Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Entstehung und Verlauf der Spree 3
3. Gewässergüte und Gewässerstrukturgüte 4
3.1. Obere Spree 4
3.2. Mittlere Spree 4
3.3. Der Spreewald 5
3.4. Untere Spree 6
3.5. Berliner Stadtspree 6
4. Zukünftige Entwicklung 7
4.1. Das Projekt Spree 2011 7
4.2. Maßnahmen zur Revitalisierung 7
5. Zusammenfassung und Fazit 8
6. Anhang 9
7. Quellen 14
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1. Einleitung
Das Flusssystem der Spree weist ein sehr diverses Spektrum in Bezug auf die Laufstruktur auf, ebenso wechselvoll ist die Geschichte des Flusses. Während sie dynamisch im Bergland entspringt, klar strukturiert ihren Lauf sucht, im Bereich des Spreewaldes aus tausend Fließen zu bestehen scheint, gelangt sie im letzten Abschnitt fast zum Stillstand und besteht scheinbar fast nur noch aus Abwasser. Der Mensch hat sich seit Jahrhunderten die Kraft des Wassers im Oberlauf zu Nutzen gemacht, das Wasser im Mittellauf zum Abbau von Bodenschätzen verdrängt, und die Wunden letztendlich wieder mit Wasser gefüllt.
2. Entstehung und Verlauf der Spree
Der Name „Spree“ kommt aus dem slawischen und ist hinsichtlich seiner Bedeutung nicht genau geklärt. Er bedeutet soviel wie Spreu/sich ausbreiten/sprengen/spritzen. Die Spree entspringt in den drei Quellorten Kottmar, Neugersdorf und Ebersbach die im Lausitzer Bergland liegen, wobei sich jeder dieser drei als der „wahre“ Quellort bezeichnet. Daher findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben zur Länge des Laufes, wobei die Angabe von 382 km die meist genannte ist. Der Fluss durchläuft 115 km in Sachsen und 267 in Brandenburg und Berlin, wovon sie auf einer Strecke von 182 km schiffbar ist. Nach ihrem Ursprung als kleiner Mittelgebirgsbach durchfließt die Spree das Norddeutsche Tiefland, welches das Ergebnis der letzten Inlandsvereisung vor circa 130.000 bis 10.000 Jahren ist. Nachdem sie einem Höhenunterschied von ungefähr 400 m zurückgelegt hat mündet sie in Berlin Spandau in die Havel, über die sie in die Elbe und schließlich die Nordsee fließt (siehe Abb.1). Die Spree gilt als Nebenfluss der Havel obwohl ihr Einzugsgebiet mit 10.105 km 2 ungefähr dreimal so groß ist. Betrachtet man das Einzugsgebiet der Spree (Abb.2), fallen sofort Unterschiede in der Struktur des Verlaufes vom Oberlauf bis Cottbus und dem davon nördlich liegenden Gebiet auf. Während die Spree im Oberlauf eine höhere Fließgeschwindigkeit besitzt, nimmt diese im weiteren Verlauf stark ab. Hier durchfließt die Spree eine Landschaft, die von Grundmoränen und den Abflusstälern des Baruther und Magdeburger Urstromtals geprägt ist. Somit ist der Lauf erdgeschichtlich betrachtet sehr jung. (Nägele und Obermiller 2002)
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3. Gewässergüte und Gewässerstrukturgüte
Im Folgenden möchte ich die Gewässergüte und Gewässerstrukturgüte der Spree näher betrachten. Über die übliche Einteilung von Ober-, Mittel- und Unterlauf hinaus möchte ich in diesem Kapitel auf die Fließabschnitte im Spreewald sowie dem Berliner Stadtgebiet näher eingehen, da sie eine Sonderstellung einnehmen. Um sich ein erstes Bild über dieses Themengebiet machen zu können habe ich die Abbildungen 3 und 4 gegenübergestellt, auf welche ich im Kapitel 3 näher eingehe.
3.1. Obere Spree
Bereits kurz nach dem die Spree den Quellort verlässt wird eine stark bis völlig veränderte Gewässerstruktur deutlich. Der Bereich des Oberlausitzer Berglandes ist stark besiedelt, dementsprechend sind Eingriffe in den natürlichen Lauf des Flusses zu verzeichnen. Die Abbildung 3 der Spree bei Bautzen ist charakteristisch für den Fluss am Oberlauf. Der Uferbereich ist einbetoniert, im unteren rechten Bereich des Bildes sieht man ein Wehr, der Fluss ist bis zum unmittelbaren Ufer besiedelt und mit Brückenbauwerken überspannt. Entsprechend wirken sich anthropogne Einflüsse auf die Gewässergüte aus. Bereits Ende des 19.Jh. wurde dieser Teil der Spree als fischleer beschrieben. Als Folge der Einleitung von Siedlungs- und Färbereiabwässern ging der Bestand an Flusslebewesen stark zurück. Zwar finden wir in diesem Bereich des Flusses wieder strömungsliebende Arten wie die Forelle, jedoch wird die Qualität weiterhin durch Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Chlorid getrübt, die durch landwirtschaftliche Einflüsse und Einleitung aus Kläranlagen in das Gewässer gelangen. Die Wasserverschmutzung durch Textilindustrie ist mit dem großflächigen Zusammenbrechen dieser Anfang der 1990er Jahre glücklicherweise extrem zurückgegangen. (Nägele und Obermiller 2002)
3.2. Mittellauf der Spree
Der Mittellauf der Spree beginnt mit der Bautzener Talsperre und verläuft über die Lausitzer Heide bis hin zum Spreewald nördlich von Cottbus (Abb.4). Auf diesen 120 km Strecke legt der Fluss 115 Höhenmeter zurück. Zunächst ist zu bemerken, dass die Bautzener Talsperre sowie auch die folgenden sowie durchflossene Seen als Nährstoffsenken gelten, das heißt es finden verstärkt gewässerinterene Stoffumsetzungsprozesse statt. Das dies nicht immer an der Gewässergütekarte ersichtlich wird, ist auf die dafür zu grobe Einteilung der Güteklassen zurückzuführen. Besonders auffällig in der Gewässergüte ist der mit Eisenocker und Phosphat belastete Bereich.
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Der Grund hierfür ist in der Flutung ehemaliger Braunkohleabbaugebiete (Abb.5) zu finden. Während zu Zeiten des aktiven Tagebaus Teile der Spree und auch anderer Gewässer um die Braunkohleabbaugebiete herumgeleitet wurden und zur Aufnahme sowie dem Transport von Sümpfungswässern dienten, ist die heutige Belastung auf das Fluten der alten Tagebaulöcher zurückzuführen. Im Lausitzer Bergland finden wir die größte künstlich geschaffene Seen-landschaft in Europa, was verdeutlicht in was für einer Dimension sich dieses Gebiet erstreckt. Wie die Gewässerstrukturgütekarte zeigt, ist der Flusslauf hier vollständig verändert und fernab eines natürlichen Laufes. Folgen der erhöhten Stoffeinträge sind die Verödung der Fließstrecke mit Eisenockerschlamm sowie die Gefahr der Versauerung. Diese Auswirkungen sind im Unterlauf deutlich zu spüren, darauf werde ich im Punkt 3.3. noch ausführlicher eingehen. (Nägele und Obermiller 2002)
3.3. Der Spreewald
Der 175 km2 große Spreewald (Abb.6) besteht aus einem über 1.300 km langen und labyrinthartigen Gewässernetz mit 194 befahrbaren Fließen. In die Gewässerstruktur eingebunden sind mosaikförmige Flächen aus Wäldern, Mooren, Wiesen und Äckern. Wie bereits in der Einleitung angeschnitten ist diese Landschaft als Ergebnis der Weichseleiszeit entstanden und befindet sich in einem bis heute vollziehenden Entwicklungsprozess. Anhand eines Auszuges aus einer Sage zur Entstehung des Spreewaldes möchte ich dessen Wesen kurz verdeutlichen:
„Einst pflügte der Teufel die Spree. Er pflügte mit zwei schwarzen Ochsen und lautem Gebrüll. Das ging schwer, die Ochsen kamen nicht so recht vom Fleck. Da nahm der Teufel seine Mütze und warf sie vor Wut nach den Ochsen. Die sprangen vor Schreck kreuz und querdarum ist die Spree heute so krumm und stark verzweigt.“ (anonymus, Zt. unbekannt)
Von der wissenschaftlichen Seite her betrachtet erklären sich die vielfachen Verzweigungen als Durchstiche um den Lauf zu verkürzen. Zum anderen wurden mittels Kanälen Verbindungswasseradern geschaffen, da bis zu Anfang des vorigen J ahrhunderts die Binnenschifferei, speziell die Flößerei, eine bedeutende Rolle gespielt hat. Das fingerartige Auseinanderfließen begründet sich aus den breiten Sandfächern die beim Abfluss des Schmelzwassers vom skandinavischen Inlandeis entstanden sind, und in das sich der Fluss oberflächlich eingefressen hat. Oberflächlich aus dem Grund, da die Spree in diesem Bereich ein sehr geringes Gefälle hat, von nur 7 m auf die 34 km des unteren Spreewaldes. Die dabei nur sehr langsame Fließgeschwindigkeit des Wassers wir durch die Flutungen der Tagebaulöcher im Mittellauf weiter reduziert. Als Folge findet eine Melioration des Grundwassers statt, die in den Brunnen des Unterspreewaldes
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Arbeit zitieren:
Saskia Leissling, 2007, Flusseinzugsgebiete und ihre Charakteristik: Die Spree, München, GRIN Verlag GmbH
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