Moritz Bolte - Tim Struckmann
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Forschungsfrage 2
1.3 Vorgehensweise 3
1.4 Vorstellung der Projektgruppe. 3
2 Theoretischer Rahmen 5
2.1 RFID - Eine Querschnittstechnologie’ 5
2.1.1 Definition 5
2.1.2 Aufbau eines RFID-Systems. 5
2.1.3 RFID-Erfassungseinheit 6
2.1.4 Transponder - aktiv und passiv 8
2.1.5 Internationale Standardisierung 9
2.1.6 Vor- Nachteile 10
2.1.7 Anwendungsbereiche in der Praxis. 11
2.1.7.1 Objektkennzeichnung 12
2.1.7.2 Zutrittskontrollen 12
2.1.7.3 Produktionslogistik 13
2.1.7.4 Diebstahlsicherung und Verlustmengenreduktion 13
2.1.7.5 Optimierung von Logistikketten 13
2.1.7.6 Instandhaltung und Reparatur 14
2.1.7.7 Schutz vor Fälschungen und Replikaten 14
2.2 Materialwirtschaft 15
2.2.1 Materialbeschaffung 15
2.2.2 Materiallagerung 16
2.2.3 Kennzahlen der Materialwirtschaft 17
2.2.4 Instrumente der Materialwirtschaft 19
2.2.5 Kosten der Materialwirtschaft 20
2.3 Supply-Chain-Management 20
2.3.1 Definition 20
i
Moritz Bolte - Tim Struckmann
2.3.2 Problemstellung 22
2.3.3 Umsetzung 22
2.3.4 Grenzen 22
3 Praktische Anwendung 23
3.1 Vorstellung des Unternehmens - Die Fiktion KG. 23
3.2 Problemstellung 24
3.2.1 Anforderungen 25
3.2.2 Optimierungspotenziale. 26
3.2.3 Ist-Situation / Kennzahlen der MW 28
3.3 Konzeption Planung einer Implementierungslösung 30
3.3.1 1. Phase - Die Analyse 30
3.3.1.1 Herausarbeitung der momentan vorh. Problematik 30
3.3.1.2 Anforderungen der Firma Fiktion KG 32
3.3.2 2. Phase - Konzeption des Systems 33
3.3.2.1 Physische Objekte 33
3.3.2.2 Technologieauswahl 34
3.3.2.3 Umgebungseinflüsse 35
3.3.2.4 Störfrequenzen vor Ort 35
3.3.2.5 Harmonisierung mit dem praktischen Prozessablauf 36
3.3.2.6 Eigenschaften der Antennenkomponente 36
3.3.2.7 Datenübertragung zwischen Antenne und Erfassungseinheit 36
3.3.2.8 Stromversorgung. 36
3.3.2.9 Netzwerk 37
3.3.3 3. Phase - Das implementierungsfähige System 37
3.3.3.1 Aktive oder passive Technik 37
3.3.3.2 Räumliche Begebenheiten / Auswahl der Hardware 38
3.3.3.3 Vorbereitung der Ablauforganisation 40
3.3.3.4 Qualitätssicherung beim physischen Warenausgang 41
3.4 Umsetzung in Form eines Pilotprojektes 43
3.4.1 Einführung des Piloten 43
3.4.1.1 Zielsetzung und Zeitplan 43
ii
Moritz Bolte - Tim Struckmann
3.4.1.2 Auswahl der Systemkomponenten 44
3.4.1.3 Mitarbeiter informieren und trainieren 45
3.4.2 Projektcontrolling 46
3.4.2.1 Aufwandserfassung 48
3.4.2.2 Projektstatusbericht 48
3.4.2.3 Soll-Ist-Vergleich des Projektablaufs 50
3.4.2.4 Analyse etwaiger Abweichungen 50
3.4.2.5 Gegensteuerungsmaßnahmen 51
3.5 Analyse der Umsetzung 51
3.5.1 Neue Ist-Situation / Ergebnisherausarbeitung 52
3.5.2 Ergebnisbewertung 53
3.5.3 Weitere Anwendungsmöglichkeiten 54
4 Fazit 55
iii
Moritz Bolte - Tim Struckmann
Abbildungsverzeichnis
Nummer Titel Seite
Abb. 1: Aufbau eines RFID-Systems 6
Abb. 2: Beispiel für eine stationäre und eine mobile RFID-Leseeinheit 7
Abb. 3: Passiver RFID-Transponder. 9
Abb. 4: Der elektronische Produktcode 10
Abb. 5: Porter’s Five Forces 21
Abb. 6: Beispiel einer Lieferkette 21
Abb. 7: Innenansicht des Regalsystems in dem relevanten Lager der Fiktion KG 26
Abb. 8: Priorisierung der Optimierungskriterien auf Basis der Nutzwertanalyse 27
Abb. 9: Prozessdarstellung der Fiktion KG 28
Abb. 10: Logistikkette der Fiktion KG 30
Abb. 11: RFID-Gate 39
Abb. 12: Meilenstein-Trendanalyse 47
Abb. 13: Projektstatusbericht 49
Abb. 14: Darstellung des relativen Erfolgs eines Projektes 52
Tabellenverzeichnis
Nummer Titel Seite
Tab. 1: Nutzwertanalyse 27
Tab. 2: Dauer von Prozessen 29
Tab. 3: Investitionsgrößen für RFID-Systemimplementierung 53
iv
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzung .... Bedeutung ................................................................................................................................... z.B. ................ zum Beispiel ................................................................................................................................. usw. .............. und so weiter ............................................................................................................................... bzw. .............. beziehungsweise .......................................................................................................................... to ................... Tonne(n) ...................................................................................................................................... zGG ............... zulässiges Gesamtgewicht ........................................................................................................... i.d.R. ............. in der Regel .................................................................................................................................. Lkw ................ Lastkraftwagen ............................................................................................................................ Hrsg. .............. Herausgeber ................................................................................................................................
v
Glossar
Von einem Nachtsprung ist bei Systemverkehren die Rede, wenn Nachtsprung
In der Logistik wird zwischen drei Verpackungskategorien unterschieden: Sekundärverpackung
Steuerung, Kontrolle und Auswertung der Beschaffung, Lagerung, Warenwirtschaftssystem
Verteilung und des Verkaufs von Waren über ein Softwaresystem. Komponente der RFID-Landschaft; Software im Hintergrund, die die Backend-System
Funktionalität, die das Zusammenspiel von Hard- und Software- RFID-Middleware
ist eine Methode des Projektmanagements, um den Projektfortschritt zu Meilenstein-Trendanalyse
der Zusammenhang und die (Wechsel)Beziehung zwischen mehreren Korrelation
Faktoren, besonders zwischen Ursache und Wirkung Eine Nutzwertanalyse misst den tatsächlichen Bedarf des Nutzens auf Basis Nutzwertanalyse
Als Wertschöpfungskette wird der Prozess bezeichnet, den eine Ware von Wertschöpfungskette
Eine Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft, also keine Kommanditgesellschaft
Als Middleware werden Anwendungen bezeichnet, die als neutrale Middleware
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Die Verschmelzung internationaler Finanzmärkte und Wirtschaftsräume zu einem allumfassenden globalen Markt im Rahmen der Globalisierung hat die Ausgangslage für viele Unternehmen erheblich beeinflusst. Während sich der Aktionsradius einer wirtschaftlichen Einheit noch vor wenigen Jahrzehnten auf regionale oder nationale Märkte begrenzte, so kann auch ein Kleinunternehmen heutzutage Kunden auf der ganzen Welt erreichen.
Diese Entwicklung führt für jedes Unternehmen zu der logischen Konsequenz, sich den neuen Marktbedingungen anzupassen, um dem wachsenden Wettbewerbsdruck standzuhalten. Hierfür kann es verschiedene Strategien geben. Die wohl am häufigsten gewählte Strategie ist jene der Kostenführerschaft respektive der Senkung der Kosten zur Erzielung größerer Gewinnmargen oder Senkung des Produktpreises.
Die Zielsetzung der Kostenreduzierung muss durch die innerbetriebliche Anpassung, also Optimierung der Prozesse stattfinden.
Ein Bestandslager eines Handels- oder Industrieunternehmens bietet unter dem Aspekt der Kosten, verursacht durch Flächenbedarf, Personalbedarf, Investitionen und nicht zuletzt die Kapitalbindungskosten der gelagerten Waren eine Vielzahl an Optimierungspotenzialen, die gerade auch durch den rasanten technischen Fortschritt beständig wachsen.
Im Hinblick auf die Anpassung der Lagerprozesse müssen von Unternehmen ebenfalls die einzelnen, vor-und nachgelagerten Produktionsstufen, beachtet und in die Prozessoptimierung einbezogen werden, um sich die Konkurrenzfähigkeit zu erhalten.
Diese zur Notwendigkeit gewordene Beschäftigung von Unternehmen mit dem Thema der Lageroptimierung im Hinblick auf moderne Erkenntnisse und Technologien sowie unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette ist der Anreiz zur Anfertigung dieser Ausarbeitung mit dem Titel:
„Lagerbestandoptimierung und Supply-Chain-Management
1.2 Forschungsfrage
Ziel der Arbeit ist es, die Radio-Frequenz-Identifikations-Technologie (nachfolgend: RFID) vorzustellen und die unterschiedlichen Ansätze abzugrenzen. Hierbei werden auch die Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis herausgearbeitet und die Umsetzbarkeit in Bezug auf die vorhandenen Parameter beurteilt. Dabei ist die RFID-Technologie als solche nicht neu, sondern bereits seit vielen Jahren bewährt im Einsatz. Derzeit jedoch gehen die Marktanteile von RFID-Anwendungen stark nach oben und neue Weiterentwicklungen und daraus resultierende Möglichkeiten bringen diese Technik in aller Munde. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Vorteile der RIFD-Technologie gelegt, die sich aus der Einführung in ein Lagerkonzept ergeben können. Ziel der Arbeit soll es also vor allem sein, die Wirtschaftlichkeit der Technologie herauszuarbeiten und letztendlich eine Handlungsempfehlung herauszugeben, die eine Implementierung kritisch betrachtet und bewertet.
Die theoretische Erarbeitung erfolgt berufsbegleitend während der Semesterferien sowie der Vorlesungszeit des 5. Semesters im Sommer 2010.
Für die praktische Erarbeitung der Thematik kann auf die Unterstützung der Firma Fiktion KG 1 , zurückgegriffen werden. Das für die Machbarkeitsstudie erforderliche Zahlenmaterial sowie der theoretische Hintergrund werden zur Verfügung gestellt. Eine besondere Herausforderung stellt hier der Konflikt zwischen beruflichem Alltag und Terminen im Projektarbeitsunternehmen dar.
1 Der Firmenname wurde zur Veröffentlichung der Arbeit anonymisiert. Alle Zahlen und Beziehungen zu dem
Unternehmen wurden verfälscht und sind rein fiktiv. Die Thematik der Arbeit wird hierdurch nicht beeinflusst
- 2 -
1.3 Vorgehensweise
Zunächst wird in dieser Ausarbeitung der theoretische Rahmen rund um das Thema RFID erarbeitet. Um später eine möglichst praktikable Umsetzungsmöglichkeit zu schaffen, ist auch die Vertiefung in den Bereichen Lager und Supply-Chain-Management erforderlich.
Anschließend wird die angeeignete Theorie beispielhaft an dem nominierten Unternehmen angewendet. Hierzu wird zunächst das Unternehmen in den relevanten Bereichen analysiert. Die gewonnen Informationen dienen zur Entscheidungsfindung über die theoretische Umsetzung einer RFID-Implementierung unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte.
Im Anschluss werden die möglichen Potentiale der Technologie sowohl in der Theorie als auch in der Praxis aufgezeigt und abschließend bewertet.
1.4 Vorstellung der Projektgruppe
Die Projektgruppe besteht aus 2 Studenten des berufsbegleitenden Studiengangs zum Betriebswirt für internationales Logistikmanagement an der deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie (DAV) in Bremen. Diese Projektarbeit stellt den praktischen Teil der Abschlussprüfung dar. Der Arbeitskreis setzt sich wie folgt zusammen:
Tim Struckmann, geboren am 21. Mai 1981 in Bremen, absolvierte seine schulische Laufbahn in Delmenhorst. Nach Beendigung folgte das Grundstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen. Ab August 2005 absolvierte er eine verkürzte Ausbildung zum Außenhandelskaufmann bei der J.H. Tönnjes GmbH & Co. KG. Nach dem Bestehen im Juni 2007 folgte die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis bei einem Exportunternehmen der Tönnjes Gruppe. Dort arbeitet er in den Bereichen International Sales sowie dem Marketing und ist Pressesprecher der Unternehmensgruppe.
- 4 -
Theoretischer Rahmen 2
2.1 RFID - Eine ‚Querschnittstechnologie‘
Die nachfolgenden Ausführungen und Erläuterungen zur RFID-Technologie bilden das technische Grundgerüst, die vorbereitenden Maßnahmen sowie die spätere, praktische Umsetzung und Implementierung der Technologie in die Praxis zu begreifen.
Zum optimalen Verständnis wird deshalb zuerst kurz auf die Entwicklung und die technische Funktionsweise der Drahtlostechnologie eingegangen, bevor später in zwei unterschiedliche Arten klassifiziert wird.
2.1.1 Definition
RFID steht als Akronym für „Radio Frequency Identification“ und ist eine automatische, drahtlose Funkidentifikationstechnologie, bei der Informationen, vorzugsweise Identcodes oder Seriennummern von Waren und Gütern auf einem Datenmedium - dem Transponder - gespeichert werden. 2 Mit ihren Charakteristika zählt die RFID-Technologie gemeinsam mit den Bar- bzw. Strichcodesystemen, dem Biometrik-Verfahren, der Chipkartentechnik sowie dem System der Optical Character Recognition (OCR) zur Gruppe der Autoidentifikationslösungen, kurz Auto-ID genannt. 3
Einsetzbar ist die Technologie grundsätzlich dort, wo automatisch gekennzeichnet, registriert, erkannt, gelagert und überwacht werden muss.
2.1.2 Aufbau eines RFID-Systems
Generell besteht ein RFID-System immer aus mehreren Komponenten, damit es reibungslos funktioniert. Immer erforderlich ist eine sogenannte Erfassungseinheit mit Antenne (Schreib- / Lesegerät), welche über
2 Vgl. Leitfaden - RFID - Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen, Seite 7
3 Vgl. IHK-Informationen: RFID im Handel, Seite 1
- 5 -
Arbeit zitieren:
Moritz Bolte, Tim Struckmann, 2010, Lagerbestandoptimierung und Supply-Chain-Management durch die Implementierung von RFID-Technologie, München, GRIN Verlag GmbH
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