Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Die völkische Propagandatruppe aus München 2
2. Der Hitler Putsch 1923 3
3. Neugründung 4
4. Der Weg zur Machtergreifung 6
5. Zusammenfassung 8
Quellen - und Literaturverzeichnis 10
II
Einleitung
Ausgehend von der Novemberrevolution und dem damit verbundenen Kriegsende 1918 in Europa, entstand aus dem Deutschen Kaiserreich die erste Deutsche Republik, die der Bevölkerung erstmals ein demokratisches System gewährte. Die Folgen des 1. Weltkrieges, die obrigkeitsstaatliche Einstellung der Bevölkerung sowie die fehlende demokratische Tradition in Deutschland führten zu zahlreichen Problemen, die die junge Republik am Anfang ihres Daseins bewältigen musste. Vor allem politische Spannungen zwischen demokratischen, sozialistischen und elitär-rechten Kräften destabilisierten den jungen Staat. So gab es Auseinandersetzungen um das politische System. Linksradikale Kräfte bevorzugten ein Rätesystem, gemäßigte Kräfte die parlamentarische Demokratie. Das Beamtentum, das überwiegend elitären Kreisen zugeordnet werden konnte, war wegen ihrer autoritärwilhelminischen Tradition gegen beide Formen. Ihnen ging es hauptsächlich darum ihre Position und Macht zu erhalten.
Der nach dem Kriegsende gebildete Rat der Volksbeauftragten, machte sich zur Aufgabe, schnellst möglichst eine verfassungsgebende Nationalversammlung einzuberufen. Die gemäßigten Kräfte konnten sich hierbei durchsetzen. Im Januar 1919 wurde schließlich die Nationalversammlung gewählt.
Die ersten demokratischen Wahlen auf deutschem Boden und die ausgearbeitete Verfassung des Parlaments konnten nicht zu einer politischen Stabilisierung in der Weimarer Republik führen, vielmehr kam es immer wieder zu Aufständen, politischen Unruhen und Putschversuchen. Zahlreiche politische Strömungen prallten aufeinander. Der Versailler Vertrag, der Deutschland militärisch handlungsunfähig machte, hohe Reparationszahlungen von der Wirtschaft abverlangte sowie den Deutschen die Zuschreibung der Alleinigen Kriegsschuld gab, forcierte die politische Destabilisierung. 1 Aus dieser aufgeheizten Atmosphäre ging schließlich eine nationalsozialistische Strömung hervor, die die Weimarer Republik während ihrer ganzen Bestandszeit bedrohte und sie letztendlich auch beseitigte. Untrennbar mit dieser Bewegung verbunden, ist die NSDAP sowie ihre Führungspersönlichkeit Adolf Hitler.
1 Vgl. Neumann, Sigmund, Parteien in der Weimarer Republik, 4. Auflage, Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz
1977, S. 76.
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Ziel der Hausarbeit ist es Ursprung und Anfänge sowie die letztendliche Machtergreifung dieser Partei aufzuzeigen. Hierbei muss deren Strategie, Wirken und Einfluss in der Weimarer Republik genauestens betrachtet werden. Es ist zu fragen, wie es zum politischen Aufstieg bis hin zur Machtergreifung im Januar 1933 kam und wie die Weimarer Republik diesen Aufstieg begünstigte.
1. Die völkische Propagandatruppe aus München
Die Ursprünge der NSDAP reichen bis in die Anfangsjahre der Weimarer Republik zurück. Ihren Ausgangspunkt hatte sie in einem völkisch-antimsemitischen Milieu in München. 2 Die mächtigste nationalistische Organisation der Vorkriegszeit war der „Altdeutsche Verband“. Aus ihm waren in den Verwirrungen der Nachkriegszeit, mehrere nationalistische Gruppierungen entstanden. Im Kampf gegen die politischen Linken bildete sich unter diesen ein germanischer Orden heraus, welcher zugleich versuchte die Arbeiterschaft an sich zu binden, was zur Gründung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP), unter Anton Drexler führte. Jedoch hatte die Partei in der Münchener Politikszene nur eine Randposition inne und unterschied sich kaum von anderen nationalen Gruppierungen. In Münchener Hofbräuhäusern versuchte die Partei für Aufsehen zu sorgen. Am 12.09.1919 schloss sich der ehemalige Gefreite Adolf Hitler der Vereinigung an. Schnell avancierte er zum Hauptredner der Partei. Auffallend war seine enthusiastische und fanatische Vortragsweise, mit der er Versuchte seine Zuhörer zu überzeugen. 3 Hierbei hetzte Hitler gegen das „Schanddiktat von Versailles“, die Novemberverbrecher und gegen Juden sowie Marxisten. Mit dem 25-Punkte Programm, welches im Februar 1920 verabschiedet wurde, benannte sich die DAP in NSDAP um. Das Programm war geprägt von rassistisch-nationalistischen Ansichten sowie antikapitalistischen Denkweisen. 4 In der Nachkriegszeit waren viele solcher Denkweisen weit verbreitet, neu war allerdings die Art und Weiße, wie von der Partei ausgehend versucht wurde, immer mehr Menschen zu mobilisieren. 5
Hitler hielt eine Vielzahl von Reden, baute den Parteiapparat aus und sorgte mit einer Symbolik, wie etwa dem Hakenkreuz, dafür, dass die Partei ständig zu erkennen war. Bereits
2 Vgl. Thamer, Hans-Ulrich, Die nationalsozialistische Bewegung in der Weimarer Republik, in:
Nationalsozialismus I. Von den Anfängen is zur Macht, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn
2003, S. 10.
3 Vgl. Wildt, Michael, Geschichte des Nationalsozialismus, Göttingen 2008, S.24.
4 Vgl. Thamer, Hans-Ulrich, Die nationalsozialistische Bewegung in der Weimarer Republik, S. 10.
5 Vgl. Wildt, Michael, Geschichte des Nationalsozialismus, S.27.
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Arbeit zitieren:
Nico Ocken, 2009, Die NSDAP in der Weimarer Republik , München, GRIN Verlag GmbH
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