Technische Voraussetzungen für vollautomatischen Datenaustausch über das Internet Seite 1 von 8
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 2
2 TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN
VOLLAUTOMATISCHEN DATENAUSTAUSCH 2
2.1 DIE VERBINDUNG ZUM INTERNET 3
2.2 ÜBERTRAGUNGSPROTOKOLLE AUF TCP/IP-BASIS 4
2.3 IDENTITÄTS-MANAGEMENT 4
2.4 VERSCHLÜSSELUNG 4
2.5 DATENSTRUKTUR-FORMATE 5
2.6 DIE BEDEUTUNG DER INHALTE 5
3 FAZIT 5
LITERATURVERZEICHNIS 7
Technische Voraussetzungen für vollautomatischen Datenaustausch über das Internet Seite 2 von 8
1 Einleitung
Das föderale System der Bundesrepublik Deutschland mit seinen zersplitterten Strukturen in Bezug auf die Erfüllung staatlicher Aufgaben sowie die weiter verstärkte europäische Zusammenarbeit bringen einen breiten Austausch unterschiedlichster Datenbestände zwischen den einzelnen Behörden mit sich. Darüber hinaus bestehen in vielen Bereichen enge Beziehungen zwischen der staatlichen Verwaltung und der privaten Wirtschaft sowie dem Bürger. Zur effizienten Steuerung dieses teils sehr komplexen Datenverkehrs setzen die Beteiligten inzwischen vielfältige informationstechnische Mittel ein, um eine medienbruchfreie, automatisierte Kommunikation zu erreichen. Dabei spielt das schon selbstverständlich gewordene Internet eine immer größere Rolle. „So breit wie die Palette der Internet-Angebote, so vielfältig sind die über Computernetze realisierten Anwendungen für die Büro- und Verwaltungsarbeit. Ob Behörde oder privatwirtschaftliches Unternehmen: Der Einsatz der IuK-Technik hat sich in den letzten Jahrzehnten von repetitiven, standardisierbaren und formalisierbaren Arbeitsbereichen sukzessive bis hin zu einzelfallorientierten Tätigkeiten ausgedehnt, wobei die Zahl der miteinan- dervernetzten Rechner kontinuierlich zugenommen hat.“ 1 Mit dieser Arbeit sollen die aus der Sicht des Verfassers wichtigsten technischen Voraussetzungen für einen vollautomatischen 2 Datenaustausch im E-Government über das Internet beschrieben werden.
2 Technische Voraussetzungen für einen
vollautomatischen Datenaustausch
Für die Durchführung eines vollautomatischen Datenaustauschs ist es unabdingbar, dass zwischen den Systemen der kommunizierenden Partner Interoperabilität durch die Bestimmung und Anwendung von Standards hergestellt wird. Interoperabilität ist dabei als die Fähigkeit von Systemen zum Datenaustausch zu charakterisieren und kann aus den folgenden drei Perspektiven betrachtet werden:
1 Vgl. Wind, Martin: Technisierte Behörden - Verwaltungsinformatisierung und -forschung im Zeitalter der Computernetze, Wiesbaden, 1999, Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, S. 79.
2 Vollautomatisch bedeutet, dass der Datenaustausch ohne jegliche menschliche Eingriffe als eine so genannte Maschine-Maschine-Kommunikation erfolgt.
Technische Voraussetzungen für vollautomatischen Datenaustausch über das Internet Seite 3 von 8 x Technische Ebene x Syntaktische Ebene x Semantische Ebene
Technische Interoperabilität ist als die reine technische Möglichkeit zum Austausch von Daten zu verstehen. 3 Hierunter fallen technische Einrichtungen zur Verbindung mit öffentlichen Netzen genauso wie Übertragungsprotokolle auf TCP/IP-Basis 4 sowie Daten- und Applikationsschnittstellen. Allein durch eine Standardisierung der Übertragungsart kann jedoch noch keine vollautomatische Datenübertragung erfolgen, denn es sind Festlegungen über die Struktur der zu übertragenden Daten erforderlich. Das heißt, es sind zum Beispiel der Anfang und das Ende eines Datensatzes oder die Bereiche für Adresse und Inhalt festzulegen. Doch auch mit solchen strukturellen Vereinbarungen kann ein vollautomatischer Datenaustausch nicht gewährleistet werden, denn in vielen Bereichen werden unter den gleichen Begriffen unterschiedliche Sachverhalte verstanden. Es gilt daher, auf der semantischen Ebene verbindliche Standards zu definieren.
2.1 Die Verbindung zum Internet
Um mit den anderen Partnern über das Internet überhaupt in Verbindung treten zu können, benötigen das jeweilige behörden- oder firmeninterne Netzwerk bzw. der private Computer des Bürgers zunächst einen sicheren Zugang zum weltweiten Internet-Verbund. Dieser wird durch den sogenannten Router gewährleistet. 5 An dieser Schnittstelle von interner Zone und Internet-Zone bestehen jedoch die größten Sicherheitsrisiken dahingehend, dass die internen Datenbestände unbedingt vor unbefugtem Zugriff geschützt werden müssen. Mit dem Einsatz einer Kombination von unterschiedlichen Filtermechanismen und der Trennung in mehrere Netzwerk-Segmente auf Netzwerkprotokoll-Ebene wird an diesen Knotenpunkten der sichere Zugang zu den Anwendungen und Daten sichergestellt. 6
3 Vgl. Bundesministerium des Innern: SAGA 4.0, Abgerufen am 01.02.2011, Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik,
http://www.cio.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Standards_und_Architekturen/sag a_4_0_update_kapitel_8_download.pdf?__blob=publicationFile, S. 57.
4 TCP/IP steht für Transmission Control Protocol / Internet Protocol
5 Vgl. Wind, a. a. O., S. 76.
6 Vgl. SAGA 4.0, a. a. O., S. 89.
Arbeit zitieren:
Michael Graf, 2011, E-Government: Die wichtigsten technischen Voraussetzungen für vollautomatischen Datenaustausch über das Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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