen, materiellen und finanziellen Anforderungen bewegen sich beim Parkour im Rahmen der schulischen Möglichkeiten: In der Sporthalle werden mittels vorhandender Geräte die Hindernisse aus der realen Welt simuliert. Hierbei stellt die Ausstattung der einzelnen Schule natürlich einen limitierenden Faktor dar, aber das ist unvermeidlich. Wie später noch zu sehen sein wird, gibt es diverse Möglichkeiten das gleiche Hindernis unter Benutzung unterschiedlicher Geräte aufzubauen. Als Bekleidung reicht für das Üben in der Turnhalle gewöhnliches Sportzeug aus - wobei
8 Richtlinien und Lehrpläne. S. 33
9 Um Missverständnissen vorzubeugen, sei an dieser Stelle betont, dass der Konkurrenz- oder Wett-
kampfgedanke durchaus seinen Platz im Curriculum hat - wie aus der pädagogischen Perspektive
(E) Kooperieren, Wettkämpfen und sich verständigen - unschwer zu entnehmen ist, er aber aus
drücklich nicht das vordergründige Ziel des Schulsports darstellt.
10 Richtlinien und Lehrpläne. S. 34
11 Ebd. S. 33
Arbeit zitieren:
Jan Micha Hoekstra, 2010, Le Parkour an der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Sport - Sportarten: Theorie und Praxis: neuer Titel erschienen: Le Parkour an der Schule
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