Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Legende
III
Formatierungen im Text
III
Formatierungen in den Fußnoten
III
Hinweise
III
Abk ürzungsverzeichnis
IV
Danksagung
V
Eidesstattliche Erklärung
VI
1 Einleitung
1
1.1 Eingrenzung des Untersuchungsgebietes
3
2 Aura
5
2.1 Sichtbarkeit
5
3 Wahrnehmung
11
3.1 Formen der Wahrnehmung
12
3.2 Erweiterte Wahrnehmung
15
4 Vernetzte Welt
18
4.1 Das Internet
18
4.1.1 Entstehung des Internets
19
4.1.2 Erste Website
22
4.1.3 Der Bedarf wächst
24
Inhaltsverzeichnis II
4.2 Evolutionsstufen des World Wide Web
24
4.2.1 Web 1.0 Inhalte
26
4.2.2 Web 2.0 Kommunikation
27
4.2.3 Web 3.0 Bedeutung
29
4.2.4 Web 4.0 Dinge
32
4.2.5 Web 5.0 Gedanken
36
4.2.6 Einordnung des Kapitels 4.2
38
5 Erweiterte Realität
39
5.1 Das Internet der Dinge
40
5.2 Anforderungen und Triebkräfte
42
5.3 Auswirkungen
47
5.3.1 Chancen
47
5.3.2 Gefahren
50
6 Ausblick
53
7 Fazit
55
8 Quellenverzeichnis
57
8.1 Literatur
57
8.2 Internet
61
8.3 Abbildungen
63
Legende
Legende
Formatierungen im Text
Kursiv, 0,5cm eingerückt
Abbildungsverzeichnis
Kursiv, 1cm eingerückt
Formatierungen in den Fußnoten
Hinweise
Die Fußnoten im Text entsprechen dem gekürzten Grundmuster: NAME, V. (Jahr): Titel. Zitatstelle. Die vollständige Quellenangabe erfolgt in Kapitel 8.
Alle Internet-Quellen wurden am 03. Januar 2011 auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Deshalb verzichte ich bewusst auf die Angabe des indiv. Zugriffszeitpunktes.
Legende
Abkürzungsverzeichnis
Im Text Fachbegriffe
a.a.o. am angegebenen ort Ar Augmented reality
o.V. WWW ohne bekannten Verfasser World Wide Web
Danksagung
Danksagung
Ich möchte mich bei folgenden Personen und unternehmen für die informative, kreative und geistige unterstützung bei der Erstellung dieser Arbeit bedanken.
Meine Betreuer
Prof. Thomas Noller und Lauritz L. Lipp, die mich auf meinem gesamten Weg zum Abschluss Bachelor of Arts über mehrere Jahre hinweg begleitet haben und mir bei allen Fragen weiterhelfen konnten.
ArgonautenG2
Bei Matthias Trick, Jan Pautsch und Liane richter für die unterstützung bei der Themenfindung und ersten gedanklichen Näherung an das Thema.
TrendONE
Im Speziellen Norbert Hillinger, der mir beratend und unterstützend bei allen Fragen zum outernet und in Sachen Trendforschung zur Seite stand.
Eidesstattliche Erklärung
Eidesstattliche Erklärung
Ich erkläre hiermit, dass ich diese Bachelorarbeit selbstständig ohne die Hilfe Dritter und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Quellen und Hilfsmittel verfasst habe. Alle den benutzten Quellen wörtlich oder sinngemäß entnommenen Stellen sind als solche einzeln kenntlich gemacht.
Diese Arbeit ist bislang keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt worden und auch nicht veröffentlicht worden. Ich bin mir bewusst, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird.
Berlin, 03. Januar 2011
Digitale Aura
Einleitung
1 Einleitung
Im Jahr 2010 wurde vieles einfacher. Lange ist es her, dass Menschen ihr Wissen allein durch mühsames Selbststudium erlangten und der Besuch von Bibliotheken dafür unvermeidlich war. Die Lehren und Erkenntnisse der Zeitgeschichte sind in online-Enzyklopädien wie Wikipedia mit einem Tastendruck abrufbar und Fragen zu jedem denkbaren Thema werden dank Suchmaschinen wie Google binnen Sekunden beantwortet. Die moderne Informations- und Wissensgesellschaft zeichnet sich durch ihre ubiquität oder Allgegenwärtigkeit aus. 1 Vorbei ist die Zeit, in der vielseitige Kenntnisse in den verschiedensten Gebieten der Wissenschaft als Maxime der Leistungsfähigkeit galten. Im Jahr 2010 ist jeder Mensch ein LEoNArDo DA VINCI 2 , dem es unmöglich geworden ist mit dem Fortschritt Schritt zu halten, da zu keinem Zeitpunkt so viel Wissen in so kurzer Zeit erzeugt und generiert wird wie heute! 3 Schon in der Mitte des 20. Jahrhunderts war man sich dieses Problems bewusst 4 — doch das ist erst der Anfang.
Durch die rasante Entwicklung informationsverarbeitender Technologien und Systeme erhält der Mensch zu jedem Zeitpunkt Zugang zu diesem Wissen. 5 Das Internet löst sich von einem bestimmten Wiedergabemedium und einem fest definierten Wiedergabeort und legt sich stattdessen wie eine zusätzliche Schicht über unsere umwelt. 6 Alle darin befindlichen Menschen und Dinge werden miteinander verbunden. Was beschäftigt oder von Interesse ist, kann sofort ermittelt und weiterverfolgt werden. So macht sich der Mensch all die Informationen zu eigen, für die er noch vor einigen Jahren viel Mühe aufwenden musste, um sie zu erzeugen. Mobile Endgeräte bspw. übernehmen die Aufgabe der orientierung in einer unbekannten umgebung. Landkarten sind mit Hilfe von frei verfügbaren Karten- und Satellitendaten von überall aus abrufbar. Möglich machen dies Smartphones 7 mit Zugang zum Internet, die darüber hinaus noch mit unterschiedlichsten Sensoren zur Zustandsbestimmung (Lage, Bewegung,
Vgl. Lexikon (2008): Mobility. In: Trendbook 2010. S.185. 1 2 LEoNArDo DA VINCI (1452 - 1519) gilt als einer der letzten Generalisten und universalgelehrten, da er sich vielseitige Kenntnisse in verschiedensten Wissenschaftsgebieten aneignete. Vgl. ABEL, M. (2010): Der verstellte Blick auf die Wirklichkeit. In: Trendbook 2012. Trendsalon #13. 3 4 Über die Herausforderungen, die sich aus dem rapide wachsenden menschlichen Wissen ergeben, schrieb BuSH, V. (1945): As we may think. S.101-108. Vgl. Lexikon (2010): Knowledge Society. In: Trendbook 2012. S.78. 5
Vgl. CELKo, M. (2010): Vorwort. In: The outernet. S.2. 6
Smartphones verfügen im Gegensatz zu herkömmlichen Mobiltelefonen über eine erhöhte 7
Konnektivität und die Möglichkeit das eigene Funktionsspektrum durch personalisierbare Anwendungen (sog. Apps) zu erweitern.
Einleitung
Helligkeit, Nähe etc.) ausgestattet sind. Durch einen GPS-Empfänger 8 etwa weiß das Gerät zu jedem Zeitpunkt wo sich sein Nutzer befindet und kann Inhalte oder Dienste dementsprechend auf den aktuellen Aufenthaltsort abstimmen.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Vision einer erweiterten Wahrnehmung 9 der realität durch die Bereitstellung zusätzlicher situationsspezifischer Informationen. Angetrieben durch den Fortschritt in der Informationstechnik bekommt der Mensch die Möglichkeit seine umgebung durch die ihm zur Verfügung stehenden Sinne und deren Erweiterungen 10 direkter und angereichert mit Zusatzinformationen wahrzunehmen. Zugleich übertragen sich die aus dem Internet bekannten Möglichkeiten der Interaktion, Verlinkung, Suchfunktion und Personalisierung auf alle phys. objekte und Menschen, die durch intelligente Informationstechnologien anfangen miteinander zu kommunizieren 11 . Möglich wird dies durch eine veränderte Nutzung von Computersystemen. Dieser Zustand nennt sich das Internet der Dinge 12 .
Im Internet der Dinge tauschen alle phys. Gegenstände und Lebewesen Informationen untereinander aus und beziehen die neu erworbenen Daten in die eigene Informationsverarbeitung (IV) mit ein. Dank vereinfachter interaktiver Zugänge, bspw. durch Berührung oder Stimmenerkennung 13 , verfügen sie über eine direkte Verbindung von der unmittelbarer Lebenswelt ins Digitale. 14 Interaktionen werden sich innerhalb dieses neuen umfelds natürlicher, spontaner und menschlicher anfühlen. So wird die „jedem Menschen vertraute Sinnlichkeit des Alltäglichen“ 15 durch „Interfaces, Kommunikationsschnittstellen, Sensoren und Systemen der Datenverarbeitung und Dienstleistung“ 16 ergänzt und zu einer natürlich erscheinenden Symbiose geführt. In dem Zusammenhang dieser Auseinandersetzung bezeichne ich Kommunikation als die Fähigkeit zur Verständigung untereinander. 17 Interfaces sind Schnittstellen, die den Menschen zur Kommunikation mit Computern befähigen. 18
Das Global Positioning System (GPS) ist ein globales Navigationssatellitensystem zur Positions-8
bestimmung und Zeitmessung. 9 Siehe Definition in Kapitel 3. 10 Siehe Ausführung in Kapitel 3. 11 Vgl. GrEENFIELD, A. (2006): Everyware. S.1. 12 Siehe Ausführung in Kapitel 5.1. 13 Siehe Ausführung in Kapitel 5.2.2.
14 Vgl. Begriff Everyware von ADAM GrEENFIELD. In: GrEENFIELD, A. (2006): Everyware. S.9ff. 15 Vgl. LIPP, L. (2010): Die Bedienbarkeit des Alltagslebens. In: Trendbook 2012. Trendsalon #06. 16 Ebd.
17 Vgl. Duden (2002): Kommunikation. In: Das Fremdwörterbuch. S.520. 18 Vgl. Duden (2002): Interface. In: Das Fremdwörterbuch. S.450.
Einleitung
Weitläufig führt diese Entwicklung nicht nur zu einer veränderten Nutzung von Computern im Allgemeinen, sie verändert das grundlegende Verhältnis vom Menschen zu seiner umgebung. Darauf basierend möchte ich in dieser Arbeit drei wesentliche Fragen untersuchen: Welche Auswirkungen hat die Entwicklung vom Internet zum Internet der Dinge auf die menschliche Wahrnehmung? Inwiefern verändert sich die Interaktion mit objekten, die den Menschen umgeben? und wie groß ist der Nutzen, der sich dem Menschen durch die Anreicherung von informationsverarbeitenden Technologien in seinem unmittelbaren umfeld und dem daraus resultierenden Angebot von zusätzlichen Informationen ergibt?
1.1 Eingrenzung des Untersuchungsgebietes
um die aufgeführten Problemstellungen zu beantworten, soll diese Arbeit untersuchen welche natürlichen Grenzen der menschlichen Wahrnehmung gesetzt sind und wie informationsverarbeitende Technologien versuchen diese Einschränkungen zu umgehen. unter Einbezug der zeitgeschichtlichen Entwicklung des Internets, das sich innerhalb eines halben Jahrhunderts von einem rein wissenschaftlich genutzten Netzwerk einzelner universitäten zu einem umfassenden und globalen Datennetzwerk für jedermann entwickeln konnte, soll weiterhin versucht werden, aufzuzeigen, was passiert, wenn die digitale und die gegenständliche Welt ineinander aufgehen. Ein Ausblick soll darüber hinaus zu weiterführenden Gedanken über die Welt von Morgen inspirieren.
Digitale Aura — der Titel dieser Arbeit ist der Versuch einer umfassenden umklammerung aller Aspekte des Themas. Er steht für die Verschmelzung des Internets mit der realen Welt und beschreibt einen Zustand, in dem jeder Mensch und jedes Ding zusätzliche und formal nicht sichtbare digitale Informationen mit sich trägt. Als Dinge bzw. objekte bezeichne ich in dieser Auseinandersetzung alle Gegenstände phys. Natur 19 . Bereits im Jahr 2004 sprach ALoIS FErSCHA, Leiter des Instituts für Pervasive Computing an der Johannes Kepler universität Linz, von der Digitalen Aura. Er erklärt das Phänomen wie folgt:
Wir schaffen eine künstliche Aura, indem wir um Personen und objekte einen digitalen Mantel legen. Wenn die radien zweier solcher Auren zusammenkommen, dann funkt es. 20
19 Vgl. Wörterbuch (1999): objekt. In: Grosswörterbuch. S.652.
20 TSAKIrIDou, E. (2004): Software für die Digitale Aura. Zit.n. ALoIS FErSCHA. S.48f.
Einleitung
FErSCHA weiter: „Es geht darum, dass Gegenstände ein Bewusstsein vonein-ander bekommen.“ 21 Ermöglicht wird dies durch eine Digitale Aura. Sie suggeriert eine digitale realität, die neben der sichtbaren Wirklichkeit existiert. Diese setzt sich aus den Informationen über den Menschen bzw. die objekte und dem aktuellen oder dauerhaften Bezug zur jeweiligen Situation zusammen. unter dieser Voraussetzung können Menschen wie auch Dinge intuitiv miteinander umgehen — ganz ohne Tastatur, Maus und Bildschirm. Die genauen Grundlagen und Auswirkungen werden ab Kapitel 5 näher beleuchtet.
Diese Arbeit bietet nur begrenzt Platz für eine umfassende Abbildung aller positiven und negativen Aspekte des Themas, obwohl die Thematik Digitale Aura eine immense Tragweite für den Menschen hat. Im Folgenden wird die Betrachtung vorrangig auf die Chancen für die Zukunft beschränkt. Ausführungen zu möglichen Problemen wie Sicherheitsrisiken und Gefahren werden, sofern nötig, auf ein notwendiges Minimum reduziert. Auch kritische Positionen zu den einzelnen Aspekten der Digitalen Aura sind vertraut, werden jedoch im rahmen dieser Arbeit weitestgehend vernachlässigt.
In der wissenschaftlichen Betrachtung des skizzierten Themas soll ein Überblick über die Entwicklungen von der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zum Jahr 2010 gegeben werden. Wichtige zeitgeschichtliche Positionen von u.a. TIM BErNErS-LEE , NEIL GErSHENFELD, FrIEDMANN MATTErN, TIM o‘rEILLy und MArC WEISEr werden aufgegriffen und in die untersuchung miteinbezogen.
21 o.V.: Digitale Aura: Denkende Kühlschränke? Zit.n. ALoIS FErSCHA.
Aura
2 Aura
Der Begriff Aura hat eine lange Tradition und bedient viele Facetten. Im okkultismus 22 bspw. wird er für eine Vielzahl von übernatürlichen Erscheinungen der Wahrnehmung gebraucht. Verschiedenste Nachschlagewerke listen als Beleg dafür diverse, jedoch leicht unterschiedliche Bedeutungen auf. Demnach gilt die Aura als eine besondere (geheimnisvolle) Ausstrahlung 23 , als ein den menschlichen Körper umgebender Lichtschein 24 oder zusammengenommen als die Ausstrahlung eines Menschen 25 .
Der Wortherkunft nach stammt der Begriff Aura aus dem Lateinischen und bedeutet Hauch 26 . So verwundert es nicht, dass der Name Aura in der griechischen Mythologie der Göttin der Morgenbrise zugewiesen wird (lat. aura: die frische Morgenluft, lat. aurae: die milden Winde). 27
2.1 Sichtbarkeit
Im Allgemeinen gilt eine Aura als etwas, das nicht sichtbar ist. Vereinzelte esoterische Gruppen gehen einen Schritt weiter und behaupten Auren als Leuchterscheinung wahrnehmen zu können. Der Glaube an eine Aura ist in vielen Kulturen vertreten. Lediglich die Ausformungen unterscheiden sich: im Ägyptischen gibt es das Ka, im Chinesischen das Ch‘i und im Indischen das Prana. 28 Eine besondere Form ist der Heiligenschein (sog. Kopfaura). Er ist in allen Kulturen bei der Abbildung von Göttern, Priestern und Herrschern vorhanden. 29 Ein Bildbeispiel aus dem Christentum verdeutlicht dies:
22 okkultismus ist der Glaube an Dinge und Ereignisse, die als übernatürlich aufgefasst werden. 23 Vgl. Duden (2002): Aura. In: Das Fremdwörterbuch. S.104f. 24 Vgl. Wörterbuch (1999): Aura. In: Grosswörterbuch. S.79. 25 Vgl. Lexikon (1994): Aura. In: Der Brockhaus. S.65. 26 Vgl. Duden (2002): Aura. In: Das Fremdwörterbuch. S.104f.
27 Vgl. Lexikon (1890): Aura. In: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Sp.733-734. 28 Vgl. Lexikon (2010): Aura (Parapsychologie). In: Sphinx-Suche. 29 Ebd.
Abb.1: Beweinung Christi. Alle Heiligen umgibt ein Heiligenschein.
Wissenschaftlich belegt ist, dass der lebende Körper von diversen messbaren Mänteln umgeben ist. Dazu gehört bspw. die Ausstrahlung der körpereigenen Wärme. Versuche, die Existenz diverser spiritueller Energien mit Hilfe technischer Vorrichtungen zu belegen, führten noch zu keinen verwertbaren Ergebnissen. Interessante Erscheinungen konnten jedoch mit der sog. hochfrequenten Hochspannungsfotografie 30 erzielt werden, auch Aura- oder Kirlianfotografie genannt. Dabei werden schwache elektrische Entladungen auf lichtempfindlichem Fotopapier festgehalten. 31
30 Hochfrequente Hochspannungsfotografie ist ein fotografisches Verfahren zur registrierung von Entladungsmustern. Es wurde 1937 durch Zufall von dem ukrainischen Ehepaar KIrLIAN erfunden. 31 Vgl. Lexikon (2010): Kirlianfotografie. In: Wikipedia.
Arbeit zitieren:
BA David Streit, 2011, Digitale Aura, München, GRIN Verlag GmbH
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