Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung
3
2 Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen
4
3 Auswahl und Darstellung der Forschungsmethoden
6
3.1 Die Qualitative Forschung 6
3.2 Das Leitfadeninterview 8
3.3 Die Qualitative Inhaltsanalyse 8
3.4 Begründung der Auswahl dieser Methode 9
4 Feldzugang und Erhebung der Daten 11
4.1 Die Interviews 11
4.2 Kodierung der Interviews 12
4.3 Zusammenfassung der Aussagen und Auswertung 14
5 Fazit und Ausblick 15
6 Literaturverzeichnis
17
7 Anhang
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1 Einleitung
Wir leben heute in einem Zeitalter, das von Medien geprägt ist. Medien -Texte, Bücher, Fernsehen, CD, Radio, Internet sind Teil unseres Lebens. Sie beeinflussen und beanspruchen unser Denken, Erleben, Handeln und Arbeiten. Dabei geht es aber nicht nur nebeneinander bestehende Vielfalt, die auch als Medienmix bezeichnet werden könnte, sondern um die Integration von Medien in ein System mit den verschiedenen Möglichkeiten von Interaktionen Die Angebote der Arbeitsgebiete, bei denen mit Medien gearbeitet wird, dürfen nicht nur auf Computer- und Internetnutzung eingegrenzt werden. Gerade im Sinne einer „aktiven Medienarbeit“ geht es um eigene Produkte, bei denen häufig unterschiedliche Medien miteinander verknüpft werden. Der Fokus hier sollte in den Grundschulen auf authentischen Anwendungsfeldern, Lernsituationen und realitätsnahen Lernaufgaben liegen und damit Schritt für Schritt für den Lerner geordnete Lernziele definieren. Die Interaktion besteht in multimedialen Systemen zwischen den Lernenden und dem (von Lehrenden) angebotenen Lernmaterial unter Nutzung der Technik. Für Schulmeister (1997, S. 45) kennzeichnet […]‘ Interaktivität nicht nur eine objekthafte Eigenschaft des Multimedia-Systems, sondern diese Eigenschaft ist zugleich für das Erleben des Benutzers entscheidend: […]‘
Das SMART Board™ Interactive Whiteboard ist ein Produkt der SMART Technologies. Allgemein gesprochen wird von interaktiven Tafeln oder von Whiteboards. Ich habe mich mit großem Interesse dem SMART Board™ zugewandt, da ich dieses in einer Schulung der Minhoff-Vertriebs GmbH näher kennengelernt habe und auch mein Interview-Partner, Herr Haase damit bestens vertraut ist. Ein großer Vorteil vom SMART Board™ ist z.B. die Unabhängigkeit von den digitalen Stiften, da dass Board auch den Finger und so der Unterricht auch bei Verschwinden der Stifte am SMART Board™ stattfinden kann.
Innerhalb meines bisherigen Studiums hat mich im Modul 1D besonders die Forschung von Burrhus Frederic Skinner beschäftigt. Sein Modell der operanten Konditionierung beschreibt die Reaktion von Verhaltensweisen auf Ereignisse der Umwelt, wobei nicht nur die Häufigkeit bereit verfügbarer Verhaltensweisen beeinflusst wird, sondern auch Verhalten, das vollkommen neu ist, erzeugt wird. Es erscheint es wichtig, den Lernprozess eines Einzelnen und auch der Gesellschaft zu optimieren. Im Zuge der Veränderung der heutigen Gesellschaft zu einer Wissensgesellschaft ist das Lernen in neue Dimensionen gesetzt worden. Der Erwerb von Wissen ist nicht mehr nur gleich zu setzen mit dem Erwerb von Fähigkeiten zum Überleben des Einzelnen. Das Erwerben, Speichern und Verarbeiten von Informationen ermöglicht ein Positionieren und Verstärken in der Gesellschaft und auch im globalen System.
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So ist das Lernen für den Einzelnen Grundlage für die Erfüllung von Aufgaben im sozialen Zusammenhang.
Das Thema, dass ich als Grundlage für diese Hausarbeit setze, soll sich mit dem Einsatz moderner Technik in den Grundschulen auseinandersetzen. Kann der Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln wie dem SMART Board™ den Erwerb von Lese- und Schreibkompetenz in der Grundschule effektiver gestaltet werden? Oder brauchen unsere Kinder die herkömmlichen Arbeitsmitteln ausschließlich zum Erwerb und zur Festigung ihrer Grund-Kompetenzen und die digitale Technik nur zur Ergänzung von Wissenslücken und zur Erweiterung des didaktischen und methodischen Unterrichts, damit das Interesse an der Arbeitseinheit erhöht wird? Eine förderliche Lernumgebung entsteht u.a. auch wenn Kinder den Computer frühzeitig angeboten bekommen. So ist es sehr motivierend, wenn handschriftliche Übungen durch Texterkenntnisprogramme zu Schriftstücken werden und der Schüler einen sauberen Ausdruck vorweisen kann. Dies kann mit interaktiven Whiteboard mühelos geschehen. So ein Schreibwerkzeug in der unterrichtlichen Medienkette kann beim Aufbau von Schreib- und Leseerfahrung mithelfen und die Kinder auf die medienbedingten schriftlichen Anforderungen vorbereiten (Büttner, C., Schwichtenberg, E. et al., 1997, S. 8 ff).
Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit die männliche Form verwendet, durch die beide Geschlechter gleichermaßen angesprochen werden.
2. Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen
Eine Grundschule auf dem Weg in ein neues Zeitalter kommt mit Tafeln ohne Kreide und Arbeitsplätzen ohne Papier aus. Das ist keine Vision mehr - natürlich nur mit großem finanziellem Aufwand ist das auch heute möglich. Die Räume werden mit Whiteboards ausgestattet. Die weißen Wandtafeln werden in Kombination mit einem Beamer und einem Computer betrieben. In dem im Jahre 2005 veröffentlichten und mehrfach überarbeiteten „eEducation Berlin Masterplan“ wird eindeutig der Einsatz der interaktiven Weißwandtafeln für die Berliner Schulen und die vorrangige Finanzierung richtungsweisend befürwortet (www.berlin.de/sen/bildung/schulorganisation/computer_und_medien, 2005). Es gibt gute Gründe, warum sich Schulen mit diesem neuen Präsentationsmedium beschäftigen sollten. Oft gibt es Probleme mit der Erstellung und Erhaltung des Tafelbildes oder der Präsentation durch den Overhead-Projektor. Das interaktive Whiteboard bietet die Möglichkeiten aller einsetzbaren Medien und somit den größeren Mehrwert, so z.B.
- Die jederzeit mögliche Reproduktion und Aktualisierung der Tafelbilder durch Lehrer
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- Die Darstellung kann beliebig oft, egal wann wiederholt werden.
- Beim Unterrichten mit dem interaktiven Whiteboard lässt sich das Schuljahr ganz einfach und genau dokumentieren, was zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung des Unterrichts führt.
- Wenn ein Schüler etwas nicht verstanden hat, kann in den Tafelbildern zurückgeblättert werden und die kurze Animation oder den Klick auf eine Internetseite wiederholt werden.
- Der Unterrichtsgang kann so in einem "virtuellen Klassenraum" für Schüler auch von zu Hause aus besucht, eingesehen und sogar bearbeitet werden. Das erleichtert die Nacharbeit, z. B. für Schüler die länger krank waren.
- Die Seitenzahl des Whiteboards ist unbegrenzt, jederzeit kann auf bereits ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien zugegriffen werden.
- Man kann an behandelte Tafelbilder erinnern und diese bereits angefertigten MS-Office-Dokumente {Word, Excel, Powerpoint) integrieren und handschriftlich ergänzen.
- Der Unterricht kann problemlos zu Hause vorbereitet werden, oder man zeichnet im Unterricht entwickelte Tafelbilder einfach mit der Rekorder-Funktion auf.
- Interaktive Tafelbilder können leicht erstellt werden und das Whiteboard ist relativ einfach zu bedienen.
- Die Schüler sind in einem besseren Unterrichtsklima, da diese Räume sind die sauberen Räume ohne Kreidestaub.
- Wer neu baut oder saniert und ganz auf interaktive Whiteboards setzt, muss weniger reinigen lassen und kann auf Wasser- und Abflussinstallation in den Klassenräumen verzichten. Das birgt ein unerwartet großes Sparpotential für den Schulträger.
- Es kann Fachbücher und Arbeitsblätter nicht ersetzen, aber in sehr sinnvoller Weise ergänzen. Die Schüler können damit leichter komplizierte Inhalte begreifen. In den Schulen jedoch hält diese Technik erst langsam Einzug. War die grüne Tafel ein Demonstrationsinstrument für den Lehrer im Frontalunterricht, so sei die interaktive Wand heute viel mehr ein Instrument der Schüler, beispielsweise um ihre Arbeiten zu präsentieren. Lesen ist und bleibt eine der wichtigsten Kulturtechniken. In unserer Informationsgesellschaft steigt die Flut an textuellen Informationen - die Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation (Hahn, M., 2000, S. 5 ff). Doch vor allem sollten die Grundkompetenzen, die in den ersten Schuljahren erworben werden, wie das Lesen und Schreiben gefestigt und vermehrt werden. Kreatives Lesen regt zur aktiven und konstruktiven Mediennutzung an (Kochan, B., Schröter,
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E., 2005). Freies Schreiben enthält für Grundschüler eine Vielzahl von Schwierigkeiten. Ein gutes Hilfsmittel für den Schreib-Lese-Unterricht sollte dem Kind als auch dem Lehrer genügend Freiräume zum individuellen Gestalten von Aufgaben und Förderung geben (Heinrich, K., 1992, S. 19 ff). Außerdem sollten auch die Sozialkompetenzen durch die Gruppenarbeit im Klassenraum gefördert oder zumindest unterstützt werden. Durch den Einsatz digitaler Medien könnten den Kindern verschiedene Angebote gemacht werden, von individuellen Lernwörtern und Lernprogrammen bis hin zur Gemeinschaftsarbeit im Klassenverband.
Davon ausgehend wurde von mir vielfältiger Weise recherchiert und ich kam zu folgender Forschungsfrage:
Kann der Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln den Erwerb der Grundkompetenzen Lesen und Schreiben in der Grundschule effektiver gestalten?
Ist es real, dass der Einsatz der Whiteboards in Grundschulen die Grundkompetenzen Schreiben und Lesen fördert, da
1. die Experten den Einsatz im Zuge des Fortschritts befürworten,
2. den Schulen die Mittel fehlen
3. manche traditionelle Lehrer sich dagegen aussprechen
4. die Hersteller ihre Whiteboards und ihre Software anpreisen
Als leitende Arbeitshypothesen werden meine Überlegungen in folgende Richtungen gehen:
1. der Einsatz von White Boards beeinflusst die Förderung der Sach- und Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler.
2. Die Erlangung der Lese- und Schreibkompetenz der Grundschüler wird durch den Einsatz digitaler Unterrichtsmedien unterstützt.
3. Die Einbeziehung der unterschiedlichen anderen Schulfächer in Maßnahmen zur Lese-und Schreibförderung wird durch den Einsatz des White Boards optimiert.
3. Auswahl und Darstellung der Forschungsmethoden 3.1. Die qualitative Forschung
Im Bereich der Sozialwissenschaften werden unterschiedliche empirische Forschungsmethoden zur Gewinnung von Erkenntnissen angewandt. Die qualitative Forschung arbeitet mit unterschiedlichen Ansätzen. Qualitative Forschung richtet sich an der praktischen Anwen- Seite 6 von 46
dung mit ihren Fragestellungen und Vorgehensweisen aus (Flick, U., von Kardorff, E., Steinke, I., 2008, S. 13) und hat den Anspruch Lebenswelten basisorientiert aus der Sicht der handelnden Menschen zu beschreiben. Damit will sie zum besseren Verständnis sozialer Wirklichkeit(en) beitragen und auf Abläufe, Deutungsmuster und Merkmale aufmerksam machen. Die Wirklichkeit wird jedoch nicht einfach nur abgebildet sondern inhaltlich reflektiert und (Flick, U. et al., 2008, S. 14) analysiert. Aus Grundlagen theoretischer Perspektive lassen sich nach aufgestellten Regeln Prozesse darstellen. Aus praxisorientiertem Material können mithilfe von erstellten Leitfäden Theorien ableiten lassen. Durch die qualitative Zugangsart kann mit objektiv orientierten Methoden und normativen Konzepten zum Beispiel durch ein Leitfadeninterview ein konkretes Bild des Alltags der befragten Person dargestellt werden. Die Forschungsperspektive richtet sich auf Anwendungsfelder im Biographie erforschen, der Fami-lienforschung, der Analyse von Lebenswelten und Organisationen. Standardisierte Methoden sind zentraler Ausgangspunkt für gegenstandsbegründete Theoriebildung (Flick, U. et al., 2008, S. 17). Die unterschiedlichen Ansätze sind abgeleitet aus den verschiedenen Forschungszielen und den eingesetzten Methoden (Flick, U. et al., 2008, S. 18). Ursprünglich begründen sich die Methoden aus der Hermeneutik. Bei der Vielfalt in der qualitativen Forschung lässt sich jedoch einiges an Grundannahmen als Gemeinsamkeit herausstellen (Flick, U. et al., 2008, S. 21):
1. die soziale Wirklichkeit lässt sich als Ergebnis gemeinsam in sozialer Interaktion hergestellter Bedeutungen und Zusammenhänge verstehen.
2. Aus der Annahme über die alltägliche Beständigkeit resultieren die Reflexivität sozialer Wirklichkeit und Prozesse.
3. Durch Interpretation der Lebensumstände von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen werden objektive Basisfaktoren wie Beruf und Alter mit subjektiven Einschätzungen verknüpft und Bedeutung erstellt. Ein Lebenskonzept entsteht und Handlungen werden erklärbar
4. die Datenerhebung ist eine Form der Kommunikation und Interaktion mit subjektiver Bedeutung. Wirklichkeitsrekonstruktion ist immer relativ
In der Praxis der qualitativen Forschung gibt es nicht eine festgelegte Methode sondern einen Zusammenhang zwischen eingesetzter Methode und Forschungsgegenstand. Entsprechend sind die Erhebungs- und Interpretationsverfahren sowie die perspektivische Einstellung im untersuchten Feld. Als Arbeitsgrundlage wird das Medium des Textes (auch Interviews werden transkribiert) zur Theoriebildung verwendet. Die qualitative Forschung kann sich mit der quantitativen Forschung ergänzen. Dafür bedarf es aber fester Regelsätze.
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3.2. Das Leitfadeninterview
Aus theoretischem Überlegungen und praktischen Beobachtungen entsteht ein Forschungsge-genstand. Die Forschungsfrage, die die Untersuchung veranlasst, bildet die Grundlage für die Erstellung eines Leitfadeninterviews. Das Interview ermöglicht einen Zugang zum Forschungsfeld und zur Erhebung von Datenmaterial. Berichte über Biografien und Erfahrungen der Zielgruppe werden aufgenommen und methodisch Ergebnisse verglichen. Bei bestimmten Fragestellungen ist es notwendig, die Analyse durch entsprechende Aufstellung von Leitfäden für das Interview durchzuführen. Leitfragen sind ein Bindeglied zwischen den theoretischen Vorüberlegungen und qualitativen Erhebungsmethoden. Leitfragen charakterisieren das Wissen, das beschafft werden muss, um die Forschungsfrage zu beantworten. Sie sind keine theoretischen Fragen. Durch sie werden Situationen und Prozesse sichtbar gemacht (Schmidt, C., 2007, Interviewtechniken). Es gibt offene, vorformulierte Fragen, strukturierte Fragen oder auch die offene Gesprächsform (Jäkel, S., Müller, T., 2007, Interviews - Ein Überblick). Beim teilstandardisierten Fragebogen handelt es sich dagegen vor allem um ein Fragebogengerüst: In der Hauptsache wird mit offenen Fragen gearbeitet; Sondierungsfragen sind zugelassen; die Interviewer haben die Möglichkeit, die Befragungssituation selbst mit zu strukturieren. Einzelinterviews mit Hilfe eines solchen Fragebogengerüsts oder Interview-Leitfadens werden Leitfadengespräch bzw. Intensiv- oder Tiefeninterview genannt. Diese Form der Befragung erlaubt es, zu bestimmten Themen genauer nachzufragen, Sachverhalte intensiver oder mehr in die Tiefe gehend zu erfassen (Kromrey, H., 2009, S. 286 f).
3.3. Die qualitative Inhaltsanalyse
Kommunikationsmaterial umfasst nicht nur Texte sondern auch bildliches darstellendes Material. Dieses Material muss aber in Textform erarbeitet und verfasst werden. Die systematische Bearbeitung von Kommunikationsmaterial ist das Ziel der Inhaltsanalyse. Geschichtlich gesehen, aus den USA kommend, wurde die Inhaltsanalyse in ihrer heutigen Form in den zwanziger Jahren entwickelt. Die Inhaltsanalyse kommt ursprünglich aus den Kommunikationswissenschaften zur Analyse von Massenmedien. Die Auswertung offener Interviews basiert auf einer Technik des schrittweisen Exzerpierens und Zusammenfassens. Das zu analysierende Material wird in seinem Kommunikationsanhang verstanden. Nach Hin-tergrund und Text, Verfasser und Empfänger wird es systematisch nach theoretischen Regeln zur Fragestellung und wissenschaftlichen Codierung schrittweise zergliedert und kategorisiert.
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Die qualitative Inhaltsanalyse misst sich an Gütekriterien wie der Interkoderreliabilität (Mayring, P., 2008, S. 110 f).
Bei der aktuellen Verarbeitung von Auswertungen aus der Inhaltsanalyse, die in den unterschiedlichsten Wissenschaftsbereich derzeit eingesetzt wird, wird nicht nur der im Inhalt verbalen Materials verwendet. Objektive Beobachtungen und subjektive Interpretationen werden in der Kommunikation aufgenommen und analysiert (Mayring, P., 2008, S. 47 ff). Die qualitative Inhaltsanalyse wird in folgenden Vorgehensweisen unterschieden:
- die zusammenfassende Inhaltsanalyse reduziert das Material auf die wesentlichen Inhalte. Es entsteht ein überschaubarer Kurztext (Mayring, P., 2008, S. 61 ff). Für die inhaltliche Ebene einer Materialübersicht bietet sich diese Zusammenfassung an.
- Induktive Kategorienbildung entwickelt schrittweise zusammenfassende Kategorien aus der Verarbeitung der Textaussagen, die aussagefähig sind.
- Die explizierende Inhaltsanalyse zieht zusätzliches Material zum Verstehen des Textes hinzu. So entsteht eine systematische Sammlung von Explikationsmaterial. Das Zusatzmaterial bietet Informationen zum Erfassen und Beurteilen des Ursprungstextes.
- Bei der strukturierenden Inhaltsanalyse werden Ordnungskriterien festgelegt mit denen sich Aspekte aus dem vorliegenden Material herausfiltern lassen. Das Material wird typisiert und strukturiert. Genaue Formulierungen und Definitionen und Codier-regeln ermöglichen einen präzisen Kodierleitfaden. Hier kommt es auf die exakte Abfassung an.
„ …Eine Forschungstechnik mit der man aus jeder Art von Bedeutungsträger durch systematische und objektive Identifizierung ihrer Elemente Schlüsse ziehen kann, die über das einzelne analysierte Dokument hinaus verallgemeinerbar sein sollen….“ (Kromrey, H., 2009, S. 235).
Das Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse ist leicht erlernbar und nachvollziehbar und folgt festen Ablaufmodellen. Es entstehen Kategorien, die während der Analyse, dem Material flexibel angepasst werden können. Es können auch größere Materialmengen verarbeitet werden. Einschränkend ist jedoch zu sagen, dass die induktive Kategorienbildung nicht immer theoretisch zweckmäßig zu begründen ist. Wichtig ist in jedem Fall die Beachtung der Fragestellung der Untersuchung und des Materials.
3.4. Begründung der Auswahl dieser Methode
Die Qualitative Inhaltsanalyse bietet gute Möglichkeiten aus den geführten Interviews Schlüsse auf die Forschungsfrage zu ziehen. Da ich im Vorfeld mit unterschiedlichen Meinungen Seite 9 von 46
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Christiane Sander, 2009, Einsatz von Smartboards an Grundschulen, München, GRIN Verlag GmbH
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