Wirklichkeitskonstruktion der
Soziologie der Kommunikation Berichterstattung Irakkrieg 2003
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 2
2. BERICHTERSTATTUNG IM KRIEG. 2
2.1 AUFGABEN DER KRIEGSBERICHTERSTATTUNG 2
2.2 BESONDERHEITEN DER KRIEGSBERICHTERSTATTUNG IM IRAKKRIEG 2003. 3
2.2.1 Vorbemerkung und Vorgeschichte 3
2.2.2 Nachrichtensender während des Irakkrieges 4
2.2.3 Zeitungen und Internet. 4
2.2.4 Fazit 5
3. DIE KONSTRUKTION DER WIRKLICHKEIT. 5
3.1 DIE KONSTRUKTION DER WIRKLICHKEIT IN DER ALLTAGSWELT. 5
3.2 INSTITUTIONALISIERUNG UND LEGITIMIERUNG 6
3.3 SOZIALKONSTRUKTIVISMUS UND DIE SUBJEKTIVE WIRKLICHKEIT 7
4. DIE WIRKLICHKEITSKONSTRUKTION BEI FERNSEHZUSCHAUERN 7
4.1 KONSTRUKTION DER WIRKLICHKEIT BEI DEN ZUSCHAUERN 7
4.2 WELCHE WIRKLICHKEIT ENTSTEHT DURCH DIE BERICHTERSTATTUNG IM IRAKKRIEG 2003? 9
5. FAZIT. 10
LITERATURVERZEICHNIS 11
1
1. Einleitung
Der Irakkrieg war das wohl bis jetzt größte Ereignis in den Medien in diesem Jahr. Kein Krieg war schon im vornherein in der Öffentlichkeit so umstritten wie dieser. Die US-Regierung hat offenbar alle diplomatischen Mittel eingesetzt, um möglichst viele Befürworter dieses Angriffskrieges für sich zu gewinnen. Ob er gerechtfertigt war oder nicht, ist nicht die Aufgabe dieser Arbeit. Vielmehr möchte ich mich mit der Frage nach der Meinungsbildung der Weltbevölkerung zu diesem Krieg auseinandersetzen. Die Medien sind das Sprachrohr und Kritiker der Politik, aber sind sie auch unabhängige objektive Berichterstatter in einem Krieg? Versuchen Sie die Realität genau so abzubilden, wie sie wirklich zu sein scheint? Durch verschiedenste Mittel wird der Fernsehzuschauer zu einem Gastzuseher bei einem Krieg. Wird er dadurch nicht auch zu einem Beteiligten mit Verantwortung?
In der Arbeit werde ich versuchen herauszuarbeiten, wie die Medien eine Wirklichkeit bei den Zuschauern konstruieren.
2. Berichterstattung im Krieg
Die Berichterstattung aus einem Krisengebiet ist zumeist eine sehr heikle Aufgabe. Speziell in einem Krieg ist der Journalismus oftmals der Zensur der jeweiligen Kriegspartei unterworfen. Es dürfen lediglich Daten und Fakten an die Öffentlichkeit getragen werden, welche zuvor einer Kontrolle und Genehmigung der jeweiligen Kriegsseite unterzogen worden sind. Allgemein wird dies mit dem Begriff Propaganda umschrieben.
Die Kriegsberichterstattung ist somit nicht nur ein Mittel für die jeweilige Seite, die eigene Bevölkerung mit zensierten Informationen gezielt zu beeinflussen, sondern auch die Weltöffentlichkeit zu informieren. Dabei hat ein Journalist immer abzuwägen, welche Informationen er nun vorträgt und welche er für sich behält.
2.1 Aufgaben der Kriegsberichterstattung
Die Kriegsberichterstattung hat nicht nur eine große Verantwortung der Öffentlichkeit gegenüber, sondern soll auch bestimmte Aufgaben erfüllen, um somit dem Leser bzw. Zuschauer ein genaues Bild über die Lage in einem Konfliktgebiet abzugeben. Zum einen soll der Journalismus und seine Berichterstattung ein größtmöglich objektives Bild von dem Geschehen aufzeigen. Der genaue Verlauf des Krieges mit allen Truppenbewegungen, Zielen der Kriegsparteien, Strategien und natürlich auch Folgen des Krieges sollen berichtet werden. All diese Daten und Fakten sind ein wichtiges Mittel um der Weltöffentlichkeit ein möglichst genaues Bild vom Geschehen darzustellen.
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Zum anderen darf das Hintergrundwissen zu einer Krise nicht fehlen. Dabei sollen Analysen zu Ursachen und Auslösern eines Krieges aufgezeigt werden, Probleme und Problemlösungen sollen diskutiert werden, aber auch die Folgen eines Konfliktes sind Bestandteil einer Berichterstattung. Abwägungen zwischen den Folgen und der Verhältnismäßigkeit des Krieges sind in den Medien zu erörtern. All diese genanten Punkte sollten immer auf einer objektiven Basis der Berichterstattung stehen (Loretan, 2002).
Die Medien und deren Berichterstattung sind aber auch beteiligt an der Verständigung zwischen den Konfliktparteien. Nicht nur Abwägungen bezüglich der Notwendigkeit eines Krieges sind von Bedeutung, sondern es sollen auch die gegensätzlichen Interessen und möglichen Handlungsmöglichkeiten für eine Beilegung des Konfliktes abgewogen werden. Dem Zuschauer soll die Möglichkeit gegeben werden, über die Krise zu reflektieren, wobei der Journalismus einige Lösungsansätze vorgeben kann. Diese Möglichkeit basiert natürlich auf der (zensierten) Berichterstattung der Medien, wobei diese, wie bereits angedeutet, möglichst objektiv berichten sollen (Loretan, 2002).
Diese Aufgaben sind von theoretischer Natur und beschreiben einen Leitfaden für die Kriegsberichterstattung. Die Praxis bietet sehr oft ein anderes Bild.
2.2 Besonderheiten der Kriegsberichterstattung im Irakkrieg 2003
2.2.1 Vorbemerkung und Vorgeschichte
Der Vietnamkrieg 1964-75 war der erste Konflikt, welcher „Live“ im Fernsehen zu beobachten war und eine unzensierte Berichterstattung der Medien zuließ. Dies sollte sich jedoch ändern, da das US-Militär bereits im Golfkrieg 1991 die Medienfreiheit im Bezug auf die Berichterstattung einschränkt hat. Nach jenem Krieg 1991 wurde das US-Militär durch die Medien, wegen der Einschränkungen, scharf kritisiert. Diese Zensur hat sich bis zu dem diesjährigen Konflikt im Irak dennoch weiter verändert und verstärkt (Loretan, 2002).
Zunächst möchte ich auf die herkömmlichen Medien wie das Fernsehen und die Zeitungen eingehen, danach einige neue Wege der Information über den Irakkrieg aufzeigen.
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Arbeit zitieren:
2003, Die Berichterstattung über den Irakkrieg 2003: Konstruktion der Wirklichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zu: Die neuen Kriege von Herfried Münkler, 2002
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