Inhalt
Inhaltsverzeichnis
1EINLEITUNG. 1
1.1THEMATISCHE EINFÜHRUNG. 1
1.2ARGUMENTATIVE STRUKTUR DER GFS. 1
2DIE ZENTRALVERWALTUNGSWIRTSCHAFT ALS MODELL. 2
2.1DEFINITION ZENTRALVERWALTUNGSWIRTSCHAFT. 2
2.2VERSCHIEDENENE UMSETZUNGSFORMEN UND MODELLE DER PLANWIRTSCHAFT. 2
2.2.1Die sozialistische Planwirtschaft. 2
2.2.2Die Kriegswirtschaft. 3
3DER VERGLEICH ZWISCHEN DER PLANWIRTSCHAFT UND SOZIALEN
MARKTWIRTSCHAFT. 3
3.1DEFINITION UND MERKMALE DER SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT. 4
3.2DER VERGLEICH ANHAND AUSGEWÄHLTER THEMENBEREICHE. 4
3.2.1Allokation der Ressourcen und Distribution der Güter. 4
3.2.2Wettbewerb und Preisgestaltung. 5
3.2.3Das Wachstum und der technologische Fortschritt. 6
3.2.4Die Krisensicherheit. 7
3.2.5Die Ressource Arbeit und die Arbeitslosigkeit. 8
3.3DIE VORTEILE DER SYSTEME GEGENÜBER DEM ANDEREN. 9
3.3.1Die Vorteile der Planwirtschaft gegenüber der sozialen Marktwirtschaft. 9
3.3.2Der Vorteile der sozialen Marktwirtschaft gegenüber der Planwirtschaft. 9
4IST DIE THEORIE DER PLANWIRTSCHAFT UMSETZBAR? 10
4.1UMSETZUNGEN IN DIE REALITÄT ANHAND REPRÄSENTATIVER BEISPIELE DER NACHKRIEGSZEIT. 10
4.1.1Sozialistische Planwirtschaft der Osteuropäischen Staaten bis 1990. 10
4.1.2Die Planwirtschaft in einer Demokratie der Nachkriegszeit: Frankreich. 11
4.1.3Ein heutiges Beispiel für eine Planwirtschaft: Kuba. 11
4.2DIE PROBLEME DER UMSETZUNG IN DIE PRAXIS: DAS SCHEITERN DER PLANWIRTSCHAFT. 11
5FAZIT: IST DIE PLANWIRTSCHAFT EINE ALTERNATIVE? 12
5.1EIN ZUKUNFTSFÄHIGES KONZEPT? 12
5.2EINE ALTERNATIVE ZUR HIESIGEN SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT? 12
6LITERATURVERZEICHNIS. 14
II
1 Einleitung 1.1 Thematische Einführung
Die soziale Marktwirtschaft hat in Deutschland, zumindest in der BRD, Tradition. Die Synthese zwischen freiem Unternehmertum und sozialem Fortschritt ist seit dem Ende des 2. Weltkrieges die Wirtschaftsordnung Westdeutschlands und hat maßgeblich den Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit gefördert. Auch bei der Wiedervereinigung 1990 wurde die ehemalige DDR wirtschaftlich an die BRD angeglichen. Dass es jedoch damals zwei fast völlig gegensätzliche Wirtschaftssysteme gab, ist der heutigen Generation nicht wirklich bewusst. Es ist heutzutage selbstverständlich, dass jeder sich selbst zu seinem (finanziellen) Glück verhelfen muss und der wirtschaftlicher Erfolg eine Eigenleistung ist. Vorbild hierfür sind vor allem die amerikanischen Medien, die in der internationalen Filmszene oft den „American Dream“ als Erfolgskonzept suggerieren. Daher ist besonders die heutige Jugend, die in der Realität mit der Planwirtschaft höchstens in Unterricht konfrontiert wird, davon geprägt. Jedoch hat die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008-2010 gezeigt, dass auch die soziale Marktwirtschaft nicht vollkommen ist und es Krisen geben kann, die auf Spekulationsblasen und Fehlwirtschaft einzelner Unternehmen und Banken beruhen. Seither bekommt vor allem die LINKE wieder mehr Gehör, die in ihrer Ideologie auch zur Planwirtschaft tendiert. So solle man Banken und bestimmte Unternehmen (wie z.B. die Bahn oder die Post) verstaatlichen. Damit käme man der Zentralverwaltungswirtschaft nach dem sowjetischen Modell wieder näher. Doch ist das wirklich die Antwort auf die Wirtschafts- und Systemkrisen des beginnenden 21. Jahrhunderts? Ein System, welches in vielen ehemals sozialistischen Ländern wieder abgeschafft wurde? 1.2 Argumentative Struktur der GFS
Im Zuge dieser GFS wird die Planwirtschaft, oft auch genauer als Zentralverwaltungswirtschaft bezeichnet, näher erläutert. Es werden die verschiedenen Formen der Zentralverwaltungswirtschaft erklärt und anschließend wird ein Vergleich zur sozialen Marktwirtschaft gezogen. Nach dieser Analyse wird die Zukunfts- und Realitätsfähigkeit der Planwirtschaft analysiert. Die Leitfrage der GFS ist demnach, ob die Planwirtschaft eine Alternative zur heutigen sozialen Marktwirtschaft ist und ob diese auch Zukunft in Deutschland oder anderen Staaten hat.
1
2 Die Zentralverwaltungswirtschaft als Modell 2.1 Definition Zentralverwaltungswirtschaft
Die Zentralverwaltungswirtschaft bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in der wichtige oder alle wirtschaftlichen Entscheidungen von einer zentralen Instanz getroffen werden. Sie geht vorrangig davon aus, dass diese Instanz die knappen „Ressourcen wie Arbeit, Kapital, Boden und Rohstoffe zur Produktion von Gütern“ 1 besser ver- und einteilen kann, als es der Markt oder Einzelne machen würde (zentral). Daher ist sie die gegensätzliche Wirtschaftsordnung zur freien Marktwirtschaft, die wiederum davon ausgeht, dass sich der Markt selbst regulieren kann und Preise durch Angebot und Nachfrage gestaltet werden können, hier also jede Teilnehmergruppe Einfluss besitzt und die Entscheidungen durch die am Markt beteiligten Personen getroffen werden (dezentral). 2
Doch auch die reine Zentralverwaltungswirtschaft ist ein rein theoretisches Konstrukt, welches in der Realität nicht eins zu eins umzusetzen ist. Doch auch wenn die Umsetzungen dieses Konstrukts in die Realität in jeder Volkswirtschaft anders sind und sich ebenso grundlegend unterscheiden, gibt es wesentliche Merkmale, die in nahezu jeder fast vollständig umgesetzter Planwirtschaft vorzufinden sind.
Dies sind unter anderem:
- Die Planung, Lenkung und die Kontrolle des wirtschaftlichen Geschehens durch eine zentrale Instanz. In den Volkswirtschaften übernimmt dies meistens der Staat oder eine von ihm beauftragte Institution.
- Die Produkte, die aus der Wirtschaft hervorgehen, werden zentral verteilt. - Oft übernimmt auch der Staat die Preispolitik und bestimmt die Marktpreise (Güter und Dienstleistungen), die Entlohnung der Arbeiter und die Höhe der Zinsen für Kredite ebenso wie für das Kapital.
- Die Wirtschaft und die Politik sind eng miteinander verknüpft oder gar identisch. Das Wirtschaftsgeschehen wird von dieser zentralen Instanz im Voraus geplant und oft in einem festgeschriebenen Plan festgehalten (in der sozialistischen Planwirtschaft oft ein Fünfjahrplan). 3
2.2 Verschiedene Umsetzungsformen und Modelle der Planwirtschaft Wie schon erwähnt, ist es wie bei der Idealvorstellung des komplett freien Marktes unmöglich, den Idealtypus umzusetzen. Daher haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Modelle bzw. Formen der Planwirtschaft entwickelt, die ebenso auf unterschiedlichen Motivationen beruhen. Diese Formen werden in ihrer Erscheinungsform kurz skizziert und charakterisiert.
2.2.1 Die sozialistische Planwirtschaft
Durch die neue Ideologie, die damals durch Karl Marx und Friedrich Engels geformt wurde, hatte zur Folge, dass man auch in der Wirtschaftsideologie umdenken musste. Da nach
1 http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralverwaltungswirtschaft, zugegriffen am 04.01.2011.
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralverwaltungswirtschaft, zugegriffen am 04.01.2011.
3 http://www.bommi2000.de/wirtkunde/wk04.pdf, S.4, zugegriffen am 04.01.2011.
2
dem Marxismus das freie Unternehmertum eine Ausbeutung des Proletariats durch die Bourgeoisie zur Folge hat, müsse auch das gestoppt werden. Zwar lieferten die wissenschaftlichen Sozialisten kein Wirtschaftskonzept, doch aber wurde dadurch der Gedanke an eine Planung der Wirtschaft durch eine zentrale Instanz frei. Die Sozialisten, die dem „Realsozialismus“ angehörten nach dem Vorbild der UdSSR handelten, führten demnach die Zentralverwaltungswirtschaft in den sozialistischen Staaten ein. Die Abschaffung des Privateigentums, die dann Gesellschaftseigentum wurden, sollte eine Klassengesellschaft vorbeugen. Man nahm aber auch an, dass die Produktion von Gütern durch Einzelne lediglich zur Schaffung des eigenen Wohlstands diene und nicht zum Gemeinwohl, wie es der sozialistischen Ideologie entspricht. Daher sah man sich im Realsozialismus des 20. Jahrhunderts gezwungen, eine Zentralverwaltungswirtschaft einzuführen. Wesentliche Merkmale waren, neben der schon genannten Verstaatlichung, auch ein Außenhandelsmonopol und die Festlegung der Preise und Löhne durch den Staat. Dieser legte in Fünfjahresplänen die Bedürfnisse an Gütern fest und schrieb eine Menge an bestimmten Gütern vor, die präzise eingehalten werden mussten und dann vom Staat verteilt wurden. 4
Heutige Beispiele für eine sozialistische Planwirtschaft sind vor allem Kuba und Nordkorea, aber auch Frankreich vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zur Mitte der 70er Jahre.
2.2.2 Die Kriegswirtschaft
Oft wird angenommen, dass die Realsozialisten der ehemaligen DDR die erste Zentralverwaltungswirtschaft Deutschlands eingeführt haben. Jedoch ist diese Annahme falsch, da schon im ersten und zweiten Weltkrieg eine Planwirtschaft in Deutschland herrschte. Ein oft nicht beachteter Punkt ist die Zentralverwaltungswirtschaft im Krieg. In diesem ist die Regierung oft gezwungen, die Wirtschaft komplett nach ihren Interessen zu gestalten. Dabei wird die Privatwirtschaft verstaatlicht bzw. militarisiert und die Verteilung von Produktionsressourcen und Produkten wird zentral gesteuert. Eine Mengenplanung und Zuteilung für die wichtigsten Güter und Rohstoffe sowie die Planung von Arbeitskräften wurde auch damals in den meisten europäischen Staaten eingeführt, die am zweiten Weltkrieg aktiv beteiligt waren. Mit diesen Maßnahmen wollte man konjunkturelle Krisen, die in einem Ausnahmezustand wie dem Krieg leichter ausbrechen können und eine mangelnde Versorgung, vor allem die der Truppen, vorbeugen. Nach dem ersten Weltkrieg wurden aufgrund der positiven Erfolge der marktlosen Wirtschaft in Deutschland einige zentral gesteuerte Maßnahmen in die Wirtschaftspolitik der Weimarer Republik übernommen, wenn auch nicht in einem sehr großem Ausmaß. 5
3 Der Vergleich zwischen der Planwirtschaft und sozialen Marktwirtschaft
Um eine objektive Beurteilung der Qualität eines Wirtschaftssystems zu ermöglichen, ist es unumgänglich, einen Vergleich zu einer bekannten und realitätsnahen Wirtschaftsform zu ziehen. Daher werden in diesem Kapitel die Zentralverwaltungswirtschaft und die soziale Marktwirtschaft miteinander verglichen und die Vor- und Nachteile abgewogen.
4 Leipold, H.: Gesellschaftstheoretische Fundierung der Wirtschaftssysteme in: Hamel H.(Hrsg.): Soziale Marktwirtschaft - Sozialistische Planwirtschaft, 5. Auflage, Vahlen Verlag GmbH München, 1989, S. 16‐19.
5 Šik, O.: Wirtschaftssysteme Vergleiche -Theorie ‐Kritik, Springer Verlag Berlin, Heidelberg, 1987, S. 62f.
3
Arbeit zitieren:
Patrick Straburzynski, 2011, Die Zentralverwaltungswirtschaft - Das Modell, die Kritik und der Vergleich zur hiesigen sozialen Marktwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Gemeinschaftskunde / Sozialkunde: Die Zentralverwaltungswirtschaft - Das Modell, die Kritik und der Vergleich zur hiesigen sozialen Marktwirtschaft ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Gemeinschaftskunde / Sozialkunde: neuer Titel erschienen: Die Zentralverwaltungswirtschaft - Das Modell, die Kritik und der Vergleich zur hiesigen sozialen Marktwirtschaft
Patrick Straburzynski hat einen neuen Text hochgeladen
Modell einer sozialistischen Marktwirtschaft. Band 2
Von der kapitalistischen zur s...
Wolfgang Hoss
Das Unternehmerbild in der Sozialen Marktwirtschaft und die Managerhaf...
Unternehmer-Verantwortung nach...
0 Kommentare