Inhaltsverzeichnis
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I. Einleitung 3
II. Die Entstehung des Krieges
II. I. Die Kriegsdebatte 4
II. II. Europa und die Revolution 6
III. Der Krieg
III. I. Der Verlauf und der Einfluß des Krieges auf die Revolution 8
III. II. Für Ruhm, Ehre und Reichtum 12
IV. Schluß 14
V. Quellen und Literatur 16
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I. Einleitung
Die Kriegserklärung Frankreichs an Österreich am 20. April 1792 war der Beginn eines fünfjährigen Krieges, welcher sowohl für Frankreich als auch für die europäische Staatenwelt tiefgreifende Veränderungen mit sich brachte.
Die vorliegende Arbeit kann schon aufgrund ihres begrenzten Umfangs keine auch nur ansatzweise detaillierte Beschreibung und Analyse der Ereignisse und Folgen des Krieges geben. Daher möchte ich mich auf einige wesentliche Punkte beschränken und die Aspekte, die im folgenden untersucht werden, hier kurz anführen.
Die Arbeit ist in zwei Teile gegliedert, welche nochmals in zwei Abschnitte unterteilt wurden. Der erste Teil befaßt sich mit der Entstehungsgeschichte des Krieges und der Einordnung der Vorkriegssituation in den gesamteuropäischen Kontext. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden: 1. Wo lagen die Gründe für den Schritt zum Krieg? Welche Gruppen propagierten ihn, und was erwartete man in Frankreich von einem bewaffneten Konflikt? Wie war die Ausgangssituation am Vorabend des Krieges?
2. Welche Intentionen verfolgten die Staaten Europas, und welche Stellung nahmen die Ereignisse in Frankreich darin ein?
Im zweiten Teil stehen der Krieg und seine unmittelbaren Auswirkungen im Mittelpunkt. Wichtig ist dabei vor allem der Einfluß des Kriegsgeschehens auf das revolutionäre Frankreich. In welchem Maße und in welcher Richtung beeinflußte der Krieg den Verlauf der Revolution? Es wird versucht, zu beweisen, daß zwischen außenpolitischer Entwicklung und der Radikalisierung der Revolution ein wichtiger Zusammenhang bestand. Auch die Bedeutung dieses Krieges für die Erneuerung des Heerwesens spielt eine Rolle. Als letzter Punkt wird der Charakter des Krieges in Theorie und Praxis zur Disposition stehen. Die Frage Befreiungs- oder Eroberungskrieg steht hier im Mittelpunkt, zu deren Beantwortung besonders die Feldzüge Napoleon Bonapartes in Italien betrachtet werden. Im Schlußteil werden die Ergebnisse der vorangegangenen Analyse nochmals zusammengefaßt und in komprimierter Form dargelegt.
Für die Bearbeitung des vorliegenden Themas waren die Werke von Furet/Richet, von D. M. G. Sutherland und der Quellenband von Walter Markovs ‘Revolution im Zeugenstand’ von grundlegender Bedeutung. Die Basis der ereignisgeschichtlichen Darstellung waren die Werke
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Durants und Godechots. Als wichtige und sehr treffende Analyse der Revolutionskriege sei der Aufsatz von T. C. W. Blanning: ‘The French Revolution and Europe’ erwähnt. 1
II. Die Entstehung des Krieges
I. Die Kriegsdebatte
Bereits gegen Ende des Jahres 1791 hatte Jacques-Pierre Brissot die ersten Reden für einen Krieg in der Legislative gehalten. Brissot und seine Anhänger, welche später als Girondisten bezeichnet werden sollten, gewannen schnell an Einfluß in der Versammlung und versäumten keine Gelegenheit, auf die Notwendigkeit einer Offensive gegen innere und äußere Feinde hinzuweisen. Die Hauptstoßrichtung der Kriegspropaganda stellten zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht die Großmächte Österreich und Preußen dar, sondern die adeligen Emigranten und die deutschen Rheinfürsten, die ihnen Asyl und Unterstützung gewährten. Besonders Mainz und Koblenz galten als Zentren der Konterrevolution und es wurde von einer Emigrantenarmee von 20000 Mann berichtet, die nur darauf warte, in Frankreich einzumarschieren. 2
Der kommende Krieg sollte also in den Augen Brissots und seiner Anhänger ein Präventivschlag sein, ein kurzer Feldzug, der die Feinde der Revolution vernichtete, bevor sie sich endgültig formieren konnten. Hinzu kam die nationalistische Stimmung, die von den Kriegsbefürwortern geschickt ausgenutzt und forciert wurde. In einer Rede vom 16. Dezember 1791 erklärte Brissot:
„..., daß ein Volk, das nach 10 Jahrhunderten der Sklaverei die Freiheit errungen hat, Krieg führen muß. Es muß Krieg führen, um die Freiheit von den Lastern des Despotismus rein zu waschen, es muß schließlich Krieg führen, um aus seinem Schoß jene Männer zu entfernen, die die Freiheit verderben könnten.“ 3
Die Freiheit als eines der Schlagworte der Französischen Revolution (wie aller anderen Revolutionen auch), taucht in diesem kurzen Zitat gleich dreimal auf. Die große Rhetorik der Rede scheint wenig konstruktiv, sie traf jedoch genau die Stimmung breiter Schichten, den
1 Genaue bibliographische Angaben und weitere Titel im Ouellen-und Literaturverzeichnis.
2 Durant, Will und Ariel: Die Französische Revolution und der Aufstieg Napoleons, Frankfurt/M./Berlin/Wien 1982, S. 51f.
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Arbeit zitieren:
Rohland Schuknecht, 1998, Der erste Revolutionskrieg 1792 bis 1797: Entstehung und Bedeutung, München, GRIN Verlag GmbH
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